Hallo!
Ich war am Mittwoch beim Diabetologen für den großen Zuckertest. Dabei war der erste Wert mit 90 noch o.k. der zweite mit 170 aber dann erhöht. Am Montag habe ich jetzt einen weiteren Termin, soweit ich am Telefon informiert wurde, bekomme ich ein Messgerät mit, darf/soll aber die nächsten zwei Wochen normal weiter essen und die Werte kontrollieren. Je nachdem wird dann entschieden.
Ist von euch jemand hier, dem es ähnlich geht?
Kleiner Erfahrungsaustausch würde mir gut tun.
Muss dazu sagen, dass es bei mir sehr überraschend kam, der Test auf eigenen Wunsch durchgeführt wurde (habe in einer Woche zwei Kilo zugenommen, erschien mir etwas viel). Habe weder Übergewicht noch irgendwelche Veranlagungen.
Mir geht es jetzt nicht um die Messerei, Stecherei, aber ich möchte wirklich Diabetes umschiffen und v.a. das Insulin (hier geht es mir auch nicht um das Spritzen sondern einfach um das Inuslin als solches).
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28.06.2013, 20:08
Vorstufe Schwangerschaftsdiabetes
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28.06.2013, 21:32
AW: Vorstufe Schwangerschaftsdiabetes
Huhu!
Ich hatte das in meiner schwangerschaft auch.
Wollte auch absolut kein insulin spritzen.
Strikte ernährungsumstellung (täglich höchstens 50g kh, viel gemüse, viel milchprodukte) hat dazu geführt, dass ich die werte in den griff bekommen habe.
Was ich an leckerchen gut vertragen habe:
- latte macchiato
- bitterschokolade (90%ige lindt)
- quark mit pürierten tk-erdbeeren
Probier aus, was du verträgst und wo deine zuckerwerte hochgehen. Nach zwei, drei wochen wirst du wissen, was geht und was nicht.
Ich wünsch dir alles gute!
tschakka-hee
Spendet Blut!
BÖ & BUDDY
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29.06.2013, 04:54
AW: Vorstufe Schwangerschaftsdiabetes
Hallo Entchen!
Vielen Dank für deine Antwort!
Darf ich fragen, wie deine Werte in etwas waren?
Kurze Nachfrage: 50g Kohlehydrate entspricht etwa welcher Menge an Brot/Nudel etc.?
War nach der SS wieder alles in Ordnung? Hattest du in der ersten SS bereits Probleme oder in einer weiteren?
Lagen bei dir Risikofaktoren vor, oder traf es dich auch aus heiterem Himmel?
Milchprodukte ist das nächste Problem... Habe eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Es geht schon mal ein bisschen was, aber halt nicht die großen Mengen und nicht täglich. Soja ist ähnlich gelagert. Und Schaf- und Ziegenmilch enthält viel Fett - oder ist das kein Problem? Habe auch gelesen, man soll auf Fett achten...
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29.06.2013, 08:37
AW: Vorstufe Schwangerschaftsdiabetes
Ich antworte die später vom großen rechner aus!
tschakka-hee
Spendet Blut!
BÖ & BUDDY
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29.06.2013, 12:47
AW: Vorstufe Schwangerschaftsdiabetes
so. jetzt aber... ich hab grad ein wenig Zeit und den Rechner hochgefahren...
beim "großen" Test waren die Werte:
nüchtern 78
nach einer Stunde 147
nach zwei Stunden (und einem Kreislaufzusammenbruch) 162
Ich musste dann auch regelmäßig Werte messen (vor dem Essen, 90 Minuten nach dem Essen, wenn der zu hoch war, auch noch 120 Minuten nach dem Essen und vorm Schlafengehen) und protokollieren.
keine Ahnung. Aber ich habe wirklich lächerlich geringe Mengen an KH gegessen: morgens Joghurt mit 20 Gramm Müsli drin (und zwar das Bio-fünfkornmüsli von Rewe, nicht so ein lustiges mit Zucker versetztes Müsli). Mittags drei bis vier Knäckebrote mit Käse drauf (oder Margarine mit Kräutern drauf). Abends nur einen salat oder Gemüse oder sowas. Mittag- und Abendessen auch öfters mal vertauscht.
Ich habe KEINE Kartoffeln mehr gegessen, keinen Reis, keine Pasta, kein Brot (bis aufs Knäckebrot), und das ging mit den werten gerade so. Meine Ernährung war also mehr als restriktiv. Dafür bin ich ein echtes Gemüsemonster geworden. Gesund war das nicht, aber nur so waren meine Werte in Ordnung.
Und wenn ich mal zu viele KH gegessen habe, äußerte sich das dann gleich (jetzt im Nachhinein erkenne ich einen Zusammenhang) in massigen Kreislaufproblemen: Blutdruck von 80/50 bei einem Puls von 120. Tschakka. War nicht lustig.
In der ersten Schwangerschaft hatte ich null Probleme - allerdings wurde da auch nicht der Zuckertest gemacht. Ich GLAUBE also nur, dass da alles okay war. Risikofaktoren lagen keine vor - außer, dass ich über dreißig bin.
Ob jetzt alles wieder okay ist, kann ich nicht sagen. Meine Frau Dr. zucker sagte, ich solle am Tag nach der Geburt meine Werte messen - da lag ich aber auf der Intensivstation und konnte mich nicht bewegen. Danach habe ich sporadisch mal gemessen und bin fast hintenübergefallen, weil die Werte komplett zerschossen waren. Nun ja. ich musste mir bis vor ein paar Tagen noch immer Blutverdünner spritzen, und im Beipackzettel der Spritzen stand, dass die die zuckerwerte zerschießen können (es stand nicht da, in welche Richtung, in welcher Höhe oder wie lange nach dem Absetzen). Und jetzt, nach dem Absetzen, versuche ich, mal einen Tag lang konsequent zu messen.
ich habe aber wieder Kohlehydrate in meine Ernährung eingeführt und es kommen zumindest keine Kreislaufattacken mehr. Bei zu viel Zuckerkonsum bekomme ich aber noch immer einen fiesen Geschmack im Mund. Mitte Juli bin ich beim Diabetes-Nachtest und hoffe, da nicht auch noch einen Hauptgewinn gezogen zu haben.
Generell ernähre ich mich aufgrund der Geschichte aber gesünder und gemüselastiger. und das tut mir gut.
Auf Fett hab ich absolut nicht geachtet - irgendwoher musste ich meine Energie ja ziehen... Am Anfang, als ich wirklich kaum was gegessen habe, hatte ich wirklich null Energie, man konnte mir im laufen die Schuhe besohlen. Besser wurde das erst, als ich Bitterschokolade essen durfte und festgestellt habe, dass Latte Macchiato meine Werte gar nicht beeinflusst.
Frau Dr. Zucker meinte auch, dass jeder anders auf Kohlehydrate reagiert. Die einen können sich trotz Diabetes Kartoffeln reinkloppen, die anderen nicht. Daher mein Rat: Versuche, herauszufinden, was Dir guttut! Du hast zwei Wochen Zeit zu messen. Versuche, gemüselastig zu essen (Achtung bei Obst: Viel Zucker! Erd- und andere rote Beeren gehen aber ganz gut), und dann schau, wie welche KH Deine Werte beeinflussen.
Alles Gute!
tschakka-hee
Spendet Blut!
BÖ & BUDDY
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29.06.2013, 12:57Inaktiver User
AW: Vorstufe Schwangerschaftsdiabetes
Hallo!
Ich hatte in beiden Schwangerschaften Gestationsdiabetes und bin beide Male um die Insulinpflicht herumgekommen. Grundsätzlich bedeutet das schon, mit Kohlehydraten vorsichtig zu sein. ABER: Bitte nicht Kohlehydrate extrem reduzieren!!! Mind. 30% des Energiebedarfs sollten auch weiterhin über Kohlehydrate gedeckt sein, sonst droht eine Ketose - mit großer Gefahr fürs Kind. Ich hatte bereits wegen des "Hungerzustands" beim oGTT Hungerketone im Urin.
Wichtig - und weitaus besser als reines Kohlehydrateindämmen - ist Bewegung, um den Zucker im Griff zu behalten. Und was bei mir ganz enormen Einfluss hatte, war Stress. Ich merkte das v.a. in der zweiten Schwangerschaft. Ich habe damals Vollzeit gearbeitet, plus insg. 2 h Pendeln. Kaum war ich im Mutterschutz, waren meine Werte auf einmal gut.
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29.06.2013, 13:03
AW: Vorstufe Schwangerschaftsdiabetes
das beispielsweise hat mir nie jemand gesagt
aber Frau Dr Zucker hat sich auch immer meine Ernährungsprotokolle angeschaut und nie was gesagt.
Nu ist es eh zu spät... Baby ist aber auch gesund und munter!
tschakka-hee
Spendet Blut!
BÖ & BUDDY
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29.06.2013, 14:31Inaktiver User
AW: Vorstufe Schwangerschaftsdiabetes
Hallo,
auch bei mir wurde neulich Schwangerschaftsdiabetis festgestellt. Der Test wurde auch nur auf meinem Wunsch hin gemacht, meine FA sah an sich keine Veranlassung mich zu testen, weder erschien ihr das Baby besonders groß bzw. schwer, noch habe ich sprunghafte Gewichtszunahme zu verzeichnen. Bei mir sind die ersten beiden Werte völlig in Ordnung, nur der dritte nicht. Nun muss ich auch ein Ernährungstagebuch führen und 4x am Tag den Blutzuckerspiegel prüfen. Ich bin erst seit Mittwoch dabei und finde nun so langsam raus, was ich essen kann und was nicht. Das Frühstück ist für mich momentan ein Problem. Hatte heute Morgen zum Beispiel ein Dinkelvollkornbrötchen mit Käse – geht anscheinend gar nicht, der Blutzuckerwert ist gleich durch die Decke. Dabei steht in meiner Ernährungsübersicht, dass Vollkorn und Dinkel in Ordnung sei. Ich esse normalerweise gern Jogurt mit Haferflocken oder Cornflakes, was ich auch sein lassen soll. Da muss ich also mal ansetzen und verschiedene Dinge ausprobieren. Ich glaube, man muss einfach für sich rausfinden, was funktioniert bei mir und was nicht. Da tickt wahrscheinlich auch wieder jeder anders. Normale Pasta sollte man ja wohl auch meiden, nach einer Portion Pasta mit Pesto und Parmesan waren die Werte bei mir aber zum Beispiel völlig ok. Auch Tortilla, wo ja auch eine Menge Kartoffeln dabei sind, macht mir anscheinend gar nichts. Das chinesische Essen dafür gestern mit Reis war wohl nicht geeignet, wieder ist der Wert durch die Decke, dabei habe ich mich mit Reis echt zurückgehalten. Ist also ein Lernprozess. Ich muss dazu sagen, dass durch Urlaub und damit 4 Wochen zwischen ersten und zweiten Zuckertest, die Diagnose erst in der 33. Woche kamen, bin nun in der 35. Woche. Also ist der Zeitraum für mich jetzt überschaubar – mir fällt es eben nur schwer, auf Süßigkeiten zu verzichten. Verbote haben bei mir (geht wohl den meisten so) die Wirkung, dass ich nur noch an Eis und Kuchen denke… das wird jetzt eine Herausforderung. Zum Glück schmeckt mir Bitterschokolade und 1-2 Stk. mal ab und zu reichen mir dann auch.
Also einfach probieren und testen was geht und was geht nicht. Bei Säften muss man aufpassen, selbst bei den Direktsäften –war mir zum Beispiel nicht klar und Obst auch nur in kleinen Portionen – gefrorenes ist aber empfohlen. Und Bewegung soll wohl auch viel ausmachen. Deswegen zwinge ich mich jetzt jeden Tag eine größere Runde spazieren zu gehen, oder aber 1-2 U-Bahn Stationen eher auszusteigen.
Drücke dir die Daumen, dass alles gut wird!
Zorni
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29.06.2013, 17:07
AW: Vorstufe Schwangerschaftsdiabetes
VIELEN DANK für euere Antworten!

@ Entchen: Wer hat die 50g Kohlehydrate bei dir fest gelegt? Wurde dir diese Grenze vom Diabetologen gesetzt? Oder hat dein Wert bei Kohlehydrate so stark ausgeschlagen?
@ Zorni: Darf ich fragen, wie deine Werte beim Test waren? Wann genau musst du deine Werte messen bei 4x am Tag?
Darfst/sollst du im Moment noch normal essen oder hast du gleich eine Liste mitbekommen?
@ me: Ich habe ja noch 15 Wochen vor mir....
Und an Schokolade und Co darf ich gar nicht denken.... Was denkt ihr, was mir heute im Supermarkt ins Auge gestochen ist? Schoki, Kuchen an der Theke und und und....
Ich hoffe jetzt mal, dass ich etwas mehr als 50g Kohlehydrate/Tag essen kann...
Ich weiß im Moment nicht, wie ich es mit Beruf und messen machen soll. Kann nicht einfach mal schnell vor die Türe verschwinden. Dazu oft auch mit Stress verbunden. Und seit ich schwanger bin, bin ich so was von müde - wann ich sapzieren gehen soll - keine Ahnung....
Aber einen Vorteil seh ich.... Zunehmen wird sich in Grenzen halten, oder?
Vielleicht meldet sich ja noch jemand zum Austauschen.
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29.06.2013, 21:20Inaktiver User
AW: Vorstufe Schwangerschaftsdiabetes
Meine Werte waren
nüchtern: 72
nach 1h: 151
nach 2h: 162
Ich soll nüchtern messen und dann jeweils nach Frühstück, Mittag und Abendessen messen. Nüchtern soll nicht über 95 liegen und nach den Mahlzeiten wurde 140 vorgegeben. Ich sollte auch erstmal 2 Tage normal essen um zu sehen, was in Ordnung geht und was nicht. Sie meinte noch, dass oftmals die Werte zu Hause besser seien, da man ja nie so viel Zucker zu sich nehmen würde wie bei dem Test und man somit nicht gleich immer die komplette Ernährung umstellen muss. Somit war ich erleichtert, dass mein Pastaessen in Ordnung war, das gibt es nämlich mind. 1x die Woche - ich werde es also weiterhin essen, aber eine kleinere Portion und dafür mehr Gemüse und Salat.
Stress kann auch den Zucker negativ beeinflussen, vielleicht kannst du ja mal schauen, was du da bei dir minimieren kannst. Ich weiß, dass ist nicht einfach - man kann auf Arbeit ja nicht plötzlich auf 50% Arbeitsleistung runter fahren, aber eben keine Überstunden mehr (sind ja eh nicht erlaubt) und versuchen, einen sportlichen Ausgleich zu finden. Denk in den nächsten Monaten einfach mal nur an dich und dein Baby, jetzt darf und muss Frau einfach mal egoistisch sein.


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