Danke schon mal für die bisherigen Antworten!
@entchen: Natürlich fände ich absolutes Desinteresse nicht besser! Aber mir wäre es lieber, wenn ich von mir aus auf sie und andere zugehen könnte, um zu sagen, willst du die Kleine mal nehmen. Ich würde gerne anbieten statt auf Forderungen eingehen zu müssen.
Das meinte ich mit "Tempo bestimmen" - ich brauche einfach etwas Zeit, mich damit anzufreunden, dass andere auch Ansprüche an mein Kind stellen dürfen...
Ich habe bei den Verwandten, die ganz locker damit umgehen, wesentlich weniger Schwierigkeiten, die Kleine abzugeben.
Ich glaube, bei mir spielen verschiedene Aspekte eine Rolle, die - vielleicht auch unfairerweise - der Schwiegermutter angelastet werden. Zum Beispiel tut es mir sehr leid, dass meine Familie so wenig von meinem Kind miterlebt und demzufolge wohl auch eher die familiäre Seite meines Freundes für meine Tochter eine Rolle spielen wird.
Dann gibt es Dinge, die ich kritisch sehe, wenn ich den Umgang mit den anderen Enkeln sehe: Ich bin halt kein Freund von "bei Oma ist alles erlaubt" und von Bestechungen mit Süßigkeiten (vor allem wenn dann noch alle in der Familie jammern, dass sie zu dick sind etc) - da sehe ich vielleicht schon die nächsten Probleme kommen und lasse diese beim Rumtragen-Problem mit einfließen.
Ich bin jedenfalls dankbar für eure Meinungen, die mich das Ganze vielleicht etwas lockerer sehen lassen werden.... Hoffe ich. Es bringt mich jedenfalls zum Nachdenken...
Bis jetzt überwiegt ja die Kritik bzw das Nicht nachvollziehen können, gibt es denn hier auch Frauen, die ähnliche Gefühle wie ich haben oder hatten?
Loriotta
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Ergebnis 11 bis 20 von 83
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28.12.2013, 23:18
AW: Verwandtschaft wird zum Problem
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28.12.2013, 23:29
AW: Verwandtschaft wird zum Problem
Loriotta, ich sehe ehrlich gesagt keine "Ansprüche von anderen an dein Kind", sondern eher einen Besitzanspruch von Dir an Dein Kind. Mit 7 Monaten konnte mein Kind schon sehr deutlich zeigen, was und wen es mochte und was nicht und das habe ich akzeptiert. Motzte es, war es sofort wieder bei mir, aber es mochte andere Menschen prinzipiell sehr gern. Ist das vielleicht ein Weg für Dich: Mehr auf Dein Kind zu gucken, wobei es sich wohlfühlt?
Wie in meinem ersten Post schon geschrieben - das Gefühl kenne ich prinzipiell, hatte es aber immer nur bei Personen außerhalb von Familie und Freundeskreis (sprich: Ärzte und wildfremde Menschen auf dem Spielplatz). Und da ist es heute sogar noch so, dass ich zusammenzucke, wenn jemand aus dieser Kategorie meinem Kind unnötig nahe kommt. (Kind ist bald 3 Jahre alt.)
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28.12.2013, 23:32
AW: Verwandtschaft wird zum Problem
Loriotta, wenn jdm zu sehr fordert, kann man schon mal eher dicht machen.
Geändert von Mailine (29.12.2013 um 00:49 Uhr)
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28.12.2013, 23:44
AW: Verwandtschaft wird zum Problem
Hmm, auch ich finde ehrlich gesagt, dass deine Haltung etwas befremdliches hat, dass du Panik bekommst, wenn die Oma ihre Enkelin in deinem Beisein in ein anderes Zimmer trägt! Was befürchtest du denn dabei ganz konkret? Dass deine Tochter entführt wird? Dass ihr im Nachbarzimmer ohne dich etwas zustößt? Doch nicht im Ernst. Klar bist du die Mutter und darfst über dein Kind bestimmen, aber ich finde, deine Vorstellungen gehen deutlich zu weit. Deine Schwiegermutter ist bereits 5fache Oma und hält nicht zum 1. Mal ein Kind auf dem Arm. Und wie schon gesagt wurde, sie hat doch mittlerweile keine andere Wahl, als sich einen Vorwand auszudenken, um ihre kleine Enkelin auf dem Arm halten zu dürfen. Mal ehrlich: wie stellst du dir denn später vor, wie du als Oma für dein Enkelkind da sein darfst? Nur aus der Ferne betrachten? Und erst zur Kindergartenzeit mal langsam näheren Kontakt? Warum? Wärst du nicht auch sehr verletzt, dass dir so viel Misstrauen entgegen gebracht würde? Findest du es nicht völlig normal, dass die Oma ihr Enkelkind herzen und drücken möchte? Weshalb sollte es allein dir vorbehalten sein? sie ist doch schon 7 Monate alt und nicht mehr so zerbrechlich... Ich finde es schade für deine Tochter, weil sie sehr bald merken wird, dass es dir überhaupt nicht recht ist, wenn sie Kontakt zu ihrer Oma hat.
Die Kritik deiner Schwiegermutter ist sicher nervig (du kannst dir allerdings nicht vorstellen, wie sehr meine Mutter auch bei meinem 2. Kind alles besser weiß als ich, das nervt tierisch, da kann ich dich vollkommen verstehen!) aber das steht doch auf einem ganz anderen Blatt. Kann es sein, dass du sie einfach nicht magst und ihr deshalb einen engen Kontakt verbieten möchtest? So wird es ihr gegenüber zumindest rüber kommen... Solange sie einigermaßen vernünftig mit deiner Tochter umgeht (und dämliche Babysprache gehört bei Omas leider oft dazu und man muss manchmal die Ohren auf Durchzug stellen) würde ich ihr die Kleine mal zwischendurch überlassen. Meine Mutter hat meine beiden Söhne bereits als Babys sogar mal eine ganze Nacht übernommen, damit ich mal durchschlafen konnte, was bin ihr ihr dankbar dafür!
Ich hatte immer ein ganz tolles Verhältnis zu meinen Großeltern und war dort auch allein schon im jüngsten Kindesalter. Das hat zum Vertrauen und der Liebe ihnen gegenüber sicher beigetragen. Wenn ich mit vorstelle, dass meine Mutter ein Problem damit gehabt hätte, dass meine Oma mit mir von der Küche ins Wohnzimmer gegangen ist, meine Güte, welch seltsamer Gedanke!
Und auch meine Mutter hätte mich sicher für verrückt erklärt, wenn ich ihr verboten hätte, mein Kind ohne mich vom Bad ins Kinderzimmer zu tragen (nachdem sie das Kind gewickelt hat :-)).
Bitte tu dir und deiner Tochter den Gefallen und lass auch mal andere liebe Menschen an dein Kind.
Was sagt dein Partner eigentlich dazu?
Ich hoffe, dass sich die Situation für dich bald entspannt...
LG
Prinzessin
Sommerkind 2007 
Sommerkind 2013 
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28.12.2013, 23:55
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28.12.2013, 23:58
AW: Verwandtschaft wird zum Problem
Loriotta, bzgl Anspruch dir gegenüber deinem Kind fällt mir noch ein: dein Kind hat nicht nur Anspruch auf Mama und Papa, sondern (sofern vorhanden) auch auf Oma, Opa, Tante etc...
Meine Kinder haben leider überhaupt nur noch eine Oma und keinen Opa, DAS macht mir und meinem Mann manchmal echt zu schaffen, weil es einfach traurig ist. Wie gern hätte ich für meine Kinder noch weitere Familienmitglieder, die sie lieb haben.
@ vox: es hört sich jedoch so an, als würde die Oma bis heute auf ein Angebot warten. Und bzgl Hoheit der Mutter: meine Güte, um was geht es denn? Das ist leider ein sehr neuer (hoffentlich nicht) "Trend" dass nur die Mama gut fürs Baby ist... Ein mir äußerst befremdlicher Gedanke. Es geht hier doch nicht um eine fremde Frau auf der Straße, sondern um die Großmutter des Kindes!Geändert von -Prinzessin- (29.12.2013 um 00:09 Uhr)
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29.12.2013, 00:04
AW: Verwandtschaft wird zum Problem
Wie war denn dein Verhältnis zu deinen Großeltern ?
Wie war das Verhältnis deiner Mutter zu ihren Eltern und Schwiegereltern ?Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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29.12.2013, 00:12
AW: Verwandtschaft wird zum Problem
Loriotta
Kann es sein, dass da ein (Ohn-)Machtkampf zwischen Dir und der Schwiegermama stattfindet? Dass sie (zu viel) Kontrolle über Dein Kind will, bzw. Du das fürchtest?
Die Bemerkungen "Was hast Du nur für eine Mama" finde ich auch daneben. Hört sich sehr nach Machtkampf an. Der Sprecher weiß in so einem Moment nämlich ganz genau wie treffend solche Worte sein können. Oder gar sollen. Ohne jetzt etwas unterstellen zu wollen. Und als Neu-Mami ist man eben nicht selten damit unter Druck gesetzt (bzw. setzt sich selbst darunter) und steht zwischen alles-richtig-machen-wollen und oft gar nicht wissen was richtig ist weil man selbst noch am ausprobieren ist.
Dass das Kind auf der Naht lag ist meines Erachtens nicht erwähnenswert. Kann aber viel auslösen.
Was hättest Du gerne stattdessen? Wie sollte sie reagieren? Welches Gefühl hast Du wenn sie das Kind mit aus dem Zimmer nimmt? Welches Bedürfnis steckt dahinter?***Mit den zwei süßesten Rockern (4 & 6) im Arm und unserem Schneeflöckchen im Herzen***
* * * Bino von Engel09 * * *
* Dance as if no one were watching, sing as if no one were listening and live every day as if it were your last *
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29.12.2013, 00:54Inaktiver User
AW: Verwandtschaft wird zum Problem
Loriotta, wir haben uns zu der Thematik ja schon in einem anderen Strang ausgetauscht und ich verstehen Dich gut.
Ich denke, hier gibt es einen Clash der Generationen. Die Älteren waren es gewohnt, dass Kinder als ¨Gemeinschaftsprojekt¨ oftmals in einem Mehrgenerationenhaus innerhalb der Familie großgezogen wurden. Familien hatten häufig mehrere Kinder und Cousins, Cousinen, Tanten und Großeltern wurde noch ein ganz anderer Rang eingeräumt als heute, sie hatten also auch andere Rechte.
Heute ist vieles anders und ja, auch die Befindlichkeiten der Mütter haben sich geändert. Und ehrlich gesagt, z.B. für meine Mutter (mit der ich ein sehr gutes Verhältnis habe) und auch meine Geschwister, sowie für gute Freunde war es selbstverständlich, am Anfang zu fragen, bevor sie mein Baby angefasst haben. Das ist auch sinnvoll, denn wer weiß, vielleicht ist es erkältet, fremdelt gerade, ist gerade müde, etc. Gerade ein Schreibaby muss man ja z.B. darauf achten, dass es nicht überreizt ist und da wären viele aufeinanderfolgende Aufenthalte auf anderen Armen eher kontraproduktiv für die Abend- und Nachtruhe.
Meine Schwiegermutter hat dagegen auch etwas sehr forderndes an sich, womit ich Probleme habe. Mir war es etwa sehr unangenehm, als sie in meiner Schwangerschaft ankündigte, jetzt ein Reisebettchen für den Kleinen besorgen zu wollen - damit er mal bei ihnen schlafen könnne. Da war ich wirklich etwas sauer. Denn in welchem Alter das Baby zum ersten Mal über Nacht außer Haus ist, das ist ja immer noch unsere Entscheidung und steht auch in den ersten Lebensjahren für mich überhaupt nicht zur Debatte (außer, ich übernachte samt Wicht außer Haus, aber das ist natürlich etwas anderes).
Loriotta, ich mag es eigentlich nicht, Dinge zu den eigenen Lasten zu psychologisieren. Aber ich denke schon, dass zumindest ich, eine sehr liebevolle aber auch noch sehr unsichere Mama bin. Und mein Beglucken des Wichts hängst sicher auch damit zusammen, dass ich irgendwie den Bogen noch nicht hundertprozentig raus habe. Deshalb ärgern mich ¨lustige¨ Kommentare seitens meiner Familie (¨Deine Mama hat Dich zu warm angezogen/lässt Dich zu spät schlafen gehen¨, etc.) auch sehr. Vielleicht ist das bei Dir auch der Fall? Aber nichtsdestotrotz, es sind Deine Gefühle. Nimm sie ernst und wenn es nötig sein soll, rede mit ihr drüber. Und entgegne blöden Kommentaren sofort etwas und schucke sie nicht, um Dich später zu ärgern.
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29.12.2013, 01:16Inaktiver User
AW: Verwandtschaft wird zum Problem
Loriotta, deine Schwiegermutter könnte sich besser auf deine Wünsche und Bedürfnisse einstellen, wenn du ihr sagst, wie du dir den Umgang vorstellst. Wenn du ihr bei einer Tasse Tee erzählst, dass du ihr lieber anbieten möchtest, das Enkel zu halten, dann weiß sie, woran sie ist.
Momentan ist dein Verhalten nicht nachvollziehbar und das setzt alle unter Druck, weil es jeder richtig machen möchte und keiner weiß, was du als richtig ansiehst. Reden hilft und dann kannst du dich auch entspannen, weil du merkst, dass sie sich an deine Vorgaben hält.


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