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    AW: Das zweite Kind

    Hi Lou

    Ich möchte auch noch nachschieben, was mir die Sicht auf die Dinge verklart hat.

    Maximal sind das ja die ersten 5 Jahre, wobei Kind 2 sich denen ja schon nähert, wo Mama so sehr gefragt ist und sich so ein bisschen selbst auflöst.

    Dann gehen, sie ja auch schon wieder die ersten eigenen Wege, haben Verabredungen, gehen zum Sport, usw.

    Vielleicht hilft es die Dinge wirklich auchmal temporär zu betrachten. Schaffe ich das für einen relativ kleinen Zeitabschnitt ?

    Und wenn ein Vater viel arbeitet, vor allem die Frage, wo gibt es noch freie Zeiten für mich. Kann vielleicht die Tagbetreuung so eingerichtet werden, dass ich mindestens einen halben freien Tag habe usw. Putzfrau, super Idee.

    Ich stelle nämlich gerade fest, dass es keine gute Idee war, meinen freien Arbeitstag zu streichen und mehr Stunden zu nehmen, denn neben 2 Kleinen kriege ich den Haushalt nur noch auf die Reihe, wenn mein Mann mit der Horde rausfährt oder umgekehrt.
    In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
    Johann Wolfgang von Goethe

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    AW: Das zweite Kind

    Huhu!

    Ich möchte da auch mal gerne meine Erfahrungen hier "loswerden"

    Meine beiden sind fast exakt 22 Monate auseinander.

    Mein Großer war ein sehr anstrengendes Baby, was nachst schlecht schlief und sowieso sehr fordernd war.

    Die Entscheidung zum 2. Kind wurde uns auch "abgenommen" und ich hatte doch sehr großen Respekt vor dem Leben mit 2 Kindern, die auch noch unter 2 waren. Ich habe somit auch einen 2. kleinen Teufel erwartet und mir gar nicht erst vorgestellt, das es leichter werden könnte.

    Es kam aber so. Die Schwangerschaft verlieft schon sehr unspektakulär (im Gegensatz zur 1.). Die Geburt war auch "besser" und die Umstellung auf 2 Kinder auch absolut Problemlos. Der Mini war ein total pflegeleichtes Baby, schlief schnell durch und passte sich gut an (es geht eben nicht anders, wenn man schon ein Kind hat, muss das kommende eben einen Rhytmus aufgedrängt bekommen). Dazu kam ja auch, dass ich schon "geübt" war und das alles kein Neuland mehr für mich dastellte.

    Zudem ist der Kleine jetzt in einem Alter, wo er mit dem Großen spielen kann. Die beiden können sich so schön miteinander beschäftigen. Klar gibts auch schwierige Seiten, aber das klappt immer irgendwie!"

    Mein Fazit ist, dass die Umstellung von 0 auf 1 Kind weitaus schwieriger zu verkraften war. Plötzlich hatte mein kaum noch Freizeit, man war gebunden, fremdbestimmt. Die Umstellung von 1 auf 2 Kinder war absolut ok. Man wusste ja, was auf einem zukam und hat sich da keine Illusionen gemacht. Man war geübt (das hat sich dann bald wieder eingestellt nach der Geburt, man verlernt das nicht, ist wie Fahrrad fahren) und "erfahren".

    Katze, wenn du "jetzt" loslegen würdest, dann wäre Kitty ja fast schon vier Jahre alt und doch auch aus dem "gröbsten" raus. Je älter die Kinder werden, desto selbstständiger sind sie doch. Überleg doch mal wie Kitty vor einem Jahr war............. da hat sie innerhalb von einem Jahr eine Menge dazugelernt und ist um Welten selbstständiger geworden, hinzu kommt ja noch, dass sie sich gescheit ausdrücken kann und dir auch sagt, wenn ihr was nicht passt.

    *undwiederraushier*
    Aller guten Dinge sind drei


    10/12/14


    Und niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.

    Goethe

    Bino von und zu:

    Pimboli, Sandra1990, Anne3186, Icebaer, Callalilly, und angel76

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    AW: Das zweite Kind

    Huch, hier ist ja richtig was los

    Es tut gut, zu lesen, dass viele von Euch ähnliche Zweifel hatten wie ich .....

    Bei mir ist es auch so, ich bin sicher, dass ich es nicht bereuen würde....ich habe - trotz des anstrengendes ersten Jahres und der Schockstarre (passt sehr gut auf mich der Ausdruck ) - nie gedacht "Ach hätte ich besser kein Kind bekommen!" da ich Kitty vom ersten Moment an geliebt habe und sie mich ja auf der anderen Seite auch total glücklich macht. Grade im ersten Jahr kamen mir so oft die Tränen vor Glück und Stolz..aber eben auch vor Verzweiflung, Übermüdung, Überforderung....
    Aber nur zu sagen "Ich werde es nicht bereuen" reicht eben nicht, die Frage "soll ich mir/uns das wirklich antun?" ist schon auch mit an Bord.

    Aber auch die Gedanken "wie schnell sind doch die ersten drei Jahre herum" sind da....auf ein Leben gerechnet ist dsa wirklich eine total kurze Zeit, in der es wirklich anstrengend ist. Bzw. in der man wenig Freizeit hat, wenig Schlaf etc (in der Pubertät kommen dann wieder andere Sorgen )....und "nur" weil man vor der Zeit Angst hat, auf ein 2. Kind verzichten?
    Denn grds würde ich wirklich gerne noch ein weiteres Kind begleiten, es Aufwachsen sehen..ich bin so neugierig wie es aussehen würde, ob es ein Junge oder wieder ein Mädel wäre...wie sein Charakter wäre....

    Aber tun wir uns bei allen Contras damit einen GEfallen?

    Also mein Herz schreit JA, mein Verstand ruft NEIN und mein Bauch grummelt vor sich hin

    Sorry, würde gerne noch auf mehr eingehen, aber ich sitze im Büro und habe nicht soviel Zeit.

    Jedenfalls lese ich mit grossem Interesse Eure Berichte
    KittyCat *August 2010 - Lil`Kitten *Februar 2015

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    AW: Das zweite Kind

    Ich kann da allen Vorrednern nur beipflichten. Die eigene Erfahrung mit zweitem Kind habe ich zwar noch nicht, aber ich bin so guter Dinge, weil ich mir auch sehr gut vorstellen kann, dass beim zweiten Kind einfach alles viel entspannter zugeht. Man weiß schon, was auf einen zukommt - dass sich anstrengende, stressige Phasen mit entspannten, schönen Phasen abwechseln - somit wird auch die Umstellung längst nicht mehr so heftig werden wie beim ersten Kind und man hat die Erfahrung gemacht, dass die Zeit so irre schnell wieder vorbeigeht und man daher jede Minute genießen sollte... Das ist doch ein sehr, sehr großer Vorteil. Ich weiß noch, dass ich bei unserer ersten Tochter insbesondere im ersten Jahr öfter mal dachte: "Oh Gott, das bleibt jetzt so?! Dein Leben ist vorbei." Heute WEIß ich, dass das nicht stimmt - dass es spätestens ab dem 3. Geburtstag wirklich viel, viel leichter wird, die Kinder so viel selbständiger werden und das alleine gibt schon viel Kraft und die Muße, es beim zweiten Kind vielleicht auch viel mehr genießen zu können.

    Dennoch wäre es mir wichtig gewesen, WENN ich selbst hätte entscheiden müssen - zweites Kind ja oder nein - dass ich wüsste, ich hätte genügend Hilfe und Unterstützung. Ich könnte mich niemals guten Gewissens für ein zweites oder gar drittes Kind entscheiden in einer Zeit, in der ich eh durch das erste Kind noch auf dem Zahnfleisch gehe, unter Schlafmangel leide und kaum weiß, wo mir der Kopf steht. Daher wäre es für mich auch nie in Frage gekommen gleich im ersten oder zweiten Jahr unserer Tochter wieder schwanger zu werden. Da habe ich mich alleine schon körperlich noch nicht fit genug gefühlt für eine erneute Schwangerschaft - seelisch erst recht nicht! Und dann auch noch eine Geburt überstehen und ein weiteres kleines Kind stemmen??? Never!!! Da muss man einfach Selbstschutz betreiben und ein bisschen an sich selbst denken dürfen. Zumal ich mir vorstellen kann, dass die Kinder auch nicht so viel von einer nur dauermüden, gestressten und völlig überforderten Mutter haben - geringer Altersabstand hin oder her. Gerade in der ersten und anstrengendsten Zeit können die Kinder ja eh noch nicht viel miteinander anfangen und ich kann andererseits nicht behaupten, dass unsere Tochter ohne Geschwister bisher ein einsames Leben fristen musste. Hier sind SO viele Kinder drumherum (okay, wir wohnen in einem Neubaugebiet) und sie hat ihre Freunde aus dem Kindergarten, mit denen sie sich regelmäßig verabredet. Zumal sich nicht alle Geschwister zwangsläufig prächtig miteinander verstehen und was miteinander anfangen können müssen, auch wenn sie altersmäßig nah beieinander sind. Von daher finde ich das Argument des gemeinsamen Spielens alleine ein bisschen dürftig, um so schnell hintereinander die Kinder zu bekommen. Wer das gerne möchte, stemmt und damit glücklich ist... Herzlichen Glückwunsch, Hut ab und meine vollste Bewunderung!!!

    Vielleicht noch ein weiterer, ganz anderer Gedanke zur Entscheidungsfindung. Bei mir war bei der Überlegung Kinder von Anfang an auch immer der Gedanke mit im Raum: Was machst du, wenn das Kind krank oder behindert auf die Welt kommt? Oder es womöglich Zwillinge werden? Es ist zwar nicht der Normalfall, aber das sind auch immer Dinge, die man meiner Meinung nach mit im Kopf haben und berücksichtigen sollte, wenn man über Kinder nachdenkt, denn SO selten kommt es dann auch wieder nicht vor. Wir haben so viele im Bekanntenkreis, wo Kinder wegen diverser Ursachen nicht ganz gesund auf die Welt kamen, was logischerweise eine große, zusätzliche Belastung für die gesamte Familie darstellt. Ebenso habe ich eine gute Freundin, die mit ihrem Mann guten Mutes das dritte Kind geplant hatte und dann nochmal mit Zwillingen schwanger wurde. Das war für beide ein riesen Schock gewesen und gleich gingen die Diskussionen und Planungen bezüglich größeres Auto, Platz, Anschaffungen usw. usw. los. Plötzlich vier Kinder mit zwei kleinen Säuglingen auf einmal zu haben und zu stemmen ist schon echt heftig und nochmal eine ganz andere Nummer! Die Zwillinge sollen nächsten Monat auf die Welt kommen und meine Freundin hat einen riesen Respekt vor der Zeit nach der Geburt. Und sie macht sich natürlich auch sorgen, ob die beiden Kleinen gesund sein werden - bei Zwillingen kann ja bei der Geburt auch nochmal einiges mehr passieren und schiefgehen. Sie meinte letztens noch zu mir: "Wir hoffen jetzt einfach auf insgesamt vier gesunde Kinder, was schon echt eine Menge Glück im Leben wäre." Ich bin natürlich davon überzeugt, dass sie das Glück haben werden!!!

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    AW: Das zweite Kind

    Zitat Zitat von katlyn Beitrag anzeigen
    Ich weiß noch, dass ich bei unserer ersten Tochter insbesondere im ersten Jahr öfter mal dachte: "Oh Gott, das bleibt jetzt so?! Dein Leben ist vorbei."
    Genau und dazu noch "ich werde NIE wieder schlafen, auch nicht nur EINE Sekunde!" Was mich in der ersten Zeit mit Baby daheim "am Leben" gehalten hat, war die Gewissheit, dass ich nach einem halben Jahr wieder arbeiten durfte Gemein, gell? Aber es war halt hart (und ich hatte im Vergleich zu anderen wahrscheinlich noch ein Schokikind...) und die erste Zeit mit mühsamer Stillerei, Zufüttern damit das Kind nicht mutmasslich verhungert, ständiger Kotzerei nach Stillen und Flasche (mit erneuter Sorge wegen Verhungern...), Umziehen Kind, Umziehen Mutter, Wäsche bis unter die Zimmerdecke usw. haben mich wirklich komplett entnervt. Als nach 10 Tagen anstand, dass mein Mann montags wieder ins Büro muss, hab ich am Donnerstag schon die Vollkrise gekriegt. Heute schau ich zurück und denke "meine Güte, warst du ne Dramaschachtel" Selbst die Aussicht, dass es nochmals so würde, schreckt mich gar nicht ab. Es geht vorbei. Immer.

    Aber katlyn, deinen Gedanken zum gesunden Kind, die kenn ich auch. Bin grundsätzlich ja wirklich optimistisch gestimmt und denke, rein statistisch passiert sicher nichts etc. Nur komplett ausschalten kann man den Gedanken wohl nie, sicher auch schon beim ersten Kind nicht. Wenn man beim ersten allerdings Glück hatte, dann rückt man ja irgendwie weiter in Richtung schlechte Seite der Statistik. Und weil bei unserer Tussi alles völlig regulär verlief und für mich die schlimmste Komplikation eben Sodbrennen war (ok, und Vakuumgeburt, aber easy im Vergleich zu Dramen bei anderen Geburten!), kann es ja fast nur schlimmer kommen, oder? Und will ich das Schicksal wirklich so herausfordern?
    Andererseits: wenn es gar so furchtbar gefährlich und dramatisch wäre, gäbe es nur Einzelkinder, was?

    Ein Upgrade von 2 auf 4 Kinder stelle ich mir auch heftig vor. Ok, von 1 auf 2 ist auch ne Verdopplung, aber 4 ist schon ne Hausnummer Nochmal andererseits: wie sagte mal eine Bekannte, die 5 Kinder hatte, zu meiner Mutter "ob du jetzt 3 hast oder 5 oder noch mehr ist eigentlich egal - irgendwer ist immer krank, brüllt oder fehlt"

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    AW: Das zweite Kind

    Oh, ein sehr interessanter Strang. Ich gruebele da auch seit einiger Zeit dran rum, wann wohl der richtige Zeitpunkt fuer Nummer zwei waere...

    Werde erst mal nachlesen, was ihr so schreibt!
    Binos (von und zu): Eteterfon und Unazukin

  7. Inaktiver User

    AW: Das zweite Kind

    Neka, von wegen Statistik, ich habe mal bei so einem Netz-Dr. (ja, ja, ich lese solche Seiten) gelesen, dass es rein statistisch genau anders ist, als von Dir beschrieben: Jede Lebendgeburt erhöht die Statistiken, dass es beim nächsten Mal auch gut geht. Zwar nicht ganz fair gegenüber Kinderlosen, aber rein biologisch betrachtet, macht es irgendwie Sinn.

    Ich wusste seit meinem ersten Zusammentreffen mit dem Wicht, dass ich ein zweites will, auch wenn der junge Mann der Untergrundfraktion Terrorbaby angehört. Denn zum einen bin ich schon sehr verliebt in ihn und kann mir nicht vorstellen, dass dies die letzte Babyzeit in meinem Leben gewesen sein soll. Und zum anderen wird er in meinem vorwiegend Kleinkinderlosen Familien- und Freundeskreis quasi als Rockstar verehrt. Wenn ich ihm keine Konkurrenz ins Haus hole, erschaffe ich mir vermutlich ein Monster... Außerdem habe ich nun alles hier, ich kann alle Handgriffe, da wäre es doch schade... Blöderweise hat es diesmal schon eine IVF gebraucht (streng genommen zwei) und ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch mal schwanger werde. Bei einem zweiten Kind wäre ich ja auch schon Mitte Dreißig und zur problemlos in jedem Alter schwanger werd Fraktion gehör ich ja leider nicht... :(

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    AW: Das zweite Kind

    ich habs bei "uns" schon gepostet, aber vielleicht hilft mal ein kleiner Auszug aus unserem Leben. Stellt natürlich kein objektives Beispiel dar und sollte mit Humor gesehen werden. Wie vieles mit Kindern

    Unser Morgenablauf heute
    Frag nicht... Ich habe hier zwei besondere Exemplare der Spezies "Stinkstiefel" In großer und in kleiner Ausführung (ich hab da das ganz große Glückslos gezogen). Mann und LittleLou. Erst heute Morgen hab ich gefragt, womit ich das eigentlich verdient habe, jeden Morgen so angemeckert zu werden. Also, vom Kind. Mein Mann hält netterweise einfach die Klappe und guckt nur mürrisch Die Kinder frühstücken in der Kita, das erspart mir schon mal viel Allerdings wäre dafür auch keine Zeit. Außer ich stehe früher auf.

    Wachen also um 7 Uhr auf weil LittleLou wie ein Rohrspatz schipft (dass ich Rabenmutter gestern Abend vergessen habe ihm eine Milchflasche in den Kühlschrank zu stellen) und er diese gefälligst jetzt und sofort haben muss. Springen wir nicht schnell genug, werden wir tyrannisiert. Mit Fußtritten und Dauergejammer und Genöle beschallt. Direkt ins Trommelfell. Ich bringe ihn dann in sein Zimmer (Auszeit) und erinnere ihn freundlich aber bestimmend an unsere Regel: Dass unser Bett NICHT Kriegsschauplatz und auch KEINE Kneipe im Milieu ist und da nicht erpresst, geschlagen, uns beleidigt (Sch**** Mama!) und rum gemosert wird! Seine Lernkurve ist allerdings gerade nicht sehr steil... aber es wird besser. Er verliert zunehmend die Lust an Auszeiten. Davon ist dann Mini wach und weil's auch hier jetzt schnell gehen muss (weil Kind kränkelt) wird Milch warm gemacht, ihn auf den Arm genommen und dann erst ins Bad gegangen (bevor ich mir in die Hosen mache. Mit Kind auf dem Arm. OK, DIE Reihenfolge wird morgen geändert!)
    Dann gibt's es im Ehebett Kuschelmarathon mit Milchflaschenwettnuckeln. Und den ersten Streit und Eifersuchtsattacken, wer näher an Mami sein darf. Da werden Kopfnüsse (an alle) verteilt, auf einem herum getrampelt, in die Eingeweihde getreten (OK, nicht extra) und es fliegen Leute aus dem Bett (der Stärkere gewinnt ha ha! Nicht immer ich...) Schutzhelm tragen wäre keine schlechte Maßnahme. Mein Mann liegt dabei (sofern er noch nicht im Büro ist oder weil er wieder erst um 2.30 nach Hause kam) allerdings immer noch tiefenentspannt neben dran und schläft weiter. Von ihm wollen die Kinder komischerweise nix wissen . Spätestens um 7:30 Uhr müssen wir dann aus dem Bett sprinten. Großer Protest. Es MUSS gekuschelt werden. Aber die Zeit rennt, die Kita kennt kein Pardon. Zu spät kommen iss nich. Sonst gibt's ne Abmahnung. Also, die Kinder und ich, denn mein Mann verschwindet erstmal für 20 Minuten im Bad und liest. Emails oder den Spiegel. Oder hat den ersten conference call. Je nachdem... Gut dass es nicht nur ein Klo im Haus gibt....

    Also, der Countdown läuft! Konzentration!
    Zuerst die Jungs fertig machen. Bis sie im Bad sind kann's schon mal dauern... Dann: kurz Popo abduschen, ausgerutschtes Kind mit angestoßenem Kopf trösten und "Wunde" küssen. Anderes eifersüchtiges Kind auch auf dem Arm, auch küssen. Es entzückend finden wie Mini dem dicken Oktopus in der Wanne "sur le pont d'avignon" vorsingt, verhindern dass er das Badewasser ausschlürft (immer erfolglos). Beide einfangen und eincremen. Nicht einfach in einer großen Wohnung in der man im Kreis laufen kann. Morgensport wäre also abgehakt. UUups, falsche Creme erwischt. Zurück zum Kühlschrank, Mini schreit weil er meint, sich alleine vom Wickeltisch hangeln zu können. Und doch nicht kann. Zurück hechten. Mini will natürlich "helfen". Creme von der Wand abkratzen, auf ein Spielzeugauto treten, mir den Fuß aufreißen, Anschiss vom "großen" kleinen Kind bekommen weil das Auto jetzt fast kaputt gegangen wäre. Mini windeln um dann zu hören, dass der jetzt unbedingt und sofort Pipi in die Kindertoilette machen will (kann man ja schlecht nein sagen ) Die neu gekaufte coole gelbe Hose holen und verklickern dass die jetzt angezogen werden soll. Erfahren dass gelbe Hosen total uncool sind (OK, jetzt geht DAS also los...), Hose fliegt im hohen Bogen...in Minis Auge. Gebrüll, Gehaue (und da sind die echt nicht zimperlich). Streit schlichten, Kühlpad holen, Beule am Kopf kühlen, Mini anziehen, Pipi-Unfall auf dem Parkett (zum Glück den Teppich nicht erwischt) aufwischen, LittleLou immer noch keine Unterhose an, gelbe Hose in Tüte zum Umtausch legen, mich erinnern dass ich noch Ersatzklamotten für Kita mitnehme. Gerührt sein, wie toll sie die Autos teilen und "Bitteschön lieber MiniLou" sagen... Noch Mal erklären dass die Hose jetzt angezogen werden muss sonst geht's ohne Hose in den Kiga. Erneut Geschrei "NEIIIN sonst lachen die anderen Kiiiiindeeeeer!!!". Na also! Beide einfangen, beiden Zähneputzen, loben, wie toll sie Zähne putzen. Verhindern dass die Zahnbürste zum Kloputzen benutzt wird. Zu spät. Zahnbürsten wegschmeissen. Zurück im Bad Mini vorfinden wie er mit der Klobürste (die eigentlich hoch genug weg geräumt war) das Haus segnet. das chaos schnell beseitigen. Mich wundern, wie toll sie doch zusammen im Kinderzimmer spielen...

    Dann bin ich dran. Gewisse Dinge müssen einfach sein um mich wohl zu fühlen und da kenne ich kein Pardon. Ungeschminkt oder im ausgeleierten Joggingheimer geh ich nicht aus dem Haus. Nur in einem schönen Seit dem ersten Tag von LittleLou ist das Gesetz. Bin einmal ohne Maskara los und eine Freundin hat mich im Kindergarten kaum erkannt Hab seeeehr blonde Wimpern und das geht gar nicht. Schminken dauert genau 5 Minuten. Der Rest auch nicht soo lange. Aber ein gewisser Standart muss sein Und die Jungs akzeptieren auch meine Zeit im Bad. Das ist wie mit unseren Möbeln. Wir werden immer gefragt ob wir beim Kauf des Sofas noch gegen Kinder waren. Weil teuer und weiss. Das hat super geklappt. Da und auch an gewisse andere Objekte gehen sie einfach nicht ran (klopf auf Holz ) Der einzige, der das Sofa bereits 4 Mal mächtig versaut hat war der, der am meisten Angst davor hatte, dass es dreckig wird. Mein Man. 3 Rotweinflaschen landeten schon komplett drauf...

    8:15 Uhr
    Schuhe sollten jetzt alle angezogen sein. Treppe runter. Mini will auf'n AAAARm, brüllt, will doch "allleiiiiineeee" laufen. Trotzanfall auf der Treppe, der Kopf wird gegen die Stufen gehauen. Wieder Gebrüll. LittleLou steht schon genervt unten und schreit "KOOOOMMT EEEENDLIIIIICH. Ein Nachbar hat die Haustüre auf gelassen und LittleLou rennt raus. Hechte also runter, Mini lässt sich nur unter Protest tragen und setzt seine Lieblingswaffen ein: Kratzen, hauen und neuerdings spucken. Zum Glück kommt er da noch nicht weit und ich halte ihn weit von mir weg. Training für die Arme? Abgehakt. Intervenieren, Regel erklären, zum Auto rennen. LittleLou findet altes Auto dass mal in den Gulli gefallen ist und MUSS das JETZT unbedingt haben... Wieder erklären, versprechen, reden, reden, reden. Auf den Kindersitz will Mini natürlich auch "allleiiiiineeee" was zum Glück nicht mehr ganz so lange dauert. Hurra! Fortschritte! Türen zu, losfahren und LittleLou fällt nun ein, dass er plötzlich auch ganz schlimme Halsschmerzen hat und (wie MiniLou heute) unbedingt wegen Krankheit zuhause bleiben muss. Mein Blick zeigt allerdings dass er heute nicht sehr erfolgreich sein wird. Ich glaub kein Wort und erkläre ihm, dass er eifersüchtig ist, dass das OK sei und er bald auch wieder Zeit mit Mama alleine hat. Er schaut zufrieden drein und als ich gerade losfahren will schreit er triumphierend: "Nicht angeschnaaaaalllt!!!" Also, Anhalten, nach hinten greifen, anschnallen los fahren... Und Klassische Musik anmachen und: erst mal ENTSPANNEN... Alle halten die Klappe. Ein seeliger Moment. Kurz. Denn die Story geht ja gleich weiter. Im Kindergarten warten neue lustige Abenteuer mit den wilden Rockern auf mich... Das Leben ist schön!
    ***Mit den zwei süßesten Rockern (4 & 6) im Arm und unserem Schneeflöckchen im Herzen***

    * * * Bino von Engel09 * * *

    * Dance as if no one were watching, sing as if no one were listening and live every day as if it were your last *

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    AW: Das zweite Kind

    warum ich gerade tippen kann mit kranken, motzenden Kind auf dem Schoß?
    Zweites Browserfenster geöffnet und auf Y*** T*** Kinderlieder abgespielt. Dirty Tricks. Ich weiss. Man wird halt noch kreativer mit 2 Kindern
    ***Mit den zwei süßesten Rockern (4 & 6) im Arm und unserem Schneeflöckchen im Herzen***

    * * * Bino von Engel09 * * *

    * Dance as if no one were watching, sing as if no one were listening and live every day as if it were your last *

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    AW: Das zweite Kind

    Lou:
    Ich hab mich gerade kaputtgelacht, danke
    Wie alt sind deine Jungs?
    Bei uns muss es übrigens die Tussi auch ertragen, dass wir sie kurz auf den Badezimmerboden absetzen, wenn wir morgens aufs Klo müssen bevor sie ihre Flasche bekommt. Findet sie manchmal zwar bemotzenswert, aber volle Blase geht halt nicht

    Coralie:
    Ach, siehste, so intensiv hab ich mich damit nicht beschäftigt. Danke, das ist doch mal gut zu wissen
    Hast aber völlig Recht: es ist schon alles angeschafft, das kann doch bitte noch ein Zweitkind alles durchnudeln, bevor es bei ebay landet War ehrlich gesagt z.B. mein Grund, einen neuen Kinderwagen einem gebrauchten vorzuziehen. Denn 2 Kinder übersteht ein Wagen (das der Verkäufer plus das eigene) wahrscheinlich, aber ein weiteres? Man weiss es ja nicht. Und ich kauf der Tussi zwar eh nicht gerne pinki-plüschige Klamöttchen, weil ich es nicht so hübsch finde, aber falls das Zweitkind ein Junge wäre, könnte ich doch eine Mehrzahl der Sachen ohne Geschlechtsverwirrung auch ihm anziehen (ja, da spricht die Schwäbin in mir *lol* [drum kauf ich ja soooo viel auf Kleiderbörsen *ironieaus*])

    Marsala:
    Ha, dachte ich mir doch, dass das hier auch was für dich wäre

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