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    AW: Viele Wege führen nach Rom – Spontane Geburt, PDA und Kaiserschnitt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau diese Zahlen wird einem aber niemand liefern können (...)
    Können oder wollen? Ich finde, das müsste einfach sein. Man nehme 1000 KS-Geburten und 1000 natürliche Geburten und vergleiche: Allergien? definierte Probleme des Bewegungsapparats (von mir aus Schiefhals)? etc. Zur Allergiewahrscheinlichkeit unter moderner Säuglingsnahrung vs. Vollstillen bis zum 60. Lebensmonat gibt's eine Arbeit. Fazit: Ziemlich wurscht.

  2. Inaktiver User

    AW: Viele Wege führen nach Rom – Spontane Geburt, PDA und Kaiserschnitt

    Doch, zumindest zu Schreibabys gibt es eine Studie und da war das Ergebnis Kaiserschnitt vs. vaginale Geburt 50/50 (Schreibabyoutput ).

    Fels, ich finde es interessant, wenn Du aus der Erfahrung aus Deinem Berufsalltag schreibst, aber so ziemlich alle belastbaren Zahlen, die ich zum Thema Trinkprobleme, etc. gefunden habe, deuten hier auf 50/50 hin, bzw, auf eine relative, nicht absolute Vermehrung von Problemen (die viv ja schon beschrieben hat). Ich kann sie gerne heute Abend mal raussuchen.

    Frau Snuggles, hier in der Stadt gibt es z.B. Krankenhäuser, die ziemlich offensiv mit dem WK werben. Vielleicht kannst Du Dich direkt bei den Krankenhäusern umhören, wenn Deine FA abwinkt?

  3. Inaktiver User

    AW: Viele Wege führen nach Rom – Spontane Geburt, PDA und Kaiserschnitt

    Ok vielleicht wollen sie auch nicht, auf jeden Fall besser Orginalstudien lesen als populärwissenschaftliche Artikel

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    AW: Viele Wege führen nach Rom – Spontane Geburt, PDA und Kaiserschnitt

    Als ich hochschwanger war, fragten mich viele Deutsche, ob ich nicht in Deutschland gebären wolle. Da könne man noch móglichst natürlich gebáren, da hätte man die Badewanne und die Geburtshäuser. Habe ich nie verstanden und tu ich ein Jahr später immer noch nicht. Jeder wie er will, Hauptsache die Kleinen kommen gesund auf die Welt, aber ich bin eigentlich ganz froh, dass ich in einem fortschrittlichen Krankenhaus NICHT in Deutschland geboren habe, wo wir sehr gut versorgt wurden (lebe hier eh schon viele Jahre). Ich wollte auf jeden Fall ne PDA und wüsste nicht, warum ich darauf verzichten sollte. Aber wie gesasgt, wenn jemand zu Hause knieend oder per WKS gebären will, warum nicht, aber dass man mich immer zur "Natürlichkeit" bekehren wollte, war nervig.

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    AW: Viele Wege führen nach Rom – Spontane Geburt, PDA und Kaiserschnitt

    Man nehme 1000 KS-Geburten und 1000 natürliche Geburten und vergleiche
    Das Problem ist, dass man noch feiner unterscheiden müsste.
    Denn KS ist nicht gleich KS. Ging einem KS eine lange Geburtsphase mit Geburtsstillstand voraus oder war es ein geplanter KS? In die Statistiken fließen die Not-Kaiserschnitte ja genauso mit rein, wie die geplanten.

  6. Inaktiver User

    AW: Viele Wege führen nach Rom – Spontane Geburt, PDA und Kaiserschnitt

    Die Schwierigkeit ist, dass bei solchen Studien die Fragestellung das Ergebnis beeinflusst. So können vielleicht Vorbedingungen, die die Entscheidung für einen KS begünstigen (zb gesundheitliche Disposition der Mutter) auch die Gesundheit des Kindes beeinflussen, ohne dass der KS unmittelbar etwas damit zu tun hat. Auch die Beurteilung, wie "gesund" ein Mensch ist, ist ja höchst subjektiv. Wer Ärzte eher ablehnt (und damit möglicherweise auch den KS), wird später vielleicht mit dem Kind auch keinen Allergietest machen, sondern einfach die Erdbeeren weglassen, wenn das Kind sie nicht so gut verträgt. Oder hundert andere Möglichkeiten, wie solche Ergebnisse verfälscht werden ....

    So lang ich nicht zufällig hundert Kinder für einen KS auswähle, kann ich letztlich nur empirische Beobachtungen machen, keine unabhängige Studie. (Öhm, und das ist natürlich gut so! Menschenversuche will sicher keiner ...)

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    AW: Viele Wege führen nach Rom – Spontane Geburt, PDA und Kaiserschnitt

    Ja gut, Ein-/Ausschlusskriterien und die exakte Fragestellung müssten natürlich vorab festgelegt werden. Man dürfte ja nicht den "gesamten" Gesundheitszustand hernehmen, sondern Erkrankungen / Zustände, die bereits jetzt im Verdacht stehen, mit dem Geburtsmodus in Zusammenhang zu stehen - und dann im Studienverlauf auch explizit darauf untersuchen. Bei Allergien würde das z.B. bedeuten, mit allen Kindern in der Studie einen Allergie-Test durchzuführen. Anders bekommt man kein sauberes Ergebnis. Viel Aufwand, ich weiß - und viel Aufwand heißt immer: teuer.

  8. VIP

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    AW: Viele Wege führen nach Rom – Spontane Geburt, PDA und Kaiserschnitt

    Zitat Zitat von viv_1980 Beitrag anzeigen
    Seh' ich auch so.

    Ich fände eine Aufstellung à la: anhaltendes Schreien (bitte mit klaren Kriterien!) - Wahrscheinlichkeit KS / Wahrscheinlichkeit natürliche Geburt etc. hilfreich. Denn auch mit Angaben wie "Schiefhälse treten bei Kindern nach KS x,y mal häufiger auf als bei Kindern nach normaler Geburt", kann man m.E. viel verzerren. Eine Wahrscheinlichkeit von 0,003% vs. 0,001% ist eine Verdreifachung. Klingt erstmal viel - ist aber bei entsprechend geringem Risiko immer noch - sorry - wurscht. (Wenn man das Pech hat, dazu zu gehören, natürlich nicht, logisch. Soll nicht zynisch sein!).

    Diese Vergleiche halte ich für unproduktiv. Weil es ja auch die Kinder betrifft, die aus medizinischen Gründen per Kaiserschnitt geboren werden.
    Ich finde es belastet auch unnötig und es gibt so viel, was mit Kindern passieren kann - egal wie sie geboren werden, dass diese Statistiken nur falsche Hoffnungen wecken.

    Meine Kinder wurden per Kaiserschnitt geboren. Mein zweites Kind nach 3 Stunden Wehen. Er schrie 6 Wochen lang, bis zu einer osteopathischen Behandlung durch. Der Osteopath erklärte mir, dass die Wehen Stauchungen in der Halswirbelsäule verursacht haben, weil der Kopf nicht ins Becken passte.
    Also war ich quasi selbst Schuld, weil ich eine vaginale Geburt versuchen wollte... hätte ich auf einen Kaiserschnitt bestanden, hätten wir vielleicht angenehme 6 Wochen gehabt.

    Man kann so viel falsch und richtig machen - ich kann meine Vorgehensweise, bei beiden Kindern auf Geburtsanzeichen warten, trotzdem gut vertreten. Für mich war das richtig. Auch, dass ich beim ersten Kind in eine Klinik fuhr, die auf vaginale BEL-Geburten spezialisiert waren, auch wenn das aufgrund der Position meines Kindes nicht möglich war.

    Gäbe es den Kaiserschnitt nicht, wäre ich und mein Kind vermutlich tot.

    Deshalb finde ich die ganze Diskussion um die Geburt müßig. Es scheint allerdings so zu sein, dass Eltern sich gerne selbst zerfleischen. Sei es um die Geburt, das Stillen - hier sorgt aktuell die Tatsache, dass wir unser Kind nicht aufs Gymnasium schicken für Unruhe in der Elternschaft meines 4. Klässlers. Wir als Akademiker müssten doch... usw.usf.
    Diese Energie kann man sich echt sparen.

    Noch eine Anekdote:
    Meine ökologisch abbaubare Hebamme hat im Geburtsvorbereitungskurs erzählt, dass es statistisch erwiesen ist, dass Kinder die per Kaiserschnitt geboren werden, kriminell werden.

    Bisher sind meine Kaiserschnitt-Jungs auffällig sozial kompetent, dass es in jedem Gespräch mit Erziehern/Lehrern von diesen betont wird...
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Viele Wege führen nach Rom – Spontane Geburt, PDA und Kaiserschnitt

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Noch eine Anekdote:
    Meine ökologisch abbaubare Hebamme hat im Geburtsvorbereitungskurs erzählt, dass es statistisch erwiesen ist, dass Kinder die per Kaiserschnitt geboren werden, kriminell werden.
    Ganz ehrlich? Solche Sätze hätten mich - wenn von jemandem mit einem IQ größer / gleich 3 vorgetragen - vor einem Jahr in eine Krise gestürzt. Solchen Leuten sollte man die Lizenz entziehen!! Ich verstehe ja, dass das Überleben von Hebammen stark von der vaginalen Geburt abhängt. Aber muss sowas wirklich sein???

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    AW: Viele Wege führen nach Rom – Spontane Geburt, PDA und Kaiserschnitt

    tolles eingangsposting *gg*

    nacher mehr. bin grad unterwegs und lese sehr intetessiert mit.

    mein ältester ist ein ks kind nach geburtsstillstand. war kein zuckerschlecken und will ich nie wieder so haben. wenn ich es mir wünschen könnte, versteht sich. anpassungsschwierigkeiten und viel geschreie gabs auch.

    der mittlere ist eine saugglockengeburt mit pda. ca. 22 stunden lang.

    meine tochter jetzt ne turbogeburt von knapp ner halben stunde (von da ab wo ich begriffen habe das es wirklich losgeht). ohne pda, nur lachgas.

    fazit: bin und bleibe fan von der pda. beneide keinen mehr um schnelle geburten.
    Aller guten Dinge sind drei


    10/12/14


    Und niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.

    Goethe

    Bino von und zu:

    Pimboli, Sandra1990, Anne3186, Icebaer, Callalilly, und angel76

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