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  1. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?

    Zitat Zitat von Lady_in_waiting Beitrag anzeigen
    Ich sehe keinen medizinischen Unterschied zwischen einer Blindarm-Op und einer IVF, die etwa erfolgt, weil die Eileitern bei einer OP im Kindesalter durchschnippelt wurden.
    Nun, der kleine Unterschied ist, dass im einen Fall Gewebe entfernt wird, im anderen ein Lebewesen entsteht.

    Ich selbst hab auf medizinische Intervention bewußt verzichtet - allerdings hatte ich da schon Kinder aus meiner Ehe. Es gab aber einen Kinderwunsch mit einem neuen (kinderlosen) Partner, und die Beziehung ist dann u.a. auch daran zerbrochen, dass es auf natürlichem Weg nicht (mehr) funktioniert hat. Das war mir bewußt, änderte aber nichts an der Entscheidung, dass das nicht mein Weg ist.

  2. gesperrt

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    AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?

    Das sehe ich auch so. Eine Blinddarm-OP oder ein künstliches Knie greifen nicht in die Fortpflanzung des Menschen ein. Wobei man sich natürlich überlegen kann, ob man nach überstandener Blindarm-OP noch Kinder kriegen sollte? Man könnte ja die Neigung zur Blinddarmentzündung weitervererben. Das mit dem Knie spielt wohl kaum eine Rolle dabei. Wobei man sich trotzdem fragen könnte, ob man die Neigung zur vorzeitigen Gelenkathrose weitervererben sollte? Aber solche Überlegungen sind natürlich schon sehr pingelig.

    Im Gegensatz dazu fände ich Reparaturen, die auch das Erbgut umfassen (Stichwort Gentechnik) sogar fast noch zielführender. Denn damit merzt man gewisse Fehler an der Wurzel aus, anstatt immer nur die Folgen zu behandeln. Ich fande das klüger, als Erbschäden immer wieder weiterzugeben, aber ich weiß, es widerspricht der üblichen Ansicht und wird nicht als PC betrachtet. Es würde aber viel Leid verhindern. Wenn man es technisch in den Griff bekommt.

  3. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?

    Zitat Zitat von Souvenir Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht was andere Frauen machen, aber mein Plan war, wenn es nicht klappt mit dem Kinderkriegen, dann wäre ich in keine Kinderwunschklinik oder dergleichen, sondern hätte versucht ein Kind zu adoptieren oder ein Pflegekind angenommen.

    Ich glaube nämlich, wenn es die Natur so vorgesehen hat klappt das auch, wenn nicht wird evtl. der Partner nicht der passende für die Kinderwunschverwirklichung sein, da etwas physisch nicht stimmig ist und es soll deshalb nicht sein; beim passenden Mann würde es klappen.[...]tja, aber was tun wenns eben physisch nicht klappt auf natürlichem Weg, da wollte ich nicht in die Evolution eingreifen,[...]
    Ich bringe den ersten und den zweiten Absatz nicht zusammen.

    "Die Natur" oder "die Evolution" fackelt nicht lange mit überzähligen Jungtieren. Wenn das Muttertier stirbt oder sein Gelege aufgibt, dann bleiben die Jugen sterbend liegen oder werden gefressen. Wenn ein neues Männchen die Affenhorde oder das Löwenrudel übernimmt, dann tötet es häufig die Jungtiere, die vom Vorgänger abstammen.

    Wenn ein Stiefvater ein Kleinkind tödlich misshandelt, dann spult er durchaus ein Programm ab, das einen tieferen evolutionären Sinn hat. Wenn Du also ein gefährdetes Kind in Pflege nimmst, dann greifst Du damit in die Natur ein und störst den Gang der Evolution.

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    AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun, der kleine Unterschied ist, dass im einen Fall Gewebe entfernt wird, im anderen ein Lebewesen entsteht.
    Die Argumentation war, dass bei einer IVF in die Evolution eingegriffen wird. Das wird bei einer Mandel-/Blindarm-OP, Krebsbestrahlung, etc. genauso. Wäre man streng nach "dem Lauf der Dinge" gegangen, hätten wir heute keine moderne Medizin. Solche Überlegungen sind nicht pingelig sondern konsequent.

    Ich selbst hab auf medizinische Intervention bewußt verzichtet - allerdings hatte ich da schon Kinder aus meiner Ehe. Es gab aber einen Kinderwunsch mit einem neuen (kinderlosen) Partner, und die Beziehung ist dann u.a. auch daran zerbrochen, dass es auf natürlichem Weg nicht (mehr) funktioniert hat. Das war mir bewußt, änderte aber nichts an der Entscheidung, dass das nicht mein Weg ist.
    Ja, nach zwei bis drei Kindern kann man natürlich relativ entspannt auf den natürlichen Weg vertrauen. Da rümpft es sich dann auch gut die Nase über diejenigen, die das nicht tun (und am Ende sogar erfolgreich sind). Dass Deine Beziehung daran zerbrochen ist, tut mir leid. Das war sicher eine anstrengende und nervenaufreibende Zeit.

  5. gesperrt

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    AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?

    Wenn ein Stiefvater ein Kleinkind tödlich misshandelt, dann spult er durchaus ein Programm ab, das einen tieferen evolutionären Sinn hat. Wenn Du also ein gefährdetes Kind in Pflege nimmst, dann greifst Du damit in die Natur ein und störst den Gang der Evolution.
    Norma, das finde ich aber schon sehr weit hergeholt.

    Wir sind keine Tiere sondern Menschen mit Geist und Seele.
    Wenn ich ein Kind zur Pflege nehme ermögliche ich ihm ein schönes Zuhause, was den leiblichen Eltern, warum auch immer, nicht möglich ist, Sie könnten ja auch gestorben sein oder krank oder süchtig oder sehr arm und obdachlos oder sie wollen das Kind nicht haben oder, oder , oder.....

    ich nehms doch deshalb zu mir, weil ich es als Bereicherung betrachte mit ihm zusammen zu leben und weil ich mir ein Kind wünsche,
    das wäre ein Grund dafür ein "fremdes" Kind anzunehmen

    Souvenir

  6. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?

    Zitat Zitat von Lady_in_waiting Beitrag anzeigen
    Die Argumentation war, dass bei einer IVF in die Evolution eingegriffen wird.
    Ich würde das so nicht formulieren. Ich finde nur nicht, dass man das vergleichen kann.

    Da rümpft es sich dann auch gut die Nase über diejenigen, die das nicht tun (und am Ende sogar erfolgreich sind).
    Ich denke nicht, dass hier jemand die Nase rümpft.

    Ich hab bei vielen Dingen in der Reproduktionsmedizin ein großes Unbehagen. Meine Sichtweise ist aber auch keine naturwissenschaftlich-technische, nach der gemacht werden darf was gemacht werden kann. Ganz grundsätzlich nicht, auch in vielen anderen Bereichen.

  7. gesperrt

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    AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?

    von Lady
    Ja, nach zwei bis drei Kindern kann man natürlich relativ entspannt auf den natürlichen Weg vertrauen. Da rümpft es sich dann auch gut die Nase über diejenigen, die das nicht tun (und am Ende sogar erfolgreich sind).
    Das klingt verbittert Lady was du schreibst. Klar ist es leicht, wenn es einfach so klappt auf natürlichem Weg Kinder zu kriegen wie das wohl mit dem passenden Partner auch möglich ist. Bei hilfskonstruktion war es mit dem neuen Mann nicht stimmig, wie sie schreibt sonst wäre er auch nicht aus diesem Grund gegangen.

    Ich hatte meine Einstellung schon bevor ich meine Kinder bekam und hätte liebend gerne ein, zwei Pflegekinder zu mir genommen, wenn es finanziell für mich möglich gewesen wäre. Das hätte mir eine ganz besondere Freude bereitet mich darauf einzulassen, ob ich das dann gut gemacht hätte, weiß ich nicht, doch ich hätte mein Bestes dafür eingebracht.

    Entfernte Nachbarn haben zwei Adoptivkinder, die Familie scheint sehr glücklich und das finde ich schön,

    Souvenir

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    AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?

    Äh...wenn das problem bei einem selbst liegt...gibts keinen passenderen partner...

  9. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?

    Zitat Zitat von Souvenir Beitrag anzeigen
    Norma, das finde ich aber schon sehr weit hergeholt.

    Wir sind keine Tiere sondern Menschen mit Geist und Seele.
    Wenn ich in den Kategorien von Natur und Evolution denke, dann muss ich konstatieren, dass der Mensch auch nur ein Tier ist.

    Wenn ich aber die Sonderstellung des Menschen als eines Wesens mit Geist und Seele betone, dann muss ich zu dem Schluss kommen, dass das menschliche Leben eben nicht ausschließlich nach den Mechanismen der Natur und der Evolutionsbiologie funktioniert.

    Wenn ich ein Kind zur Pflege nehme ermögliche ich ihm ein schönes Zuhause, was den leiblichen Eltern, warum auch immer, nicht möglich ist, Sie könnten ja auch gestorben sein oder krank oder süchtig
    Ich verstehe diesen Gedankengang. Aber was ist daran natürlich oder nach den Regeln der Evolution gedacht?

    Die Eltern sind krank oder süchtig? Dann hat das Kind möglicherweise auch eine genetische Disposition zu schweren Erkrankungen oder Alkoholismus. Vielleicht ist es nach den Grundsätzen der Evolution ja ganz richtig, das Kind sterben zu lassen? [Achtung: Das ist keineswegs meine eigene Auffassung! Ich treibe nur ein gewisses Argumentationsmuster auf die Spitze.]Die Natur hat Adoption und Pflegschaft jedenfalls nicht vorgesehen.



    ich nehms doch deshalb zu mir, weil ich es als Bereicherung betrachte mit ihm zusammen zu leben und weil ich mir ein Kind wünsche,
    das wäre ein Grund dafür ein "fremdes" Kind anzunehmen
    Von der Diskussion über Natur und Evolution einmal abgesehen: Alkohol und Drogen während der Schwangerschaft führen oft zu einem ganzen Bündel an Symptomen, die potenzielle Pflegeeltern an den Rand der Belastungsgrenze bringen können. Das ist zwar kein Grund, Pflegschaft oder Adoption grundsätzlich auszuschließen. Aber wer diesen Weg für sich in Betracht zieht, der muss sich schon in aller Härte klarmachen, dass ihm da unter Umständen kein bereicherndes harmonisches Zusammenleben bevorsteht, sondern ein jahrzehntelanger Kampf darum, nicht unterzugehen.

  10. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch. Was werden sie dazu machen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wenn ich aber die Sonderstellung des Menschen als eines Wesens mit Geist und Seele betone, dann muss ich zu dem Schluss kommen, dass das menschliche Leben eben nicht ausschließlich nach den Mechanismen der Natur und der Evolutionsbiologie funktioniert.
    Und genau deshalb lehne ich das ab. Der rein technische Vorgang greift für mich zu kurz.

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