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  1. Registriert seit
    16.11.2010
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    Das zweite Kind

    Hallo zusammen,

    inspiriert vom Strang "Das dritte Kind", eröffne ich jetzt mal einen Strang für alle, die das Thema "Nr. 2" umtreibt.

    Bei mir war es so, dass ich lange nicht wusste, ob ich überhaupt ein Kind wollte. Dann "Ok, aber erstmal eins und gucken, wie es damit läuft". Das erste Jahr nach Geburt unserer Tochter "Oh Gott, niemals ein zweites Kind!!!". Und jetzt... ist sie 20 Monate alt und ich merke voller Erstaunen, dass ich zum ersten Mal ein wenig neidisch-wehmütig auf schwangere Bäuche gucke. Ich war echt gerne schwanger, auch wenns anstrengend war. Es war eine schöne und besondere Zeit.

    Die ersten Monate mit der Kleinen fand ich hingegen ziemlich furchtbar, auch wenn sie eigentlich recht pflegeleicht war, gut geschlafen und wenig geschrien hat. Aber mir ist es sehr schwergefallen, "plötzlich" eine Mama zu sein, ich hatte eine ganze Weile das Gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein.

    Mittlerweile hat sich alles prima eingespielt und der Alltag läuft, auch wenn es anstrengend ist. Dass ich Job, Kind, Partnerschaft, Freundschaften und auch noch ein wenig Sport unter einen Hut kriege, ohne komplett fertig zu sein, ist mir wichtig und macht mich glücklich.

    Irgendwie (aber noch nicht so richtig dolle) hätte ich schon gerne ein zweites Kind, aber zur Zeit überwiegt noch der Wunsch, die derzeitige Situation zu genießen bevor durch ein evt. zweites Kind wieder alles durcheinander gerät / geraten würde...

    Ich muss sagen, ich hab den Eindruck, alle um mich rum haben/wollen entweder keine Kinder oder gleich min. zwei Kinder - selbst die, die mit einem Kind schon am Anschlag sind. Die scheinen sich so sicher zu sein, dass sie ein zweites, drittes Kind auch wuppen können.

    Das bin ich mir irgendwie halt nicht so... Zumindest jetzt noch nicht.

    Mein Freund hätte eigentlich gerne ein zweites Kind, aber sieht auch, dass unsere Tochter ein ziemlich forderndes Exemplar ist (aus dem pflegeleichten Baby von damals ist ein ziemlich aktiver, schneller, lauter, cleverer, selbstbewusster und willensstarker Wusel geworden - ein tolles und witziges Kind, aber auch sehr anstrengend...) und hat Bedenken, ob uns zwei (vor allem von der Sorte...) nicht überfordern würden..

    Freue mich auf Austausch!
    filterkaffee

  2. Avatar von brighid
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    AW: Das zweite Kind

    ich bin aus dem alter mit kinderwunsch schon längerfristig raus- möchte aber etwas aus erfahrung dazu schreiben.

    meine eine schwester ist 1 1/2 jahre älter, die andere zwei jahre jünger als ich.

    meine eltern haben innerhalb von 4 jahren 3 kinder bekommen. und waren damit schlichtweg überfordert. sie haben getan was sie konnten.

    meine beiden sind 6 1/2 jahre auseinander, die meiner schwester sogar 7 jahre. die andere schwester hat nur ein kind.

    ich möchte dich ermutigen: lasse dir zeit. und geniesse jedes kind so wie er/sie ist.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  3. Registriert seit
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    AW: Das zweite Kind

    Hey filterkaffee,
    Ich bin schon in der 36. Woche mit dem 2. Kind. Der erste ist fast 16 Monate alt und fordert viel. Aber immerhin schläft er inzwischen gut. Als er so 6 Monate alt war, wusste ich plötzlich, dass ich unbedingt noch ein Kind will. Egal wie anstrengend die Zeit wird. Ich bin selbst kein einzelkind und weiß wie toll es ist Geschwister zu haben. Und die sollten für mich persönlich keinen zu großen altersabstand haben. So können sie mehr miteinander anfangen. Zwischendurch find ich die Schwangerschaft echt anstrengend und hoffe die letzten vier Wochen gehen schnell um. Aber ich freu mich auf den kleinen schatz! Und mein Mann auch. Irgendwie wird es schon gehen :-)

    Ich wünsch dir alles gute,
    Tini


  4. Registriert seit
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    AW: Das zweite Kind

    Hallo Filterkaffee,

    mein Sohnemann (jetzt knapp 2 Jahre und 10 Monate alt) war von Anfang an ein ziemlich forderndes Exemplar, und ist heute wie deine Tochter ein ziemlich wilder, fröhlicher Wusel. Als im Bekanntenkreis die ersten mit dem zweiten Kind schwanger wurden, als die "Großen" ca. ein Jahr alt waren, dachte ich nur "Um Gottes willen, wie kann man nur...!" Unser Kleiner hat zwar nachts gut geschlafen, ist aber spätestens um 05:30 Uhr wieder aufgestanden, was zur Folge hatte, dass wir Eltern dauermüde und zu nicht zu gebrauchen waren.

    Mir war immer klar, dass ich kein Einzelkind haben möchte, ich konnte mir in den ersten beiden Lebensjahren aber beim besten Willen nicht vorstellen, wann wir jemals so weit sein würden.

    Das hat sich ziemlich schlagartig mit dem 2. Geburtstag geändert: Das "Baby" konnte auf einmal sprechen und sagen, was es will. Das war eine vollkommen neue Erfahrung für mich, und das hat vieles leichter gemacht. Wir waren nicht mehr vom Kinderwagen abhängig, sondern konnten wieder mehr unternehmen als die beiden Jahre davor. Aus dem Baby war auf einmal eine richtige kleine Person geworden, die zwar auch ziemliche Bockphasen hat, womit ich aber besser umgehen kann als mit den Schreiattacken im Babyalter. Wir haben dann dem Frieden erst einmal nicht getraut, aber es wurde wirklich immer einfacher mit dem jungen Mann, so dass zuerst ich als auch dann irgendwann mein Mann uns auf einmal sehr gut vorstellen konnten, ein zweites Kind zu haben.

    Nun bin ich im 4. Monat schwanger, im Februar soll der Knirps kommen, so dass wir einen Altersabstand von 3 Jahren und 3 Monaten haben werden, was ich für uns für fast ideal halte.

    Was ich sagen will: Lasst euch einfach Zeit, es ändert sich so vieles so schnell. Ich weiß nicht, wie es bei euch im Umfeld ist, aber bei uns haben sehr viele nach 2 Jahren das zweite bekommen, was von vielen als der ideale Altersunterschied angesehen wird. Ich finde, jeder muss seinen eigenen Weg gehen.

    Alles Gute!
    Nachwuchs2010

  5. Avatar von Nocturna
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    AW: Das zweite Kind

    Zitat Zitat von filterkaffee Beitrag anzeigen
    Das bin ich mir irgendwie halt nicht so... Zumindest jetzt noch nicht.
    Ich glaube dir kein Wort.
    Allein schon hier:
    Zitat Zitat von filterkaffee Beitrag anzeigen
    Und jetzt... ist sie 20 Monate alt und ich merke voller Erstaunen, dass ich zum ersten Mal ein wenig neidisch-wehmütig auf schwangere Bäuche gucke.
    oder hier:
    Zitat Zitat von filterkaffee Beitrag anzeigen
    Irgendwie (aber noch nicht so richtig dolle) hätte ich schon gerne ein zweites Kind, aber zur Zeit …
    Die Sache ist doch schon durch, nur der richtige Zeitpunkt muss sich noch finden. Das ist zumindest meine Einschätzung, nachdem ich deine Zeilen gelesen habe.

    Ich war in der seltenen Konstellation, in der mein Mann sehr gerne noch ein zweites Kind gehabt hätte, ich aber definitiv nicht. Ich bin nicht mal ansatzweise ins Grübeln gekommen, kein Gucken auf andere Bäuche oder sonstige romantische Anwandlungen irgendwelcher Art. Für mich war klar, eines reicht, mehr kann und will ich persönlich nicht wuppen, obwohl die äußeren und auch materiellen Umstände absolut ideal gewesen wären.

    Ich bin strikt dafür seinem Bauchgefühl in dieser Angelegenheit zu folgen, egal ob das zu einem, zwei, noch mehr oder keinem Kind rät.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  6. Avatar von Zeehund
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    AW: Das zweite Kind

    Hallo Filterkaffee,

    ich hops mal aus dem 3. Kind-Strang rüber.

    Ich weiß ganz genau, was Du meinst. Ich war mit dem "plötzlich" Muttersein mehr als bedienst. Ich hatte mir das Leben mit Kind nicht auf rosa Wolken ausgemalt, aber das erste Jahr hat alles Erwartete übertroffen.

    Eine Achterbahnfahr der Gefühle. Ich war nie so müde, gelangweilt, verliebt mit Haut und Haar, besorgt, stolz, wütend, traurig, glücklich, ängstlich oder erfüllt wie in diesem Jahr.

    Das ist beim zweiten Kind viel besser. Du weißt, was aus Dich zukommt (aus Erfahrung, nicht von Erzählungen) und hast ein Kind schonmal durch die harte erste Zeit gebracht.

    Ich fand das zweite Kind einfach nur toll! Es war eine wirklich entspennte Erfahrung ein 2. Kind zu bekommen. So schön!

    Die Anstrengung merke ich vor allem in Organisatorischen Dingen, es muß eben mit noch mehr Bedürfnissen jongliert werden, aber das ist es wert. Es fühlt sich so gut an mit mehr als einem Kind.

    Also, wenn der Bauch sagt, es soll sein, dann nur zu,

    Grüße von Zeehund
    2 Seehundkinder zu Hause (6 & 3 Jahre)

    Hofft auf einen Juni-Heuler...

  7. Avatar von Katzentier
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    AW: Das zweite Kind

    Danke für diesen Strang, Filterkaffee, ich hatte selbst schon überlegt, einen zu eröffnen, da ich mich die gleichen Gedanken "umtreiben". Ich habe schon im "Dritte-Kind-Strang" mitgelesen, aber so richtig finde ich mich mit meinen "Sorgen" da auch nicht wieder, denn ein 3. Kind käme für mich nicht in Frage, da ich ja nicht einmal sicher bin, ob ich mir/uns ein zweites zutraue.

    Mir ging es ähnlich wie Dir oder auch Zeehund....ich bin nicht total naiv schwanger geworden, da eine gute Freundin von mir zu dem Zeitpunkt bereits 3 kleine Kinder hatte und mir durchaus bewusst war, dass es kein Zuckerschlecken wird mit einem Baby.
    Dass das erste Jahr dann doch so hart wird...ehrlich gesagt fand ich die Geburtsschmerzen schon so schlimm (obwohl ich wirklich eine schnelle und komplikationslose spontane Entbindung hatte ), dass ich direkt danach sicher war, kein weiteres Kind kriegen zu KÖNNEN....und eigentlich wollte ich immer zwei Kinder haben und hab nie von einem EInzelkind geschwärmt.

    Kitty war ein Schreibaby, mit dem ich die meiste Zeit alleine war und ich fand das erste Jahr sehr sehr anstrengend....körperlich, psychisch...und das allein war es nicht. Mich hat die Verantwortung für dieses kleine zarte Wesen schier erdrückt.
    Ständig hatte ich Angst, dass ich etwas falsch mache, dass ihr etwas passiert etc
    Ich hatte depressive Verstimmungen, mir fiel die Decke auf den Kopf, konnte mich zu vielen Dingen einfach nicht aufraffen, die ich mir vorher so ausgemalt hatte mit Baby zu erleben.....

    Als ich nach 16 Monaten wieder anfing zu arbeiten, Kitty endlich abgestillt war und durch schlief,...da ging es mir langsam besser und ich hab angefangen, die Zeit mit ihr zu geniessen und ibn heute sehr glücklich mit meiner kleinen Actionmaus.
    Nun geht sie seit kurzem in den Kindergarten und endlich habe ich mal einen Tag die Woche frei und nur für mich, in der ich mal etwas für mich tun kann oder eben auch einfach mla den Haushalt auf die Reihe bekomme ohne "Störung".
    Ich muss dazu sagen, dass mein Mann nur am WE nach Hause kommt und ich daher alles alleine wuppen muss. Familiäre Unterstützung haben wir auch nicht viel.....

    Und genau deshalb habe ich Probleme damit, mir ein zweites Kind vorzustellen....ich bin so glücklich, nun wieder ein paar Freiheiten zu haben, dass alles wieder einfacher läuft...und jetzt wieder von vorne anfangen?
    Andererseits sagt seit einigen Monaten mein Bauchgefühl etwas anderes. Während ich in den ersten zwei Jahren gedacht habe, ein zweites Kind kommt auf keinen Fall in Frage, stelle ich mir doch wieder öfter die Frage, wie es wäre, wieder ein BAby auf dem Arm zu haben, noch eine Schwangerschaft zu durchleben, würde es diesmal einfacher laufen und ich könnte die Babyzeit einfach anders und schöner erleben?

    Ich habe schon Angst, dass ich später mal bereue, wenn wir jetzt kein zweites Kind bekommen. Andererseits befürchte ich, dass ich mir und uns als kleiner Familie vielleicht zuviel "zumute". ES gibt eben vielleicht Frauen, die sich nicht dazu eignene, MEhrfachmutter zu sein...und ich hab manchmal das GEfühl, ich gehöre zu diesen Frauen und übernehme mich dann mit einem weiteren Kind, wodurch meine erste Tochter, mein Mann und ich selbst eben zuviel zurück stecken müssten, weil ich es nicht vernünftig "gewuppt" bekomme.

    Dazu kommt dass ich 38 JAhre alt bin und ich auch nicht mehr ewig Zeit habe, darüber nach zu grübeln. Ansonsten würde ich das Thema wohl einfach noch vertagen. Bis 40 wäre ich aber einfach auch gerne durch mit dem Thema. Ich merke eben jetzt schon, dass ich körperlich manchmal an meine Grenzen komme (letztes Jahr hatte ich einen heftigen Bandscheibenvorfall, auch ein Punkt der mir Sorgen macht) und es wird ja nicht besser, je älter ich werde.

    Hatten andere Frauen hier auch solche Bedenken? Fände interessant, zu hören, wie die sich so entschieden haben und wie es dann gelaufen ist....auch wenn das meine Entscheidung nicht wirklich beeinflussen wird/sollte, da jede Familie für sich ja individuelle Probleme und Bedenken hat....

    Ich bin gespannt auf weitere Gedankenanstösse....
    KittyCat *August 2010 - Lil`Kitten *Februar 2015


  8. Registriert seit
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    376

    AW: Das zweite Kind

    Bei uns war es so, dass mein Mann und ich vorher eigentlich immer gesagt hatten, dass wir mal zwei Kinder haben wollen und dann auch relativ nah beieinander, weil wir das in unserer eigenen Kindheit auch beide so erlebt hatten und es für uns damals als Kinder super empfanden.
    Dann kam unsere erste Tochter und ich fiel buchstäblich aus allen Wolken. Ich empfand das erste Jahr als große Umstellung, super-anstrengend (vor allem der Schlafmangel, der ja noch weit bis ins 3. Jahr angehalten hat - zumindest phasenweise), fühlte mich im ersten Jahr oft einsam und eine Beziehungskrise machten wir auch durch. Auch vor der großen Verantwortung und ständigen Sorge, die einen als Mutter ja dann immer begleitet und so sehr an das Kind bindet, hatte ich großen Respekt! Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, an noch ein weiteres Menschlein so stark gebunden und immer in Sorge zu sein. Nicht umsonst sagt man ja: Ein Kind zu bekommen bedeutet, fortan damit zu leben, dass das Herz außerhalb des eigenen Körpers schlägt. Genau SO habe ich es empfunden.
    Als unsere Kleine immer größer und selbständiger wurde, ich wieder anfing zu arbeiten und sie mit zweieinhalb in die KiTa ging, war ich so froh und glücklich, wieder ein bisschen mehr Freiheit für mich zurückerlangt zu haben, wieder mehr ich selbst sein zu können und zu dürfen und auch wieder ein wenig Selbständigkeit zu spüren (man ist ja mit kleinem Kind wirklich sehr abhängig - vom Einkommen des Ehemannes etc.pp. - ich empfand das zwischenzeitlich auch als belastend). Für mich stand zu dem Zeitpunkt fest: Ich will kein weiteres Kind! Trotz ständiger Fragen und Drängen der Großeltern - auch mein Mann hätte weiterhin sehr gerne noch ein weiteres Kind gehabt - ließ ich mich nicht erweichen oder umstimmen und blieb dabei. Alle Sachen wurden nach und nach weggeben und verkauft - wir haben nicht mehr wirklich viel zu Hause und so war auch für alle unmissverständlich klar: Die meint das ernst!

    Dann kam aber doch alles anders...
    Ich wollte nicht mehr hormonell verhüten, für eine Sterilisation fühlte ich mich dann mit meinen 32 (jetzt 33) Jahren doch noch zu jung und wollte mir daher eigentlich eine Kupferspirale einsetzen lassen, was meine Frauenärztin aber ungerne tun wollte, da ich kurz vorher eine Konisation hatte und sie meinte, dass die Infektionsgefahr zu hoch sei. Also verhüteten wir weiterhin mit Persona, womit wir bis dahin auch gut zurechtgekommen waren, da mein Zyklus auch immer sehr zuverlässig und regelmäßig war. Hatte auch das Gefühl, dass es sicher genug ist.
    Tja... Es kam wie es kommen musste: Anfang Juni blieb meine Regel aus, die sonst immer SEHR pünktlich war. Ich dachte mir erst gar nicht großartig was dabei, aber da ich eh noch einen alten Schwangerschaftstest zu Hause hatte, überlegte ich mir, dass man den ja nicht ungenutzt wegschmeißen müsse. Ich habe ganz schön dumm aus der Wäsche geschaut, als auf einmal zwei Striche erschienen! Ging gleich zu meinem Mann runter und meinte nur: "Schatz, wir haben ein Problem..." Er dachte erst, dass weiß Gott was passiert sei - Wasserrohrbruch o.ä. - und hat sich dann gleich riesig gefreut ; konnte es zuerst gar nicht glauben, dass er doch nochmal in den Genuß kommt, Papa eines weiteren Kindes zu werden. Er hatte sich wie alle schon damit abgefunden gehabt, dass kein weiteres kommen würde.
    Ich dagegen habe die ersten Tage echt gehadert und jeden Abend nur geheult - wahrscheinlich hatte das auch mit der Hormonumstellung zu tun, aber ich musste mich wirklich erst an den Gedanken gewöhnen, da ich so weit davon entfernt war und ich wusste ja nun auch, was mich erwartet und auf mich zukommt... Aber dann, als es so allmählich im Kopf und im Herzen ankam, habe ich auch angefangen, mich immer mehr zu freuen und jetzt freue ich mich so richtig und möchte mein Kleines nicht mehr hergeben!!! Ich bin total froh, dass uns die Entscheidung abgenommen wurde und es einfach passiert ist. Das hat wirklich etwas für sich, weil man nichts mehr abwägen oder überlegen muss - es ist einfach Schicksal und sollte wohl so sein.
    Ich bin inzwischen SSW 14+5 und meine Große wird im Dezember vier Jahre alt. Ich finde den Abstand perfekt, da meine Große jetzt alles voll miterleben kann, selbst schon groß und selbständig genug und aus dem Gröbsten raus ist und ich somit jetzt beim zweiten Mal alles nochmal so richtig erleben und genießen kann. Und meine Große wird eine tolle große Schwester abgeben.

  9. Avatar von lou79
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    AW: Das zweite Kind

    Zitat Zitat von Zeehund Beitrag anzeigen
    ... Eine Achterbahnfahr der Gefühle. Ich war nie so müde, gelangweilt, verliebt mit Haut und Haar, besorgt, stolz, wütend, traurig, glücklich, ängstlich oder erfüllt wie in diesem Jahr.

    Das ist beim zweiten Kind viel besser. Du weißt, was aus Dich zukommt (aus Erfahrung, nicht von Erzählungen) und hast ein Kind schonmal durch die harte erste Zeit gebracht.

    Ich fand das zweite Kind einfach nur toll! Es war eine wirklich entspennte Erfahrung ein 2. Kind zu bekommen. So schön!

    Die Anstrengung merke ich vor allem in Organisatorischen Dingen, es muß eben mit noch mehr Bedürfnissen jongliert werden, aber das ist es wert. Es fühlt sich so gut an mit mehr als einem Kind.

    Also, wenn der Bauch sagt, es soll sein, dann nur zu,

    Grüße von Zeehund
    Dem kann ich mich nur anschließen!

    Du wirst wissen, ob und wann der richtige Zeitpunkt ist. Nur wenn es sich nicht richtig anfühlt, würde ich warten. Wenn bei dem Gedanken daran etwas stört. Beim zweiten habe ich nicht nachgedacht. Das war mir klar. Beim Dritten (das ja noch nicht mal unterwegs ist ) hatte ich sehr lange innere Diskussionen mit mir. Und ich habe auf dieses Gefühl gewartet. Jetzt ist es da Ich finde es sehr wichtig erst einmal auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und das mit sich selbst zu klären.
    ***Mit den zwei süßesten Rockern (4 & 6) im Arm und unserem Schneeflöckchen im Herzen***

    * * * Bino von Engel09 * * *

    * Dance as if no one were watching, sing as if no one were listening and live every day as if it were your last *

  10. Avatar von lou79
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    AW: Das zweite Kind

    Katlyn
    Sehr schön Deine Geschichte!
    ***Mit den zwei süßesten Rockern (4 & 6) im Arm und unserem Schneeflöckchen im Herzen***

    * * * Bino von Engel09 * * *

    * Dance as if no one were watching, sing as if no one were listening and live every day as if it were your last *

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