Hallo zusammen,
so, es ist geschafft: Mein Söhnchen ist nun also "großer Bruder". Und doch noch sooo klein.
Und auch wenn ich mir im Vorfeld schon viele Gedanken (und auch Sorgen) gemacht habe, wie er mit der neuen Situation umgehen wird:
Mir ist klar, daß ER derjenige ist, der viel zu verlieren hat und auch, daß er noch viel zu klein ist, um zu verstehen, was gerade passiert. Entsprechend war klar, der Besuch hat sich zuerst um ihn zu kümmern, bevor das Baby bestaunt wird - und daß das nicht zu exzessiv zu passieren hat. Für die Stunden zwischen Krippen-Heimkehr und Zubettbringen unseres Sohnes sollte die Kleine möglichst "nebenher laufen".
So. Jetzt ist die Kleine also gelandet - und ich bin etwas ratlos:
Glücklicherweise bin ich körperlich unglaublich fit, viel besser als bei der Geburt des Großen. Entsprechend wird der Große also schon seit ich wieder daheim bin exzessiv rumgeschleppt (der Beckenboden bedankt sich) und umsorgt. Zudem ist meine Mutter häufig hier und bespaßt ihn nach Herzenslust (der Kleine fährt total auf sie ab).
Als der Kleine am Tag der Heimkehr aus dem Krankenhaus von der Krippe kam und seine kleine Schwester das erste Mal gesehen hat, hat er begeisterte Freudenschreie losgelassen, vor Glück gejuchzt und immer wieder "Hallo, hallo" gesagt, sie gestreichelt und ihre Hand gehalten. Das ist bis heute so:
Er ist total fasziniert von ihr, streichelt sie gerne, kuschelt sich morgens nach dem Aufwachen sofort bei ihr ans Beistellbett, Kopf an Kopf - wenn sie ihn dann im Halbschlaf berührt, schreit er vor Freude auf.
Aber wehe, ich hole die Kleine aus dem Stubenwagen / Beistellbett und lege sie an - dann ist das Drama perfekt: Er weint, schmeißt sich auf den Boden, ist untröstlich, bis die Kleine wieder "verstaut" ist. Wenn mein Mann sie hat, ist der Kleine auch etwas irritiert, es geht aber im Großen und Ganzen.
Die Nächte sind der nächste Punkt:
In der ersten gemeinsamen Nacht (wir haben ein riesiges Familienbett mit Beistellbett für die Kleine) war der Kerle total fasziniert (und natürlich hellwach), als die Kleine Hunger angemeldet hat. Das Ende vom Lied war:
Sohn halbliegend im linken Arm, Tochter im rechten Arm an der rechten Brust. Und danach >1h, bis der Kerle wieder gepennt hat.
In den Folgenächten gab es dann nur noch Drama, sobald die Kleine gestillt werden musste. Großes Kino, dicke Tränen (bei Sohn - und später auch bei mir (schlechtes Gewissen, Hormone, Müdigkeit)), schlechte Laune zwischen Männe und mir.
Mein Mann hat versucht, den Gnom zu übernehmen, das ist für beide jedoch neu und wurde vom Sohn nicht gerade positiv aufgenommen.
Wenn man darüber nachdenkt, ist das auch nicht weiter verwunderlich:
Junior will (so, wie er es gewöhnt ist (und er ist da recht "konservativ")) nachts Mama-Service.
Und dann wird er nicht nur von dieser kleinen Heulboje aus dem Schlaf gerissen, nein. Seine Mutter, die ihn sonst in den Arm genommen und in den Schlaf getröstet hat, ist "belegt" - durch die kleine Heulboje...
Und - es kommt noch schlimmer: Während er noch sein Elend betrauert (lautstark) schnappt ihn sein Vater und zieht ihn vom Objekt seiner Begierde weg. Wenn das nicht bitter ist...
Nachdem wir es ein paar Tage (Nächte) lang versucht haben und ich ein heulendes Elend war - er tat mir so unendlich leid -, hat meine Hebamme uns geraten, daß die Kleine und ich erstmal ausziehen sollten.
Das machen wir seit glaub ich 5 Nächten, mit einer Nacht "Rückfall" dazwischen am Freitag (Söhnchen hatte Brechdurchfall aus der Krippe heimgebracht und war total am Ende... Was soll ich sagen? Die Nacht war der Horror...).
Bilanz, nachdem die Kleine jetzt 14 Tage alt ist:
Positiv ist, daß die Nächte meiner "Jungs" sich mittlerweile bessern; die minutenlangen lautstarken Heulattacken sind im Prinzip nicht mehr vorhanden. Dennoch weiß ich, daß es noch zu früh ist, wieder die Nächte zusammen zu verbringen; erst muss sich der Papa noch mehr als nächtlicher Tröster etablieren (und das im-Liegen-Stillen meiner Fressmaschine etwas besser laufen), sonst bin doch nur ich wieder im Einsatz - für beide Kinder.
Noch positiver ist, daß wir im 2ten Anlauf anscheinend ein Anfängerbaby hinbekommen haben - im Gegensatz zu Sohnemann, der von Anfang an eher unruhig und agil, sehr fordernd war, ist sie total chillig und an sich nur wach, um zu trinken. Gelegentlich schaut sie etwas missmutig in die Welt (wo bitte ist der Busen?!?), ihr Lebensinhalt ist aber Trinken und Schlafen. Sie lässt sich, auch durch am-Stubenwagen-Rütteln, mit-Kochlöffel-auf-Töpfe-einschlagen, wildes "Eiei" der brutaleren Natur durch Brüderchen nicht aus der Ruhe bringen. Die Kleine läuft also sehr stark nebenher, bis auf die Fressattacken am frühen Abend, die wie gesagt grooßen Kummer beim Bruder auslösen.
Leider hat mein Sohn sich immer noch nicht mit dem Stillen (und sonstigen Handling) der Kleinen abgefunden. Tränenreiche Dramen sind dann die Regel.
Erschwerend kommen 2 neue Schneide- und ein neuer Backenzahn hinzu, Söhnchen hat dauernd die Hand im Mund...
Und jetzt steht zum Ende der Woche die 2,5-wöchige Krippen-Schlußzeit an. Ehrlich: Ich hab ziemlichen Bammel davor. Klar, meine große Hoffnung ist, daß der Kleine dann einfach mehr Zeit mit seiner Schwester verbringen kann und sich Normalität einstellt. Aber ich seh mich schon die 2 Kinder jonglieren, immer hin und her gerissen zwischen den Beiden und mit dauerschlechtem Gewissen... *ächz*
Bin schon dabei, mir Ausflugsziele zusammenzusuchen - Junior braucht Action -, die Schwieger-Großeltern kommen ein paar Tage (wird sicher für Trubel sorgen), meine Mutter wird sich viel mitkümmern.
(klar, mein Mann hat Urlaub - aber seit die Kleine da ist, ist er voll im Püppi-ist-sooo-zart-der-Große-ist-schon-so-groß-Modus. Ich hab den Eindruck, er erwartet zu viel von ihm. Zudem trauert Sohnemann ja um mich...)
So. Nach dieser langen Vorrede:
Was ich von Euch wissen will - wie war es bei Euch? Wie lange hat es gedauert, bis Eure "Großen" sich an den Zuwachs gewöhnt haben? Was habt Ihr getan, um die Großen zu unterstützen, wovon würdet Ihr eher abraten?
(ich glaube, ich brauche eine Mischung aus Durchhalteparolen und guten Tipps...)
Ich danke Euch von Herzen,
Stella
Antworten
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12.08.2013, 23:30
"Großer" Bruder mit knapp 17 Monaten & Dramen (Nächte, Stillen) - Gewöhnung?
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12.08.2013, 23:56
AW: "Großer" Bruder mit knapp 17 Monaten & Dramen (Nächte, Stillen) - Gewöhnung?
Hey, Stella! Erstmal herzlichen Glückwunsch! Irre. Nr. 2 ist schon da.
Tirzi war bei Mottes Geburt deutlich älter, aber ihm hat während des Stillens eine Spiele-Kiste geholfen, die er nur dann bekam (Bilderbücher, CD, Auto, Knabbereien). ob das bei so Minis hilft: keine Ahnung.
Bei uns war die Motte dann eher die, die das Stillen boykottiert hat. Sie war zu neugierig. ich konnte nur noch ohne Tirzi stillen. Wir hatten dann recht schnell tagsüber die Flasche und das hat mich sehr entlastet.
Hat euer Großer er eine Puppe? dann könnte er auch füttern etc.
Wir hatten/ haben auch meist ein Familienbett. ich nehme das Kind, welches nachts zuletzt kommt, in die Mitte ans Fußende. ich drehe mich natürlich auch mit um. so kommen wir uns nicht in die Quere.
Wünsche euch viel Erfolg beim weiteren Eingewöhnen. Liebe Grüße, TirzaDa es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein!
Voltaire
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13.08.2013, 08:59
AW: "Großer" Bruder mit knapp 17 Monaten & Dramen (Nächte, Stillen) - Gewöhnung?
Hi Stella,
herzlichen Glückwunsch :-)
Positiv ist doch schonmal, dass der Kleine so gut auf die Schwester reagiert, ganz toll.
Hast du ihn auch gestillt ? Seit wann stillst du nicht mehr ?
Auch wir haben einen etwas größeren Abstand, sprich, der Große war 2 Jahre und 3 Monate, was es aber nicht unbedingt besser macht, denn dann verstehen sie auch noch nicht alles und waren aber noch mal länger auf der Pool Position.
Wir haben das übrigens ähnlich gemacht, wie von deiner Hebamme angeraten, damit die Familie schlafen kann. Mein Mann hat 1 Jahr mit dem Großen in seinem Zimmer geschlafen und ich mit dem Kleinen (stillenderweise) im Bett. Das hat gut geklappt. Seit einigen Wochen ist mein Mann jetzt wieder eingezogen, der Große, inzwischen 3,5 schläft jetzt wunderbar alleine
. Der Kleine ist ins eigene Zimmer umgezogen, wo ich ab der zweiten Hälfte der Nacht auf der Matratze vor dem Bett schlafe (er wird immer noch einmal gestillt).
Gerade das Stillen über Tag, gestalte sich ähnlich wie bei dir. Der Große war enorm eifersüchtig auf den Kleinen, der in meinem Arm stillenderweise schön geschlafen hat. Da muss man irgendwie durch, die ersten Monate. Das war aber wegen Kita nur im nachmittagsbereich ein Problem, aber dann kam mir mein Mann meistens helfend beiseite, indem er den Großen im Garten abgelenkt hat, oder irgendwo gespiel hat.
Inzwischen hat sich das alles eingespielt. Ich hab dem Großen zu Beginn sehr viel Zeit gewidmet. Bin mit ihm exklusive viel alleine unterwegs gewesen (schwimmen, Eis essen, etc.).
Die normalen Eifersüchteleien unter Geschwistern gibt es immer noch, die sind aber normal, denke ich. Es wird um die Gunst gebuhlt, wer auf dem Schoss sitzen darf etc..........
Naja, als Familie zu viert müsst ihr euch noch finden. Mein Mann hat auch zunächst dazu geneigt, das große Beschützertuch über den Kleinen zu halten und dem Großen, der ja mit 2 auch noch Mini ist, zuviel abzuverlangen.
Da waren auch einige Gespräche nötig.
Es wird besser, halte durch, das spielt sich alles ein............:-)In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
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13.08.2013, 11:17
AW: "Großer" Bruder mit knapp 17 Monaten & Dramen (Nächte, Stillen) - Gewöhnung?
*kurz reinhüpf*
Stella, ich kann leider nicht viel zu deiner Frage sagen, ich wollte dir nur ganz kurz gratulieren zu deiner Prinzessin! Hoffe die Geburt lief gut!
Und ihr bekommt das Problem geregelt.
Liebe Grüsse aus dem Augustkrümel-Strang....der kleine Frosch ist da und sofort in mein Herz gesprungen....

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13.08.2013, 16:21Inaktiver User
AW: "Großer" Bruder mit knapp 17 Monaten & Dramen (Nächte, Stillen) - Gewöhnung?
Hallo Stella!
Erstmal herzlichen Glückwunsch!
Dein Thema interessiert mich sehr- bei uns ist es im Oktober soweit und der Altersunterschied werden nur knapp 16 Monate sein.
Ich bin sehr gespannt und auch schon etwas nervös, wie das alles klappen soll! Ich hoffe, deine Erfahrungen helfen mir etwas
Viele Grüsse
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14.08.2013, 06:13
AW: "Großer" Bruder mit knapp 17 Monaten & Dramen (Nächte, Stillen) - Gewöhnung?
Stella: Vieles was du beschreibst, kommt mir mehr als bekannt vor. Bei uns kam nach einigen Wochen dazu, dass der Grössere den Kleinen kniff, haute und biss...... ich konnte die Kinder praktisch ein Jahr niiiiiieeeee eine Sekunde aus den Augen lassen. Die Tage alleine mit den Kids glichen einer logistischen Meisterleistung
leider besserte sich die Situation erst, als die beiden Kinder etwas mit sich anfangen konnten...... also nach fast einem Jahr. ich glaube mittlerweile es ist nicht mal so sehr vom Altersunterschied abhängig - viel mehr spielt wohl der Charakter des Kindes eine Rolle. Es ist natürlich erschwerend, wenn der vermeintlich Grössere noch nicht auf der 'Vernunftsebene' abgeholt werden kann.
Meine Strategie war: Nie oft mit den Kindern alleine sein..... ich habe dem Grösseren so oft wie möglich eine Person zum spielen zur Verfügung gestellt - bzw. ich habe auch den Kleinen rasch anderen gegeben, dass ich mit dem Grösseren spielen konnte.
Die Nächte waren bei uns auch die ersten Woche und Monate sehr schwierig - auch wir haben uns mit den Kinder aufgeteilt.
Die ersten 6 Monate waren vorallem ein Überlebenstrainning - danach wars ein weiteres halbes Jahr sehr streng....... nun ist der Kleinere 16 Monate alt und es geht immer besser.
Bei uns ist der Altersabstand zwei Jahre - Aber mein Grosser hat ein Downsyndrom und war Entwicklungsmässig nur ein gutes Jahr älter.
Es geht wirklich irgendwann vorbei - es wird besser!!! Aber es war für mich irgendwann erleichternd einfach zu akzeptieren, dass Eiversucht ein grosses Thema ist - anstatt mich immer dagegen zu wehren und es verändern zu wollen. Die Lösung habe ich leider nie gefunden!
Und ich habe einfach probiert die schönen Momente die es wirklich auch gab - möglichst zu geniessen.
Viel Geduld und eine gehörige Portion Kraft wünsche ich euch.....
Nanamit kleinem prinzen (01.2010)
- einer kleinen trödel(wunder)tüte (03.2012) 
und einer Seele irgendwo im universum
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14.08.2013, 06:26
AW: "Großer" Bruder mit knapp 17 Monaten & Dramen (Nächte, Stillen) - Gewöhnung?
Ich denke Eiversucht kann man nicht einfach weg erziehen...... Wie du es versuchst, kann man dem Kinder versuchen Sicherheit und Aufmerksamkeit geben. Ansonsten muss es sich einfach entwickeln..... Das Kind muss wohl den Verlust einfach verdauen und merken, dass das Geschwister auch Spass macht und nicht nur Bedrohung ist.
Ausserdem ist es doof, wenn man das grössere Kind irgendwann 'bestrafen' oder zurecht weisen muss, wenn es z.B. haut...... und es noch mehr die Erfahrung macht, dass es blöd ist ein Geschwister zu haben........ das hat bei uns den Kreislauf angeheizt.mit kleinem prinzen (01.2010)
- einer kleinen trödel(wunder)tüte (03.2012) 
und einer Seele irgendwo im universum
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16.08.2013, 22:31
AW: "Großer" Bruder mit knapp 17 Monaten & Dramen (Nächte, Stillen) - Gewöhnung?
Hallo zusammen!
Vielen Dank für Eure Antworten!
Ich komme erst jetzt dazu, mich zu melden, da - tja - wir den 2ten Tag Vollzeit zu viert haben und es sich doch als so anstrengend erweist, wie befürchtet...
Was soll ich sagen? Habe heute festgestellt, daß wir keinen Werwolf, sondern ein Wer-Baby haben:
Mein Sohn mutiert nicht bei Vollmond zum Monster, sondern, sobald sich unsere Wohnungstüre hinter ihm schließt. Dann wird er echt zur heulenden Bestie. Ein Geschrei, ein Drama:
Wegen nix wird sich auf den Boden geschmissen, in den höchsten Tönen geschrien, den Kopf nach vorne und hinten geschlagen (egal gegen was - den Boden, die Wand, mein Gesicht, mein Busen, alles...), getreten, sich auf dem Boden zusammengerollt, verzweifelt.
Kaum verlassen wir mit der Heulboje die Wohnung, ist er ein gelassenes, neugieriges Kerlchen, das mit allem und jedem flirtet, alles untersucht und meist recht ausgeglichen ist (klar, nicht immer). Bis wir wieder heim kommen... Puh!
Seit 2 Tagen sind wir also fast permanent auf Achse, kommen daheim zu nix (klar), die arme Kleine wird mitgeschleift und wenn wir abends nach Hause kommen, kann ich kaum noch laufen, so sehr kneifts im Schritt (die Nähte sind noch nicht tipp-topp, wie ich jetzt bei Belastung merke...) - mühsam.
Dafür werden die Nächte (getrennt) langsam besser, auch wenn der Kleine ohne mich früher wach ist (*seufz*). Tagsüber ist es durchwachsen. Daheim Dramen wegen allem und nichts, oft noch wegen Stillen, oft einfach nur wegen Rausnehmen der langsam etwas pflegeintensiver werdenden Kleinen. Schlimm ist es auch, wenn ich mit ihr den Raum wg. Wickeln verlasse, selbst wenn der Kleine gerade mit meinem Mann spielt, ist das irgendwie gaaaanz schlimm.
Lichtblick ist der gemeinsame Morgen:
Sobald ich höre, daß der Kleine wach wird (*nölnölnöl* - es soll ja Kinder geben, die morgens fröhlich babbeln und lachen, habe ich gehört... Wir haben einen notorischen Morgenmuffel, der von Anfang an den neuen Tag lamentierend eingeleitet hat... Muss man auch mögen...), schnappe ich mir die Maus und wir machen uns auf in Richtung Schlafzimmer, wo ich sie dann ins Beistellbett lege.
Mittlerweile werde ich eher beiläufig begrüßt, dann gilt die ganze Aufmerksamkeit meines Sohnes der Kleinen: Er juchzt sie an, legt sich Gesicht an Gesicht vor ihre Nase, "Aaaallo"-t sie an, juchzt, wenn sie sich bewegt, macht exzessiv "Eiei", hält ihre Hand, etc. - Ich versuche, möglichst wenig einzugreifen, außer, wenn er schier auf sie draufkrabbeln will in seinem Enthusiasmus oder er ihre Hand quetscht, etc.
Aber es ist ein schöner Anblick, die zwei so zu sehen, gibt Kraft für den Rest des Tages.
Sobald sie dann Hunger hat, kann man ne Münze werfen, ob es Drama gibt, oder er mir beim "Auspacken" (Pulli hochziehen) hilft (ungefragterweise, er ist da recht enthusiastisch).
Das nur so als Zwischenstand. Wir haben noch 17 Tage Krippenschluss, davon ist mein Mann die meiste Zeit daheim, 1,5 Tage davon muss er arbeiten und 2 mal nen halben Tag wird er auf Tour sein, seine Eltern mit dem Auto holen und wieder abliefern. In der Zeit (und auch dazwischen) ist zum Glück meine Mam bei uns, denn alleine trau ich mir das noch nicht zu.
Zu Euren Posts:
Hi Tirza,
wahnsinn, wie die Zeit rast, was? Gerade haben wir uns noch durch die ersten 12 Wochen unserer März 2012er-Babies gezittert, jetzt ist schon das zweite Kind da.
Das Problem hier ist, daß der "Große", sobald er weint, nicht mehr zu erreichen ist - er macht total dicht und hört und sieht nix mehr. Wenn er so seine Weinattacken bekommt, hilft eigentlich nur, ihn von da, wo er gerade "zusammegebrochen" ist, aufzupflücken und im Arm / auf der Hüfte (stehenderweise) zu wiegen.
Ihn mit Spielsachen zu locken, klappt nicht, ihn herzurufen, auch nicht (kriegt er, glaube ich, nicht mal mit). Selbst mein Mann erreicht nur wenig.
Glücklicherweise ist die Kleine so eine (inzwischen fette (mein Mann meinte heute: "sie ist schon eine echt dicke Wurst!")) Fressmaschine, daß sie sich weiterhin nicht stören lässt:
Ob er hysterisch plärrt, sie ruppig streichelt, , halb auf sie drauf krabbelt, den Radio auf volle Lautstärke aufdreht, ist egal. Selbst als er ihren Kopf (war aber sicher ein Versehen) nach hinten gezogen (und sie dabei abgedockt) hat, war sie nur darauf fokussiert, wieder an den Nippel zu kommen.
Ich fürchte, wir werden noch ne ganze Weile starke Nerven und Ohropax brauchen, bis das mit dem Stillen toleriert wird...
Ich hab auch schon wg. Abstillen nachgedacht, denn ein Großteil der Dramen entstehen ja nur dadurch, daß die Kleine mich blockiert - würde mein Mann ihr die Flasche geben, hätten wir weniger Stress.
Allerdings hab ich den Großen 6,5 Monate voll und danach noch fast 4 Monate begleitend gestillt und fand das einfach praktisch - will ihr zudem nicht, nur um es mir leichter zu machen, die Brust verweigern. Fänd ich auch nicht gut. Naja. In 17 Tagen ist wieder Krippenzeit, dann haben wir wieder ruhigere Tage - wobei ich hoffe, daß bis dahin etwas Routine reingekommen sein wird.
Hallo Peppis,
danke für Deinen Bericht.
Ja, der Große wurde auch gestillt, in Summe 10 oder 11 Monate, aber schon seit einer Weile nicht mehr, er kann sich sicher nicht mehr daran erinnern. Wobei die eine Aktion vergangene Woche, als er mal "getestet" hat, schon interessant war.
Zum Glück steht mein Mann sehr hinter dem Thema "Familienbett", so daß wir in der Hinsicht an einem Strang ziehen und ich keine Diskussionen von wegen "den Großen ausquartieren" führen muss.
Im Gegenteil: Mein Mann freut sich total, daß der Kleine jetzt nachts mit ihm schmust. Das ist neu.
Auch tagsüber wachsen die 2 immer mehr zusammen, ich denke, daß wir einfach Geduld brauchen, denn mein Mann ist einfach etwas ruppiger und weniger schmusig, was mein Sohn aber einfach gewöhnt ist (auch ist er es gewöhnt, daß ich mich kümmere, das stellt sich ja nicht so schnell um).
Kinder sind schon ein konservatives Pack!
Aber ich kann das schon verstehen: Seine ganze Routine, die ihm Sicherheit gegeben hat, ändert sich im Moment - und dann dieser fiese Backenzahn, der seine Kauleiste richtig ausbeult (Mann, kann der sabbeln).
Auf jeden Fall hoffe ich sehr, daß meine Kleine und ich mittelfristig wieder ins gemeinsame Schlafzimmer ziehen können, auch wenn die Nächte für mich zur Zeit echt erholsam sind, 2 - 3 mal im Liegen stillen, einmal wickeln, sonst ist meist Ruhe. Wenns danach ginge, sollte ich es mit dem Zurück-Ziehen nicht eilig haben.
Ideal wäre es, wenn die 2 Jungs bis dahin mehr Routine hätten - und meine Kleine ihre Mahlzeiten bissle zackiger reinziehen würde (ist ja nur eine Frage des Alters...)
Leider (*hüstel*) haben wir ein "Verfallsdatum" - der 24.8., dann kommen Schwiegers und quartieren sich in unserem Mädelszimmer ein, dh. wir werden dann 3-4 Nächte wieder gemeinsam schlafen.
Das ist mit Sicherheit zu früh und ich freue mich schon auf die dann folgenden Dramen!
Hallo Blueeyes:
Na, ist diese SS auch gefühlt anstrengender als die erste? Ich fand den Unterschied extrem.
Ich werde Dir gerne weiter berichten, wie es läuft - gerne auch per PN.
Hallo Nana,
danke für Deinen Bericht - Dein Kleiner ist ja ziemlich so alt, wie mein Großer:
Ich erinnere mich an Deinen pos. Test im Hoffnungs-Strang (ich war da ja mal gaaanz kurz zu Besuch). Wie die Zeit doch rast.
Puh, was Du beschreibst, klingt sehr anstrengend. Ich hoffe, daß es hier nicht so laufen wird. Bin aber optimistisch, allein schon, weil der Große ja normalerweise in der Krippe "aufgeräumt" ist, was den Alltag schon erleichtert (ich geb's zu!), aber auch, weil er dort schon gelernt hat, wie man mit Kleineren umgeht.
Dein Tipp mit der Betreuungsperson für den Großen ist auch hier bisher das Beste, was wir machen können:
Meine Mutter ist viel zur Stelle - sie liebt den Großen abgöttisch und wird von ihm angehimmelt; ihr fällt aber auch immer was Gutes ein, womit sie ihn ablenken kann (sei es auch nur "Baumrinden anfassen", wenn er wieder mal abdreht. Simpel aber wirkungsvoll). Da mein Mann sich dann immer sehr zurücknimmt (er ist einfach etwas bequem), werden wir morgen mal nen Tag nur zu viert machen.
Sonst haben wir uns einfach ein exzessives Draußen-Programm "verschrieben" und, was mich sehr freut, mein Mann hat von sich aus angemeldet, daß er mit dem Großen abends (zwischen Abendsnack und Nachtflasche) nochmal auf den Spielplatz hinterm Haus gehen will - alleine. So kann die Kleine ihren Fress-Flash ausleben und der Große ist ausgeglichen.
Vormittags gehen die 2 zur Zeit auch gerne spazieren (mit Buggy), gerne dann, wenn Söhnchen schon müde & maulig wird, sobald er pennt, zischt mein Mann heim und legt sich mit Söhnchen ins Bett.
Das ist auch was, was wir beibehalten werden: Wenn Sohnemann schläft, versucht der Rest der Familie, auch zu schlafen. Denn die Kraft, die uns die Eingewöhnung kostet, muss ja auch wieder getankt werden.
Ich muss sagen, ist schon anstrengend.
Ja, das mit dem Bestrafen / Schimpfen ist sicher schwierig. Ich tendiere auch dazu, ihn mehr an der Kleinen "rumschrauben" zu lassen, als ich persönlich super fände, da ich ihn nicht dauernd mit nem "nein" stoppen will. Mein Mann ist da schneller dabei - und im Ton oft eher ruppig. *nerv*
Naja. Muss sich alles noch finden - auch in der Paar-Beziehung ist ne neue Dynamik drin, mit deutlich mehr Höhen und Tiefen. Viele Glücksmomente, aber auch viel mehr Streit und Tränen.
Mein Mann findet, ich verhätschle den Großen, ich finde, er ist zu grob, überfordert den Kleinen und hält sich zu sehr raus. Vermutlich haben wir beide recht.
Naja.
Jetzt bring ich mal die Fressmaschine und mich ins Bett: Müüüüde!
Gute Nacht,
Stella
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17.08.2013, 06:54
AW: "Großer" Bruder mit knapp 17 Monaten & Dramen (Nächte, Stillen) - Gewöhnung?
Hey stella,
Ich drück euch die Daumen und uns auch schonmal. Mein kleiner kommt in 6 Wochen und mein großer aus Mai 2012 wird dann fast 17 Monate alt sein. Er geht noch nicht in die Kita. Aber ich hoffe es klappt schnell auch so. Unser Umfeld mit Eltern und schwiegereltern ist sehr gut und nah dabei. Notfalls können die mithelfen. So ist der Plan. Ich bin gespannt.
Viele Liebe grüße!!!
-
17.08.2013, 07:28
AW: "Großer" Bruder mit knapp 17 Monaten & Dramen (Nächte, Stillen) - Gewöhnung?
Herzlichen Glückwunsch!
Mein Großer ist ein März baby 2011 und der Kleine ist ebenfalls knapp 17 Monate jünger, wird demn. ein Jahr alt.
Es findet sich! Ihr seid doch auf einem sehr guten Weg, toll dass den Großen auch Oma mit bespasst und der Papa so viel einspringt. Das er den Großen etwas ruppiger behandelt als du ist blöd für das Mamaherz, aber für deinen Sohn sicher lang nicht so schlimm. Die beiden wachsen sicher noch besser zusammen, dann ist der Papa wieder emphatischer ihm gegenüber. Anfangs war das hier auch so, männliche Bdzugspersonen fingen auf einmal die berühmte "du bist jetzt doch der große Bruder- Arie" an und brauchten etwas bis sie ihn wieder als gerade Anderthalbjährigen wahrnehmen konnten.
Wir haben und hatten auch ein Familienbett und anfangs habe ich noch Tandem gestillt. Teilweise lag ich dann wirklich nachts mit beiden an/ auf mir da und Mann schlief durch. Klar, es war anstrengend, aber mein Mantra war dann, das wir Eltern ein Geschwisterchen wollten, nicht mein Sohn. damit konnte ich seine Sorgen und kleine Eifersüchteleien besser handlen.
Die ganze Welt steht Kopf für deinen Sohn, gib euch allen Zeit!
Was das Stillen angeht, bekommst du es schon hin, den Großen während dessen zu bekuscheln? Ein Buch anzugucken? Macht es einen Unterschied, ob er das Baby mit dem Mund in der Brust sieht oder du diese mit ner Mullwindel zb abdeckst? Assoziiert er evtl. Schmerzen für dich bei dem Bild? (Gerade wenn er selbst gerade zahnt)?
Schon dich! Und ansonsten hab Geduld mit euch, ihr macht doch alles richtig, den Rest wird die Zeit bringen, versprochen!


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