Liebe Leute,
es gibt einen ähnlichen alten Thread, aber ich habe ihn jetzt nicht wiedergefunden.
Folgendes Problem: Mein Sohn ist jetzt 27 Monate alt. Er hat immer schon ganz, ganz schwer gezahnt, sehr dabei gelitten, Nächte durchgebrüllt, jedes Mal Infekte gehabt, wenn er Zähne bekommen hat (eigentlich immer die vier korrespondierenden ziemlich gleichzeitig). Den 1. Zahn hatte er mit 6 Monaten, "vollständig" mit den Milchzähnen ist er seit Mitte/Ende Januar.
Wir haben drei Kreuze gemacht, als klar war, okay, jetzt kommen die hinteren Backenzähne, und dann ist es geschafft. Seitdem die Milchzähne vollständig sind, schläft er gut und durch, ist nach wie vor (ich führe das auf ein ausgeprägtes Schmerzgedächtnis zurück, da er ja quasi seit 2 Jahren chronische Beschwerden hat) sensibel, aber es wird besser - auch das Zähneputzen und andere "Manipulationen" am Kopf, die lange eine absolute Katastrophe waren, werden langsam leichter.
Wir waren also ohne Ende froh und hielten das Thema für erledigt, ABER - er hört nicht auf zu zahnen!!Nach wie vor ständig die Finger im Mund, sabbert wie Hölle und ist letzte Nacht auch wieder auf die "zahnungstypische" Weise aufgewacht. Das Zahnfleisch hinter den 2. Milch-Backenzähnen ist ziemlich aufgewölbt.
Kann das denn tatsächlich sein, dass er schon in dem Alter direkt mit den bleibenden Zähnen weitermacht? Er ist beim Zahnen ziemlich durchmarschiert... Oder schießen die jetzt schon ein und können dann doch ganz viel später erst kommen? Ist das nicht problematisch, wenn die jetzt schon kommen, der Kiefer ist doch noch viel zu klein? (Ich meine, wenn es tatsächlich so sein sollte, würde ich mich nicht wundern, wenn er wie Hund gelitten hat immer beim Zahnen, natürlich geht da jeder irgendwann sprichwörtlich auf dem Zahnfleisch...)
Ich möchte das eigentlich auch vom Zahnarzt abchecken lassen - leider gibt es hier keinen, der auf Kinder spezialisiert ist, und bei allem, was Arzt heißt, macht der Kurze außerdem völlig dicht. Man braucht nur das Wort auszusprechen, dann weint er schon, egal wie liebevoll und entspannt man selbst drangeht - das ist wohl das Erbe des Krankenhausaufenthaltes und der über einige Tage währenden Infusionen in den Kopf im Alter von knapp drei Monaten. Das heißt, man müsste wahrscheinlich röntgen oder ihn "ausknocken" lassen, und das möchte ich wiederum eigentlich nicht - solange eben nur so ein Verdacht besteht. Ist es also klüger, erstmal abzuwarten? Oder gibt es dann vielleicht irgendwelche Komplikationen? Wobei, die Zähne brauchen tut er ja eh, und rauskommen müssen sie sowieso erstmal, oder...?
Ach, bin gerade etwas desillusioniert, vor allem was die vermeintliche Ruhe nach fast 2,5 Jahren Stress angeht...(Sorry für den langen Text.)
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 11
Thema: Milchzähne und danach...
-
15.04.2014, 13:25
Milchzähne und danach...
-
15.04.2014, 13:31Inaktiver User
AW: Milchzähne und danach...
a) ich würde es trotzdem nochmal mit zahnarzt versuchen- denn wenn weitere probleme auftauchen- kommt er nicht um diese arzt-erfahrung herum.
b) ich habe ab dem zeitpunkt: kind kann sitzen und hat zähnchen- meine töchter bei meinen zahnarztbesuchen mitgenommen, auf meinen schoss gesetzt und sie durfen sich umgucken und "begreifen": mama gehts gut.
ohne ein vorgelebtes beispiel ist das wort: zahnarzt für ein kind viel zu abstrakt.
-
15.04.2014, 13:41
AW: Milchzähne und danach...
emma,
ohne mich jetzt damit auszukennen, ob das direkt weitergehen kann oder nicht: vielleicht ist eben der Prozess, dass die Zähne sich aus dem Kiefer schieben, noch nicht zu 100% abgeschlossen oder der Körper ist halt sonstwie noch nicht damit "fertig"? Ich wüsste nicht mehr, wie lange bei uns die vorderen BZ gebraucht haben, um vollständig draussen zu sein und bei uns war der Spuk bisher auch mit dem Auftauchen der Spitzen weitgehend vorbei (wobei die letzten 4 BZ noch fehlen), aber das wäre einfach was, was ich mir im Zusammenhang vorstellen kann. Dass das Zahnfleisch gewölbt ist, kann vielleicht auch dran liegen, dass es für den Kiefer halt ne gewisse Belastung oder Veränderung ist, wenn Zähne durchkommen und vielleicht ist halt alles noch gereizt?
Das wie gesagt als total laienhafte Annahmen. Mit dem Gang zum Zahnarzt würd ich mal eher noch etwas warten. Kann der Kinderarzt vielleicht was dazu sagen? Evtl. kennt der sowas von anderen Kindern und kann da was aus Erfahrung sagen.
Ich kann jedenfalls verstehen, dass du dir nichts mehr wünschst, als ein Ende der blöden Zahnerei mit allen verbundenen Qualen - bin selber sehr für ne Party, wenn alle Zähne draussen sind
also hoffentlich ist da nicht mehr im Busch bei deinem Sohn und ihr habt bald alle Ruhe!
-
15.04.2014, 13:41
AW: Milchzähne und danach...
Emma, bei meiner Krankenkasse gibt es ein Familie Telefon. Die haben dort Ärzte für alle Bereiche sitzen, die oft sehr gute Infos geben. Vielleicht kannst du bei sowas mal nachfragen, was das sein könnte.
-
15.04.2014, 13:54
AW: Milchzähne und danach...
Familien-Wegweiser - Stichwortverzeichnis
Sie schreiben dort, dass das Wurzelwachstum noch nicht abgeschlossen ist. Vielleicht verursacht ja das die Beschwerden.
Moderatorin im Forum
Trennung und Scheidung,
Kredite, Schulden und Privatinsolvenz,
Über das Kennenlernen
Reine Familiensache
-
15.04.2014, 14:05
AW: Milchzähne und danach...
Hi Emma!
Ich denke nicht, dass jetzt schon ein bleibender Backenzahn kommt. Der heißt 6-Jahres-Molar (oder so ähnlich, weil er mit ca. 6 Jahren durchbricht. Auch fürs Einschießen ist es noch zu früh, da ist ja noch gar kein Platz. Auch wenn jetzt alle 20 Milchzähne da sind, wachsen sie immer noch weiter raus und "verzahnen" sich - vielleicht macht ihm das Beschwerden. Oder das Zahnfleisch hat sich hinter dem letzten Zahn evtl. entzündet?
Ich würde auf jeden Fall mit ihm mal zum Zahnarzt gehen. Ich habe es auch so gemacht, dass ich beide vonm Babyalter an (notgedrungen) mitgenommen habe, wenn ich zu den jährlichen Kontrollen gegangen bin, das hat sich ausgezahlt - beide (2,5 und 6) reißen sich drum, wer zuerst auf dem Behandlungsstuhl sitzen darf :-))
Und wir sind auch bei keinem speziellen Kindertahnarzt, "nur" eine sehr nette Zahnärztin, die ihnen viel erklärt und sie auch mal mithelfen lässt. Angst davor kennen sie gar nicht.
Versuch doch mal zu Hause spielerisch mit dem Arztkoffer o.ä. solche Situationen lustig und angstfrei nachzustellen. Mein Großer hat schon sehr viel und regelmäßige Arzt- und Klinikerfahrung - es ist uns immer gelungen, vorhandene Ängste zu verarbeiten und zukünftige so weit abzuschwächen wie nur irgend möglich (auch wenn ich dafür schon festgefahrene Klinikabläufe abändern lassen musste...)
Die Angst vorm Zahnarzt solltet ihr so schnell wie möglich überwinden - wenn er erst hingeht, wenn eine akute Behandlung ansteht, wird es wirklich stressig...
Ansonsten freut es mich sehr, dass Eure stressige Phase besser geworden ist !!Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.
(Aurelius Augustinus)
-
15.04.2014, 14:11
AW: Milchzähne und danach...
Emma, bist du demnächst bei deinen Verwandten?
In der nahegelegenen Stadt mit dem schönen Strand gibt es eine wirklich sehr kompetente Kinderzahnärztin. Wir sind mit beiden Zwergen dort und sie ist wirklich eine Wucht. Zusatzstudium Kinderzahnheilkunde.
Mehr gern per pn!
-
15.04.2014, 15:48
AW: Milchzähne und danach...
Das mit dem abstrakten Zahnarztbegriff ist mir schon klar - er war vor etwa einem Jahr schon mal mit mir dort, wir haben das genau so gemacht, auf Mamas Schoß sitzen, die Stuhltasten drücken usw. - es war eine Katastrophe. Genauso, wie wenn man ihm wegen Fieber etc. sagt, "wir gehen zum Kinderarzt" - er fängt beim Wort schon an zu weinen. Wann immer man eine Praxis betritt, auch wenn es eine ihm unbekannte ist (bspw. beim Vertretungsarzt) weiß er genau, dass das ein Arzt ist (denn blöd ist er nicht, und Schlüsse ziehen kann er durchaus auch schon), und weint. Es wird schlimmer, wenn der Arzt versucht, ihn anzufassen und zu untersuchen - er brüllt. Direkt danach ist der Spuk wieder vorbei, sobald ich ihn angezogen habe und sage, wir gehen nach Hause, strahlt er wieder, alles gut.
Ich bin da durchaus entspannt, immer gewesen, ich hab auch selbst keine übermäßige Angst vorm Zahnarzt (gut, ich lasse nichts ohne Betäubung machen, bin dann aber sehr gelassen, wenn ich weiß, dass ich keine Schmerzen haben kann). Das ist einfach von selbst gekommen, genauso wie beim Baden, das er immer gerne gemacht hat, und dann war es von einem Tag auf den anderen die Hölle.
Piccolo - leider erst wieder im Sommer... Wäre aber ne Möglichkeit.
-
15.04.2014, 15:52
AW: Milchzähne und danach...
Wir spielen zu Hause viel Arzt, z.T. auf sein eigenes Verlangen hin. Wir haben diverse Bilderbücher zum Thema, die er sehr gern ansieht, auch aus eigenem Antrieb. Sobald wir raus sind, unterhält er sich gern und auch recht abgeklärt darüber, was alles passiert ist und dass er geweint hat - ändert aber alles nichts daran, dass in der Situation null geht. Ist halt ein schwieriges Feld für ihn - kennt ja auch jeder selber, oder? Jeder hat Dinge, die er nicht gern mag oder vor denen er, so rational oder irrational das sein mag, einfach Angst hat.
Dass es gut wäre, die Angst zu überwinden, ist mir klar; aber was soll ich tun? Hexen kann ich nicht...
-
15.04.2014, 21:11
AW: Milchzähne und danach...
Also es ist seeeehr unwahrscheinlich dass das ein Backenzahn ist, manche Kinder bekommen die 6-Jahr-Molaren auch schon mit 4, aber in dem Alter nicht.... Hoffe dem Kleinen gehts bald besser!


Nach wie vor ständig die Finger im Mund, sabbert wie Hölle und ist letzte Nacht auch wieder auf die "zahnungstypische" Weise aufgewacht. Das Zahnfleisch hinter den 2. Milch-Backenzähnen ist ziemlich aufgewölbt.
(Sorry für den langen Text.)
Zitieren

