Ist halt auch wieder eine Frage der Umstände. Unser Erstgeborener hat anfangs sehr viel geschrieen. Häufig unberuhigbar - vor allem abends. Geschlafen hat er tagsüber nur im Tragetuch, so dass man wirklich keine Minute Pause hatte. Ich war sehr unsicher und habe mich kaum getraut, ihn "schreien zu lassen" (um zum Beispiel selbst mal was zu essen). Auch habe ich den Babyblues nicht so wirklich hinter mir gelassen.mich hat dann eher erstaunt, dass sie es nicht aushalten würde, wenn ihr mann abends mal weggeht (ich meine selbstverständlich angekündigtes weggehen und nicht 6 mal in der woche...) oder er eine woche schulung oder ähnliches in timbuktu hat.
Ich habe meinem Mann in der Minute, in der er zur Tür reinkam das Baby in die Hand gedrückt. Jede Verzögerung war ein Alptraum für meine Nerven.
Jetzt habe ich zwei und auch das zweite leidet abends unter Koliken (oder litt - klopfaufholz). Ich war nach 12 Wochen jetzt gerade zum ersten Mal abends mit beiden alleine. Normalerweise hüpfe ich am einen Ende der Wohnung mit der schreienden Kleinen im Tragetuch herum, während mein Mann am anderen Ende den Grossen ins Bett bringt. Ich hatte also ordentlich Respekt vor dem Abend.
Hat aber geklappt. Regelmässiger könnte ich mir das aber erst in einem Monat oder so vorstellen, wenn die Kolikzeit wirklich zuverlässig vorbei ist.
Bei einer einwöchigen Dienstreise meines Mannes müsste ich meine eigene Arbeit ganz schön umorganisieren, weil mein Mann normalerweise die Kinder zur Krippe bringt und holt. Hätte ich in derselben Woche einen Kundenbesuch o.ä., dann hätten wir ein Problem. Zudem bräuchten wir eine Betreuungslösung für den freien Tag meines Mannes, an dem ich arbeite.
Eben - alles eine Frage der Umstände, der individuellen Organisation und der Nerven.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 86
Thema: Vätereinsatz
-
25.04.2013, 07:33
AW: Vätereinsatz
-
25.04.2013, 07:44
AW: Vätereinsatz
P.S.: Auch mit einem unkomplizierten Baby kann man sich überfordert oder einsam fühlen. Wenn dem Mann Deiner Freundin sein Ausgang wirklich wichtig ist, wird er bestimmt (mit ihr zusammen) eine Lösung erarbeiten, die für die ganze Familie passt.
Wichtig finde ich einfach, dass ihm genauso klar ist, dass er die Kinderbetreuung organisieren muss, wie ihr und dass er nicht findet, dass sie die Verantwortung dafür hat, dass er zu seiner Freiheit kommt. Die muss er schon selbst wahrnehmen. (Erwachsen ist er ja
)
Wenn Du und Dein Mann da eine gute Regelung haben, ist das aber doch super und kein Grund zum Mitleid! Vielleicht wollte Deine Freundin auch nur ihr schlechtes Gewissen überspielen, weil sie mit dem Kind allein überfordert ist (was aus meiner Sicht aber eben kein Grund zur Scham, sondern auch völlig ok ist. Dass sie das implizit an Deinem Mann auslässt, ist aber nicht ok!)
Wir zum Beispiel arbeiten schon so ein bisschen (wenn auch nicht zu explizit) mit Zeitschulden. Wenn er einen Abend ausgeht, habe ich dann auch mal einen freien Abend. Wenn er ein Wochenende auf Bergtour ist, bin ich dann mal ein Wochenende bei einer Freundin.
-
25.04.2013, 09:14
AW: Vätereinsatz
Hallo Abeille,
ich finde es jetzt auch merkwürdig Deinen Mann da zu thematisieren, was sie wahrscheinlich eigentlich sagen wollte, war dass sie Dich bewundert...konnte es nur nicht so ausdrücken...vielleicht weil da auch Neid im Spiel ist.
Jeder hat ja so seine persönliche Schmerzgrenze, auch je nachdem wie alt das Kind ist, wie überfordert man sich fühlt, etc.
Nur leider denken ja einige Frauen, sie dürften nicht zugeben wie überfordert sie sind.
Aber anderer Leute Situationen zu bewerten ist halt bei dem Thema Kinder etc irgendwie üblich und zwar ungefragt und ich weiss immer gar nicht warum. Niemand würde auf die idee kommen und sagen: Ihr habt Euer Wohnzimmer blau gestrichen, hätt ich nie gemacht. Bei uns geht nur gelb...Da sagt man, ja schön und lässt es gut sein..
Aber bei dem Thema Kinder und Muttersein im weitesten Sinne ist das irgendwie so...
Aber ich lasse so Kommentare auch oft genug an mich dran, bespreche das dann mit meinem Mann oder Freundinnen und dann weiss ich wieder wo ich stehe....deswegen ist dieser Strang auch hilfreich denke ich :)
-
25.04.2013, 09:27
AW: Vätereinsatz
Hallo Abeille,
alles was mit der Arbeit zu tun hat, ist selbstredend so.
Mein Mann hat auch Dienstreisen und auch einiges an Abendterminen. Das ist nunmal so, das ist sein Job.
Als unser Älterer 6 Monate alt war er in einem Projekt sogar 4 Wochen komplett abwesend.
Ansonsten gilt für mich, jeder so wie er mag.
Die einen machen alles zusammen und glucken zusammen. So eine Freundin, deren Mann jetzt nicht mit meinem Mann zum Vater Kind Wochenende fahren "darf", da sie sonst mit dem Jüngesten alleine wäre.
Für uns wäre das so nix. Wo will man noch Kraft ausserhalb der Familie tanken ?In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
-
25.04.2013, 10:45
AW: Vätereinsatz
cobi: das mit dem falschen Timing hatten wir auch. oktoberbaby und elternzeitwechsel im Mai. das nächste Kind wird ein Februar/März Baby sofern es eins geben sollte ;-)
ansonsten kann ich berichten dass ich auch schon zweimal ne Woche auf Dienstreise war und mein Mann hat das gut hingekriegt. aber er tat mir auch leid eben weil wir beide das Verständnis für die Anstrengungen mit Kind haben. Ruhepausen am we hätte ich allerdings auch gerne!! das mit dem zeitkonto ist bei uns ähnlich. mal geht der eine weg mal der andere.
abeille: wenn Dein Mann die 2,5 Tage mit Kind macht dann ist das doch prima!
-
25.04.2013, 10:57
AW: Vätereinsatz
Ich glaube es ist wie bei allem es gibt kein richtig oder falsch, es gibt nur ein "passts für uns". Ich hab auch immer verwunderte Blicke geerntet, wenn ich gesagt habe, Herr Wiese wickelt nur im Notfall und wenn ein größeres Geschäft in der Windel ist gar nicht, das Kind ins Bett bringen tut er auch nicht.Zitat von abeille
so und jetzt rück ich damit raus:
zwar denk ich auch, dass ich glück mit meinem mann habe und einen 'andern' mann habe, ich muss aber feststellen, dass ich teilweise bemitleidet werde
...
gerade gestern war eine kollegin mit kind zu besuch (wir haben am gleichen ort entbunden) und die war geschockt, dass mein mann zb gestern erst um 23h nach hause kommen wird, und ab und an auf schulungen fährt und dann halt 5-7 tage weg ist.
ich war dann mehr geschockt dass sie so geschockt war, aber wohl weils für mich normal ist, ich von anfang an wusste, dass es so sein wird und seit wir ein kind haben immer mal wieder alleine mit ihm bin - problemlos. mich hat dann eher erstaunt, dass sie es nicht aushalten würde, wenn ihr mann abends mal weggeht (ich meine selbstverständlich angekündigtes weggehen und nicht 6 mal in der woche...) oder er eine woche schulung oder ähnliches in timbuktu hat.
beim nachdenken nachher ist mir dann schon aufgefallen, dass mein mann vielleicht im vergleich oft später heimkommt (jobbedingt, ausgehen kommt echt selten vor) und öfters mal sich zb am wochenende zurückzieht. das ist zwar schade aber ich weiss halt, dass er seine ruhephasen braucht sonst 'funktioniert' er nicht. dafür ist mein mann 2,5 tage die woche zuhause wenn ich arbeiten geh - das machen hier in der gegend ja eher weniger männer - das sehen dann meine bemitleiderinnen weniger
.
Für uns ists aber genau so einfach ok. Herr Wiese wird echt grün im Gesicht und muss einen Eimer neben sich stellen wenn er wickelt und er fühlt sich auch bei Pippi einfach nicht wohl, weil das Fünkchen nun mal ein Mädchen ist und er sie sauber machen muss.
Mir macht das alles definitiv nichts aus, ich bin dank einigen Allergien eh mit einer schlechten Nase gesegnet und rieche kaum was und bin da auch nicht empfindlich.
Herr Wiese ist starker Raucher, kann auf der Arbeit aber nicht rauchen und holt das dementsprechend abends nach. Wenn er die Kleine - was nicht so selten ist eine Stunde in den Schlaf begleiten muss, hat er endweder vorher mindestens 2 Ziggis geraucht und der Rauch hängt in den Klamotten oder/und er wird unruhig, weils so lange dauert.
Ausserdem arbeitet er bis 18 Uhr schwer körperlich und ist danach um 20 Uhr oder später wenn die Kleine ins Bett geht einfach platt.
Ich weiss nicht wie oft ich da zu hören bekommen habe, dass DAS ja alles so in emanzipierten Zeiten nicht sein kann und ich da dringend dran arbeiten müsste. Es könne nicht sein, dass er sich um den ganzen "unangenehmen" Kram drückt.
Auf der anderen Seite, geht er abends nach der Arbeit einkaufen und kümmert sich ums Essen, ist er wesentlich geduliger als ich und auch geschickter im "Ablenken". Steht das Kind wie häufig mit dem falschen Bein auf, weil unausgeschlafen, bekommt er sie so aus dem Bett, das sie danach anzuziehen ist. Versuch ich das selbe - als alter Morgenmuffel- gibts morgens schon die ersten Dramen und ich bin kurz davor das Kind im Schlafanzug in den Kindergarten zu karren. In den schlimmsten Trotzphasen kann ich sie einfach sobald er abends nach Hause kommt abgeben und mein trotzendes Kind entwickelt sich bei Ihm - dank Geduld und Phantasie - zum Lämmchen. Er übernimmt das Legobauen - was ich so gar nicht mag und isst freiwillig stundenlang Steckersuppe und lobt die Kochkünste.
Wir sind mitnichten die emanzipierte Eltern die problemlos jederzeit in die Rolle des anderen reinschlüpfen können, ab und an wünsch ich mir natürlich auch schon mal einen Papa der nicht schreit sobald er einen Popo abwischen muss, aber sobald ich drüber nachdenke, passt das genau so wie es ist.
Wir ergänzen uns sehr gut und da ists mir egal, ob die anderen sagen "sag mal dein Freund überlässt dir alle unangenehmen Jobs". Was unangenehm ist...liegt da wohl eindeutig im Auge des Betrachters.
Wichtig ist, dass man selbst nach sich schaut, denke ich. Dass man immer wieder überprüft
- geht es mir als Mensch gut so wie es ist
- geht es uns als Paar gut, so wie es ist
- geht es uns als Familie gut so wie es ist
Wenn dem so ist, klasse, wenn nicht muss man schauen ob was änderbar ist.
-
25.04.2013, 13:31
AW: Vätereinsatz
Abeille:
Ob das wirklich Mitleid oder schlecht kommunizierter Neid ist, kann ich nicht beurteilen. Aber wie die Anderen schon schrieben: für jede Familie passt was anderes und es reicht, wenn es für die Beteiligten stimmt und Aussenstehenden kann es doch schnuppe sein
Bei uns bin ich zwar anteilsmässig schon die Hauptbetreuerin, da Herr neka 100% arbeitet und ich 40% plus 1 Tag plus 1 Abend Schule (also auch irgendwo bei mind. 60% insgesamt
). Aber er steht meistens morgens auf (in der Theorie wechseln wir uns ab
) und versorgt die Tussi und ist auch abends zur Stelle. Da koch ich sehr gerne vor mich hin und lass die Beiden rumtoben. An meinem Schultag bespasst er die Tussi dann wunderbar und drückt sie mir netterweise auch nicht direkt in den Arm, wenn ich zurückbin. (diese Grösse fehlt mir manchmal, je nach Tagesform
)
Teilweise arbeitet er auch von zuhause und dann springt er zwischendurch hier und da zur Bespassung ein bzw. macht früher Feierabend. An den zwei Krippentagen übernimmt er auch teils den Hol- und/oder Bringdienst - das teilen wir immer so auf, wie es gerade am besten passt.
Allgemein teilen wir uns also die Tussi-Zeit ganz gut untereinander auf, finde ich. Wichtig ist mir vor allem, dass es eben nicht selbstverständlich so ist, dass ich ALLES mache und er das nicht als Riesenbürde sieht, Zeit mit seiner Tochter zu verbringen. Ich hab ihn auch direkt nach der Geburt zu allem angetrieben, was er gerne mir überlassen hätte: wickeln, umziehen, baden, beruhigen, füttern (dank Zu- und später reiner Flaschenfütterung zum Glück problemlos möglich). Er hat zwar auch hier und da probiert, mit der Taktik "ich stell mich blöd, dann fragt sie nicht mehr" durchzukommen, aber als ich Wochenbett-hormongesteuert dann hier und da mal das heulende Elend war, konnte er alles. Komisch
Im Vorfeld war es ihm wohl auch etwas unheimlich, dann ab einem halben Jahr die Tussi immer einen ganzen Tag zu betreuen, aber das ging so super, da wäre ich am liebsten ne Woche in die Ferien gefahren
Es gab auch schon 2-3 mal die Situation, dass Herr neka ein paar Tage geschäftlich verreisen musste. Fand ich nicht so grandios das erste Mal, aber da war ich eben auch zu 100% mit der Kleinen allein daheim und dazu in einer recht mühsamen Phase. Das nächste Mal war dann, als sie schon 2 Krippentage hatte und da ging es recht easy. Jagt mir also keinen Schrecken ein - nicht mehr. Zum Ausgleich bekam ich auch jeweils etwas Freigang
Als besonderer "Luxus" kommt die Kleine ab Herbst noch einen weiteren Tag in die Krippe. Da geh ich allerdings nicht arbeiten, sondern hab FREI
meine persönliche Chance, ohne grosse Absprachen Termine (Arzt, Frisör, sonstwas...) vereinbaren zu können und dann auch für meine Weiterbildung zu lernen. Denn da ist momentan noch viel hin- und herquatschen fällig bzw. muss ich Ferientage investieren.
Also jeder wie er mag, ich muss es auch nicht verstehen bzw. für mich vorstellen können, wie andere Mütter 3 Jahre mit Kind daheimbleiben - umgekehrt hätte ich auch nicht direkt nach dem Mutterschaftsurlaub wieder mit 100% einsteigen wollen. Es gibt Umstände, die es zu berücksichtigen gilt und innerhalb dieser "Grenzen" muss jede Familie für sich einen Weg finden.
-
25.04.2013, 14:21
AW: Vätereinsatz
Wir haben, trotz modernem Mann, auch eine eher klassische Rollenverteilung. Das ergab sich schon daraus, dass ich mein Vollzeitjob von mir verhasst war, ich pro Tag insgesamt 140 km Strecke zu bewältigen hatte, eine 42 Stunden-Woche und trotzdem weniger Gehalt als mein Mann, der 5 km entfernt eine 35-h-Vollzeit-Woche mit gutem Gehalt hat und seinen Job gerne macht.
Mein Mann kommt tatsächlich oft schon am Nachmittag heim, hat aber auch noch viele andere Aufgaben (ein bisschen Hobby-Landwirtschaft, Familiendinge zu regeln, Gartenarbeit, zwei Ehrenämter), so dass ich trotzdem oft den ganzen Tag und auch samstags häufig mit unserer Tochter allein bin.
Aber: wenn bei meinem 20%-Job mal meine Mama als Betreuung ausfällt, wenn ich Ehrenamt- oder sonstige Termine habe, dann kann ich mich 100% drauf verlassen, dass er sie mir ermöglicht und dann einspringt. Genau wie wir drauf achten, dass auch jeder mal etwas Zeit für sich hat, obwohl man da schon klar sagen muss, dass ich dafür etwas mehr "kämpfen" muss, wenn ich nicht gerade einen fest verabredeten Abendtermin vorweise
In schlechten Momenten denke ich auch manchmal "Toll, er lebt im Prinzip sein Leben wie vor dem Kind und ich kümmere mich". Aber objektiv betrachtet stimmt das in den seltensten Fällen, denn die Dinge, um die er sich kümmert, wenn er unterwegs ist, würde ich nicht machen wollen. Und ich kann ihm nun wirklich nicht vorwerfen, nur seinem Vergnügen nachzugehen.
Dann kommt noch dazu, dass bei allen tollen Plänen auch das Kind noch mitspielen muss. Unsere Maus lässt sich prima vom Papa ins Bett bringen - wenn ich nicht da bin.
Und das, obwohl er das wirklich von Anfang an immer wieder übernommen hatte, genau wie er, wenn er daheim ist, wickeln, baden, umziehen,... würde. Leider macht/sagt unsere Tochter aber sehr deutlich, dass das bitte die Mama machen soll - wie gesagt: obwohl sie von Anfang an erlebt hat, dass das auch der Papa kann (und auch gut macht). Jetzt kann man natürlich sagen "kein Wunder, wenn die Mutter überwiegend zuständig ist", aber ich weiß nicht, ob es wirklich daran hängt. Denn eine befreundete Mama erzählt genau dasselbe, obwohl der Mann ganz oft tagsüber daheim ist und auch viel mit beiden Kindern unternimmt. Und natürlich kann man auch sagen "dann muss das Kind eben durch, dass das heute der Papa macht" - das hab ich früher auch immer so gesehen. Aber wahrscheinlich können die meisten Eltern auch nachvollziehen, dass man sich dieses Drama spart, wenn es nicht sein muss und man sich auch nicht wirklich entspannt anderen Dingen zuwendet, wenn das Kind eine Etage höher fast bis zum erbrechen brüllt.
Noch ein letztes Statement zum Thema: klassische Rollenverteilung muss nicht bedeuten, dass der Mann Ansichten von 1970 hat
:
Als wir beide voll gearbeitet haben, hat mein Mann wesentlich mehr im Haushalt getan als ich und er hilft auch noch heute. Aber weniger, weil da auch ich die vielleicht nicht sehr emanzipierte Auffassung vertrete, dass er das nicht muss, wenn ich überwiegend zuhause bin und nur minimal zum Einkommen beitrage. Das begreife ich dann schon auch als meinen "Job", was nicht heißen soll, dass ich hier nur am putzen bin!
Und ich weiß eben auch, wenn ich irgendwann wieder mehr arbeite, kann ich mich auch drauf verlassen, dass er dann auch wieder mehr im Haushalt tut.12 26. We are Family.
Moderation in Erziehung & Freundschaft
-
25.04.2013, 14:43
AW: Vätereinsatz
Stina, da sagst du was. Hausarbeit teilen wir hier auch ganz gut auf. Klar mach ich an meinen Tagen daheim dann sowas wie Wäsche und lass nicht alles extra liegen, damit mein Mann was zu tun hat. Aber er hat eben seine Aufgaben und es klappt gut. Kommt halt auch auf die Ansprüche an. Es gibt Leute, die brauchen jeden Tag einmal feucht aufgewischt, damit sie ruhig schlafen können. Solche sind wir nicht, das spart Zeit

Kann meiner Lobeshymne auch nur hinzufügen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass nur ich das kranke Kind daheim hüte, wenn es nicht krippentauglich ist. Da bietet Herr neka sich - sofern sein Kalender das erlaubt - auch freiwillig an. Auch, wenn ich dann gleich mit krank werde und es mit dem Betreuen eh nicht mehr so leicht ist
Klar gibt es einfach Mama-Kinder. Auch Papa-Kinder. Oder für beides Phasen, die sich abwechseln. Da kann man sicher nur begrenzt was machen und eben immer wieder auch versuchen, dass der jeweils "weniger beliebte" Part halt trotzdem dran ist, nicht aufgeben. Hab aber auch schon gehört, dass eine frischgebackene Mutter den Vater nach der Geburt nix machen lassen wollte. Er könnte ja was verkehrt machen
find ich sowohl gemein als auch "selbst schuld"
-
25.04.2013, 14:54
AW: Vätereinsatz
Da bin ich völlig bei Dir, neka. In allem.
Ich verbiete mir wirklich immer, meinem Mann irgendetwas vorzuschreiben, wie er es zu machen hat. Ich finde es sogar viel besser, wenn nicht beide Eltern gleich ticken und manchmal war es auch schon so, dass ich mir Dinge bei ihm abgegcukt habe. Dieses ständige Kritisieren am Vorgehen des anderen erlebe ich leider häufig bei verschiedenen Freunden und finde ich echt schlimm.
Trotzdem: obwoh er immer gutes Feedback von mir bekommt und ich z.B. bewusst auch nie kritisiere, was er der Maus anzieht, auch wenn ich das aus irgendwelchen Gründen nicht gewählt hätte, fragt er schon oft nach, was er tun soll. Ich muss ihn da immer eher drin bestärken, dass er das ganz prima selbst entscheiden kann.
Was das Mamakind angeht: Ja, wir bleiben immer dran. Wir achten bei aller Eingespanntheit drauf, dass mein Mann mit der Maus auch immer mal allein ist. Wenn ich samstags arbeite oder abends Termine habe, ergibt sich das von selbst, aber auch so geht er mit ihr auch einfach mal allein einkaufen oder sonst was erledigen. Und er bietet ihr immer wieder an, sie ins Bett zu bringen, was sie manchmal sogar bejaht - und nach 3 Minuten äußerst lautstark wiederruft
. Dafür gibt es Kleinigkeiten, die dann immer der Papa machen soll. Händewaschen z.B. Allerdings nehmen wir bei sowas eher mal das brüllende Kind in Kauf und machen es so, wie es uns gerade passt
12 26. We are Family.
Moderation in Erziehung & Freundschaft


Zitieren
an die Beiden
