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  1. Inaktiver User

    Grinsen AW: Die Einkindfamilie ♥

    Ich gehöre zwar nicht so ganz hier rein, da ich gerade mit dem zweiten Kind schwanger bin, wollte mich aber noch mal melden.

    Beim Lesen ist mir aufgefallen, wie viele hier die Erwartung an sich selbst haben oder davon ausgehen, dass diese Erwartung von außen an sie gestellt wird, zwei Kinder in die Welt zu setzen.

    ALso die Vorstellung, dass eine 'normale Familie' eine 'Zwei-Kind-Familie' ist. Seltsam. Solche Gedanken hatte ich nie, weder in Bezug auf mich selbst noch auf andere.

    Ich würde nie auf die Idee kommen 2 Kinder als normal zu betrachten. Ich kenne Kein-Kind, Ein-Kind, Zwei-Kind, Drei-Kind, Vier-Kind und Noch-mehr-Kind-Familien. Alles möglich und nichts davon normal oder unnormal.

    Woher kommt diese Erwartung? Wirklich von außen? Ich glaube gar nicht, dass andere 2-Kind-Familien ihr Familienmuster tatsächlich als das einzig Richtige erachten. Die meisten Menschen sind diesbezüglich wahrscheinlich toleranter als hier in der Diskussion angenommen.

    Aber bitte nicht falsch verstehen: Mir ist klar, dass das nicht euer eigentlicher Grund für die Trauer um eure Ein-Kind-Familie ist. Ein tiefer Wunsch nach zwei Kindern ist ja oft nicht Kopf- sondern Bauch-gesteuert. Bei mir auch. Nur so lässt sich mein Wunsch nach Nummer 2 erklären. Er ist einfach da. Wenn es jetzt mit Nummer 2 nicht klappen würde, wäre ich auch tieftraurig und müsste erst mal Trauerarbeit leisten, trotz irrer Dankbarkeit für meine wunderbare Nummer 1!

  2. Moderation

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    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Zitat Zitat von Rosenrote Beitrag anzeigen
    Ich freue mich sehr über diesen Strang, auf den hatte ich gewartet. Selbst so einen zu eröffnen, habe ich mich nicht getraut. Irgendwie gibt es für das Thema "unerfüllter Wunsch nach einem zweiten Kind" nie den richtigen Raum, auch Literatur gibt es m.E. nicht dazu.
    Man hat sich einen Herzenswunsch ja erfüllt- man ist Mutter geworden. Ich bin auch "ungewollt Einzelkindmutter", und für mich fühlt es sich manchmal so an, als sei ich im Leben "auf halber Strecke stehen geblieben", so sehr ich mein Kind liebe.
    Hallo Rosenrote! Mir geht's ein bisschen wie dir, ich habe auch gedacht, so ein Strang hat hier wirklich noch gefehlt! Und du hast das gut ausgedrückt - es ist tatsächlich sowas zwischen "Mein Lebenstraum - Mutter zu werden - hat sich erfüllt" und "Trotzdem fehlt da was (bzw. wer)".

    Deine Geschichte finde ich hart; 23. Woche ist absolut grausam, da wähnt man sich ja schon fast auf der sicheren Seite. Das ist noch mal was ganz anderes als 10. Woche. Ich finde auch sehr traurig, wie du von der nachfolgenden Krise schreibst - also dass dein Mann damit anders umgegangen ist als du und ihr euch fast verloren hättet. Gut dass ihr trotzdem noch zusammen seid!

    Zitat Zitat von Rosenrote Beitrag anzeigen
    Noch kann ich dem Familienmodell nicht so viel abgewinnen, ich kann nur insgesamt hoffen, mein Glück trotzdem zu sehen und irgendwann meinen Frieden zu finden.
    Da sagst du was Interessantes. Ich glaube, dass ich auch (immer noch) nicht dem Familienmodell "viel abgewinne", sondern dass ich mich einfach so nach und nach darein füge. Also quasi nicht aktiv, sondern passiv (versteht man was ich meine? ). Ich sehe zwar ab und zu mal ein paar positive Aspekte, aber mindestens ebensoviele negative (eher mehr - sonst würde ich wohl nicht von Wehmut sprechen). Ich sehe mein Glück trotzdem, das glaube ich schon. Ich bin jeden Tag dankbar dafür. Aber ich glaube schon, dass aus der zweiten Kiwu-Zeit was zurückgeblieben ist, was ich so natürlich nicht fühlen würde, wenn ich mich aktiv und bewusst nur für ein Kind entschieden hätte.

    Zitat Zitat von Rosenrote Beitrag anzeigen
    Was ich noch wirklich schwierig finde: Ich habe das Gefühl, auch als Exot angesehen zu werden, zumindest in der Kindersache. Leute, die von unserem Schicksal nichts wissen, glauben sicher, wir hätten unser Leben so gewählt. Und entsprechend fallen auch mal Kommentare aus: "DU hast ja nur eins, aber glaub mir, mit zweien ist das so und so....". Das ist meist nicht böse gemeint, tut aber irgendwie weh.... Ich bin noch nicht so weit, glaube ich....
    Ja, sowas ist echt total blöd. Finde ich noch dämlicher und "pieksender" als das, was mir relativ häufig passiert, nämlich dass die Leute automatisch annehmen, ich hätte mehrere Kinder. Ein Kollege von mir z.B., total sympathischer Typ ein paar Jahre älter als ich, hat selber drei (große) Söhne, der vergisst das einfach immer wieder. Auch heute ist es wieder passiert: Wir laufen uns über den Weg, und er fragt: "Na, wie geht's, alles klar, Kinder gesund?" Das hatten wir schon sooo oft! Und jedesmal muss ich sagen "Ist ja nur ein Kind". - "Ach ja."

    Lavendulla, deine Geschichte finde ich wirklich toll! Klingt für mich geradezu beneidenswert (ich kann mir schon gut vorstellen, dass es bestimmt nicht immer ganz einfach war, wenn man selber noch so jung ist ein Kind großzuziehen). Ich warte ja jetzt schon auf Enkel , ok, etwas verfrüht ...

    Ich möchte noch was nachtragen, was ich gestern vergessen habe:

    Ich hätte Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit wahnsinnig gerne noch einmal erlebt!! Aus mehreren Gründen, erstens weil ich vieles daran so schön fand dass ich es gerne noch mal hätte, zweitens weil ich - bzgl. Geburt - gehofft hätte, dass es anders läuft und nicht in einem KS endet, und drittens weil ich gehofft hätte, dass ich beim zweiten Mal gelassener / bewusster / weniger umnebelt gewesen wäre.

    Ich war wirklich vom ersten Moment an total übermüdet, und das ließ viele Monate lang nicht wesentlich nach ... Die Wehen waren über Nacht, der KS dann am Morgen, und so bin ich schon mit riesiger Erschöpfung ins Muttersein gestartet. Im KH konnte ich dann überhaupt nicht schlafen, zuhause dann erst mal auch nicht wesentlich besser (KS-Wunde schmerzte, nässte, entzündete sich, uaaah), vom weinenden, hungrigen Würmchen, das man ja erst mal kennenlernen musste, ganz abgesehen. Ich habe an die erste Zeit nur so eine total umnebelte Erinnerung, das finde ich sooo schade! Letztlich blieb ich mindestens das erste Jahr über ständig müde; ich erinnere mich noch, dass ich nur im Stadtbereich Auto gefahren bin, mich aber Autobahnfahrten niemals getraut hätte aus Angst am Steuer einzuschlafen ...

    Da habe ich (solange ich noch gehofft habe) immer den Gedanken gehabt, dass es beim zweiten Kind vielleicht anders wäre - dass zumindest mal die Erschöpfung, die aus Unsicherheit resultiert, weniger gewesen wäre. Klar hätte das zweite Kind auch ein Schlecht-/Wenigschläfer werden können und ich wäre natürlich auch wieder müde gewesen, aber ich hab mir immer vorgestellt, dass ich gelassener wäre, dass diese ganzen Unsicherheiten (wie mache ich was, ist das richtig so, was hat das Kind, sollte ich irgendwas anders machen, ... ) deutlich geringer wären.

    Darüber bin ich schon auch sehr traurig, dass ich das alles kein zweites Mal erfahren durfte, um es beim zweiten Mal "besser" zu machen, entspannter zu sein, (noch) bewusster zu genießen...

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    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Ich denke, was "als normal" empfunden wird, da macht jeder Erfahrungen in seinem eigenem Umfeld. Ich kenne kaum Einkindfamilien, und ich kenne keine einzige persönlich, die freiwillig "nur" ein Kind hat. Aber da ich sensibilisiert bin, weiß ich auch, was dahintersteckt, und jemand, der diese Problematik nicht kennt, eventuell von allein nicht zwingend darauf kommt, dass eine "Einkindfamilie" nicht immer freiwillig eine ist.

    Als Kind kannte ich natürlich auch Einzelkinder, aber ich habe diese nie beneidet und fand ihr Leben im Gegensatz zu meinem (zwei Geschwister) nicht erstrebenswert. "Der/Die ist ein verwöhntes Einzelkind, was die Eltern alles für ihn/sie machen...." geht einem leicht über die Lippen, wenn man die Umstände nicht kennt. Mein Sohn ist auch verwöhnt, er bekommt automatisch mehr Spielzeug, dass er nicht teilen muss, weil er es gar nicht teilen KANN. Und er bekommt auch deswegen mehr, weil er gar nicht in der Lage ist, Spielzeug mit anderen auszutauschen, zumindest nicht zuhause. Er bekommt automatisch mehr Aufmerksamkeit, fühlt sich automatisch mehr im Mittelpunkt als andere. Teilweise kann er gar nichts dafür.

    Als ich noch kein Kind hatte, habe ich auch gedacht "Wie kann man sich nur für ein Einzelkind entscheiden, würd ich nie tun", bis ich gelernt habe, dass man da u.U. nicht nur keinen Einfluss drauf hat, sondern evtl. sogar drunter leidet.

    Die "Einzelkindschranke" habe ich SELBST im Kopf, das weiß ich. Ich habe halt nie so gelebt, kenne es nicht in der Familie, fand es immer toll, Geschwister zu haben. Und ja, Leandra, es ist ehrlich: Ich kann mich bestenfalls damit abfinden, aber "gut" werde ich es nie finden, höchstens ok. Das hat nichts damit zu tun, dass ich kein Glück empfinde, sondern dass ich es einfach nicht freiwillig gewählt habe. Wie ich auch glaube, dass ein ungewollt kinderloses Paar seine Situation nie "gut" finden wird, sondern allemal lernt, trotzdem glücklich zu leben.

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    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Hallo zusammen,

    hier ist noch eine Einkindfamilie Mutter (40), Vater (42), eine Knallerbse (4)!

    Ich lese hier nicht mehr oft hier mit, weil Kinderwunsch und Babyjahre nicht mehr so meine Themen sind, aber dieser Strang spricht mich dann doch nochmal an

    In sehr vielen bereits geschriebenen Sachen kann ich mich wiedererkennen, manches ist bei uns wiederum ganz anders.

    Wir hatten zum Beispiel nie eine feste Vorstellung oder Erwartung, wie viele Kinder wir denn mal haben möchten. Lediglich DASS wir mal ein Kind/Kinder möchten und den ungefähren Startzeitpunkt der Familienplanung hatten festgelegt. Das Gefühl im Inneren, dass unsere kleine Familie nicht vollwertig ist, kennen wir daher nicht (zu den von außen verursachten Gefühlen der Unzulänglichkeit später mehr).

    Exotenstatus haben wir auch nicht, denn unser Freundeskreis besteht hauptsächlich aus Kinderlosen, einigen Einkindfamilien und zwei (für uns) Exotenfamilien – die haben jeweils zwei Kinder . Auch bei mir im Kollegenkreis dominieren die Einkindfamilien, bei den meisten gewollt.

    Bei uns ist es aus hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen bei einem Kind geblieben. Unsere Tochter ist ein Extremfrühchen, war lange im Krankenhaus und hat immer noch kleinere ‚Baustellen‘, welche trotz der Tatsache, dass es nichts Schlimmes ist einen erhöhten Zeit-, Nerven- und Geldeinsatz erfordern.
    Außerdem hat es auch für mich bei der Geburt nicht gut ausgesehen und ich habe das Ganze nur haarscharf überlebt.

    Ergo war uns die ersten Jahre nicht wirklich danach ‚nachzulegen‘, wie es immer so schön heißt....
    Uns hat das das Geburtstrauma fix und fertig gemacht und mein Mann hat Angst im Fall der Fälle alleine mit 1-2 Kindern dazustehen. Ich meinerseits denke, ich habe eine Verantwortung meiner Tochter gegenüber, denn sie soll mit ihrer Mama aufwachsen.

    Theoretisch könnten wir uns trotz allem ein zweites Kind vorstellen, wobei ich mir bei mir nicht sicher bin, ob es nicht eventuell nur Sehnsucht nach etwas ist, was ich nie hatte (zum Beispiel eine volle Schwangerschaft mit Bauch und allem drum und dran, eine normale Babyzeit etc), und kein wirklicher Wunsch, denn die Fantasien hören immer beim Babybauch und der Namenssuche auf .

    Praktisch sind die Bedenken aber viel zu groß, und hier kommen neben den gesundheitlichen Risiken, viele der hier schon genannten Gründe zum Tragen.

    Wir sind nicht mehr die Jüngsten, unsere Nerven nicht mehr die stabilsten (besonders nicht nach den letzten 4 Jahren). Ich arbeite 65% mit langer Anfahrt, mein Mann geht um 6 Uhr aus dem Haus und ist gegen 19.30 Uhr wieder da, ist daher im Alltag keine große Hilfe.

    Wir haben keine Familie vor Ort, die uns ab und an mal entlasten könnte, von einem regelmäßigen Einspannen zwecks Erleichterung des Alltags ganz zu schweigen. Und die Großelterndienste spielen meiner Beobachtung nach bei den meisten Familien (egal wie viele Kinder) eine große Rolle. Oder der Mann ist spätestens um 17 Uhr zu Hause, oder übernimmt eine Betreuungsbring- oder Abholschicht... oder ...oder ....oder....Ich muss das alleine stemmen, genauso wie Arzt-/Therapietermine, Sporttermine und Spielverabredungen. Ich bin jetzt schon ganz schön am rumrödeln und wüsste nicht, wie ich noch mehr reinquetschen könnte.

    Wie das im Fall einer Hochrisikoschwangerschaft mit stationärem KH Aufenthalt ab ca. SSW 20 aussehen sollte – keine Ahnung, das übersteigt mein Vorstellungsvermögen.

    Unsere Tochter ein sehr anstrengendes Exemplar Kind, hibbelig, sturköpfig, extrem kurze Zündschnur, immer auf eine gute Diskussionen aus – vom alleine Ein- und Durchschlafen hält sie auch mit 4 noch wenig. (Sie ist auch sehr sozial, clever, selbstbewusst, kreativ und vor allem lustig – nicht, dass hier noch ein falscher Eindruck entsteht. Teilen und sowas kann sie übrigens auch ).

    Würde ich noch so eine Marke überstehen und dann auch noch allem, auch den anderen Bereichen meines Lebens, gerecht werden können? Eher nicht, da muss ich auch mal ehrlich zu mir sein.

    Mir ist auch wichtig, nicht mehr Kinder zu haben, als ich im Fall der Fälle alleine großziehen kann, mit TZ Job, ohne sonstige Unterstützung. Trotz momentan guter Ehe ein für mich wichtiger Aspekt.
    Mit einem Kind kann ich es mir vorstellen, aber bei zweien?

    Und zuletzt: wir haben eine gewisse Komfortzone erreicht (@Lavendulla ), der Alltag läuft einigermaßen, wir können mal wieder ausgehen (alleine) und da wir gerade einen Babysitter eingewöhnen bald auch mal wieder zusammen (das hatten wir die vergangen Jahre kaum), meine Dienstreisen sind auch kein großes Problem mehr. Dieses Jahr war ich sogar 10 Tage allein in Urlaub.

    Mich aus dieser Komfortzone hinauszubewegen fällt mir zugegebenermaßen schwer .

    Alles in allem sind wir also sehr glücklich mit unserem Leben und mit unserer Maus und ich liebe mein kleines, kämpferisches Wunder über alles .

    Ob ihr ein Geschwister gut tun würde? Vielleicht. Sie selbst hat null Interesse an Babies und hat auch noch nie ein Geschwister verlangt. Ob es dem Familiengefüge gut tun würde, noch ein Kind zu haben (im Sinne von ‚nicht immer nur um das arme kleine Frühchen kreisen‘)? Vielleicht.

    Dass meiner Tochter was fehlt, oder wir ihr etwas vorenthalten (wie ja gerne mal von Außenstehenden impliziert wird) glaube ich nicht. Sie wird schon klarkommen, jetzt und auch später, wenn wir alt sind. Soviel Vertrauen habe ich in sie. Dass sich Geschwister später in allen Belangen eine große Stütze sind, halte ich für ein Gerücht. Ich kenne genug Leute, die kein Wort mit ihren Geschwistern reden...Ich verstehe mich zwar gut mit meinem Bruder, aber wenn mal was mit unserer Mutter oder dem Opa ist, bin ich gefragt, denn mein Bruder lebt in Asien. Sowas bleibt doch meistens an einer Person kleben.

    Was mich nervt, sind eher die von außen suggerierten Unzulänglichkeiten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir geht es nämlich auch so, dass ich das Gefühl bekomme, nur die Familien mit 2 oder mehr Kindern sind die wahren Helden.
    Aber ich habe das Gefühl, mehr nicht stemmen zu können.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also ist man "schwach", wenn man sagt, mehr als eins ginge nicht? Wie ungerecht ist das eigentlich den Frauen gegenüber, die keine Kinder haben (gewollt oder ungewollt)?
    Genau das spiegelt mein Erleben zu dem Thema wieder.

    Meine Einkindmutter-Freundinnen haben unabhängig voneinander übrigens Ähnliches berichtet, daher scheint das ja doch häufiger vorzukommen. Meine eine Freundin hat den Begriff Einzelkindmutter-Bashing geprägt.

    Heutzutage ist eindeutig das Bild der Rama Familie (oder besser, eine Art Bullerbü Idylle, mit vielen rumtollenden Kindern) als Ideal vorherrschend, das spiegelt sich in den Medien wieder und meinem Erleben nach auch in der Vorstellung der Leute, wie das ganz 'normale' Leben sein sollte.

    Bemerkungen pieksen dann schon ab und zu und je nach Gemütsverfassung scheue ich mich nicht zu sagen, was bei uns Sache war. Die ungeschminkte Wahrheit. Das wird dann auch nicht gerne gehört, aber was soll's?

    So, das war der Roman darüber wie das bei uns so ist, mit der Einkindfamilie.

    Fazit: alles gut, wie es ist. Als Hauptgrund für unsere Grundzufriedenheit sehe ich, dass bei uns persönlich keine Abweichung zwischen Wunschbild (mangels desselben) und Realität vorliegt. Außerdem sind Demut und Dankbarkeit wirklich sehr groß sind, denn unsere Maus hat einen verdammt harten Kampf ausgefochten um bei uns bleiben zu können.


    Liebe Grüße


    P.S.: Sollte sich noch ein Zwerg einschleichen, wäre er willkommen und würde ängstlich, aber hoffnungsvoll erwartet

  5. gesperrt

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    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber bitte nicht falsch verstehen: Mir ist klar, dass das nicht euer eigentlicher Grund für die Trauer um eure Ein-Kind-Familie ist.
    Also ich habe ja mit 40 Jahren ca. 2 Jahre um den Tod meiner Mutter getrauert und nicht(!) um die "Nur-Ein-Kind-Familie".
    ;-)

    Nach der Trauerphase (um meine Mutter) mochte ich kein zweites Kind mehr, wäre zu viel des "Kümmerns" gewesen in meinem Leben und in dieser Zeit.
    Eines nach dem anderen und keine Schnellschüsse - meine und meinte ich.

    Zitat Zitat von Rosenrote Beitrag anzeigen
    Ich denke, was "als normal" empfunden wird, da macht jeder Erfahrungen in seinem eigenem Umfeld. Ich kenne kaum Einkindfamilien, und ich kenne keine einzige persönlich, die freiwillig "nur" ein Kind hat.
    Ich habe ganz freiwillig ein Kind - das konnte meine zum Teil sehr gebärfreudige Verwandtschaft auch nie fassen.

    Meine Lebenserkenntnis: Nicht jeder will das, was man selbst will. ;-)


    Habe ich versucht denjenigen zu verklickern.
    Weiß nicht, ob es Einsicht brachte, womöglich nicht (was nicht mein Problem ist).

  6. Inaktiver User

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    zit: alles gut, wie es ist. Als Hauptgrund für unsere Grundzufriedenheit sehe ich, dass bei uns persönlich keine Abweichung zwischen Wunschbild (mangels desselben) und Realität vorliegt.
    So ähnlich ist es bei uns auch.
    Ich wusste sogar lange nicht, ob ich überhaupt Kinder will
    Dann haben wir gesagt, erstmal eins und dann schauen wir weiter.
    Dass es 4 Jahre bis zur Geburt des Kindes dauern würde, damit haben wir natürlich nicht gerechnet
    während der Kinderwunschbehandlung habe ich weitere Behandlungen für mich eigentlich ausgeschlossen

    Jetzt ist es eher so, dass meine Tochter so ein süßes fröhliches unkompliziertes Kind ist dass ich mit dem Gedanken an ein zweites Spiele.
    wobei der Gedanke an eine weitere Schwangerschaft mich eher abschreckt. Obwohl meine Schwangerschaft wider Erwarten funkompliziert war, möchte ich den Zusatnd Schwangerschaft an sich nicht. Ich war so froh als ich meinen Körper wieder für mich zu haben.
    Was mich nervt ist dass fast jeder erwartet, dass man noch ein zweites Kindd bekommt.
    oft kommen Bemerkungen in die richtung

  7. User Info Menu

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    ...darf ich mich mal kurz zu euch gesellen

    ich bin Einzelkind und noch dazu Hoffnungs-Mädel und am üben! Ich fühle und fühlte mich noch
    nie alleine, also fehlen mir auch keine Geschwister und ich kann ganz gut damit leben

    1 einziges Kind wäre natürlich das i-Tüpfelchen zu unserem Glück!
    Versteht mich nicht falsch, aber seid alle dankbar für eure Kids, auch wenn sie
    geschwisterlos bleiben. Ein Garant für spätere Betreuung der Eltern ist das auch nicht....

    Das Leben geht oft seltsame Wege, Geschwister sind auch nicht immer dicke miteinander
    und nach den Eltern wird auch mit 3 Kindern oft nicht wirklich geschaut. Erlebe ich leider immer
    wieder (Nachbarn, Bekannte).... die sitzen als 3-fach Omi an Weihnachten allein Zuhause

    Ein gut gepflegter Freundeskreis und soziale Kontakte, sowie eine stabile und zufriedene Partnerschaft können schon sehr viel geben.

    Ich verstehe schon wenn sich Frauen 2,3 Kinder gewünscht haben und dann bleibt es doch bei 1. Ist vielleicht ähnlich vom Gefühl her nur ein EINZIGES zu wollen...aber lieber 1 als keins

  8. Inaktiver User

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Kinder las Garnt für spätere Betreung der Eltern habe ich nie gesehen.
    Ich würde z.B. Nie im Leben meine Eltern selber pflegen.

    Aber wenn die Eltern alt und krank werden kann das für Kinder eine ziemliche emotionale Belastung werden und da hat es schon Vorteile wenn man diese Belastung teilen kann.
    Klar sind Geschwister dafür keine Garantie aber keine Geschwister sind eben die Garantie dass man da alleine durch muss.

    hier erwähnte jemand dass ihr Bruder in Asien lebt.

    Während der KinderwunschZeit war mein Plan B immer, nochmal für längere Zeit ins Ausland zu gehen, dann stellte ich fest das kann ich gar nicht weil ich meine Eltern nicht alleine lassen kann.
    Mein Mann und ich sind beide .einzelkinder, meine Mutter hat Alzheimer, meine Schwiegermutter Parlinson. DAs ist für uns schon sehr belastend

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    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Ich sehe das genau wie Wolkenschaf. An meine eigene Versorgung später denke ich GAR NICHT. Ich hätte meinem Sohn etwas mehr Familie gewünscht. Denn wenn es auch zahlreiche Beispiele gibt, dass Geschwister später nichts miteinander zu tun haben, ist der Normalfall in meinen Augen ein anderer, zumindest gäbe es die Chance, dass sie sich gut verstehen und froh übereinander sind.

    Rational ist diesem Wunsch sowieso kaum zu begegnen- mir fehlt etwas, was ich nie kennen lernen werde, und was in meinen Augen aber für so viele Normalität ist.

  10. User Info Menu

    AW: Die Einkindfamilie ♥

    Und auch wenn ich mich über Einzelkinder freue, die sagen, sie waren immer glücklich so, ist das eben auch nur eine mögliche Entwicklung von vielen. Ich kenne Einzelkindfrauen, die gerade deswegen mehrere Kinder wollten und auch haben, WEIL sie selbst sich immer Geschwister gewünscht haben.
    Ich selbst war immer froh über meine Geschwister. Man kann in dieser Hinsicht alles hin und her wenden, ein Glücksgarant ist das eine wie das andere nicht.

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