bitte nicht lachen, aber ich bin jetzt grad ein wenig verunsichert, wie sie das meint, meine Hebamme sagte gestern beim Geburtsgespräch noch, sie "hört" wie weit die Geburt ist und es gibt auf der Geburtsstation nichts, was sie noch nicht gehört hat. Jede Geburt ist anders, und jede Frau verarbeitet den Schmerz anders.
Aber der Gedanke die ganze Station zusammenschreien das möchte ich auch nicht, könnt ihr helfen, habt ihr die Geburt aus dem Nachbarkreißsaal gehört (laut) oder wart ihr selbst am tönen ohne an die anderen zu denken?![]()
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18.07.2015, 06:07
Hat meine Hebamme recht - Tönen im Kreißsaal hilft
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18.07.2015, 06:46Inaktiver User
AW: Hat meine Hebamme recht - Tönen im Kreißsaal hilft
Für mich war die Geburt meines Sohnes eine sehr extreme Ausnahmesituation, die Außenwelt habe ich bis auf die Anweisungen der Hebamme ausgeblendet und ich weiß noch daß ich sehr laut war und mir am Schluß noch das letzte T-Shirt auszog, weil mir so furchtbar heiß war. Dinge, die ich normalerweise nicht mache.
Peinlich war mir nichts, auch nicht im nachhinein. Und ich glaube, daß jeder Verständnis für eine Frau während einer Geburt hat.
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18.07.2015, 07:07
AW: Hat meine Hebamme recht - Tönen im Kreißsaal hilft
das Tönen macht Sinn, weil dabei ausgeatmet wird und das der typischen Gefahr des Hyperventilierens vorbeugt. So würd ich den Satz jetzt verstehen.
Bei mir ist es zwar schon 25 Jahre her, aber da ist wirklich nichts peinlich. Ich glaub, ich hab mehr gestöhnt als geschrien. Und blöde Sachen gesagt. Ich hab gesagt, ich hab keinen Bock mehr, ich geh jetzt heim, sie sollen ohne mich weiter machen. Hat aber irgendwie niemanden interessiert
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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18.07.2015, 07:22
AW: Hat meine Hebamme recht - Tönen im Kreißsaal hilft
Bei mir wars ähnlich...ich bekam auch so gegen Ende der Geburt das "Drumherum" gar nicht so mit, weil ich auf mich selbst konzentriert war. Und laut war ich auch.
Ich denke, jede Geburt, jede Frau ist anders. Und am besten ists, sich quasi "gehen zu lassen" und nicht mit aller Gewalt zu versuchen, sich zusammen zu reißen.
Das medizinische Personal ist an sowas gewöhnt und evtl. Begleitpersonen kann ja etwas "vorbereiten", denke ich. Ich habe meinen Mann lieber zu Hause gelassen, der ist für Entbindungen nicht geeignet. War für mich von Vorteil, weil ich ungeniert vor mich hin stöhnen und jammern konnte, ohne drüber nachzudenken, was Gatterich wohl davon hält...
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18.07.2015, 07:34
AW: Hat meine Hebamme recht - Tönen im Kreißsaal hilft
Hallo.
Mir hat "tönen" immer geholfen. Tönen - nicht schreien. Mein drittes war eine Hausgeburt, die anderen beiden schliefen im Nachbarzimmer. Ich habe also Geräusche gemacht, war aber nicht laut.
Das Tönen war ein "ohohohohohohoho" - so in der Art ;-)
Was ich schon bei meiner ersten Geburt gelernt habe: man verliert sinnlos Energie beim Schimpfen. Einmal hatte ich unter meiner ersten Geburt ich in einer Wehe nur geschimpft: "Aua, das tut weh. Das ist alles Schxxx...". Habe gleich im Anschluss gemerkt, dass diese Wehe ungenutzt vergangen war. Also, das Schimpfen hat nur Energie verbraucht, hat mich und das Baby aber nicht weiter gebracht.
Nackt war ich am Ende bei allen Geburten. Ich wollte dann nichts mehr am Leibe haben.
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18.07.2015, 07:46
AW: Hat meine Hebamme recht - Tönen im Kreißsaal hilft
Ich war auch nicht laut, da mir das Kraft gekostet hätte, die ich lieber für mich genutzt habe, außerdem wars mir gar nicht danach zu schreien.
Lass es einfach auf dich zukommen simmel und verhalte dich einfach so wie dir danach ist, peinlich ist da nichts,
alles Gute dir, kannst ja mal berichten, wie die Geburt verlaufen ist,
Souvenir
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18.07.2015, 07:55
AW: Hat meine Hebamme recht - Tönen im Kreißsaal hilft
Solche Stränge von Neulingen gab es vor einiger Zeit schon mal, die sind m.W. dann alle geschlossen worden. Nix für ungut.
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18.07.2015, 07:56
AW: Hat meine Hebamme recht - Tönen im Kreißsaal hilft
Na ja, man atmet ohnehin schwer.

Ich selbst gab kaum einen Ton von mir, das muss jede individuell entscheiden. Eine Hebamme, die behauptet, anhand der Töne einer Frau den Geburtsfortschritt erkennen zu wollen, hm...? Dann hätte ich mein Kind heute noch nicht. Diesbzüglich würde ich mich allein auf mich selbst bzw. den Muttermundbefund verlassen.
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18.07.2015, 08:13
AW: Hat meine Hebamme recht - Tönen im Kreißsaal hilft
wobei ich jetzt weniger finde, dass es eine Entscheidung ist, ob man Laute von sich geben will oder nicht. Die eine macht es, die andere nicht, der einen hilft es, der anderen nicht.
Die Entscheidung kann sein, dass man sich dem hingibt, was passiert und weniger drüber nachdenkt, was x, y und z drüber denken.
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18.07.2015, 08:19Inaktiver User
AW: Hat meine Hebamme recht - Tönen im Kreißsaal hilft
Da hätte sie mit mir aber ein Problem gehabt, weil ich ein sehr ruhiger Mensch bin und Schmerz nicht mit schreien kompensieren muß. Tönen hat übrigens nichts mit schreien zu tun. So schlimm fand ich die Geburtsschmerzen übrigens auch nicht.
Ich habe mich aufs atmen konzentriert und den Schmerz "weggezählt". Hat mir sehr geholfen. Allerdings waren die Wehen bei mir auch zeitlich gesehen gleichmäßig, sodaß ich abschätzen konnte, wann sie zu Ende sind, was mir sehr geholfen hat.


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