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    AW: Verwandtschaft wird zum Problem

    Zitat Zitat von Loriotta Beitrag anzeigen
    Bis jetzt überwiegt ja die Kritik bzw das Nicht nachvollziehen können, gibt es denn hier auch Frauen, die ähnliche Gefühle wie ich haben oder hatten?
    Loriotta
    ja, ich hatte ähnliche gefühle bei einem männlichen verwandten, aber warf sie mir selbst als kleinliche haltung vor. leider war die skepsis mehr als berechtigt.


    aus meiner erfahrung rate ich dir, nimm dein gefühl ernst, gehe damit gestaltend um. setze der oma grenzen, innerhalb derer sie frei ist, die sie aber nicht überschreiten darf.
    die absolute grenze heisst, respekt vor dir, respekt vor den bedürfnissen der kleinen, wozu auch sehnsucht nach einer oma gehört.

    drücke die kleine deinem mann mal in die hand, gehe mit schwiegermutter in ein kaffeehaus, rede dort mit ihr.
    und mache das mindestens drei mal im jahr, gehe auch mit ihr in einen erziehungsvortrag der volkshochschule, oder in die elternschule, falls es bei euch so etwas gibt.


    erkläre ihr, wie du es siehst, wo du die oma unersetzlich findest, warum du welche erziehungsmethode pflegst, was du derzeit sicher gar nicht zulässt und warum, wo du zwar noch schwierigkeiten hast aber tolerant bist. bitte sie, dir zu sagen, wie sie das baby anziehen, was sie mit ihr spielen, in welchen mass sie mit ihr zärtlich und verwöhnender als du sein wollte. dann gewähre ihr ein paar sonderrechte, zum beispiel, dass sie für bestimmte anlässe die kleidung aus dem schrank suchen darf.


    formuliere klar, womit sie für dich derzeit eine entlastende stütze wäre, wenn sie da ist, zum beispiel, wenn sie im spieleck mit der kleinen zusammen etwas machen, ihr vorlesen, vorsingen würde, oder mit dem kinderwagen (und kind ) spazieren ginge. beim tisch dagegen möchtest du wieder entscheiden. das alles nur als beispiele.
    beende du die vereinbarten exklusivzeiten, mit klaren ansagen: danke schwiegermama, dass du mir ermöglicht hast in ruhe zu kochen. das baby möge jetzt etwas an ein alleine spielen lernen herangeführt werden. nachher ist wieder gemeinsame zeit.

    mache ihr klar, dass du es künftig "zwischen euch erwachsenen" besprechen möchtest, wenn es etwas zu klären gibt. vor dem kind soll diskussion nicht passieren, also keine bemerkung mehr zum kleinen mädchen, mama habe es zu wenig dick angezogen.

    es darf auch nichts hinterrücks geschehen, da kein wettbewerb sein soll. sie wird nicht geholt, weil sie die bessere mutter wäre, sondern weil sie die einzige unersetzliche oma von kindespapas seite ist. ihre rolle bleibt konkurrenzlos, sie ist neben den eltern die nächste verwandte.
    Geändert von legrain (29.12.2013 um 04:29 Uhr)
    lg
    legrain

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    AW: Verwandtschaft wird zum Problem

    sage zur oma, änderungen bei den regeln sind immer möglich, wenn entweder die zeit dafür reif ist, oder wenn die begründung für eine gewünschte umplanung gut formuliert ist.
    lg
    legrain

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    AW: Verwandtschaft wird zum Problem

    Zitat Zitat von Loriotta Beitrag anzeigen
    Ich habe Angst, dass meine Maus ihr neuer Lebensinhalt sein soll,
    Nicht unberechtigt.

    Als meine Schwester ihre Kleine gekriegt hat, hat meine Mutter angefangen zu spinnen. Einer ihrer besten Hämmer: Meine Eltern hatten die Kleine bei sich während meine Schwester aus gesundheitlichen Gründen in Kur war. Wegen der Dauer des Aufenthalts waren natürlich nahezu sämtliche Kindersachen bei den Eltern. Als meine Schwester die Kleine abholen wollte, weigerte sich meine Mutter, weder Kind noch Zubehör herauszurücken. Der Wahnsinn trat ein. Meine Schwester hat sich letztendlich das Kind geschnappt und ist nur mit dem Mädel abgehauen, sie hatte noch mehr als 100 km Fahrt nach Hause. Die Kindersachen musste sie zurücklassen. Um die Kisten gab es später noch heftige Kämpfe, gefolgt von jahrelanger Funkstille und Familienzerrüttung im Rundumschlag, denn dann ging die Ausheulerei von allen Seiten bei mir los, einschließlich stundenlangem Telefonterror an meinem Arbeitsplatz.

    Was der Aufstand denn sollte, hab ich meine Mutter gefragt. "Aber das ist doch auch MEIN Kind! Ich war schließlich bei der Geburt dabei!!"
    Da fällt mir nix mehr ein, und ich hab dem Irrenhaus ebenfalls für mehrere Jahre den Rücken gekehrt.

    Angefangen hatte das Ganze ähnlich wie von Loriotta beschrieben.

    Loriotta, einige der Vorschreiberinnen haben hervorragende Tipps abgegeben. Knuddelei und Überschwang während der paar Stunden Besuchszeit sollten großherzig und eifersuchtsfrei zugestanden werden, insbesondere wenn sich deine Tochter dabei wohlfühlt. Die Bemerkungen und Seitenhiebe deiner Schwiegermutter lösen bei mir jedoch ein akutes Déjà vu aus und es sind meiner Meinung nach in der Tat ein ernstes Gespräch und einige Spielregeln angesagt (siehe legrains Post). Kein Wunder, dass eure Beziehung immer mehr vergiftet wurde.
    Geändert von Strunzhuhn (29.12.2013 um 04:14 Uhr) Grund: Kleine Einfügung gemacht

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    AW: Verwandtschaft wird zum Problem

    Zitat Zitat von Strunzhuhn Beitrag anzeigen
    Nicht unberechtigt.

    Als meine Schwester ihre Kleine gekriegt hat, hat meine Mutter angefangen zu spinnen.
    strunzhuhn, ich bin dein fan!

    mütter brauchen parteiische menschen, die die erlebten dinge beim namen nennen!
    Geändert von legrain (29.12.2013 um 04:34 Uhr)
    lg
    legrain

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    AW: Verwandtschaft wird zum Problem

    Interessantes Thema, mir graut jetzt schon, wenn wir mit Baby das 1. Mal Schwiegas besuchen (mein Verhältnis ist da eher gespannt ....)

    Zitat Zitat von Entchen Beitrag anzeigen

    Kurzes ps zu mir: bei menschen, die ich zur begrüßung in den arm nehme, habe ich kein problem, wenn sie mein baby im arm halten. die menschen, denen ich nicht zu nahe kommen möchte, sollen bitte auch nicht mein baby halten.
    So geht es mir sowohl mit Schwiegermutter als auch -vater ....

  6. Inaktiver User

    AW: Verwandtschaft wird zum Problem

    Hallo Loriotta,

    klingt, als hätten wir ähnliche Schwiegermütter...
    Allerdings habe ich das völlig anders "gelöst", das mag aber auch damit zusammenhängen, dass ich noch nie so sehr große Probleme hatte, meinen Sohn "aus der Hand zu geben". Maßgabe ist für mich wie er reagiert, und wenn er nicht fremdelt ist alles gut.
    Ihr Gehabe ums Kind macht mich wahnsinnig, daher habe ich schon öfter Abstand gesucht. Eines der ersten Male als sie ihn auf dem Arm hatte, bin ich rausgegangen und habe Kaffee gekocht. Klar war das im ersten Moment ein komisches Gefühl, ihn in dieser Situation, die mein Bauch mit seinem Unwohlsein als "Gefahrensituation" kategorisiert hat zu lassen, aber erstens war ich mir sicher, dass nicht wirklich eine Gefahr besteht und zweitens stand mein Mann daneben und ich war keine 3 m entfernt. Bei anderen richte ich mich eher nach meinem Bauchgefühl, bei der Schwiegermutter finde ich es aber schwerer als bei jedem anderen, ihr das Kind nicht zu überlassen, sie ist nunmal die Oma. Und dass ich sie nicht mag, ändert leider nichts daran (und eine "Entführung" ist bei uns nicht zu befürchten).

    Seit er ca. 8 Monate ist, darf sie einmal die Woche 2-3 Stunden auf ihn aufpassen. Wie gesagt - ich habe keine Sorge, dass ihm was passiert, aber ich kann sie und auch sie mit ihm schwer ertragen. Mein Sohn scheint dabei einen Riesenspaß zu haben. Alles, was sie mir dann danach erzählt, macht mich dann wieder wahnsinnig, sie scheint z.B. seine Fähigkeiten abzutesten und zu testen, ob er auch bei ihr Dinge macht, die er bei mir macht wie am Bein hochziehen (ja, es scheint, die Gute ist tatsächlich eifersüchtig auf mich, ein ziemlich sinnloser Wettbewerb, den ich nur gewinnen kann). Aber es scheint derzeit allen Beteiligten (v.a. dem Kleinen und Oma) gut zu tun, also läuft es weiter.

    Was mir zu dem "wie an die brust legen" noch einfällt: Auch ohne dass man das will, ergibt sich das doch meistens, wenn man ein liegendes Baby auf dem Arm hat. Bei uns war das nämlich immer andersherum: Schwimu hat den Kleinen auf dem Arm, er dreht seinen Kopf, der damit natürlich in Brustnähe ist und sie hat dann immer ganz peinlich berührt gekichert und gesagt "hihi, nein, da ist nicht, was Du willst, dazu musst Du zu Mama"

    Was ich sehr gut verstehen kann ist Dein Unwohlsein, wenn Du gedrängt wirst. Sowas bringt mich auch auf die Barrikaden. Allerdings schließe ich mir hier den Vorrednerinnen an, die vorschlagen, das mit Deiner Schwiegermutter zu besprechen bzw. Dir zu überlegen, ob es nicht doch einen Modus gibt, wie Du Dir mehr (Körper)kontak nach "Deinen Regeln" vorstellen kannst.

    Und zu den 1000 schlauen Tipps von Omas: Zuhören, nicken und vergessen bzw. hinterher drüber lästern.

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    AW: Verwandtschaft wird zum Problem

    Oha ein kritisches Thema was ich mal in meine Leseliste aufnehme
    Mir graut nämlich auch schon vor meinem erstem Kind und meinen Schwiegereltern. Ich habe nämlich auch ein angespanntes Verhältnis.

    Jetzt erlebe ich sie bei dem Bruder meines Freundes und dessen Kindern und bin jedesmal völlig irritiert wie es dort abgeht und was sich Oma oder besser Opa da jedesmal anmaßt. Oma ist glaub ganz okay aber Opa ist merkwürdig
    Es gibt da echt Dinge da wurden mir bei meinem Kind die Nerven durchgehen. Ist mir klar das Oma und Opa auch Anrecht aufs Kind haben. Wobei da Wort Anrecht mit schon sauer aufstößt. Schließlich haben sich mein Partner und ich ein Kind gewünscht. Kann mich nicht erinnern das irgendwo steht das die wünsche der Großeltern maßgeblich für Kinderwunsch sind. Aber egal
    Wenn ich ständig so blöde Kommentare höre wo Kritik an der Mutter kommt werde hoch auch stinkig. Und wenn dann angesprochen ist was erlaubt ist und permanent dagegen verstoßen wird und zwar vor meinen Augen und mit den Sätzen "wir dürfen das wir sind Oma und Opa" nein danke

    Ansonsten würde es mir persönlich auch nicht einfallen das kleine Baby von meinem Bruder einfach zu nehmen. Da warte ich auch bis ich gefragt werde.

    Ich lege auch viel wert auf ein gutes Verhältnis zwischen Kind und Großeltern. Aber mich erschreckt machmal echt wie maßlos es da zugeht. Großeltern dürfen alles. Egal welches Erziehungsmodell gelebt wird, es wird prinzipiell anders gemacht usw

    Hör auf dein bauchgefühl. Aber sprich erst mit deinem Partner und dann deiner Schwiegermutter. Vielleicht klärt sich dann alles etwas auf

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    AW: Verwandtschaft wird zum Problem

    Strunzhuhn ich finde es sehr gefährlich, wenn du Loriotta mit dieser absolut krassen Geschichte in ihrer Unsicherheit bestärkst. mal ehrlich: wie oft kommt bitte so ein (entschuldige deiner Mutter gegenüber aber anders kann es nicht sein) krankes Verhalten einer Oma vor??? Deine Mutter hat ganz offensichtlich ein großes psych. Problem, das man doch wirklich nicht allen anderen hilfsbereiten und liebevollen Omas und Opas anlasten kann.

    Meint ihr nicht, dass es für die Kinder einfach wunderschön ist, auch Zeit mit den Großeltern zu verbringen, die naturgemäß einiges anders machen als man selbst. Genau das stärkt Kinder: die Erfahrung, dass es ihnen nicht nur bei Mama gut geht und sie werden nicht verzogen, nur weil es mal Ausnahmen bei Oma gibt (z. B. Thema Süßigkeiten). Kinder können das sehr gut unterscheiden.
    Wie traurig, wenn ihr eure Kinder so sehr an euch klammert und sie diesen Erfahrungen beraubt.

    Und ich weiß ja nicht, wie die Kinderbetreuung geplant ist, aber für Tagesmutter oder Kindergarten wäre der normale Umgang mit Omas und Opas für dich und deine Tochter eine gute Übung, Loriotta.

    Hast du denn früher Kontakt zu deinen Großeltern gehabt? Und wenn ja, wie war das bei dir und deinen Eltern?
    Mussten deine Großeltern auch fragen, wenn sie mit dir in ein anderes Zimmer wandern wollten? Das kommt mir immer noch so unglaublich unnatürlich vor. Und nochmal: es geht hier ja nicht um ein Neugeborenes.

    Und wie ist bei deinem Freund? Vertraust du ihm vorbehaltlos? "Darf" er mit eurer Tochter alles so machen, wie er es für richtig hält? Also auch mal anders als du? Und bei deiner Familie? Auch wenn sie weiter weg wohnt, wie ist es für dich, wenn deine Familie die Kleine auf dem Arm hält?
    Sommerkind 2007

    Sommerkind 2013

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    AW: Verwandtschaft wird zum Problem

    Jenufa: oh jaaaaa, Ohren auf Durchzug und abends mit dem Partner über die Oma ablästern kenne ich nur zu gut :-) hihi.
    Genau so geht es mir auch manchmal: Meine Mutter (sie kann absolut nicht singen) singt meinem kleinen Sohn ganz peinliche Kinderliedchen vor und er kräht vor Vergnügen. Ich gehe dann auch oft raus :-)
    Aber schaden tut es weder meinem Sohn noch mir. Außer meinen Ohren...

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    AW: Verwandtschaft wird zum Problem

    Hallo Loriotta,

    gibt es jemanden, zB deinen Freund, dem du die Kleine ohne Probleme und gerne abgibst? oder ist ein Teil des Problems vielleicht auch, das Kind überhaupt abzugeben?

    Die Bemerkungen würden mich auch stören. Da hilft meines Erachtens nur, die Ohren auf Durchzug zu stellen.

    Allerdings: ich verstehe auch nicht, wieso die Oma ihr Enkelchen nicht auf den Arm nehmen darf und verstehe gut, das sie das gerne möchte. Ich finde auf der Decke neben dem Kind sitzen auch nicht gleichwertig.

    Das mit dem Zimmer verlassen......Sag, daß du das nicht möchtest.

    Fremdelt deine Kleine schon? Meine hat jetzt damit angefangen und zeigt sehr, sehr deutlich, bei wem sie auf dem Arm sein möchte und bei wem nicht! Solange das Kind sich wohlfühlt, spricht doch tatsächlich nichts dagegen, wenn du zB mal in Ruhe essen kannst und sie bei der Oma im Arm ist?

    Und: wenn euer Verhältnis vorher gut war, würde ich auch nochmal darüber mit ihr reden.
    Kleine Raupe Mai 2013

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