Geht mir ganz genauso! Es gibt Kulturen, in denen es sowas wie EINE feste Bezugsperson gar nicht gibt, sondern die Kinder von ihrem ganzen Umfeld von Anfang an erzogen werden (kann beizeiten gern mal ein Beispiel dafür raussuchen). Ich halte die Sichtweise, es gebe nur das eine Modell und dies ist richtig für relativ begrenzt und eng. Nicht zuletzt wäre es für manche Kinder wohl besser, sie wären nicht so viel bei ihren Eltern, aber das ist ein anderes Thema....
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Thema: Vater, Mutter, Elternzeit
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10.12.2012, 16:37
AW: Vater, Mutter, Elternzeit
Geändert von Liala (10.12.2012 um 16:41 Uhr)
Meine Bino ist die liebe Brika mit Mini-Briko
Wenn Liebe zum Leben wird, erhält das Glück einen Namen - überglücklich mit Mini - endlich bist du da! März 2013
Kleiner Sonnenschein nachgerückt - Sept. 2015
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10.12.2012, 16:39
AW: Vater, Mutter, Elternzeit
Und je nach familiärem Background kann die Frühförderung in Kitas durchaus sinnvoller sein als Mama in Vollzeit, womöglich bis zur Schulpflicht...
“Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)
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10.12.2012, 16:39
AW: Vater, Mutter, Elternzeit
- (falschen Beitrag zitiert)
Geändert von Liala (10.12.2012 um 17:04 Uhr)
Meine Bino ist die liebe Brika mit Mini-Briko
Wenn Liebe zum Leben wird, erhält das Glück einen Namen - überglücklich mit Mini - endlich bist du da! März 2013
Kleiner Sonnenschein nachgerückt - Sept. 2015
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10.12.2012, 16:40
AW: Vater, Mutter, Elternzeit
Geändert von Liala (10.12.2012 um 17:00 Uhr)
Meine Bino ist die liebe Brika mit Mini-Briko
Wenn Liebe zum Leben wird, erhält das Glück einen Namen - überglücklich mit Mini - endlich bist du da! März 2013
Kleiner Sonnenschein nachgerückt - Sept. 2015
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10.12.2012, 17:06
AW: Vater, Mutter, Elternzeit
Warum die vielen Fragezeichen? Kommt drauf an. Was meinst Du denn mit "dass man in erster Linie guckt, was für das Kind gut ist"?Es ging ja darum, wie lange/ab wann etc. man das Kind fremdbetreuen lässt und da hieß es von jemandem, dass man in erster Linie guckt, was für das Kind gut ist. Wenn man die Möglichkeit hat, finde ich das absolut nachvollziehbar - das würdest du nicht so handhaben?????
Ich würde mein Kind nirgendwo lassen, wo es ihm nicht gut geht. Aber in der Diskussion, die zum Beispiel Milfy führt (und die ich auch von anderen schon gehört habe), ist gut nicht gut genug. Da geht es darum, "das Beste" zu tun.
In Eurem Fall (zum Beispiel) wäre "in erster Linie, was für das Kind gut ist" die Betreuung durch den Vater.
Insofern fällt auch unsere Lösung nicht unter "in erster Linie", denn wir haben gleichberechtigt geguckt, was für den Vater (will berufstätig sein) und mich als Mutter (will berufstätig sein) und unseren Sohn (braucht eine warmherzige und zugewandte Betreuung) gut ist.
Selbstverständlich hätten wir die Lösung nicht gewählt, wenn wir das Gefühl hätten, dass sie für unseren Sohn nicht gut ist. Wir hätten sie aber genausowenig gewählt, wenn wir das Gefühl hätten, dass sie für einen von uns nicht gut ist.
Mit "Familie" meinte ich Eltern und Kind(er) als Kernfamilie. Die Lösung muss nicht für die Oma taugenFür mich steht das Kind mit dem Mann an allererster Stelle und ich selbst bin da auch irgendwo, aber dann kommt lange erstmal gar nichts.
Ich selbst bin aber nicht "irgendwo", sondern genau neben den anderen beiden (bald dreien).
Aber mal weg von diesen bekannten Aspekten. Mir fiel heute noch etwas Neues auf:
Ich bin ein sehr effizienter und gut organisierter Mensch. Das kam mir bei der Arbeit stets zugute. Was ich aber jetzt neu feststelle: anscheinend ist Effizienz bei mir eine erschöpfliche Ressource. Seit ich auf 80% reduziert habe und mich zwischen Kind und Job "zweiteile", habe ich keine Energie (keinen Bock?) mehr für Effizienz auch im Haushalt zu sorgen.
Während ich früher in einer freien Stunde mal schnell die gesamte Wohnung gestaubsaugt und noch ein Bad geputzt habe, während ein Kuchen im Ofen war, sauge ich jetzt vielleicht ein Zimmer und dödele den Rest der Zeit ein bisschen rum.
Kennt das jemand?
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10.12.2012, 17:36Inaktiver User
AW: Vater, Mutter, Elternzeit
Ja! *lol*
Im Moment mach ich ja noch die meiste Kinderbetreuung, weil ich, wie gesagt, nur 15 Wochenstunden arbeite. Wenn abends mein LG heimkommt und den Kleinen nimmt, sagt er auch: "He, jetzt ist doch die Chance, alles zu tun, wozu du bisher nicht gekommen bist!" Aber nach einem halben Tag Homeoffice und einem halben Tag Betüddeln eines munteren Säuglings in Verbindung mit dem latenten Schlafentzug fehlen mir Schwung und Konzentration, mich von jetzt auf gleich in effiziente Haus- oder Organisationsarbeit zu stürzen. Ich mag auch einfach mal die Beine ausstrecken und die Schultern räkeln ...
Die "Zeit für mich" nehme ich übrigens, indem ich mich zweimal die Woche abends in die Badewanne lege. Da bin ich dann eine Stunde lang für niemanden erreichbar.
Geändert von Inaktiver User (10.12.2012 um 17:40 Uhr)
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10.12.2012, 17:37
AW: Vater, Mutter, Elternzeit
Achso, ich glaube, wir meinen letztlich das gleiche. "In erster Linie", damit meine ich, dass man zunächst (also zuerst) guckt, was für das Kind das Beste ist. Danach guckt man, was machbar ist und was sich alle anderen wünschen. Bei uns kommt also das Modell Mann bleibt zu Hause nicht in Frage, weil Mann ja auch Bedürfnisse hat, beruflich Fuß fassen möchte usw...Mit all den Faktoren ist die für das Kind beste Lösung dann eine gute TaMu oder eine Kita oder was auch immer....
Dass du für den Haushalt keine Energie mehr hast, kann ich gut verstehen. Mir geht es so, wenn ich viele Korrekturen habe. Ist aber doch auch verständlich, oder? Ob ich effizient bin, weiß ich nicht, aber ich bin in jedem Fall sehr belastbar. Irgendwann aber braucht jeder doch mal seine Auszeiten - dass man in dem bisschen Freizeit dann nicht die Bude aufräumen und putzen will, finde ich einfach nur nachvollziehbar! Wenn ich am WE auch arbeiten muss, bin ich immer sehr dankbar, wenn Männe mit anpackt. Leider muss er neuerdings auch Samstags arbeiten
und hat selbst keine Zeit. Das wird aber hoffentlich in Zukunft anders sein. Jedenfalls kann ich dein Rumdödeln mehr als nachvollziehen.....ich könnte auch nicht non-stop arbeiten (und Haushalt ist ja nicht gerade ein Hobby....). Ein paar meiner Kollegen haben deshalb bereits Putzfrauen engagiert. Solange wir in der Whg sind, brauche ich sie nicht, aber ein Haus bereitet nochmal deutlich mehr Arbeit. Mal sehen, wie es in Zukunft mit Haus und KIND so wird...ich befürchte, ich werde auch nicht alles alleine hinbekommen, dabei mag ich Haushaltshilfen gar nicht..
Meine Bino ist die liebe Brika mit Mini-Briko
Wenn Liebe zum Leben wird, erhält das Glück einen Namen - überglücklich mit Mini - endlich bist du da! März 2013
Kleiner Sonnenschein nachgerückt - Sept. 2015
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10.12.2012, 17:44
AW: Vater, Mutter, Elternzeit
Ich habe mich wohl unklar ausgedrückt. Ich war - vor und während meiner Schwangerschaft - der Überzeugung, dass es völlig OK für mich und mein Kind wäre, wenn ich nach einem Jahr mit möglichst hohem AK Anteil wieder arbeiten gehe. Ich war nicht bereit, dass ich nach Schwangerschaft und Elternzeit nun auch noch durch Halbtagstätigkeit das, was ich mir erarbeitet habe, aufgebe. Für mich war Halbtagstätigkeit nie eine Option.
JETZT aber nehme ich gewaltige Einbußen in meinem Job was die Qualität meiner künftigen Aufgaben, mein Ansehen dort, den Spaß den ich haben werde in Kauf und komme nur mit 20 Stunden zurück. Ursprünglich wollte ich 4 ganze Tage machen, jetzt werden es 5 halbe sein (mit denen sich meine bisherigen Aufgaben nicht sinnvoll leisten werden lassen).
Das mache ich, weil ich der Meinung bin, dass das für mein Kind das Beste ist. Ich bin aber auch der Meinung, dass es für sie das Beste wäre, wenn ich noch mindestens 1/2 Jahr länger daheim bliebe, was ich aber nicht mache, weil es für unsere weitere familiäre Planung und unter dem Gesichtspunkt mein berufliches Fortkommen eben nicht das Beste wäre.
Ich bin der Meinung, dass für das Kind zwei Vollzeit Eltern nicht das Beste sind. Am Besten wäre m.E. eine gerechte Aufteilung zwischen Papa und Mama UND ab einem gewissen Zeitpunkt auch halbtags andere Kinder (also KiTA, TaMu...). Aber das Kind muss dannreif für mehrere Bezugspersonen sein, was meins jetzt - fürchte ich- noch nicht ist. Aber da ist ja auch jedes Kind anders!!! Dass dann bindungsgeschädigte Kinder rauskommen, glaube ich auch nicht. Aber ein jeden Morgen weinendes Kind finde ich auch nicht schön
Früher dachte ich übrigens eher wie Du, aber ich hätte mir auch nicht träumen lassen, dass ich ein Kind bekomme, welches sich nicht beim Sport abgeben läßt, nicht länger als 1 h bei der Tante oder beim Papa bleiben mag....
Die Länder die mir das so einfallen, China (Kinder bleiben bei Oma und Opa, Eltern leben in Stadt und sehen Kinder 1 x im Jahr) Ägypten (Vater kommt nur alle paar Monate/JAhre mal heim) ... mit den mir dort bekannten Beispielen sind für mich nichts, an dem ich mich orientieren wollte
Auf jeden Fall!!!
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10.12.2012, 17:46
AW: Vater, Mutter, Elternzeit
Jetzt juckt es mich doch in den Fingern....
schreibe sonst kaum und lese auch nicht alles hier, aus oben genannten Grund (Baby+ arbeiten...wo bleibt die Zeit). Aber ich möchte mich doch noch als Beispiel einbringen, dass arbeiten und stillen bei guter Organisation und früher Gewöhnung des Kindes an den Fläschchengeber (bei uns mein Mann und beide Omas) durchaus funktioniert. Ich bin selbstständig, für Selbstständige ist der Mutterschutz sowieso ein Fremdwort. Elterngeld gibt es zwar, aber natürlich nur für den Verdienstausfall und wer schmeißt schon sein gerade aufgebautes, gut gehendes Geschäft weg für 1 Jahr Elterngeld? Was ist dann danach? Also bin ich, als die Kleine 10 Wochen alt war, wieder fast voll eingestiegen (1 Nachmittag hab ich mir eine Vertretung gegönnt; seit die Kleine ein halbes Jahr alt ist, habe ich dann noch einen Nachmittag reduziert.)
Es war also von Anfang an klar, dass mein Mann teilweise zu Hause bleibt, in meiner langen Mittagspause (3h) arbeiten geht und unsere Mütter uns unterstützen. Er kann auch von zu Hause aus am Wochenende arbeiten, wenn nötig. Mein ursprünglicher Plan, morgens stillen, 3 h arbeiten, mittags stillen, 4h arbeiten, dann wieder Stillen , würde natürlich nicht funktionieren, das war relativ schnell klar. ( Ich habe auch so ein Exemplar, das alle 2 h trinken wollte, bei Entwicklungsschüben gerne auch öfter...)
Ich habe also als die Kleine 3 Wochen alt war angefangen abzupumpen und zu üben. Sie hat dann problemlos das Fläschchen mit Muttermilch genommen, verhungern war nie das Thema. Was ich eher als schwierig empfand, war die Tatsache, dass die Kleine trotz meiner frühen Abwesenheit teilweise ein Mamakind war und dann schon mal ein Stündchen geschrien hat, wenn ich nicht verfügbar war- das hatte aber nichts mit der Milch zu tun, satt war sie. Zum Glück kann ich diese Situationen an einer Hand abzählen, mein Mann ist ein hingebungsvoller Vater und hat trotz phasenweiser Frustration (auch hier ist es gut, wenn beide mal in den Genuss eines Kindes kommen, das sich schwer beruhigen lässt...dann wissen beide, wovon der andere spricht) diese Aufgabe toll gemeistert.
Was mich eher gestresst hat, war die Abpumperei... ich habe bis 5 Monate voll gestillt und dann langsam Beikost eingeführt. Seit sie 6,5 Monate alt ist, muss ich nicht mehr pumpen, sie trinkt Mittags, abends und leider auch 2-4 mal nachts...ansonsten isst sie. Ich habe jetzt zum Glück gelernt (nochmal Danke an Peppi!), im Liegen zu stillen und habe daher keine so lange Schlafunterbrechung. Sie schläft bei uns im Bett. Aber natürlich ist es anstrengend und spätestens mit einem Jahr möchte ich ganz abstillen. Mal schauen ob es klappt.
Dies nur als Beispiel, dass arbeiten und Stillen sehr wohl vereinbar sind. Meine Tante arbeitete in der Schweiz und hat auch nach Mutterschutz wieder begonnen und problemlos abgepumpt und gestillt.
Wie Liala schon schrieb, die Wahrheit liegt sicher irgendwo dazwischen. Daneben glaub ich aber auch, wenn es gehen muss, dann geht es auch.
Wir sind natürlich priviligiert mit beiden Omas, die mithelfen. Mit einer frühen Krippenbetreuung hätte ich vielleicht ein gewisses emotionales Problem. Aber dass es den Kindern schadet, glaube ich nicht. Unsere wird mit 1 Jahr vormittags in die Krippe gehen.
Noch liebe Grüße ind die nette Diskussionsrunde!
Platypus
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10.12.2012, 17:52
AW: Vater, Mutter, Elternzeit
Wir haben nicht geschaut, was für das Kind das Beste ist. Unsere Entscheidung war: was ist für uns als Familie machbar. Das Beste - da sind wir schon bei Geburt gescheitert (Kaiserschnitt, ganz böse), dann klappte das Stillen nicht - der Wind, der da einem entgegen bläst ist ganz schön heftig (Ursache für unzureichende Stillleistung: Hormonstörung). So hoch hänge ich meinen Anspruch nicht und mein Mann auch nicht.
Denn ein Kind ist nicht einfach nur ein Kind und auf einmal der Chef. Durch das Kind wird man zur Familie. Und jeder in dieser Familie hat Bedürfnisse, Pflichten und Rechte. Natürlich können Erwachsene ihre Bedürfnisse kontrollieren, das heißt aber nicht, dass sie nicht darunter leiden (Schlafbedürfnis). Das schwächste Mitglied wird am meisten versorgt - das heißt aber auch, dass Kompromisse gemacht werden müssen, sei es beim Stillen und/oder Flasche oder Selbstgekocht und/oder Gläschen. Hier muss jeder für sich entscheiden.
Bei uns entscheidet unser Pragmatismus.
Die Tatsache, dass wir engagierte Großeltern haben, hat uns vieles erleichtert - und unseren Kindern auch. Das war ein Geschenk, das wir gerne angenommen haben und noch annehmen. Diese Ressource hat nicht jeder und so muss jeder mit seinen Ressourcen schauen, wie er zurecht kommt.
Das gilt genauso für den Job. Die eine kann ohne Probleme weiter stillen, weil das Kind bereitwillig die abgepumpte Milch trinkt, bzw. so nah arbeitet, dass Papa mit dem Kind zur Arbeit kommt oder sie zur Tagesmutter fährt und dort stillt. Es gibt so viele Möglichkeiten.
Wir können sie nutzen und ich finde es schön, wenn nicht bewertet wird, wie andere ihre Möglichkeiten nutzen.
Ich gehe prinzipiell davon aus, dass jeder das Beste für sein Kind/Familie will - auch wenn ich es anders machen würde. Wir leben in einem Land wo wir das dürfen und ich danke jeden Tag der Göttlichkeit dafür. Anderswo werden Kinder erschossen, weil sie in die Schule gehen möchten. Tut mir leid, dass ich hier polemisch werde, doch die Diskussion ob Vollzeitmutter/Krippe und was besser ist - die ist sinnlos, dafür gibt es keine allgemeinen Nachweise und muss von jedem selbst in seinen Möglichkeiten (Beruf, Umfeld, finanzieller Rückhalt) entschieden werden.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte



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