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    unzufriedenes Baby, unglückliche Mama

    Hallo liebe Community,

    es ist eine Weile her, dass ich zuletzt geschrieben habe. Mittlerweile bin ich stolze, glückliche und dankbare Mama eines 6 Monate alten süßen Mädchens

    Der Kleinen geht es gut, wir sind mittlerweile gut eingespielt und vieles läuft unkompliziert und prima. Allerdings ist sie von Anfang an kein Kind, das man ablegen kann und das dann selbstgenügsam da liegt und vor sich hin spielt, sondern viel wach ist, sehr lebhaft, immer in Bewegung und wenn nicht genug Abwechslung geboten wird, auch schnell unzufrieden . Es ist manchmal ganz schön schwierig, herauszufinden, was sie möchte, wenn sie nörgelt. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich auch nach einem halben Jahr oft nicht weiß, wann das Nörgeln nun Hunger ist oder etwas anderes.

    Mit 4 Monaten hat sie sich zum ersten Mal vom Rücken auf den Bauch gedreht, dann eine Pause von 2 Wochen eingelegt und danach ging es los: sie dreht sich ständig auf den Bauch. Problem bloß: sie mag die Bauchlage nicht und dann dauert es nicht lange und sie schreit. Das war von Anfang an so. Vermutlich haben wir es auch versäumt, sie in den ersten 3 Monaten regelmäßig auf den Bauch zu legen. Sie kann sich zwar mittlerweile sich auf ihre Arme abstützen und wenn ich vor ihr rumhample kommt sie auch richtig weit hoch mit dem Kopf. Aus der Position heraus kann sie sich auch wieder zurück auf den Rücken drehen. Allerdings dauert es nicht lange und sie lässt den Kopf fallen, legt die Arme waagrecht zum Körper ab und weint. Sie hebt dann den Po, drückt die Füße auf den Boden und schiebt sich so manchmal sogar nach vorne. Unter Gebrüll. Nur zurück auf den Rücken kommt sie so natürlich nicht. Und voran auch nicht. Wenn ich ihr nicht helfe, beruhigt sie sich gar nicht mehr. Und wenn ich ihr helfe und sie zurück drehe, dauert es keine drei Sekunden und sie dreht sich wieder auf den Bauch. Das Spiel geht von vorne los und das Gebrüll hört nicht auf. Ich verstehe nicht, was sie will, nur, dass sie gefrustet ist.

    Nun dauert diese Phase schon lange 6 bis 7 Wochen und es tut sich nicht viel. Kann mir grade kaum vorstellen, wann es besser wird. Und es ist seeeeeeeehr anstrengend. Es geht mir nicht darum, dass sie jetzt schon los robben sollte oder sowas, aber diese andauernde Unzufriedenheit meines Babies macht mich selber ganz unzufrieden und unglücklich. Und so langsam frage ich mich, ob es nicht doch ein Problem gibt, ob sie vielleicht Schmerzen hat oder etwas anderes (man hört und liest ja ständig von Blockaden, Kiss-Syndrom jeder geht mit seinem Baby zum Osteopath). Der Kinderarzt hielt das bei der U5 allerdings für unwahrscheinlich, sie ist ja prinzipiell auch altersgerecht entwickelt. Da sie aber als Baby wie so viele eine Lieblingsseite hatte und sich auch nur über eine Seite dreht, meinte er, wenn's in 4 Wochen nicht besser ist, könne man an Krankengymnastik denken um die Assymetrie zu bessern. Mein Freund findet alles völlig normal und hält meine Sorgen für unberechtigt. Allerdings hadere ich immer noch damit und wünsche mir im Grunde einfach ein zufriedeneres Baby.

    Ich weiß, das mein "Problem" kein dramatisches ist. Vielleicht findet sich ja trotzdem wer, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, einen Rat hat oder Lust, sich auszutauschen!

    Vielen Dank fürs Lesen dieses langen Textes
    LG, anotherplanet

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    AW: unzufriedenes Baby, unglückliche Mama

    Zitat Zitat von anotherplanet Beitrag anzeigen
    Da sie aber als Baby wie so viele eine Lieblingsseite hatte und sich auch nur über eine Seite dreht, meinte er, wenn's in 4 Wochen nicht besser ist, könne man an Krankengymnastik denken um die Assymetrie zu bessern. Mein Freund findet alles völlig normal und hält meine Sorgen für unberechtigt. Allerdings hadere ich immer noch damit und wünsche mir im Grunde einfach ein zufriedeneres Baby.
    Mein Vierjähriger war als Baby auch furchtbar unzufrieden. Er wollte eigentlich die ganze Zeit auf meinem Arm sein (so habe ich es jedenfalls in Erinnerung), alleine unter dem Spielebogen wollte er gar nicht liegen. Seine Laune wurde erst merklich besser, als er endlich krabbeln konnte.

    Mein Baby (jetzt fast 8 Monate) hatte auch so eine Phase, wo er sich auf den Bauch gedreht hat und dann nicht wieder zurückkam und genörgelt hat. Mittlerweile rollt er sich begeistert nach rechts und links und wieder zurück. Ich denke, das dauert auch bei deinem Baby nicht mehr lange!

    Das mit der Krankengymnastik ist vielleicht gar keine schlechte Idee! Es würde dich sicherlich beruhigen, wenn dir ein Kinderphysiotherapeut sagt, dass dein Baby ganz normal entwickelt ist, oder, falls es doch irgendwo klemmt, wenn er ganz gezielt bestimmte Bewegungsabläufe mit dem Baby übt, so dass dein Baby bald auch über die andere Seite rollt.

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    AW: unzufriedenes Baby, unglückliche Mama

    Mein erstes Kind , (meine Tochter) war auch so ein Kind ,dass nicht gerne alleine war.
    Sie wollte auch viel umher getragen werden.
    War auch ein Schreikind in der ersten Zeit.
    Ich habe mir dann ein Tragetuch besorgt und habe sie mir auf dem Rücken gebunden.
    Von dort konnte sie alles beobachten ,ich konnte meine Sachen erledigen und alle waren zufrieden.
    Und den tollen Ratschlag, sie einfach weinen zulassen , weil ich sie ja wohl bestimmt verzogen habe...
    habe ich an mir vorbeiziehen lassen.
    Jedes Kind ist anders und sie hat meine Nähe gebraucht. Jetzt nach 23 Jahren läuft sie prima alleine durch das Leben.

  4. Inaktiver User

    AW: unzufriedenes Baby, unglückliche Mama

    Hallo,

    für mich klingt das ziemlich normal, ich kann aber verstehen, dass es Dich nervt. Mein Sohn kam aus dieser seltsamen Position (auf dem Bauch, Füße unter die Hüfte, Hintern hoch) irgendwann auf den Rücken, wenn er nicht nach vorne weggerutscht ist. Scheint zwar nicht die übliche Art zu sein und hat ihm den Spitznamen "Purzel" eingetragen, hat aber einiermaßen zuverlässig funktioniert: Aus der Position auf die Seite schmeißen und mit dem Schwung dan irgendwie auf den Rücken eiern.

    Auf dem Bauch liegen haben wir auf ärztliche Anweisung beim Physiotherapeuten geübt (Bobath, nicht Vojta). Ich weiß, es war natürlich viiiieeel tiefsinniger, was wir gemacht haben, aber im Endeffekt lief es darauf raus, meinen Sohn auf den Bauch zu legen und zu entertainen, damit er den Kopf ohne schimpfen oben behält. Als er es dann konnte, lag er gerne so rum. Selbstredend wollte er trotzdem nach kurzer Zeit unterhalten werden. Am besten lag man mit ihm irgendwo, wo es was zu sehen gab. Also idealerweise auf einer Decke im Park , die Jahreszeit kommt ja jetzt auch wieder. Und er fand es zum Glück ganz unterhaltsam, auch mal wo anders zu liegen als sonst immer und Mama beim Spülmaschine einräumen zuzuschauen, es war eine Weile ok, so lange Mama in Bewegung blieb.

    Bei uns wurde es besser, seit er sich hinbewegen konnte, wo er hinwollte. Da muss man dann halt hinterhersein, aber diese Grundunzufriedenheit seinerseits war nicht mehr so schlimm.

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    AW: unzufriedenes Baby, unglückliche Mama

    Liebe anotherplanet,

    es ist ein paar Monate her, da hatten wir hier auch so ein kleines Frusti.

    (Hochrotes) Gesicht in Krabbeldecke gesteckt, Beinchen in den Boden gestemmt, Allerwertester in der Höhe - untermalt von wütend-hysterischem Gebrüll. Die Kleine wollte vorankommen - und war unglaublich frustriert, dass das nicht so ging, wie sie das wollte. Das ging mit 4 Monaten los.

    Eine (gefühlte) Ewigkeit später (ca. 8 Wochen?) hat sie dann robben gelernt, und schließlich krabbeln. Und nun ist sie das zufriedenste, ausgeglichenste Kind, das man sich vorstellen kann.

    Den Vorschlag mit der Krankengymnastik hat mir meine Kinderärztin auch gemacht. Aber ich bringe doch mein gesundes topfittes Kind nicht zur Krankengymnastik?! So bin ich halt wochenlang neben einem tobenden Bündel am Boden gesessen und hab ihr den Rücken gestreichelt. Zwischendurch hab ich auch versucht, sie vom dauernden Drehen abzuhalten, indem ich sie in die recht schmale Kinderwagen-Wanne gelegt habe. Sinnlos. Sie hat sich sogar dort umgedreht. Irgendwann hab ich sie dann zum Runterkommen in den Maxi Cosi geschnallt (nur kurz!). Und für mich beschlossen: Da muss sie jetzt durch (natürlich hab ich sie nicht brüllend allein gelassen) - aber es wird ihr noch öfter passieren, das was nicht so geht, wie sie das haben will.

    Also: Geduld! EsistallesnureinePhaseallesnureinePhaseallesnurein e ...

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    AW: unzufriedenes Baby, unglückliche Mama

    Achja, ich weiß auch heute noch nicht immer, was sie will. Dabei ist sie schon 1 Jahr alt ...

    Anfangs war das einfacher - da hat sie diese typischen Such-Bewegungen gemacht. Das tut sie jetzt natürlich nicht mehr.

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    AW: unzufriedenes Baby, unglückliche Mama

    Hallo anotherplanet,

    naja, ich weiß nicht, ob das unbedingt mit "Schreibaby" zu tun hat. Mir scheint hier der klassische Fall vorzuliegen vom Zwiespalt zwischen "etwas unbedingt wollen" und "etwas noch nicht können" - und das ist hier mit 2 Jahren noch so... Mein Sohn heult auch regelmäßig, weil er sich die Schnürsenkel unbedingt alleine zumachen will. Dass er dazu mit 2 Jahren, so intensiv er es auch versucht und so geschickt er auch ist, dazu beim besten Willen einfach noch nicht in der Lage ist, kann man ihm dabei so oft man will erklären, das hilft nicht.
    Das Drehen ist der erste Anfang zum selbständigen Bewegen, und der Anreiz und Wille ist groß (das zeigt ja die Tatsache, dass dein Kind sich von selbst immer wieder auf den Bauch dreht), aber es ist eben auch schwierig und natürlich anstrengend. Es ist Übungssache. Da kann man nicht viel machen als geduldig zur Seite stehen, bis es eben klappt. Wird bald soweit sein! Ist natürlich anstrengend und nervenzehrend für Mutter und Kind.
    Das mit der Einseitigkeit würde ich aber auch im Auge behalten und ggfs. Krankengymnastik in Anspruch nehmen, einfach damit ihr nicht irgendwas verpasst, was mit früher Hilfe hätte leichter angegangen werden können.

    OT: Tja, ein zufriedenes Kind... Wenn das so einfach wäre... Ist das nicht das, was jede Mutter am liebsten hätte? Hätte ich auch gerne (gehabt). In den ersten acht Monaten war meins das so gut wie; auch jetzt sind es phasenweise nur Momente. Aber ich glaube, Unzufriedenheit gehört zum Entwicklungsprozess dazu. Wer immer zufrieden ist, lernt ja nichts dazu, um die Situation zur eigenen Zufriedenheit zu ändern, oder?

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    AW: unzufriedenes Baby, unglückliche Mama

    Zitat Zitat von anotherplanet Beitrag anzeigen
    Sie hebt dann den Po, drückt die Füße auf den Boden und schiebt sich so manchmal sogar nach vorne. Unter Gebrüll. Nur zurück auf den Rücken kommt sie so natürlich nicht. Und voran auch nicht. Wenn ich ihr nicht helfe, beruhigt sie sich gar nicht mehr. Und wenn ich ihr helfe und sie zurück drehe, dauert es keine drei Sekunden und sie dreht sich wieder auf den Bauch. Das Spiel geht von vorne los und das Gebrüll hört nicht auf. Ich verstehe nicht, was sie will, nur, dass sie gefrustet ist.
    Das war hier genauso. Ich fand die Phase zwischen Drehen-Können und Robben-Können auch seeeeehr anstrengend. Meine Tochter hat sich auch immer wieder auf den Bauch gedreht und dann unter Protest diesen halben "Kopfstand" gemacht - selbst im Kinderwagen! Ich weiß bis heute nicht ob sie sich zurückdrehen wollte oder losrobben wollte. Auf jeden Fall war sie unzufrieden, weil es nicht weiterging. Irgendwann (zwischen Drehen und Robben lagen ca. 2 Monate) hat es dann geklappt mit dem Robben und ich hatte plötzlich wieder ein zufriedenes Kind.

    Soweit ich mich erinnere, hat sie sich auch meistens über eine Seite gedreht und quasi nie selbst vom Bauch zurück auf den Rücken oder ist munter durch die Gegend gekullert wie andere Babys.

    Also für mich liest sich das bei euch alles völlig normal. Kein Ahnung, ob sie ein "Fall" für die Krankengymnastik ist - ich habe das bisher eigentlich nur von Kindern gehört, die sich mit 6 Monaten noch nicht gedreht haben.

    Ich glaube und wünsche dir, dass dein Kind bald losrobbt - dann wird es besser!!

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    AW: unzufriedenes Baby, unglückliche Mama

    Zitat Zitat von viv_1980 Beitrag anzeigen
    Den Vorschlag mit der Krankengymnastik hat mir meine Kinderärztin auch gemacht. Aber ich bringe doch mein gesundes topfittes Kind nicht zur Krankengymnastik?!
    Als (Erst-)Mutter weiß man aber doch nicht unbedingt, ob das Kind topfit ist? Schließlich hat der Physiotherapeut eine Ausbildung und außerdem viele Kinder gesehen und kann einem dann gleich sagen, ob alles passt oder Behandlungsbedarf besteht.

    Ich war mit meinem Vierjährigen im Grunde seit seiner Geburt drei Jahre lang durchgehend bei der Physiotherapie. Das ist ja nicht wie bei Erwachsenen! Sondern da wird gespielt, balanciert, gehüpft, geklettert, geschaukelt, im Bällebad getaucht, in einer Kiste mit getrockneten Bohnen gespielt, ...

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    AW: unzufriedenes Baby, unglückliche Mama

    Die Tussi hat sich damals erst mit 8 Monaten wirklich gedreht, davor eher per Zufall. Als das dann ging, hat sie sich so auch fortbewegt, kullerte durch die Gegend. Gerobbt ist sie erst mit gut 10 Monaten, kurz vorm 1. Geburtstag lernte sie krabbeln und selbst aufzusitzen.
    Ich hab nie an Physio gedacht, ehrlich gesagt. War halt ihr eigenes Tempo! Also ob da immer wirklich was getan werden muss um statistische Pläne zu erfüllen, weiss ich nicht. Mir kommen viele Therapien für Babies und Kleinkinder vor, als wären sie hauptsächlich zur Beruhigung der Eltern gedacht.
    Nix für Ungut, gibt natürlich auch berechtigte Fälle und ich will das auch nicht ins Lächerliche ziehen! Mich stört nur was wie: wenn Baby mit x Monaten nicht dies und jenes kann, dann...

    Achso, gelaufen ist die Tussi auch erst mit knapp 18 Monaten - das hat mich nur etwas genervt, weil sie immer an unseren Händen gehen wollte, aber da war ich schon dran gewöhnt, dass sie Sachen erst kann, wenn sie sie kann

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