Hallo,
Mein Sohn (im Januar 2 geworden) ist seit jeher ein schlechter Esser. Er aB nie Gemüsebrei, sondern nur Obstbrei, stattdessen eher kleine Stückchen Nudel, Kartoffel, Brot. Nun isst er bereits seit 1 Jahr keine Kartoffeln mehr (ausser Pommes, Puree und Puffer) und auch keine Nudeln mehr (ausser in Nudelsuppe).
Die Reihe seiner Lebensmittel ist dementsprechend recht kurz: morgens: Kuhmilch, Brot (mit diversen Belägen), mittags je nach Laune mal Gemüsesuppe (meistens nicht) Nudelsuppe, Wurst, Boulette, (anderes Fleisch wird gekaut und ausgespuckt), Jogurt, Himbeeren, Erdbeeren, Obstbrei (vor nem halben Jahr aB er noch richtigen Apfel oder Banane). Was er besonders mag ist all das, was er nicht essen sollte: Bonbons Schokolade und Kekse. 20 mal am Tag fordert er ein Bonbon (kriegt er natürlich nicht) Frage mich dann natürlich hat der Junge Hunger oder will er bloss ein Bonbon.
Aja sein Gewicht: 9,4 kg
Ich weiB er wird nicht verhungern, aber es macht mich gerade echt fertig, dass ich mich zu jeder Mahlzeit fragen muss, was er eventuell essen könnte und dann isst er trotzdem wieder fast nichts. zB. Habe ich heute Abend extra Nudelsuppe gekocht, und er kostet nicht mal, und isst nichts.
Hat jemand auch so einen Wenigesser?
Wird es irgendwann besser?
Wie werdet ihr mit der Situation fertig?
LG
Honey637
Antworten
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05.02.2015, 20:45
Mein Kind lebt von Luft und Liebe
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05.02.2015, 20:51
AW: Mein Kind lebt von Luft und Liebe
Mein 2. Sohn ist im Dezember 2 geworden und wiegt 10 Kilo. Er ist klein und spargelig und das Thema Essen war auch von Anfang an schwierig.
Die klassischen Babybreie gingen bei ihm auch nicht.
Bis heute isst er lieber süss als salzig ...
Und dass meint nicht etwa Obst ... nein am liebsten Kekse oder Kuchen.
Aber es gibt dann doch ein paar gesunde Dinge, mit dene ich ihn "kriege":
Das Milupa Kindermüsli z.B oder auch diese Riegel aus Trockenobst.
Ansonsten ist es bei uns ein Auf und Ab und immer noch recht anstrengend.
Wirklich Hoffnung kann ich dir also nicht machen- nur Leid teilen
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05.02.2015, 20:51
AW: Mein Kind lebt von Luft und Liebe
Hier.
Macht mich wahnsinnig, aber wir thematisieren Essen gar nicht. Ich frage sie durchaus was sie essen möchte und das darf sie dann auch haben (abgesehen von Süßigkeiten), aber wir machen kein Trara. Wenn sie nicht essen will, will sie nicht essen. Jetzt war sie 4 Tage krank und hat nichts gegessen, hat gleich 3 kg abgenommen. Leider trinkt sie auch extrem schlecht. Ich weiß nicht ob es teilweise auch daran liegt, dass manche Sachen in der Kita eklig schmecken (angerührter Kartoffelbrei oder die Soßen). Früher hat sie mal gerne Kartoffelbrei gegessen. Im Moment isst sie wenn ich Glück habe ein Salamibrot oder Tortellini mit Tomatenmark. Aber dann auch maximal 4 Stück.
Ich glaube aber fest daran, dass es vorüber geht.
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05.02.2015, 21:51
AW: Mein Kind lebt von Luft und Liebe
Ich glaube sie holen sich das was sie brauchen.
Sohnemann (7) isst zwar fast alles, aber phasenweise wenig und dann phasenweise viel und phasenweise bestimmte Dinge nicht. Im Gegenzug ist er mal spargelig und im Verhältnis lang und irgendwann wieder gut proportioniert und im Verhältnis kurz. Vielleicht hat es mit den Wachstumsschüben zu tun?!?
Hier gab und gibt es nie Sonderessen, sondern er musste immer mit uns essen. Irgendetwas war immer "essbar". Dann aß er halt einen Tag nur das Fleisch, dafür aber ein anderes Mal nur das Gemüse oder Nudeln ohne alles. Alles ist er definitiv wenn er gekocht hat
Vielleicht hilft es die Kinder beim Kochen miteinzubeziehen. Manchmal nascht man ja auch versehen beim Kochen und stellt dann fest das etwas ekeligen in Wirklichkeit lecker ist.
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05.02.2015, 21:59
AW: Mein Kind lebt von Luft und Liebe
Mein Kleiner (bald 2) isst eher gut, aber an ihm bleibt nix hängen. Er ist schmal und lang. Auf jeden Fall ist er ein Gesellschaftsesser, d.h. er isst nicht besonders viel, wenn er alleine essen soll und ich nebendran sitze. Essen wir alle, ist es wesentlich mehr. Deshalb denke ich, isst er auch so gut in der Kita. Und vor allem dort einfach alles, was zu Hause nicht der Fall ist. Es hört sich an als würdest du extra für ihn kochen?! Ist er noch zu Hause oder geht er zur Kita oder Tamu? Hast du schon mal versucht, ihn da essen zu lassen. Habe schon so oft gehört, dass die Kinder in Gruppen besser essen.
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05.02.2015, 22:04
AW: Mein Kind lebt von Luft und Liebe
... dem kann ich nur zustimmen.
Letztens las ich Sohnemann den Speiseplan seiner Schule vor und staunte, welche Speisen er auswählte. Salat! Freiwillig! ... und bloß kein Schnitzel, was er sonst liebt. Hühnerfrikassee sollte es sein, was er bei uns zu Hause noch nie gab.
Manchmal täuscht man sich...
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05.02.2015, 22:41
AW: Mein Kind lebt von Luft und Liebe
Danke für eure Antworten,
Wir essen immer zusammen. Das hat also keinen Einfluss, glaube ich. Er geht nicht in die Kita, aber zur Oma mit seinen 2 Cousins, er isst da nicht mehr, eher weniger, da mehr Ablenkung.
Ich koche auch nicht immer extra was für ihn, sondern schau ob mindestens 1 Sache dabei ist, die er normalerweise essen würde. Wenn wir abends Reste von mittags erwärmen, und er mittags schon nichts davon gegessen hatte, dann mach ich ihm manchmal was extra. Wenn ich z.B. mal Spaghetti machen möchte, muss ich für ihn ja was extra machen, er ist davon ja nichts, höchstens mal ein paar Krümel Käse.
Ich versuche das immer gelassen zu sehen, es nützt ja eh nichts sich aufzuregen, aber heute bin ich total down, wegen dem ewigen "Zirkus".
Zudem ist er seit gut 3 Wochen dauerkrank (Mundpilz, Durchfall, Erkältung, Mittelohrentzündung), weswegen er sowiso schon weniger gegessen hat. Er hat von Ende Dezember bis heute 60gr zugenommen. Der KA meinte dazu, na wenigstens hat er nicht abgenommen.
Zur Figur: er ist dünn und mittelgroB für sein Alter.
LG Honey
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05.02.2015, 23:06
AW: Mein Kind lebt von Luft und Liebe
Unsere heute 16jährige hat sich bis weit ins 3. Lebensjahr hinein von nackten Nudeln, nackten Kartoffeln, Gemüse und Obst in jeder Form ( aber- es musste KALT sein. Also- sie aß auch Erbsen und Möhren zum Mittagessen- aber nur wenn sie wirklich richtig kalt waren, also...ordentlich abgekühlt.), nur alle Jubeljahre mal ein Häppchen Fleisch, so einen Krümel davon....ernährt.
Sie wog übrigens auch mit 22 Monaten nicht ganz 10 kg. Also- ziemlich dünn, sie war auch immer relativ groß.
Bei drei Kindern und zusätzlich noch weiteren Essern am Tisch kann man aber gar keine "Extrawürste" braten, also ließ ich sie halt gewähren....und regelmäßig untersuchen. Kind war immer groß und dünn, aber fit. Und überstand diverse Infekte genauso wie die weniger mäkeligen und "besser essenden"Schwestern.
Wenn sie so gekonnt wie gewollt hätte, dann hätte sie sich liebend gern von allem ernährt, was süß ist- also Pudding, Kuchen, Süßigkeiten.....gabs aber nicht.
Heute ist sie 1,78 groß und trägt Kleidergröße 34-36.
In der Schulmensa isst sie regelmäßig, alleine schon, damit sie keine ständigen besorgten Nachfragen von ihren Lehrern bekommt.
Mit Schulbeginn war das Frühstück zu Hause ein Problem- sie ist eher hibbelig und bekommt morgens irgendwie nicht richtig etwas runter. Zu Beginn der Pubertät neigte sie dann zum "Umkippen"- was Wunder auch. Wenn man morgens mit leeren Magen aus dem Haus geht und die Frühstückspause erst so gegen 10 Uhr ist....
Nach viel Probiererei rührt sie sich jetzt Smoothies an- mit frischen Obst oder TK-Früchten (ungezuckert), bißchen warme Milch rein und Schmelzflocken. Dann hat sie wenigstens was im Magen, muß nicht kauen sondern kanns trinken (und kann den Smoothie auch im Gehen zur Bushaltestelle trinken, da sind diese to Go Becher ganz praktisch.....) und seitdem gibts auch kein Problem mehr mit dem Blutdruck oder Kreislauf....
Aber ein fröhlicher Allesesser wird sie wohl nie werden. Fleisch ist bis heute nicht ihr Geschmack. Allerdings isst sie immer sehr viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte....mittlerweile durfen die Dinge auch mal heiß sein.....
Ich rate daher zur Gelassenheit. Obwohl ich es schon verstehen kann- meine Eltern und Schwiegereltern haben sie regelmäßig an der nächsten Erkältung elendig zugrunde gehen sehen ( dabei war sie meist diejenige, die entweder gar nicht krank wurde oder als Erste wieder auf den Beinen war...) und ihr jegliche körperliche Leistungsfähigkeit abgesprochen. Hat sich auch nicht bewahrheitet- sie spielt seit Jahren Fußball.
Nur- der Hosenkauf ist immer noch ein Drama. Passt sie oben, ist sie unten zu kurz, passt sie unten, ist sie oben zu weit....Und diesem Kind wurde auch immer nur alles zu kurz. Niemals zu eng.
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06.02.2015, 06:43
AW: Mein Kind lebt von Luft und Liebe
Ich finde, das ist eine ganz schön lange Liste an Dingen, die er isst.
Essen würde ich nicht thematisieren und auch nichts extra kochen, aber immer kommentarlos etwas anbieten, was er isst. Nicht zum Essen zwingen.
Mein Sohn (11) aß in dem Alter weniger und ernährte sich zum größten Teil mit Milch. Ein halbes Jahr zuvor war Reis mit Spinat und Fisch sein Leibgericht und plötzlich ging sowas nicht mehr.
Bei uns gibt es immer einen Teller mit Rohkost und Obst zum Abendessen. Ich koche so, dass er Beilagen trocken essen kann, für uns andere gibt es Gemüse/Fleisch dazu.
Da mein jüngerer Sohn alles isst, denke ich, dass mein Großer ähnlich Überempfindlich wie ich bei Konsistenzen, Geruch und Geschmack von Essen ist.
Auch ich mochte vieles als Kind nicht und auch heute würgt es mich bei bestimmten Gerüchen und Konistenzen. Ich kann nur sozialverträglicher damit umgehen.
Der 11jährige hat sein Essensrepertoire jährlich erweitert und er probiert von sich aus neue Sachen. Er kocht sich seine Soße zum Essen, wenn ich eine mache, die ihm nicht schmeckt. Weiterhin isst er kein gekochtes Gemüse, doch roh gehen mittlerweile drei Sorten.
Das war schwer auszuhalten, doch ich wollte ihm meine Zwangsessenserfahrungen ersparen.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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06.02.2015, 07:02Inaktiver User
AW: Mein Kind lebt von Luft und Liebe
mit den erkrankungen haben wohl die wenigsten menschen appetit und können auch kauen. bei der ohrentzündung tut ja jede kieferbewegung weh.
beide töchter haben in diesem alter eher eine ess-pause eingelegt. sie konnten von fast nichts leben. nach rücksprache mit de kinderarzt (sie sind gesund) habe ich sie gelassen. der kinderarzt sowie meine mutter, die ja auch 3 kinder grossgezogen hat- aussage: sie sind keine durchgängigen esser. sie haben ihre zeiten. und zwischen 1 1/2 und 3 scheint es völlig normal zu sein. da ist der kopf, die geistige entwicklung, die motorischen fähigkeiten für den körper auf der tagesordnung.
ich hatte als erwachsene in den letzten jahren eine mittelohrentzündung- ich habe mich ca. 2 wochen von halbflüssig ernährt. trotz schmerzmittel.


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