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  1. User Info Menu

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Mir geht es wie dir, Mailine, ich finde mich in so vielen Posts wieder, und hätte gar nicht gedacht, dass man wirklich auf Verständnis stößt. Gerade WEIL unsere Situation so eine "Zwitter-Position" ist: Wir SIND ja Mütter geworden, trotzdem fehlt uns noch jemand.

    Mena, mich hat dein Beitrag auch sehr berührt, aber auch sehr ermutigt. Ich finde es toll, dass du diesen Weg gegangen bist. Es ist bei mir nicht so, dass ich durchweg "unglücklich" in meiner Familiensituation bin, wir drei haben auch viel Spaß und lachen enorm viel zusammen, aber ich möchte gerne wie du erreichen, dass ich es "cool" finde, so wie es ist. Für möglich halte ich das schon.

    Leider finde ich zumindest Zweikindmütter in der Regel nicht trutschig. Bei berufstätigen Müttern, und ich kenne fast nur solche, sehe ich jedoch, dass ein Kind mehr noch wesentlich mehr Anstrengung mit sich bringt, denn da, wo ich gerade Freiheiten zurückerlangt habe, geht es bei diesen in die nächste Runde. Würde ich aber alles in Kauf nehmen.

  2. Inaktiver User

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Rosenrot, ich doch auch! So gerne würde ich das in Kauf nehmen. Ich habe sogar zwei Kontakte abgebrochen, weil ich Schwangerschaft und Geburt nicht mehr ertragen habe. Es waren einfach zu viele, und bei manchen tat es so weh, dass ich mit viel Kraft meine Konsequenzen gezogen habe. Obwohl ich mich damit natürlich in die Buhmann-Rolle manövriert habe.

    Der Moment, in dem ich wusste, dass sich was ändern muss, war übrigens, als mein Mann in einem sehr friedlichen Gespräch ganz ohne Nachdruck oder Vorwurf zu mir sagte, er fänd es schon schön, wenn ich irgendwann wieder mehr bei ihm und unserem Sohn wäre.

    music, danke für deine Worte! Ich wollte dir auch noch sagen, dass du die Moderation dieses Stranges sehr nett machst!

  3. Moderation

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    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Mena, auch ich habe deine Geschichte sehr gerne und mit viel Anteilnahme gelesen - danke dass du sie geschildert hast!

    Optic, deinen Beitrag hatte ich gestern total übersehen und war erst auf ihn aufmerksam geworden, als andere dich erwähnten!

    Und jetzt muss ich mal wieder ein paar Zitate hervorheben, die voll und ganz meine Gefühlslage treffen und die ich total unterstreichen/unterschreiben möchte!

    Zitat Zitat von Optic Beitrag anzeigen
    Es ist so wie schon viele geschrieben haben, eine sehr konkrete Sehnsucht, weil man ja weiß was man wünscht. Man kennt schon die Schwangerschaft und Geburt und weiß wie sich ein Neugeborenes anfühlt.
    Der Wunsch nach dem ersten Kind ist elementar, eine Naturgewalt aber eben nicht konkret man wünscht sich ein Kind ohne zu wissen wie es ist.

    Beim Zweiten wünscht man sich ein sehr konkreten Geschwisterkind das in eine Familienstruktur hineingeboren würde, deshalb ist der Wunsch zwar nicht mehr so elementar, aber doch fast genauso dringend wie nach einem ersten Kind, finde ich.
    Da ist bei mir vielleicht ein kleiner Unterschied. Der Wunsch nach einem zweiten Kind war bei mir nicht "fast genauso dringend". Er war auch sehr groß, und seine Nicht-Erfüllung schmerzt auf die eine oder andere Weise bis heute, aber dieses total Drängende, Verzweifelte "Ich weiß echt nicht was ich mache, wenn es nicht klappt!", das hatte ich da nicht. Zum Glück, muss ich sagen. Ich hätte das auch nicht gerne noch mal erlebt.

    Zitat Zitat von Rosenrote Beitrag anzeigen
    Optic hat es gut ausgedrückt, die Sehnsucht nach überhaupt einem Kind und einem Geschwisterkind ist eine völlig unterschiedliche. Ich selbst finde, man kann diese beiden Sehnsüchte NICHT vergleichen. Den Unterschied zwischen "Nicht-Mutter" und "Einkindmutter" finde ich immer noch wesentlich größer als den zwischen "Einkindmutter" und "Mehrkindmutter". Es sind in meinen Augen völlig verschiedene Schmerzen, die auch nicht zueinander passen.

    Ich will hier einfach nur "trauern" und jammern können- völlig irrational. So lieb viele Worte gemeint sind, ich lasse sie so stehen, aber mich trösten keine Berichte von Geschwistern, die sich nicht verstehen oder glücklichen Einzelkindern, ich kann auch nicht einfach nur "froh sein, überhaupt ein Kind zu haben". Wenn das so einfach wäre, wäre ich nicht an dem Punkt, an dem ich bin.

    Nein- ich will mich einfach nur austauschen, und deswegen tun mir Beiträge wie Coralies gut.
    Zitat Zitat von Rosenrote Beitrag anzeigen
    Mir geht es wie dir, Mailine, ich finde mich in so vielen Posts wieder, und hätte gar nicht gedacht, dass man wirklich auf Verständnis stößt. Gerade WEIL unsere Situation so eine "Zwitter-Position" ist: Wir SIND ja Mütter geworden, trotzdem fehlt uns noch jemand.

    Mena, mich hat dein Beitrag auch sehr berührt, aber auch sehr ermutigt. Ich finde es toll, dass du diesen Weg gegangen bist. Es ist bei mir nicht so, dass ich durchweg "unglücklich" in meiner Familiensituation bin, wir drei haben auch viel Spaß und lachen enorm viel zusammen, aber ich möchte gerne wie du erreichen, dass ich es "cool" finde, so wie es ist. Für möglich halte ich das schon.
    !!!!!!!!

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    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Zitat Zitat von leandra28 Beitrag anzeigen
    Da ist bei mir vielleicht ein kleiner Unterschied. Der Wunsch nach einem zweiten Kind war bei mir nicht "fast genauso dringend". Er war auch sehr groß, und seine Nicht-Erfüllung schmerzt auf die eine oder andere Weise bis heute, aber dieses total Drängende, Verzweifelte "Ich weiß echt nicht was ich mache, wenn es nicht klappt!", das hatte ich da nicht. Zum Glück, muss ich sagen. Ich hätte das auch nicht gerne noch mal erlebt.
    Ja Leandra, für mich ist das auch nicht dasselbe. Bei mir ist schon die Verzweiflung da, dass die Situation unwiderruflich ist, denn mit 40 hat man nun nicht mehr die Chance, dass die Lage in ein paar Jahren eventuell anders aussieht: Nein, die Chance ist irgendwann ein für allemal vertan.
    Aber für mich persönlich ist es weniger schlimm, als zu bangen, überhaupt nicht Mutter werden zu dürfen, was bei mir zwar nicht so lange anhielt, wie bei manchen hier, aber ich bin auch erst mit Mitte 30 Mutter geworden und hatte schon ein paar Jährchen Warten hinter mir.

    Daher freue ich mich ja auch so über den Strang, eben weil ich denke, dass man das eine nicht mit dem anderen vergleichen kann. Ich würde z.B. nicht in einen Hoffnungstrang (nennt man so Stränge, in denen auf das ERSTE Kind gehofft wird?) reinplatzen und sagen "So Mädels, ich gesell mich mal zu euch, ich habe auch einen unerfüllten Kinderwunsch". Weil ich dann angesichts meines Sohnes auf wenig Verständnis stoßen würde- und umgekehrt würde es mir ganz genauso gehen. Genauso würde ich es unpassend finden, wenn Frauen hier reinplatzen würden, die sagen würden, bleibt mal locker, ihr habt doch ein Kind, ihr habt echt ein Luxusproblem. (Ist so nicht geschehen, aber ich meine nur im Vergleich).

    Ja, wie optic es wohl meinte: Beim ersten Kind hat man Sehnsucht nach der Mutterschaft AN SICH, bei jedem weiteren nach der Erfüllung eines Familienmodells. Das sind eben verschiedene Dinge.

    Mena, ich hab (leider) auch schon Kontakte abgebrochen, bzw. gegen einen Abbruch nichts getan. Eine kannte ich aus der Krabbelgruppe, für sie war immer klar, dass es bei einem bleiben würde, daher fühlte ich mich in ihrer Gegenwart diesbezüglich "gut". Diese ist dann doch schwanger geworden, das Kind ist schon eine Weile da- wir haben uns noch bis kurz vor der Geburt regelmäßig getroffen, dann habe ich noch ein Geburtsgeschenk geschickt, aber für nichts mehr weiter die Initiative ergriffen, sprich, gewartet, bis sie sich meldet- hat sie bis heute nicht. Und ich kann irgendwie nicht die Initiative ergreifen, schaffe das einfach nicht.

    Ansonsten habe ich mir angewöhnt, eine weitere Schwangerschaft bei allen unseren Bekannten und Freunden einfach zu erwarten- sie tritt in der Regel sowieso ein, und dann haut es einen nicht immer wieder so um.

    Ich danke euch, dass man hier so ehrlich sein darf. Zweit-Schwangere nicht ertragen zu können- das klingt so missgünstig und charakterlos. Dabei bezieht man es eben immer wieder auf seine eigene "Unzulänglichkeit", ohne den anderen wirklich was nicht gönnen zu wollen.

  5. Moderation

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    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Zitat Zitat von Rosenrote Beitrag anzeigen
    Ich danke euch, dass man hier so ehrlich sein darf. Zweit-Schwangere nicht ertragen zu können- das klingt so missgünstig und charakterlos. Dabei bezieht man es eben immer wieder auf seine eigene "Unzulänglichkeit", ohne den anderen wirklich was nicht gönnen zu wollen.
    Ich finde ja (das habe ich damals auch schon immer im Hoffnungsstrang geschrieben), dass man neidisch sein kann, ohne missgünstig zu sein. Natürlich missgönne ich es z.B. Freundinnen von mir nicht, sich ihren Kinderwunsch "ad libitum" erfüllen zu können. Neidisch - im Sinne von "will auch!" - bin / war ich trotzdem ...

    (Dass ich es den Frauen, die ihre Kinder schlecht behandeln und wie die Schlote qualmen oder noch Schlimmeres, schon eher missgönne, steht auf einem anderen Blatt, und ich rühme mich solcher Gedanken sicher nicht ... )

    Familien, die das leben, was man sich selber gewünscht hat, halten einem halt immer einen Spiegel vor, und es schmerzt, darin etwas zu sehen, was für einen selber unerfüllbar bleibt.

  6. User Info Menu

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Moment, in dem ich wusste, dass sich was ändern muss, war übrigens, als mein Mann in einem sehr friedlichen Gespräch ganz ohne Nachdruck oder Vorwurf zu mir sagte, er fänd es schon schön, wenn ich irgendwann wieder mehr bei ihm und unserem Sohn wäre.
    Das klingt sehr weise und unheimlich schön.

  7. Inaktiver User

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Zitat Zitat von emma_ha Beitrag anzeigen
    Coralie, wie schön, dich zu lesen! Wir werden sehen, wo, aber entweder hier oder drüben bleiben wir uns bestimmt erhalten, das ist ein guter Gedanke.
    Danke, allerliebste Emma. Wobei ich mir sicher bin, dass Du es bald vollständig "rüberschaffst". Dein Mann hat ja schon langsam ein Einsehen in Punkto Monsterchen Nr. 2.

    Tolle Frauen gibt es aber hier und drüben gleichermaßen.

  8. Inaktiver User

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Zitat Zitat von Rosenrote Beitrag anzeigen
    Ansonsten habe ich mir angewöhnt, eine weitere Schwangerschaft bei allen unseren Bekannten und Freunden einfach zu erwarten- sie tritt in der Regel sowieso ein, und dann haut es einen nicht immer wieder so um.
    Davor habe ich gerade riesige Angst. Wir sind so eine eng zusammengewachsene Mütter-Gang hier, und ich bin mir sicher, dass bei ALLEN noch Nachwuchs kommen wird. In meinem Viertel geht sogar der Trend zum Drittkind, warum auch nicht, den Leuten geht es gut, die Erwerbstätigkeit liegt in erster Linie beim männlichen Part der Familie, Kinder sind hier ein Statussymbol (soll nicht gehässig klingen, sie werden ja auch umsorgt und geliebt, kommen also zu den "richtigen" Familien).

    Klar bleiben meine Freundinnen beim Thema zweites Kind momentan bewusst schwammig oder schütteln zwinkernd den Kopf im Sinne von "noch nicht". Aber ich bin ja nicht blöd, ich weiß, dass man damit die Spannung aufrecht erhält und dann ist die Überraschung umso größer, wenn man die Katze dann aus dem Sack lässt.
    Ganz ehrlich, ich würde mich auch zurückziehen. Aber andererseits dürfte ich das nicht, da dies doch auch Wichtis Kontakte sind und seine kleinen Freunde ihm erhalten bleiben sollen. Vermutlich würde ich die gesamte Zeit mit Magenkrämpfen und Kloß im Hals daneben sitzen. Ach, Mist, alles nicht einfach. Man, warum haben wir's so schwer, liebe Rosenrote.

    Letztens ist mir eine Homepage aufgefallen, die für Eizellenspende in Südeuropa geworben hat. Für 7000 Euro eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 70 %. Auch für Implantationsversager. Einerseits lehne ich das für mich ab. Zum einen weiß ich, wie solche Statistiken zu Stande kommen und wie wenig sie manchmal mit der Realität zu tun haben. Zum anderen finde ich Eizellenspende zumindest mit anonymer Spenderin höchstproblematisch. Ich verstehe natürlich, wenn andere das anders sehen. Aber irgendwie kribbelt es schon, wenn ich so etwas sehe. Und wenn ich mitbekomme, wie meine Freundin, die mit 44 so eine Behandlung durchgezogen hat, gerade in aller Seelenruhe darüber nachdenkt, ob ein Geschwisterchen noch in ihr Jet-Set Leben passt (mal überspitzt gesagt, sie ist eine tolle Mutti). Da frage ich mich schon, wie weit würde ich gehen?

  9. Inaktiver User

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Eizellspende finde ich ehrlich gesagt wenn Mann schon ein leibliches Kind hat noch problematischer als ohnehin schon.
    Und COralie du bist ja noch recht jung und hast ein leibliches Kind, also eigentlich nicht das Klientel dafür

  10. Inaktiver User

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Ich habe ja gerade den Fall einer guten Freundin vor da Nase, die kurz nachdem sie ein ICSI Kind bekommen hat überraschend natürlich schwanger wurde.
    Dann müsste ich mir noch fast vorwerfen lassen, dass ich nicht Schnell wieder in die Kiwu fürs Zweitkinderwunsch renne und mich entscheiden habe, mein Geld nicht mit über 40 in teure Selbstzahlerversuche zu stecken.

    Das hat wehgetan und es piekt immernoch wenn ich sie treffe und dass obwohl mein Wunsch nach dem zweiten Kind lange nicht so ausgeprägt ist wie von einigen hier

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