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  1. Avatar von Sauvi
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    Frage Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?

    Hallo zusammen,

    sicherlich eine klassische Frage, auch ist es sicher so, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, aber eure Erfahrungen, Einstellungen und Gedanken zu diesem Thema würden mich interessieren.

    Unsere Situation ist folgende:
    ich (25) bin derzeit Doktorandin mit einer halben Stelle, mein Mann (30) promoviert auch. Wir hätten gerne Kinder, fragen uns (unter anderem) aber auch, welcher der bessere Zeitpunkt ist.
    Jetzt, damit die Kinder bzw. das Kind schon aus dem größten raus ist, wenn die Diss abgeschlossen ist und danach ein nicht mehr unterbrochener Einstieg ins "richtige" Berufsleben
    möglich ist? Oder besser nach Abschluß der Diss und 2/3 Jahren im Beruf?
    Dagegen spricht, dass dann zumindest mein Mann schon recht alt ist (35 aufwärts) und er eigentlich immer ein junger Vater sein wollte (was er ja schon jetzt nicht mehr wirklich schafft).
    Dafür (spät) spricht, dass dann (hoffentlich) finanziell geregeltere Verhältnisse vorliegen, (hoffentlich) eine unbefristete Stelle.

    Und welche Erfahrungen gibt es mit Arbeitgebern?
    Können Frauen um die 30 ohne Kinder Schwierigkeiten bei der Jobsuche bekommen ("sobald die einen Vertrag hat, wird sie schwanger")? Ist es vielleicht sogar ein Vorteil, wenn die Kinder mit 30 schon da sind und im betreuugsfähigen Alter?

    Fragen über Fragen.
    Ganz klar, ich weiß auch, dass das alles nicht die letztendliche Entscheidung sein sollte für "jetzt" oder "warten wir mal ab". Aber einen Teilaspekt stellt sich hier für mich schon.

    Was meint ihr?

    Eure Sauvi

  2. Avatar von Marie_128
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    AW: Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?

    Hallo Sauvi,

    ich glaube als Frau hat man so oder so immer einen Nachteil. Ich selber hab Ende 20 eine neue Stelle gesucht und mehrere Jobs nicht bekommen, bei denen der Arbeitgeber so leicht hat durchblicken lassen, dass ich ja eh bald Kinder bekomme ... und dabei war ich damals Single !!!

    Andererseits hat mein letzter Arbeitgeber mehrere Beweberinnen mit Kind aussortiert, weil er da immer mistrauisch war. Nach dem Motto "die muß dann immer ganz pünktlich Feierabend machen um ihr Kind abzuholen und 10 Tage Kinderkrankheits"urlaub" steht ihr ja dann auch noch zu".

    Wichtig ist vor allem ... wann möchtest DUUU ein Kind ?? Weil berufliche Nachteile hat man als Frau meiner Meinung nach leider häufig, man kann sich nur aussuchen welche ....

    Für mich persönlich war einfach auch noch wichtig beruflich einiges auszuprobieren und mich anfangs ganz und gar auf den Job konzentrieren zu können, mich also so richtig reinzuknien ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, weil zuhause jemand auf mich wartet.

    Dadurch hab ich schon einiges auf die Beine gestellt und kann jetzt mit "ruhigem" Gewissen in den Erziehungsurlaub, ohne Angst zu haben was zu verpassen oder den Anschluß zu verlieren ...

    Aber da war wie gesagt für MICH der richtige Weg ..

    LG
    Marie
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  3. Registriert seit
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    AW: Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?

    Liebe Sauvi,
    für mich hat sich die Frage auch nie wirklich gestellt: Während des Studiums kam das nicht in Frage, ich wollte erst einmal auf eigenen Füßen stehen.
    Mit Abschluß des Studiums hätte ich mir das während des Studiums gut vortsellen können, aber als ich dann meine Diplomarbeit schrieb, war ich erst einmal single.
    Da habe ich dann meine Promotion angefangen, während der es mir psychisch schlecht ging.
    Als es dann wieder aufwärts ging, lernte ich meinen jetzigen Freund kennen. Wir sind jetzt 3 1/2 Jahre zusammen, er hat sein Studium gerade erst abgeschlossen und ich bin mit der Promotion durch.
    Ich werde wohl eher nicht zu einem unbefristeten Vertrag kommen, er versucht gerade über mehrere Wege, ein gesichertes Einkommen zu haben. Aber der Weg ist steinig.
    Ich möchte gern noch etwas Berufserfahrung sammeln. Und dann ein Kind. Aber das ist der Vernunftweg...

    Ich halte es für wichtig, dass sich beide einig sind. Und wir sind beide Anfang 30 und haben noch wenig Berufserfahrung. Irgendwann wird mir bestimmt auch unterstellt werden, dass ich ja bald ein Kind haben werden.

    Wovon ich nur abraten würde, ist, ein Kind in der Endphase der Promotion zu bekommen. In dieser Zeit war ich so egozentrisch wie nie vorher. Werdet ihr zur gleichen zeit mit der Diss fertig?
    Das Leben ist wie eine Flasche Ketchup: Erst kommt lange nichts und dann alles auf einmal!

  4. Avatar von Sauvi
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    AW: Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?

    Hallo!
    Vielen Dank für die (ersten) Antworten!

    @Marie
    Ja, das ist wohl richtig, dass es vom Arbeitgeber so oder so ausgelegt werden kann. Richtig ist sicherlich, dass es darauf ankommt, wann ich/wir möchten. Das hab ich ja auch in meinem ersten Beitrag so geschrieben. Mir macht mein Beruf (Biochemikerin) Spaß, aber ich merke immer wieder, dass es nicht das allein glücklich machende ist für mich und dass ich wegen des Berufs ganz sicher nicht auf Kinder verzichten möchte. Allerdings auch nicht andersrum. Manchmal beneide ich die Frauen, die sich nichts schöneres vorstellen können, als "nur" Mutter zu sein. Es macht - wenn man es sich leisten kann - mansches einfacher.

    @Laborschnecke
    Dass ich jetzt nach einem Jahr an der Promotionsarbeit erst 25 1/2 bin, sehe ich eben gerade als Möglichkeit an, jetzt Kinder zu bekommen und dann recht jung und schon mit Kind auf den Arbeitsmarkt zu kommen. Klar, man kann auch sagen, ich könnte bis mitte 30 noch ganz schön Karriere machen und dann ist es auch noch nicht für Kinder zu spät. Aber bei dem Gedanken, noch so lange auf Kinder zu warten, wirds mir alleine schon ganz anders.
    Mmh, ich habe eigentlich gedacht, es ist vielleicht ganz praktisch, wenn ich mit den Arbeiten im Labor fast fertig bin und "nur" noch zusammenschreibe, ein Kind zu bekommen. Solange ich lange Versuche im Labor hab, die sich zeitlich nicht schieben lassen, ists doch noch unpraktischer. Außerdem überlege ich, kumulativ zu promovieren, also "nur" meine Paper zusammen zu fassen (die leider auch noch nicht alle geschrieben sind ).
    Ich werde - nach derzeitigem Plan - Ende 2008 fertig, mein Mann Anfang 2008.
    Da kommt dann natürlich die nächste Frage: Wer findet wo einen Job? Was ist, wenn er einen Job sonstwo bekommt?
    Aber das ist ein anderes Thema...

    Grüße derweil,
    Sauvi

  5. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?

    egal wann - kümmere dich frühzeitig um ein netz an kinderbetreuung. spiel mit deinem mann alle möglichkeiten durch. es kommt zwar immer anders, dennoch müßt ihr überlegen, wann brauche ich kinderbetreuung, was darf es kosten (wenn privat), wo gibt es private vereine, aupair, usw. usw.
    wer hat im job vorrang? wer darf karriere machen? darüber müßt ihr euch auch einig sein, besonders wenn das kind während der promotion kommt. wer kümmert sich um das kind, wenn du schreibst? es gibt superpflegeleichte kinder und trotzdem klappt das mit dem schreiben nicht so wie geplant. meine freundin sitzt gerade an ihrem diplom, töchterchen (3mon) schläft schon eine weile brav durch, aber es klappt doch nicht so wie geplant, weil mann unerwartet ins ausland muss. d. h. auch wenn das kind schläft, ist die aufmerksamkeit nicht völlig beim diplom. sie sagt, dass nun eben die qualität leidet. sie hatte sich was anderes vorgestellt, aber solange es mit dem diplom klappt ist sie zufrieden - sagt sie, hört sich aber nicht so an.

    also - viele worst case szenarien durchspielen. mal gucken wo ihr landet.

    „Eternal peace is probably overrated“ Klaus - The Umbrella Academy


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    AW: Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?

    Liebe Sauvi,
    ja, das mag ein Vorteil sein, wenn man noch jung ist und schon promoviert. Aber gerade in Promotionsdingen auch ein Nachteil: Ich habe es immer wieder gesehen, dass Chefs den Doktoranden sagen: Na ja, sie sind ja noch jung, sie können ihren Vertrag noch verlängern.Machen Sie doch noch noch diesen und diesen Versuch.
    NAch der Laborzeit und während des Schreibens schwanger werden, hat Xanidae sehr treffend geschrieben:

    Zitat Zitat von xanidae
    meine freundin sitzt gerade an ihrem diplom, töchterchen (3mon) schläft schon eine weile brav durch, aber es klappt doch nicht so wie geplant, weil mann unerwartet ins ausland muss. d. h. auch wenn das kind schläft, ist die aufmerksamkeit nicht völlig beim diplom.
    Das ist auch meiner Freundin passiert. Allerdings hatte die ein schwieriges Kind, das viel geschrien hat.
    Ende vom Lied: Durch die Schwangerschaft mußte sie umziehen und war so "bauchgesteuert", dass sie ihre Arbeit nicht fertig hatte, als das Kind dann fünf Wochen zu früh auf die Welt kam. Mittlerweile ist das zweite Kind da, aber verteidigt hat sie immer noch nicht (am 1.1.04 endete ihr Arbeitsvertrag und sie hat sngefangen zu schreiben). Immerhin ist ihre Arbeit fertig und abgegeben und das Rigorosum ist auch durch.
    Sicher, sie ist ein extremes Beispiel- aber wer kann schon sagen, dass es besser wird.

    Übrigens, wenn ich noch einmal von vorn anfangen könnte, ich würde immer noch nicht früh Kinder bekommen sondern nur mehr reisen.
    Das Leben ist wie eine Flasche Ketchup: Erst kommt lange nichts und dann alles auf einmal!


  7. Registriert seit
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    AW: Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?

    Hallo Sauvi!

    Den "richtigen" Zeitpunkt gibt es für Frauen wohl nur selten oder gar nicht!

    Ich werde nächstes Monat 36 und aus jetziger Sicht wäre es praktisch schon während des Studiums ein Kind bekommen zu haben. Aber zu dieser Zeit hatte ich den Kopf voller anderer Dinge, wie schnell den Abschluss zu machen, Party, reisen, einfach mein Leben zu genießen. Kinder hätte ich bis vor zwei, drei Jahren nur als Belastung empfunden. Seit kurzem (1 Monat ) bin ich so weit, dass wir es "drauf ankommen lassen", dh wir planenen nicht aktiv, verhüten aber einfach nicht mehr. Sicher wird es in meinem Job nach einer Schwangerschaft eng werden, aber ich setze drauf, dass ich mir in den letzten 5 Jahren hier einiges aufgebaut habe, auf das meine Chefs unmöglich verzichten wollen werden . Falls doch, habe ich genügend finanzielle Reserven um auch 1 oder 2 Jahre gut über die Runden zu kommen und mit aktiv eine neue Arbeit zu suchen.

    Für mich persönlich war es wichtig, zuerst mein Leben zu leben, dh die Ausbildung abzuschließen, berufliche Erfahrungen zu sammeln, alle 7 Kontinente kennen zu lernen, sportliche Herausforderungen zu meistern, die Zeit mit meinem Mann zu genießen und so viel Geld zu sparen, dass ich meinem Kind auch dann eine Perspektive bieten kann, für den (hoffentlich nie eintretenden) Fall, dass ich meine Arbeit verliere oder meine Ehe in die Brüche geht. Das ist nicht sehr romantisch, aber als Anwältin hab ich zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn einige Scheidungen mit erlebt und da verliert man Illusionen.

    Ich hatte bis jetzt gsd nie Probleme einen Job zu finden, im Gegenteil, ich werde immer mal wieder von Headhuntern kontaktiert , aber solange die Kinderfrage für mich nicht abgeschlossen ist, mache ich keine Experimente, zumal ich mit meinem jetzigen Arbeitgeber sehr zufrieden bin.

    Hör in Dich hinein und frag Dich, welche Anforderungen Du an Dein Leben hast, der Job ist (zumindest für mich) sehr wichtig, aber nicht alles im Leben!

    Ich drück Dir die Daumen, dass Du die für Dich richtige Entscheidung triffst!

    LG
    IW

  8. Avatar von Victoria3000
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    820

    AW: Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?

    Hallo Sauvi,

    Tja, schwierige Frage. Ich haette am Ende meiner Promotionszeit auf gar keinen Fall ein Kind gewollt - bei meinen Arbeitszeiten haetten das weder ich noch ein Kind verkraftet, und ich musste mich wirklich ganz auf die Diss konzentrieren koennen, sonst haette ich aufgegeben. Aber da ist natuerlich jede(r) anders.

    Ausserdem hatte ich damals den falschen Partner

    Ich denke, es kommt auch darauf an, wie ihr euch die
    Kinderbetreuung kurz- und mittelfristig vorstellen koennt. Wie sieht denn Dein Mann die Sache?

    Viele Gruesse

    v3000


  9. Registriert seit
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    133

    AW: Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?

    Hallo Sauvi,

    ich kann Deine Gedanken sehr gut verstehen. Mein Freund und ich hatten immer den Wunsch, jung Eltern zu werden, gleichzeitig waren wir auch immer ehrgeizig im Studium, wollten nicht nur soso lala durchkommen, sondern eben wirklich studieren und danach auch promovieren, mit Herzblut sozusagen. Dabei wuchs der Kinderwunsch. Und die große Frage: Entweder jetzt gleich - oder sehr viel später. Sprich: Entweder noch in der absoluten Endphase des Studiums und dann mit kleinem Kind promovieren, oder erst, wenn wir uns im Beruf so einigermaßen etabliert haben, denn genau in diese Lücke zwischen Uni und Berufseinsteig hinein ein Kind zu bekommen hielten wir für den schlechtesten Weg.
    Mittlerweile bin ich im sechsten Monat schwanger, Du siehst also, wie wir uns entschieden haben. Es war eine Entscheidung, bei der wir Kopf-Argumente abgewogen haben (zum Beispiel das, dass es ja auch von Vorteil sein kann, in den Beruf einzusteigen und die Familienplanung abgeschlossen zu haben), aber letztlich war es auch eine Bauch-Entscheidung. Auch wir haben uns worst case Szenarien ausgemalt, und waren dann manchmal so traurig, dass wir best case Szenarien dagegenmalten, die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen, wir wissen es (noch) nicht. Deswegen kann ich Dir auch nicht sagen, ob unsere Entscheidung sich nun in beruflicher und privater Hinsicht als die beste herausgestellt hat, dazu bräuchten wir ja mehr Abstand, um zurückblicken zu können und zu sagen: So war's. Aber ich kann Dir sagen, dass sich unser - von Kommilitonen teils mit Staunen, teils mit Schrecken, teils mit Bewunderung und Neid, teils mit völligem Unverständnis beäugter - Weg für uns im Moment richtig anfühlt.

    Ach so, wir werden übrigens beide bald 24, das sollte ich vielleicht dazu sagen.

    Mein Posting ist schon recht lang, trotzdem schreibe ich noch ganz kurz, was für uns die rationale Grundlage der Entscheidung war:
    Im Moment stecken wir beide in unserer Diolomarbeits-/Magisterarbeitsphase, das heißt, einer Phase, in der wir unsere Zeit sehr frei einteilen können. Für die Arbeiten hat man ja immer ca. ein halbes Jahr Zeit, ein weiteres halbes Jahr für die Prüfungen. Wir konnten es für uns (mit Hilfe außerordentlich unterstützender Profs) so organisieren, dass wir im Wechsel unsere Arbeit-Schreib-Semester und Prüfungssemester haben und der andere in dieser Zeit zuhause beim Baby sein kann, und dass wir trotzdem keine Semester verlieren, also beide ganz genau in Regelstudienzeit gemeinsam mit unserem Jahrgang fertig werden. (Wir haben vorher Zeit durch einen Auslandsaufenthalt gespart, und ich hab mein Magisterarbeitsthema einiges vor dem offiziellen Termin bekommen, so dass ich diese Sommersemesterferien, die eigentlich 'tote Zeit' gewesen wären, schon durchschreiben konnte).
    Danach wollen wir beide promovieren - und haben als zwei Promo-Studenten ein Recht auf einen Platz in der sehr guten Uni-Kita. (Bis dahin ist das Baby gut ein Jahr alt.)
    Wir haben ein wunderbar fest geknüpftes, unterstützendes soziales Netz.
    Wir sind finanziell (für Studenten) ganz gut abgesichert, wenn auch nicht auf besonders hohem Niveau. Aber mit zwei Mal Stipendium d. Studienstiftung plus Kinderzuschlag, Kindergeld und Elterngeld kommen wir gut über die Runden, und in der Promo-Zeit wird dann zumindest mein Schatz, der Naturwissenschaftler ist, auch eine bezahlte Promo-Stelle haben.
    Wir sind immer gern gereist, haben mit Freunden gekocht und Partys gefeiert und haben gerne Spaß gehabt, aber wir sind nie gerne in Clubs und Discos gegangen, beispielsweise. Insofern haben wir nicht das Gefühl, mit Kind auf unser Studentenleben , das wir lieben, verzichten zu müssen, die schönen Abende mit Freunden zuhause (und sie fanden in unserem Freundeskreis immer schon zu 98% zuhause, und zwar zu 90% bei uns zu Hause statt) wird es ebenso weiter geben wie die Reisen. Wir planen - nach einem Jahr Forschungsaufenthalt in Kanada - bereits wieder an einem Auslandsjahr, gerade in den USA, Kanada und Australien, aber auch in Skandinavien, ist es unglaublich, wie gut die Unis dort auf Leute mit Kindern eingestellt sind ...

    So, Du merkst, das Thema brennt mir immer noch unter den Nägeln, einfach, weil es so eine tragschwere Entscheidung ist und wir uns so lange damit herumgequält haben und nun gerade so glücklich sind, aber immer und immer wieder die Angst hochkommt, ob das nun "vernünftig" war und wir unserem Kind doch auch alles Mögliche bieten können wollen ...

    Trotzdem - hier hör ich jetzt auf. Danke fürs tapfere Durchhalten bis zum Schluss, und liebe Grüße

    zaubermonster
    Geändert von Zaubermonster (21.09.2006 um 12:07 Uhr)

  10. Avatar von Columbine
    Registriert seit
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    AW: Vereinbarkeit mit Beruf: Baby früh oder spät?

    Hallo Sauvi,

    die Antworten sind bisher ja alle ohnedies schon sehr gut. Ich möchte nur kurz schreiben, weil es scheint - so kommt es rüber durch die Art und Weist, wie du die Frage formulierst - dass du / oder eigentlich ihr - nicht gerne noch 10 Jahre warten würdest. Wollte das nur anmerken.

    Da ich bei den Alten (über 35) dabei bin, die schon recht lange versuchen, schwanger zu werden, möchte ich auch sagen, dass es einfach später statistisch gesehen mehr medizinische Probleme gibt. Meine FA hat mir einige Male geraten nicht zu lange zu warten, aber ich hab immer gedacht, ach was, ich bin doch noch super jung. Tja. Bevor ich 30 war, waren Kinder für mich irgendwie zu früh, aber wenn's für dich passt, nur zu.

    Diss schreiben - das müsst ihr Euch gut aufteilen. Hab allerdings nicht Naturwissenschaften studiert, und kenn mich daher mit den Labor-intensiven Forschungen nicht aus.
    Kinder sind meiner Meinung immer schlecht für die Karriere - aber trotzdem wollen wir nicht auf sie verzichten :)

    Columbine

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