Hallo!
Ich hoffe, ich bin hier richtig mit meiner Frage!
Unsere Tochter, 3 Jahre alt, hat seit ca. einem Jahr eine Brille da sie mit einem Auge nach innen schielt. Der Sehtest vor einem Jahr, bei dem die Augen getropft wurden, ergab eine Weitsichtigkeit von Re +3,75 und Li +3,25! Wir kleben seit dem auch sehr zuverlässig das nicht schielende Auge täglich einige Stunden ab. Die Brille trägt sie die meiste Zeit.
Jetzt waren wir wieder zum Sehtest. Die Augen wurde wieder getropft.
Unsere neues Ergebnis: Re +4,25 und Li +5. Die Augenärztin hat mir nur ein neues Rezept in die Hand gedrückt, gesagt dass dies bei ihrem Sohn auch so war und das wars. Daheim fiel mir dann aber auf, dass nun das nicht schielende Auge vvviiieeell (in meinen Augen) schlechter geworden ist. Ich meine eigentlich, dass das schielende Auge doch schlechter sein sollte.
Irgendwie will ich zu der Ärztin nicht mehr hin, ich fühlte mich dort noch nie so richtig wohl aber ich hab bereits einige Augenärzte durch und ich finde irgendwie nicht den richtigen.
Kann es tatsächlich sein, dass plötzlich das nicht schielende Auge soviel schlechter geworden ist? Kennt das wer?
Soll ich doch noch zu einem anderen Augenarzt gehen um eine zweite Meinung einzuholen?
Weiß jemand einen guten Augenarzt in und um München?
Für Tipps und Erfahrungen wäre ich dankbar!
Bella
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Ergebnis 1 bis 10 von 10
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09.07.2014, 16:14
Wer hat auch ein schielendes Kind und kann mir helfen?
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09.07.2014, 16:24
AW: Wer hat auch ein schielendes Kind und kann mir helfen?
Zu deiner Frage kann ich leider nichts beitragen, aber an einem guten Augenarzt in München, der noch neue Kassenpatienten aufnimmt, wäre ich auch äußerst interessiert.
LG nachwuchs2010
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09.07.2014, 16:43Inaktiver User
AW: Wer hat auch ein schielendes Kind und kann mir helfen?
habt Ihr nicht eine Sehschule in München? Sehschule im Augenzentrum München Süd
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09.07.2014, 17:26Inaktiver User
AW: Wer hat auch ein schielendes Kind und kann mir helfen?
Dass die Ärztin einen Fehler gemacht hat, kann man natürlich nicht ausschließen, aber aus der Ferne kann das keiner beurteilen.
Bei "Weitsichtigen" gibt man nie die volle Stärke, die eigentlich benötigt würde, sondern bleibt immer etwas darunter. DAS GILT BESONDERS FÜR ERSTBRILLENTRÄGER UND FÜR KINDER.
Ich nehme deshalb an, dass die "alte" Stärke nicht die Vollkorrektion war und der tatsächliche Unterschied gar nicht so krass ist.
Mir fällt eher auf, dass bei der vorherigen Versorgung das linke Auge weniger weitsichtig gewesen war als das rechte und sich das jetzt umgekehrt haben soll. Nach neuer Verordnung wäre das linke weitsichtiger als das rechte. Das ist zwar nicht unmöglich, aber wäre für mich auch ein Grund, eine Zweitmeinung einzuholen. Das gilt umso mehr, wenn die Ärztin bei solchen Werten keinen HSA (=Abstand des Brillenglases zum Auge) auf dem Rezept angegeben hat.
Achte bitte auch auf einen engagierten Optiker!! Jeder Millimeter fehlzentrierter Brillengläser vor dem Auge spielt bei 5 Dioptrien eine Rolle. Auch sollte unbedingt eine rutschfeste Fassung gewählt werden, da Sammellinsen beim Rutschen auf die Nase stärker wirken und der Träger damit überversorgt wäre.
Ich bin OptikermeisterGeändert von Inaktiver User (09.07.2014 um 17:32 Uhr)
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09.07.2014, 20:38
AW: Wer hat auch ein schielendes Kind und kann mir helfen?
Abend,
mein ältester Sohn schielt auch auf einem Auge, seit Babytagen. Es ist ein Aussenschielen.
Nachdem ich im Kleinkindalter in der Dorfsehschule mit ihm war, habe ich festgestellt, dass ich dort nicht zufrieden war, das Beraterteam widersprach sich und ich zweifelte an der Kompetenz.
Ich möchte dir daher auch ans Herz legen, mit deiner Tochter eine gute Sehschule, wie sie an einigen großen Krankenhäusern oder Unikliniken zu finden sind zu besuchen. Dort habe ich kompetente Ansprechpartner gefunden.
Auch für die zweite Meinung wäre das wichtig.In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
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09.07.2014, 20:45Inaktiver User
AW: Wer hat auch ein schielendes Kind und kann mir helfen?
Hole Dir eine zweite Meinung. Eine Tochter hatte leicht geschielt und wir waren bei einem angesehenen Augenarzt, der eine Schielexpertin in der Praxis hatte. Unsere Kinder (15, 17) tragen heute keinen Brillen mehr. Sie hatten auch mit 3 ihre Brillen und man muss auch konsequent dranbleiben mit Arztbesuchen, etc.
Viel Erfolg.
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09.07.2014, 22:56
AW: Wer hat auch ein schielendes Kind und kann mir helfen?
Hallo,
mein Mann war mit seinem Sohn in der Augenklinik der Universität München (Mathildenstraße) um sich eine zweite Meinung einzuholen. Terminvereinbarung war unproblematisch aber natürlich mit längeren Wartezeiten da ggf. mehrere Ärzte konsultiert werden.
Waren wohl alle sehr nett und vorallem auf Kinder eingestellt.
Viele Grüße
Mio
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10.07.2014, 11:13
AW: Wer hat auch ein schielendes Kind und kann mir helfen?
Hallo!
Danke für eure Antworten! Ich habe heute nochmals mit der Augenärztin telefoniert, sie hat tatsächlich einen Fehler gemacht und sich tausendmal entschuldigt. Unfassbar, oder? Ich bekomme ein neues Rezept, trotz allem ist das nicht schielende Auge immer noch schlechter! Mein Vertrauen in diese Ärztin ist nun sowieso ganz futsch und werd noch eine zweite Meinung einholen. Ich hätte nniiieeee gedacht, dass es so schwierig ist einen guten Augenarzt zu finden.
Das gleiche gilt übrigens auch für Optiker, danke für die Tipps Blairwitch. Wir sind selber keine Brillenträger und wussten gar nicht worauf wir achten müssen. Die erste Brille haben wir dann zurückgegeben, weil sie immer über die Gläser drüber geguckt hat. Das bei der gemessenen Stärke immer was abgezogen wird, wusste ich auch und ist auch beidemale gemacht worden. Jeweils 1 Dioptrien weniger auf beiden Seiten!
Mio, die Mathildenstraße wäre tatsächlich mein nächster Versuch. Allerdings ist bekannt, dass dort ein Augenarzttermin ein tagesfüllender Ausflug wird. Wir wohnen auch nicht direkt in München, deswegen haben wir auch erst die Dorfsehschulen aufgesucht. Aber es bleibt einem nichts anderes übrig. Dort würde auch eine Schieloperation vorgenommen werden, falls diese gemacht werden muss.
Temperance, weißt du noch die Dioptrien die deine Kinder damals hatten? Kann sich das bei +5 tatsächlich noch verwachsen? Sind deine Kinder operiert worden?
Viele Grüße
Bella
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10.07.2014, 13:17Inaktiver User
AW: Wer hat auch ein schielendes Kind und kann mir helfen?
Die waren erschreckenderweise hoch (um 4,5) - aber das ist bei kleinen Kinder normal, das wächst sich aus, hatte uns der Augenarzt erklärt. Man kann das Auge sehr gut manipulieren, das arbeitet mit und wenn ein Kind noch klein ist, stehen die Chancen sehr gut.
Der jährliche Arztbesuch ist aber sehr wichtig. Das ist dann immer unangenehm, weil sie ja dann getropft werden müssen. Und das Kind muss die Brille tragen. Du merkst auch, wenn die Stärke nicht mehr stimmt - dann ist das Kind von der Brille genervt und trägt sie dann auch nicht. Mit ungefähr 14 war dann Schluss mit der Brille. Sie haben wohl noch eine für die Schule, aber sie brauchen sie nicht.
Bei uns war es so, dass sie nicht operiert werden mussten, das Schielen hat man auch nicht gesehen. Wir wußten aber, dass wir aufmerksam sein sollten, denn mein Mann und seine Schwester haben sehr stark geschielt - sie wurden damals operiert. Mein Neffe hatte auch extrem geschielt, bei ihm wurde ein Auge verdeckt, er ist nicht operiert worden. Von der Seite meines Mannes waren wir vorbelastet und auch meine Oma ist schon operiert worden, was ungwöhnlich war in den 30er Jahren. War alles gut gelungen.
Lasse Dich gut beraten, aber diese Dinge brauchen Zeit.
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10.07.2014, 20:00Inaktiver User
AW: Wer hat auch ein schielendes Kind und kann mir helfen?
Das glaub ich gern. In München hab ich zwar studiert und kenne auch manchen Kollegen dort, aber ich könnte jetzt nicht unbedingt mit einer Empfehlung glänzen.Ich hätte nniiieeee gedacht, dass es so schwierig ist einen guten Augenarzt zu finden.
Das gleiche gilt übrigens auch für Optiker,...
Ich will und darf hier auch keine Werbung für einen Kollegen machen, aber ich würd mal in der Arnulfstraße nach einem Optiker schauen, der sich einen Namen mit Taucherbrillen gemacht hat.
Er ist Innungsmitglied, hat einen Ruf zu verlieren und ich würde mal davon ausgehen, dass er eine g´scheite Kinderbrille abliefert. Bei 3-jährigen Kindern empfiehlt es sich, mit dem Kind kurz beim Optiker vorbeizuschauen, ob er überhaupt in der benötigten Größe und der erforderlichen Stabilität eine nennenswerte Auswahl an vernünftigen Modellen vorrätig hat.
Wahrscheinlich muss man nämlich erst eine Auswahlsendung anfordern, nicht zuletzt, weil Kinder in dem Alter oft flache Nasen haben und die Brillen an der Nase nicht g'scheit sitzen.


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