Jeder hat doch eine unterschiedliche Vorstellung von Bereicherung. "Helfen" kann doch bereits eine große Bereicherung sein.von Norma
Das ist zwar kein Grund, Pflegschaft oder Adoption grundsätzlich auszuschließen. Aber wer diesen Weg für sich in Betracht zieht, der muss sich schon in aller Härte klarmachen, dass ihm da unter Umständen kein bereicherndes harmonisches Zusammenleben bevorsteht, sondern ein jahrzehntelanger Kampf darum, nicht unterzugehen.
Somit kann ich doch auch, wenn der Wunsch nach einem Kind groß sein mag, ein Kind annehmen und lieben, wenn auch manchmal nur für eine begrenzte Zeit bei einem Pflegekind.
Finde ich schon, wenns nicht auf natürlichem Weg mit dem von mir gewählten Partner klappt ein Kind zu zeugen, könnte es der unpassende Partner für die Fortplanzung sein.Ich verstehe diesen Gedankengang. Aber was ist daran natürlich oder nach den Regeln der Evolution gedacht?
Ist doch auch eine Frage der Ethik ein Wesen künstlich "herzustellen".
Das ist mein Glaube und meine Sicht.
Natürlich kann das jeder in der heutigen Zeit nach bestem Wissen und GEWISSEN selbst entscheiden und nach seinem Geldbeutel vermute ich.
Souvenir
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Ergebnis 21 bis 30 von 564
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10.08.2015, 11:04
AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?
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10.08.2015, 11:18
AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?
Zur Ausgangsfrage:
Ich war 34 als ich den Vater meines Kindes kennenlernte...Ich fing da schon langsam an, mich damit abzufinden, kinderlos zu bleiben. Wären wir lange zusammen gewesen und es hätte nicht geklappt, glaube ich eher, wir hätten uns zusammen damit abgefunden. Das war die Aussage meines Freundes bevor ich schwanger wurde, aber letztendlich weiss man es nicht. Von mir ausgehend haette ich glaube ich Kinderlosigkeit akzeptiert, weil der Kinderwunsch nicht so "unbedingt" ausgeprägt war, bei meinem Freund schon. Natürlich bin ich jetzt sehr froh, dass ich Mutter bin, aber ich finde ein Leben ohne Kinder eben auch lebenswert. Das hat bei mir nichts mit Eingreifen in der Natur zu tun. Ich glaube, dasso ein starker Kinderwunsch sich nicht so einfach mit "ok, dann eben nicht" abhandeln lässt. Und Adoptionen klingen nett, aber in den meisten Fällen wohl noch schwieriger als die Behandlungen.
Ich finde es übrigens etwas daneben, mit Tieren und der Evolution in einem Kindwunsch-Forum zu argumentieren, in dem es viele Frauen gibt, die sich über Kinderwunschbehandlungen austauschen, sich seit Jahren nichts sehnlicher als ein Kind wünschen oder dank der modernen Medizin schwanger sind, oder aber ein Kind so entstanden ist oder oder oder...
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10.08.2015, 11:31
AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?
Ohje ich merke schon , dieser Strang tut mir nicht gut.
Ich bin fassungslos wieviel Unwissenheit hier bei manchen vorhanden ist.
Was heißt denn "bis zum Ende "?
Und habt ihr euch mal näher mit dem Thema Adoption und Pflegekinder beschäftigt? So einfach und rosarot ist das alles auch nicht...
Seid ihr wirklich selbst in der Situation jahrelang mit unerfüllte Kinderwunsch zu sein? Dann würdet ihr wohl kaum so reden.
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10.08.2015, 11:47
AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?
Ich bin gerade in keinster Weise verbittert.
Aber eben auch keine U-Bahn-Mutter ("ich bin drin, die Tür kann zu gehen").
Und was ist bitte am Fortpflanzungsakt "stimmig"? In welcher Elfenwelt lebst Du, in der sich die perfekten Partner zusammentun, um genetisch einwandfreie Kinder zu zeugen? Liest Du keine Nachrichten von misshandelten, vernachlässigten Kindern, von alkoholkranken Eltern, die zwar biologisch perfekt stimmig sind, aber aus menschlicher Sicht eigentlich keine zehn Meter an ein Kind heran sollten, aber trotzdem fünf zeugen?
Das ist so eine grauenvolle, gruselige und gefühlskalte Bezeichnung (von der medizinischen Fehlerhaftigkeit mal abgesehen). Du würdest das sicher nicht über Dein eigenes Kind lesen wollen. Ich hoffe, Du reflektierst noch einmal, was Du Müttern, die den Weg der IVF auf sich nehmen mussten, damit verbal antust.Ist doch auch eine Frage der Ethik ein Wesen künstlich "herzustellen".
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10.08.2015, 12:00
AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?
Ich möchte an dieser Stelle um besonders sensiblen Umgang mit diesem Thema bitten.
Es gibt hier Frauen, - egal welche Entscheidung sie treffen - die diese Entscheidung weder leichtfertig noch unüberlegt treffen und dieser Entscheidung ist oft ein Leidensweg vorangegangen.
Wir leben in einer Zeit in der es viele Möglichkeiten gibt, auch im medizinischen Bereich. Manche schöpfen diese aus, andere nicht. Und egal welcher Weg gegangen wird, er führt nicht mit Sicherheit zum erwünschten Ziel.
Wenn der sensible Umgang schwer fällt, freue ich mich, wenn statt dessen, geschwiegen wird. Hier über Evolution zu schreiben ist genauso unangebracht wie dies im Brustkrebsforum oder im Trauerforum zu tun. Es gibt hier Foren, da kann man scharf diskutieren, weil wenig oder sogar keine Betroffenen mit schreiben. In Foren wo hauptsächlich Betroffene schreiben, ist ein sensibler Diskussionsstil angebracht.
Gelingt dies nicht, werden zügig Moderationsmassnahmen ergriffen.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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10.08.2015, 12:05
AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?
keiner muss, jeder entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen.Das ist so eine grauenvolle, gruselige und gefühlskalte Bezeichnung (von der medizinischen Fehlerhaftigkeit mal abgesehen). Du würdest das sicher nicht über Dein eigenes Kind lesen wollen. Ich hoffe, Du reflektierst noch einmal, was Du Müttern, die den Weg der IVF auf sich nehmen mussten, damit verbal antust.
Ich tue niemandem was damit an, das kann und will ich gar nicht.
Wenn dem so wäre ginge jemand nicht einen Weg des eigenen guten Gewissens.
Ich lebe in keiner Elfenwelt - das ist eine hilflose Beleidigung von dir.Und was ist bitte am Fortpflanzungsakt "stimmig"? In welcher Elfenwelt lebst Du, in der sich die perfekten Partner zusammentun, um genetisch einwandfreie Kinder zu zeugen? Liest Du keine Nachrichten von misshandelten, vernachlässigten Kindern, von alkoholkranken Eltern, die zwar biologisch perfekt stimmig sind, aber aus menschlicher Sicht eigentlich keine zehn Meter an ein Kind heran sollten, aber trotzdem fünf zeugen?
und was du sonst noch schreibst geht am Thema vorbei.
Wir schreiben hier doch um Kinderwunsch und nicht wie ungewünschten Kindern am besten geholfen werden kann und deren Eltern und was Außenstehende dafür tun können, dass Misshandlungen vermieden werden und vernachlässigten Kindern geholfen wird.
Jeder kann hier seine Meinung vertreten und für mich sind Hormonbehandlungen und Eizellenentnahmen bzw. einfrieren und Samenspende und, und, und eben keine natürliche Fortpflanzung, die gut ist - meine Sicht -.
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10.08.2015, 12:15
AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?
Dann würde ich doch an dieser Stelle gerne von den Moderatoren wissen, ob der Ausdruck "künstlich hergestelltes Wesen" für einen Menschen ein Duktus ist, der in diesem Forum als normal empfunden, geduldet und toleriert wird.
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10.08.2015, 12:18
AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?
deshalb heißt es doch "künstliche Befruchtung", da hier "künstlich" etwas in die Wege geleitet wird, was die Natur auf "natürlichem" Weg nicht zulassen möchte.
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10.08.2015, 12:21
AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?
Ich halte die Argumentation mit Biologismen in diesem Zusammenhang auch für unangebracht.
Für meine Person bin ich der Meinung, dass der Weg zum Kind - egal ob kurz oder lang, biologisch verwandt oder nicht, niemals frei von Ängsten, Stress, Zweifeln und Problemen ist und dass ein Aufrechnen von emotional abgeleistetem Stress oder Leid wenig produktiv ist. Man steckt nicht in der Haut der anderen, man sieht nicht in ihre Köpfe und blickt nicht in ihre Herzen. Aussagen über die Motivation, den Seelenzustand und den individuellen Leidensdruck anderer würde ich mir daher nicht herausnehmen.
Da ich vor einigen Jahren eine (vorschnelle und wie sich herausstellte nicht gesicherte) Diagnose der eingeschränkten Fruchtbarkeit bekommen habe, habe ich mir über das Thema Gedanken gemacht.
Vom Gefühl her war für mich auch die Adoption der naheliegendste Weg. Das hat mehrere Gründe. Zum einen das positive Beispiel einiger Familien in meinem Bekanntenkreis. Illusionen über das "fertige" Kind, das man "schnell" und "problemlos" bekommt, hatte ich allerdings keine.
Zum anderen war mit vor einer Kinderwunschbehandlung, insbesondere wenn sie hormonelle Eingriffe beinhaltet, intuitiv eher bange. Ich war und bin mir nicht sicher, ob ich die psychische und physische Belastung ausgehalten hätte.
Auch war ich was den Kinderwunsch betrifft ziemlich ambivalent, möglicherweise hätte ich ihn auch ganz aufgegeben.
Letztlich blieben diese Fragen für mich theoretisch, da ich doch natürlich ein Kind empfangen und gebären konnte. Wie es im gegenteiligen Fall tatsächlich gekommen wäre, weiß ich nicht. Auch nicht, wie es wäre, wenn nun das zweite Kind sehr lange auf sich warten ließe.
LolloBionda
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10.08.2015, 12:39Inaktiver User


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