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    AW: Das zweite Kind

    Katzentier: Ich kann deine Bedenken und Ängste total nachvollziehen! Im Prinzip fühlst du dich genauso, wie ich mich gefühlt habe und nennst genau die Gründe, wegen denen ich kein weiteres Kind wollte. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich kein "Muttertier" bin - dass ich einfach nicht dafür geschaffen bin, weil ich selbst doch zu sehr an meiner eigenen Freiheit und Unabhängigkeit hänge, als dass ich mich noch einem weiteren Kind zumuten könne... und mir selbst ein weiteres Kind.
    Ich könnte voll verstehen - und es wäre dann wohl auch für dich die richtige Entscheidung - wenn du es aus genannten Gründen bei einem Kind belässt und es hat ja auch wirklich so seine Vorteile. Wäre es bei uns nicht einfach passiert... Ich hätte mich nicht zu einem zweiten Kind durchgerungen! Im Endeffekt musste ich mich jetzt mit der Tatsache auch irgendwo arrangieren und anfreunden - ich hatte ja gar keine andere Wahl. Gut nur, dass das so gut und schnell geklappt hat. Hätte theoretisch ja auch anders sein können.

    Ich würde an deiner Stelle wahrscheinlich auch auf dieses "Gefühl" warten - so wie einige es hier schreiben. Da du die Wahl ja noch hast, würde ich nichts überstürzen (auch und gerade wegen deines Alters nicht) und abwarten, ob sich dieses sichere Gefühl, es wirklich zu wollen, noch einstellt. Damit machst du sicher nichts falsch und meiner Meinung nach bist du schon auf dem Weg dorthin, dass dieses Gefühl/dieser Wunsch immer stärker wird und irgendwann einfach da ist...

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    AW: Das zweite Kind

    Zitat Zitat von lou79 Beitrag anzeigen
    Katlyn
    Sehr schön Deine Geschichte!
    Danke, lou79! Hätte ich vor ein paar Monaten auch nicht gedacht, dass ich bald so eine Geschichte erzählen könnte.

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    AW: Das zweite Kind

    Persona sollte seine Marketing Strategie ändern Statt zur Verhütung -> zum Kinderwunsch! Kenne auch 4 Persona-Kinder im Freundeskreis
    Also war es weit vor ES? (Wenn ich fragen darf)
    Ich kann's übrigens auch gut nachvollziehen keins oder kein zweites zu wollen. Bin auch kein "Muttertier" und brauche viel Zeit für mich, will vieles noch verwirklichen. Ich lebe allerdings in sehr glücklichen Umständen (Job etc)
    Geändert von lou79 (28.08.2013 um 22:15 Uhr)
    ***Mit den zwei süßesten Rockern (4 & 6) im Arm und unserem Schneeflöckchen im Herzen***

    * * * Bino von Engel09 * * *

    * Dance as if no one were watching, sing as if no one were listening and live every day as if it were your last *

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    AW: Das zweite Kind

    Machen die das nicht schon (mit dieser Strategie zusätzlich werben )? Sie reden in dem Werbespot doch immer von "Familienplanung" - das kann man ja so oder so sehen und deuten.

    Ich kann's dir, ehrlich gesagt, wirklich nicht genau sagen, wie das bei uns passiert ist. Persona hatte meinen Eisprung in dem Zyklus recht früh angezeigt (ich glaub am 11. Zyklustag) und ich bin der Meinung, dass wir die Tage vorher keinen Sex hatten. Vielleicht hatte ich ja einen zweiten Eisprung im Zyklus? (Ist zwar selten, aber soll's ja geben). Zumindest würde das auch erklären, warum ich zwar jetzt offiziell bei 14+5 bin, aber meine Frauenärztin gleich von Anfang an sagte, dass die Schwangerschaft von der Größe des Embryos her ein paar Tage jünger sein dürfte (also jetzt eher 14+1). Oder Persona hat einfach etwas VÖLLIG falsches angezeigt und uns veräppelt.
    Keine Ahnung...

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    AW: Das zweite Kind

    Danke für Deine Worte Katlyn und Glückwunsch zur ungeplanten Schwangerschaft. Irgendwie schön, wenn sich da einfach jemand einschleicht, sollte wohl so sein. Und die Entscheidung ist einem abgenommen.
    Manchmal wünschte ich, es liefe bei uns auch so und dann wäre es eben so und ich weiss auch, dass ich mich dann sehr freuen würde.
    Aber da man die Entscheidung ja meist doch in der Hand hat (ausser sie fällt FÜR ein Kind und dann klappt es vielleicht nicht, könnte ja auch durchaus passieren...), kann ich die Contra-Aspekte nicht einfach so abhaken.

    Ist hier vielleicht noch jemand unter der Woche "allein" und hat sich für ein zweites Kind entschieden?
    DAs ist bei mir auch einer der grossen Zweifel, die ich habe, ob ich das eben ohne Hilfe unter der Woche mit zweien schaffen würde...da ist dann leider kein Partner, der Kind 1 morgens in den Kiga bringt, damit ich mit Baby nach einer schlechten Nacht noch etwas liegen bleiben kann etc....

    Als meine Tochter letzte Nacht wegen ihrer Erkältung zig Mal wach war und geweint hat und meine Nerven nach dem 15. Mal Schlafunterbrechung blank lagen, hab ich mich gefragt, wie ich es JETZT machen würde, wenn noch ein Baby da wäre..ächz..ist für mich unvorstellbar.

    Wenn ich dann wieder denke, dass andere hier 3 oder 4 Kinder haben....bin ich wahrscheinlich einfach ein Weichei
    KittyCat *August 2010 - Lil`Kitten *Februar 2015

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    AW: Das zweite Kind

    Zitat Zitat von Katzentier Beitrag anzeigen

    Ist hier vielleicht noch jemand unter der Woche "allein" und hat sich für ein zweites Kind entschieden?
    DAs ist bei mir auch einer der grossen Zweifel, die ich habe, ob ich das eben ohne Hilfe unter der Woche mit zweien schaffen würde...da ist dann leider kein Partner, der Kind 1 morgens in den Kiga bringt, damit ich mit Baby nach einer schlechten Nacht noch etwas liegen bleiben kann etc....

    Als meine Tochter letzte Nacht wegen ihrer Erkältung zig Mal wach war und geweint hat und meine Nerven nach dem 15. Mal Schlafunterbrechung blank lagen, hab ich mich gefragt, wie ich es JETZT machen würde, wenn noch ein Baby da wäre..ächz..ist für mich unvorstellbar.

    Wenn ich dann wieder denke, dass andere hier 3 oder 4 Kinder haben....bin ich wahrscheinlich einfach ein Weichei
    HIER ist jemand! Und nicht nur unter der Woche.... Mann arbeitet im Schnitt 75 Std die Woche. So gut wie immer am Wochenende. Schau mal bei uns im "Das dritte Kind Strang" (habe mich gerade für ein drittes entschieden, ist aber nicht nicht "gemacht") Da gibt's viele Schilderungen aus meinem Alltag. Zwei gehen gut. Jetzt traue ich mir noch eins zu. Allerdings haben wir ab und zu Hilfe (Babysitter). Sehr oft schmeiße ich den Laden allerdings alleine. Und das macht dann auch mächtig stolz Man wächst sehr daran und die allermeiste Zeit macht es sehr viel Spaß! Hatte schon fast vergessen, wie lustig es ist, fangen zu spielen, als mir meine beiden kleinen Rocker nachliefen und versuchten mich zu fangen. Dabei bin ich und der Mini dazu auch noch krank (das ist dann hart) Ich kann mir trotzdem nichts schöneres vorstellen und freu mich jeden Tag wie ein Keks. Und bin unendlich dankbar. Mit ein bisschen Organisation und Hilfe kannst Du das. Mein Mann hat in den letzten 2 Jahren so selten mal ein Kind in die Kita gefahren, das kann ich an zwei Händen abzählen.
    ***Mit den zwei süßesten Rockern (4 & 6) im Arm und unserem Schneeflöckchen im Herzen***

    * * * Bino von Engel09 * * *

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    AW: Das zweite Kind

    Hallo Katzentier,

    insgesamt habe ich mein erstes Kind, gerade in den ersten Monaten, wie auch von dir beschrieben, als anstrengend empfunden.

    Heute meine ich das damit begründen zu können, dass sich bei mir die gesamte Situation "Mutter sein, Einschränkungen, Zeit für mich nicht mehr so, wie früher" setzen musste.

    Mein zweiter Sohn ging mir, sowohl in der Schwangerschaft, als auch im ersten Jahr wesentlich einfacher "von der Hand". Ich bin selbst darüber erstaunt nun berichten zu können, dass sich die Sache für mich jetzt irgendwie vollkommen rund anfühlt, mit den zwei Kindern. Auch wenn natürlich der organisatorische Stress irgendwie verdoppelt ist, so empfinde ich es sogar an vielen Tagen als einfacher. Und nur schön.....

    Ich kann das schlecht beschreiben.

    Aber (war ja klar, dass jetzt das Aber kommt):

    Ich hab meinen Mann, der sehr viel Zeit mitbringt und Oma und Opa, die die Rabauken bzw. zumindest einen einen Tag abholen, im Hintergrund.

    Es ist schon an manchen Tagen so die Luft raus, dass ich das ganze Kinderbündel an meinen Mann übergebe und er mir freie Tage verschafft, die ich ab und an zum Durchatmen brauche. Nur so hab ich wieder genügend Energie unseren Alltag zwischen Arbeit und Kindern zu wuppen.

    Ein Kind ist ab 12.00 Uhr, wenn ich von der Arbeit komme, bis abends, wenn Bettzeit ist, immer präsent. Meistens beide. Und meine zwei Jungs sind totale Rabauen mit ordentlich Anstellcharacter und Hummeln im Hintern.

    Ich weiß nicht, ob die Entscheidung so für mich ausgesehen hätte, wenn die Rahmenbedingungen andere wären. Bin ich ehrlich.

    Das wird wohl eine Bauchentscheidung werden, bei dir. Ich denke, er wird dir da auf kurz oder etwas länger die richtigen Signale setzen.
    In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
    Johann Wolfgang von Goethe

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    AW: Das zweite Kind

    Schöner Strang
    Also soooo vieles, was ihr schon geschrieben habt, kann ich echt nur mit Nicken kommentieren.
    - erstes Babyjahr: aaaaaanstrengend
    - erstes Mal Mutter: kommt man selbst erst mal auf die Welt
    - neue Freiheiten durch Kinderbetreuung: definitiv. Gehe seit Oktober 2012 (Tussi ist im April 2012 geboren) arbeiten und freu mich immer sehr auf meine 2 läppischen Bürotage
    - Bedenken wie es mit einem 2. Kind wäre: oh ja! Andererseits denke ich echt, das 1. Kind ist irgendwie zum Üben und beim 2. läuft es automatisch etwas selbstverständlicher? Kommt natürlich auf die jeweiligen Charaktere an, aber ich hab bisher nur von Zweitkindern gehört, die viiiiiel einfacher als das erste sind. Und da unsere Tussi zwar anstrengend ist, aber wahrscheinlich doch noch etwas unproblematischer als Schrei-/Kolik-/Fremdel-Kinder, wäre das 2. Kind dann ja vermutlich die Ruhe in Person? Oder wir würden da erst die volle Ladung bekommen

    Bei uns ist die Lage die, dass wir dem Thema gegenüber einfach sehr offen sind. Zweites Kind kann, muss aber nicht. Und jetzt sofort oder auch nächstes Jahr sicher nicht, danke. Ich mache noch nebenher eine Weiterbildung, die mich einen Abend pro Woche und den Samstag kostet. Fertig bin ich im Frühling 2013 und ab da möchte ich dann eigentlich erst mal wieder aufstocken auf möglichst 80% Pensum. Als weiteres Kriterium für den subjektiv richtigen Zeitpunkt will ich ausserdem abwarten, bis die Tussi keine Windeln mehr braucht. Ich bin bei diversen MD-Infekten schon fast nicht mehr aus dem Wickeln gekommen mit EINEM Kind. Wie macht man das bitte mit zwei - sorry - Dauerkackern? Stell ich mir sehr fordernd vor, wenn man kurze Altersabstände oder halt Zwillinge hat... Parallel dazu auch noch eingesaute Klamotten und vollgekotzte Bettwäsche waschen

    Ich bin in der glücklichen Lage, mit 34 da auch noch etwas Zeit zu haben. Dazu wurde ich mit der Tussi ohne lange Wartezeit schwanger. Wenn wir also irgendwas haben, dann wirklich Zeit und Muse, uns mit dem Thema nicht zu stressen. Es ist auch nicht so, dass ich Schwangere beneide (hilfe, bin auch so müde genug und das Sodbrennen aus dem letzten Trimester vermisse ich nicht ) oder bei Neugeborenen gleich ein Ei springen lasse. Neulich auf einer Familienfeier waren 2 Frischlinge zwischen 3 und 7 Wochen. Ich war üüüüberhaupt nicht neidisch auf die echt süssen Knöpfe und bin gerade vor allem froh, dass die Tussi inzwischen schon halbwegs kommunikativ und mobil ist.

    Aber: ich denke wirklich oft daran, dass ich es schon nochmal wagen möchte. Ein paar Jahre Abstand find ich auch nicht bedenklich oder frage mich, ob die Kinder dann überhaupt was miteinander anfangen können. Vermutlich nach 3-4 Jahren nicht ganz so, wie Kinder mit kürzeren Abständen. Aber die Kindheit ist halt im Vergleich zur Lebenszeit doch verhältnismässig kurz und deshalb möchte ich mich nicht ausschliesslich darauf fixieren. Ist ja ein gerne genommenes Argument, aber mir ist mein persönliches Wohlbefinden (was gerade mit einem schon recht trotzigen Tüsschen in Kombination mit Säugling sicher nicht existent wäre ) einfach wichtiger, als dass ich mir das jetzt "antun" müsste. Die "" deshalb, weil ich es sicher nicht als schlimmste Strafe sehe, zwei Kleinstkinder zu haben. Wer will, soll das bitte machen und hat dadurch gewisse Vorteile. Wir fangen dann eben nochmal ganz von vorne an, ob das jetzt leichter oder schwieriger ist, lässt sich nicht final beantworten.

    Vieles würde ich bei einem 2. Kind sicher wieder so machen wie bei der Tussi. Und zwar möglichst nach einem halben Jahr mit 2-3 Tagen Pensum wieder in die Arbeit einsteigen, das Baby in die Krippe bringen. Den frühen Einstieg in Kinderbetreuung haben wir nie bereut und der Tussi gefällt's super.

    *seufz* durch mangelndes Zwischenspeichern fehlt hier jetzt mein ganzer Sermon zu katlyn (coole Story ) und Katzentier. Zu Katzentier möchte ich aber nochmal was loswerden: ja, hör auf dein Gefühl und stell das Alter etwas hinten an. Ich weiss, sicher leichter gesagt als getan. Aber setz dich selbst damit nicht unter Entscheidungsdruck

    Allein sein unter der Woche: nein, danke Bin gerade nur für ein paar Tage ohne Herrn neka und mir fehlt das Teilen der Arbeit doch sehr. Zu 100% 24 Stunden und am nächsten Tag schon wieder fürs Kind verantwortlich und zuständig sein, ist einfach ein sehr harter Job. Zum Glück ist heute Krippen- bzw. Bürotag, das ist ja wie Wellness nach einem Tag mit Dauernöhltussi gestern Also Hut ab für alle Mütter, die das ständig machen und sich dann auch noch weitere Kinder über- oder sogar zulegen!
    Wir haben hier auch keine Omas und Opas in der Nähe und einen neuen Babysitter müssen wir erst wieder suchen.

    Also 2. Kind ja, gerne eigentlich. 2015 von mir aus

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    AW: Das zweite Kind

    Peppis, sehr schön ausgedrückt

    Was ich in dem Zuge unbedingt noch anmerken wollte: Mein vorangegangener Post sollte sollte keine "Freide-Freude-Eierkuchen-Statement" sein und daher sagte ich auch dass ich es absolut verstehen kann wenn man keins oder kein zweites will. Ohne anderweitige Hilfe (ob nun Baysitter oder Putzfrau) und den Lebensstandard den wir jetzt haben, hätte ich es mir auch bestimmt 100 Mal überlegt ob ein zweites sein soll oder nicht. Klar. Gehen tut es irgendwie immer, aber das muss ja nicht jedermanns Vorstellung vom Leben sein. Es mus zu Deinem Charakter, Deiner Persönlichkeit, Deinen Ressourcen, Deinen weiteren Zielen und wünschen im Leben passen. Das mag jetzt sehr rational klingen, aber ich sagte zu meinem Mann: Wenn wir unseren Lebensstandard nicht halten können (z.B. nicht mehr in der Form Urlaub machen können wie bisher, Hobbys nachgehen, Zeit für uns haben und dafür Babysitter bezahlen etc) dann möchte ich kein Drittes (und so wäre die Überlegung mit dem zweiten auch gewesen) Und ich muss fairerweise dazu sagen dass ich mit meinem Job locker ein paar Jahre aussetzen kann bzw. wie jetzt gerade sporadisch dabei bin. Ohne dass ich den Anschluss verliere. Ich darf arbeiten. Und zwar wann ich will. Das ist wahrer Luxus, auch finanziell, das ist mir bewusst. Und nicht der Normalfall. Würde ich jetzt vollzeit arbeiten müssen würde ich kein drittes wollen. Versteh das nicht falsch, ich brenne für meinen Job und freue mich jedesmal riesig wenn ich arbeite (was an sich ja schon Luxus und dicht der Normallfall ist) aber ich möchte auch viel Zeit mit meinen Kindern verbringen und vor allem die ersten Jahr genießen. (deshalb hab ich mir erstmal die Hörner abgestoßen und lange mit dem Kinderkriegen gewartet ) Ich stelle mir das hart vor wenn man dann so gar keine Hilfe hat. Und vielleicht mürbe wird... Ich habe gerade einen Artikel in einer Zeitschrift (N***) gelesen. Ging zwar um das dritte Kinde, das "zu viel" war, kann ab auch auf das zweite angewandt werden. Je nachdem wie man selbst gestrickt ist bzw. Wie die Situation ist. So möchte ich ich nicht leben bzw. mich nicht fühlen.

    Ist denn Dein Partner nur für absehbare Zeit unter der Woche weg? Hilfe braucht man. Da kann man sich nichts vormachen. Es muss einem selbst gut gehen, man braucht Kontakt, Unterstützung, etc.

    Ich finde es gut, sich zuvor Gedanken zu machen und es im Kopf durchzuspielen und ehrlich zu sich selbst zu sein ob es sich mit Euren Bedürfnissen deckt. Eine Freundin von mir sagt heute noch, sie hätte das zweite nicht kriegen sollen. Diese Tochter ist nun mit 13 ausgezogen, zu ihrem Vater...
    ***Mit den zwei süßesten Rockern (4 & 6) im Arm und unserem Schneeflöckchen im Herzen***

    * * * Bino von Engel09 * * *

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    AW: Das zweite Kind

    Hallo liebe filterkaffee und liebes Katzentier,

    ich wandere auch einmal aus dem Strang zum "Dritten Kind" hier herüber, denn mit zwei Kindern habe ich ja jedenfalls Erfahrung und vielleicht hilft es Dir bei der Entscheidung?

    Also, vorweg muss ich sagen, dass ich keine Frau bin, die sich sicher war, ob sie Kinder will. Oder wenn dann nur sehr theoretisch irgendwann, aber doch nicht jetzt. Vor allem hatte ich vorher nie etwas mit kleinen Kindern zu tun und war mir überhaupt nicht sicher, ob ich eine gute Mutter wäre.

    Mein Mann ist jedoch 8 Jahre älter und war Mitte 30 als wir uns kennenlernten. Er war sich da also schon sehr sicher, was er möchte und immer pro Kinder eingestellt. Und dann haben wir es nach einigem Hin und Her meinerseits darauf ankommen lassen und ich war mir nach der Geburt meiner Tochter gaaaaanz sicher, dass es bei einem Kind bleiben wird. Ich war in den ersten Monaten in so einer Art "Schockzustand", denn die Umstellung auf das Leben mit einem Kind fiel mir unglaublich schwer. Ich habe alle genervt mit meiner schlechten Laune und keiner hat so richtig verstanden, warum ich so unentspannt war. Aber dieser Bruch von totaler Unabhängigkeit zu "jetzt sitze ich zu Hause und stille" war mir unheimlich. Das nennt sich wohl auch "Gefängnissyndrom" . Es wurde dann nach den ersten Monaten und nach dem ersten Jahr schrittweise besser.

    Und als mein Mann dann um den zweiten Geburtstag meiner Tochter herum vorsichtig nach einem zweiten Kind anfragte, habe ich das erst einmal kategorisch abgelehnt. Ich fand das Alter zwischen eins und zwei für mich körperlich so anstrengend.... niedlich, aber anstrengend. Nunja, eine Freundin, die damals schon zwei Kinder hatte, versprach mir, dass es leichter wird, wenn die Kinder drei Jahre alt werden und berichtete mir, dass sie sich deshalb auch erst um den dritten Geburtstag ihres Großen herum für ein zweites Kind entschieden habe. Von da an war meine magische Grenze also der dritte Geburtstag und ich habe mich dann von meinem Mann überzeugen lassen, dass es Nr. 2 mit einem Altersabstand von ca. 3 Jahren geben sollte. Mein Sohn wurde dann also 3 Monate nach dem dritten Geburtstag meiner Tochter geboren und ich habe die ganze Schwangerschaft über "gebetet", dass die Aussage meiner Freundin stimmen möge.

    Nun haben wir also zwei und was soll ich sagen? Ich habe die zweite Schwangerschaft und die zweite Elternzeit sehr genossen. Ich wusste, was auf mich zukommt, ich kannte die Entwicklungsetappen des ersten Jahres und ich hatte schon einmal selbst erlebt, dass es so rasend schnell vergeht. Ich hatte alles schon erlebt und konnte mich darauf einstellen.

    Das einzige, was mich anfangs noch versunsichert hatte, war die Frage, wie meine Tochter mit dem Familienzuwachs umgehen würde. Da hatte ich in den ersten Wochen Sorge, es könnte sie traurig machen oder überfordern. Aber das hat sich alles eingespielt und ich habe es dann nach einer Anfangsphase auch bald geschafft, beide Kinder alleine zu versorgen. Zunächst musste mein Mann immer helfen, wenn es ums Abholen meiner Tochter aus der Kita oder ums Schlafengehen ging. Das habe ich mir die ersten Wochen alleine nicht zugetraut (eine Freundin von mir hatte dann immer einen Babysitter für die Abende, wenn ihr Mann nicht zu Hause war). Aber auch das ging bei uns nach einer Übergangsphase gut. Ich habe erst meine Tochter mit dem Baby vor meinem Bauch ins Bett gebracht, später dann nur noch die Tür offen gelassen, ihr ein Hörbuch eingeschaltet und sie schlief dann bald ganz alleine in ihrem Bettchen ein (Bis dahin saßen wir immer an ihrem Bett, bis sie eingeschlafen war. War also schon ein großer Schritt für sie.) Oder wir liegen jetzt auch oft zu dritt im Elternbett und dann schlafen auch irgendwann beide Kinder neben mir. Also, das geht inzwischen auch problemlos.

    Ich denke, es ist gut, in den ersten Wochen/Monaten, jedenfalls abends für die "InsBettbringZeit" Hilfe zu haben. Ich denke, das spielt sich nach einer Weile auch ein, aber man muss ja auch erst einmal den Schlafrythmus des Knirpses kennen und den besten Ablauf ein wenig erproben. Der Ablauf ist mit zwei Kindern schon etwas koordinierungsbedürftig, nach der Anfangszeit aber auch gut alleine zu schaffen. Ich finde den Organisationsaufwand jetzt mit zweien nicht anders als mit einem. Wir müssen uns auch jetzt viel absprechen und natürlich den Tag gut planen. Aber es ist machbar und mein Mann und ich arbeiten beide wieder Vollzeit seitdem der Kleine ein Jahr ist. Jeder hat auch noch seine freien Abende.

    Was allerdings sicherlich jetzt schon anders wäre ist, das meine Tochter jetzt mit 5 Jahren schon recht selbständig ist und wir ohne den Knirps schon wieder mehr Freiheiten hätten. Mit dem Kleinen verlängert sich natürlich die Kleinkindphase noch einmal.


    Falls noch Fragen sind, frage mich gerne. Ich bin froh, wenn ich mit meinen Erfahrungen vielleicht helfen kann.

    Liebe Grüße
    Geändert von Kamille (29.08.2013 um 12:35 Uhr)
    "Change is constant..."

    Kamille, 39, mit Maus (6) und Mäuserich (2,5) und Wusel im Bauch.

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