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  1. Inaktiver User

    Baby und Studium

    Hallo zusammen!

    Gibt es hier jemanden der seine Kinder während des Studiums bekommen hat?

    Ich bin 23 studiere Medizin im dritten Semester und wünsche mir sehnlich ein Kind. Der Wunsch wächst mehr und mehr und ich frage mich wann der "richtige" Zeitpunkt ist. Den "richtigen" wird es bei mir zwar voraussichtlich nicht geben, trotzdem möchte ich Kinder und das nicht erst in fünf Jahren. Mein Partner ist 32, hegt den selben Wunsch und wollte eigentlich immer ein "junger" Vater werden. Es ist jedoch nicht so, dass ich mich davon unter Druck gesetzt fühle. Ich selber kann mir eine Familie gut vorstellen, bin davon überzeugt, dass die Umsetzung mit Organisationstalent machbar ist, frage mich aber, ob ich dieser doppelten Herausforderung von Familienleben und Studium gewachsen bin und den Kindern genug Mutter sein kann.
    Eine Freundin von mir studiert mit ihrer mittlerweile vierjährigen Tochter ebenfalls Medizin. Sie ist im siebten Semester und ermutigt mich meine Wünsche umzusetzen. Ich zweifle trotzdem immer wieder, obwohl mein Partner hinter mir steht, was bei ihr nicht der Fall ist.

    Im allgemeinen habe ich den Eindruck, dass es sozusagen zwei Lager gibt, was das Thema "Studium mit Kind" anbelangt: Die einen sagen man hätte nie wieder so viel Zeit wie während des Studiums, die anderen haben wenig Verständnis für diesen "Spagat zwischen Wickeltisch und Hörsaal".
    Was meint Ihr dazu? Gibt es Möglichkeiten diese Vorstellung umzusetzen oder geht man ein Abendteuer ein, dessen Ausgang nicht vorhersehbar ist und dessen Folge zu Lasten der Kinder ginge?

    Nun wäre ich euch für Eure Erfahrungswerte und Meinungen dankbar und würde mich sehr freuen vom ein oder anderen zu hören.....

    Pheline

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    AW: Baby und Studium

    Hallo Pheline,
    schau mal weiter unten (Seite 3) den Thread "Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?".
    Da haben einige gepostet, die gerade im Studium oder bei der Promotion sind.
    Grundsätzlich ist es sicher so, dass diese Entscheidung nur von euch selber getroffen werden kann. Den richtigen Zeitpunkt gibt es nie.
    Im Studium hast du den Vorteil, freier deine zeit einteilen zu können, aber es wird das Studium sicher um 1-2 Semester verlängern. Oft gibt es an Unis mittlerweile gute Betreuungsmöglichkeiten, hast du dich danach schon erkundigt?
    Wie sieht es finanziell bei euch aus? Wenn du einen festen Job hast, ist das Elterngeld höher, als es dir als Studentin zusteht. Verdient dein Freund genug? Ist eure Beziehung gesfestigt genug, dass daraus eine Familie weren kann?

    Alles liebe für dich und euch eine gute Entscheidung!
    Sauvi

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    AW: Baby und Studium

    Hallo Pheline,

    mein Mann und ich haben und das neulich auch überlegt, da wir beide (25) lieber gleich als später Nachwuchs hätten und lieber junge Eltern wären.

    Unsere Ausgangslage sieht so aus, dass mein Mann gerade promoviert und ich mein Studium abschließe. Überlegungen galten dem Fall, dass ich auch noch ne Diss anhänge. (Was ich nicht tue, andere Gründe...)

    Ein Argument pro Kind während dem Studium ist sicher, dass man sich seine Zeit einteilen kann.
    Wichtig für uns wäre gewesen, dass wir uns so die Zeit mit dem Kind teilen könnten und mein Mann mehr von den ersten Monaten miterleben kann, als das bei Berufstätigkeit üblicherweise möglich ist. Wie sieht denn das bei dir aus, was macht dein Freund? Könnte er dich unterstützen? Denn die Belastung Baby und Studium hätte ich alleine nicht tragen wollen, auch wenn es an den meisten Unis gute Bereuungsmöglichkeiten gibt.

    Außerdem würde ich die finanzielle Situation genau analysieren. Wie würdet ihr euch finanzieren? Studierst du an einer Uni mit Hochschulgebühren, etc...

    Nun, leider kann ich dir nicht mit Erfahrungen helfen aber vielleicht Anregungen geben...
    Und entscheiden müsst ihr das sowieso alleine... ich wünsche euch viel Glück dabei

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    AW: Baby und Studium

    hi pheline!

    vorab: ich bin 31 jahre alt, hab weder ein kind (wir wollen aber nun eins) und ich habe nicht studiert.

    allgemein rate ich immer dazu sich erst für ein kind zu entscheiden, wenn man denkt/bzw. sich zutraut dass es man es notfalls auch ohne partner schaffen kann.
    ist zwar wenig romantisch, aber ich habe bereits eine scheidung hinter mich gebracht (und die trennung lief bestens!) und daher weiß ich, dass jegliche zukunftsversprechen reine momentaufnahmen gepaart mit hoffnung sind. ich wünsche dir natürlich, dass dein partner und du für immer zusammen bleibt, aber man sollte sich eben auch vor augen führen, wieviele paare sich jedes jahr trennen, wieviele alleinerziehende mütter es gibt.

    dazu kenne ich viele elternpaare, bei denen der mann im voraus große reden geschwungen hat, was er alles für sein kind tun will und tun wird - jetzt, wo das kind da ist, hat sich herausgestellt, dass es leider nur gerede war. praktisch bleibt alles an der mutter hängen. viele aus meinem bekanntenkreis sind auch alleinerziehend, das ist nicht wirklich ein zuckerschlecken.

    was machst du, wenn dein kind eine körperliche oder geistige behinderung hat? die zukunftpläne einer bekannten wurden durch das down-syndrom von kind nr. 1 sowie dem herzfehler von kind nr. 2 zunichte gemacht.
    was machst du, wenn du vielleicht zwillinge bekommst? (kann ja durchaus passieren.)

    pheline, die entscheidung, ob du nun schon über ein kind nachdenken solltest, musst du für dich ganz alleine treffen. ich kann dir nur raten in deine überlegungen mit einzubeziehen was wäre, wenn es mit dem partner nicht klappt und du auf dich allein gestellt bist.

    ganz ehrlich? studium + kind - das wäre für mich nicht vorstellbar gewesen.

    ich wünsche dir, dass du die richtige entscheidung triffst.

    liebe grüße
    zada
    Geändert von Zada (15.12.2006 um 14:01 Uhr)
    Zada

    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
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    AW: Baby und Studium

    Zitat Zitat von Zada
    ganz ehrlich? studium + kind - das wäre für mich nicht vorstellbar gewesen.
    Für mich auch nicht...
    Aber bei mir lag es auch daran, dass ich keinen Partner hatte, der das auch (schon?) wollte, und auch keinen, der ein Kind hätte finanzieren können. Ich war noch von meinen Eltern abhängig und die wollte ich auf keinen Fall auch noch mit einem Enkel belasten, ich wollte erst einmal unabhängig sein.

    Das ist auch nach wie vor so: Auch wenn mein Freund ein Kind unterhalten kann, so will ich das in der Not auch allein schaffen.

    Mein Hinderungsgrund war also das Geld, emotional hätte ich es mir vielleicht vorstellen können. Allerdings bin ich dann nach dem Studium durch eine depressive Phase gegangen, das Kind wäre mit mir als Mutter gestraft gewesen.
    Das Leben ist wie eine Flasche Ketchup: Erst kommt lange nichts und dann alles auf einmal!

  6. Inaktiver User

    AW: Baby und Studium

    Danke Euch für Eure vielseitigen Antworten...

    Würde auf den ein oder anderen Punkt mal näher eingehen, dann bekommt Ihr noch ein genaueres Bild von unserer Situation und ich habe die Möglichkeit noch ein bischen zu reflektieren...

    Bezüglich Betreuungsmöglichkeiten habe ich mich zwar noch nicht näher erkundigt, allerdings weiß ich, dass es mehrere Einrichtungen gibt, bei denen mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist. Darauf kann man sich ja gegebenenfalls dann im Voraus einstellen. Werd mich mal näher erkundigen.

    Finanziell sieht es bei uns ganz gut aus, da ich vor dem Studium schon Berufstätig war und auch jetzt immer nebenbei gejobt habe. Daher habe ich einige Rücklagen. Mein Freund arbeitet Vollzeit, hat ein festes Einkommen, jedoch völlig chaotische Arbeitszeiten (Schichtdienst). Wir hatten uns überlegt, dass ich das erste halbe Jahr beim Baby bleiben würde, da ich wenn möglich voll stillen möchte. Dann würde mein Freund Elternzeit nehmen und natürlich wäre es dann finanziell nicht so rosig wie im Moment, aber machbar wäre es schon. Da sind wir in einer ganz glücklichen Lage muss ich sagen .

    Zur Beziehung würde ich folgendes sagen: Wir passen zusammen wie die Faust auf's Auge, worüber ich absolut glücklich und erfüllt bin! Allerdings heißt das nicht und das ist mir sehr wohl bewusst, dass das immer so bleiben wird. Wir wissen beide, dass unsere Beziehung nicht nur Zuckerschlecken ist, sondern Arbeit bedeutet. Hinzu kommt, dass ja beide fortwährend in einer persönlichen Entwicklung stecken und wer sagt, dass man sich immer parallel entwickelt, bzw. parallele Wege geht!?

    Im Moment würde ich ein Kind als Bereicherung empfinden. Meine Bedenken sind eben dahingehend, dass ich ihm eine gute Mutter sein will und mich trotzdem nicht aufgeben möchte. Allerdings bin ich auch nicht so karriereorientiert, dass ich mein Studium in der Regelstudienzeit durchziehen muss. Vielleicht finde ich ja den richtigen Mittelweg..... So hoffe ich zumindest, denn später in der Klinik gilt es sich erst einmal dort zu etablieren und ich glaube nicht, dass das Arbeitsleben locker sein wird. Zumindest nicht bis ich meinen Facharzt habe.

    Angenommen ich würde ein behindertes Kind bekommen, wie Zada in den Raum gestellt hat, dann müsste ich mein Leben komplett umstellen um nur für das Kind da zu sein. Die Vorstellung daran ist natürlich furchtbar, aber die Möglichkeit besteht und es stimmt, dass man sich Gedanken darüber machen sollte, wie man mit so einem Fall ungehen würde.


    Euch ein schönes Wochenende und vielen Dank für Eure Gedanken zahlreichen Gedanken.

    Pheline

  7. Inaktiver User

    AW: Baby und Studium

    ganz ehrlich? ich finde 23 zu jung. es liegt noch eine menge vor dir, auch und gerade eine menge arbeit und neuer herausforderungen. KEINE meiner freundinnen und bekannten hat heute, 10, 12 jahr später noch den mann, den sie mit 23 hatte. man bekommt andere horizonte, freunde, ansichten und ansprüche.

    warum diese eile?

    gerade als ärztin hast du im beruf eine riesenmenge wunderbarer möglichkeiten, mit dem kind auszusteigen. ich habe 4 ärztinnen in der bekanntschaft, die alle perfekte teilzeitmöglichkeiten in kliniken und praxen haben – und kinder. mit anfang 30.


    ich halte 23 schlichtweg für zu jung. und die eile für unnötig.


    just my 2 p -

    feines wochenende


    lilly

  8. gesperrt

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    AW: Baby und Studium

    Also ich kenne hier einige Ärztinnen die sich ihren Kinderwunsch erfüllt haben.
    Aber, die waren alle über Mitte 30.

    Unialltag ist mit Sicherheit mit Baby und Kleinkind zu managen, die richtigen Probleme komme eher mit den Eintritt ins richtige Berufsleben, den Klinikdiensten, der normalen 60 Std-Woche mit Schicht- und Nachtdiensten auf Dich zu.

    Gruß, B.

  9. Inaktiver User

    AW: Baby und Studium

    Ich studiere mit Kind. Und mache Praktika. Und Nebenjob. Und engagiere mich in der Hochschulpolitik.

    Bei mir geht es mit:
    --> Partner, der freiberuflich arbeitet, das ist manchmal nervig, oft aber gut, da er sich viel ums Kind kümmert.
    --> wichtig auch: familiäres Umfeld (Omas, Opas, mein Bruder - erst 19, aber er liebt seinen Neffen und springt oft ein bei der Betreuung)
    --> Freunde, die nach Absprache den Kleinen nehmen

    Es ist: Stress. Aber es macht auch Spaß und ich überlege derzeit, ob ein zweites Kind geplant werden sollte.

  10. Inaktiver User

    AW: Baby und Studium

    PS: Ich war 21, als der Kleine kam, jetzt bin ich 24.
    Zu jung fürs Kind habe ich mich nie gefühlt.
    Auch bin ich erst mit Kind *aufgedreht* und mache jetzt soviel, wie nie zuvor, wohl auch aus der Angst heraus, ich könnte was verpassen.

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