Ich würde gerne mal wieder auf eure Erfahungen und Meinungen zurückgreifen
Hier die Situation:
Ich stille meinen Sohn, 1 1/2, noch, wenn auch nicht mehr so viel - und nur auf Nachfrage. An manchen Tagen will er gar nicht gestillt werden, wenn er krank ist, insbesondere wenn die Verdauung nicht so dolle ist und er nichts essen will, wird es wieder mehr.
Ausserdem verlangt er danach, wenn er z.B. nach/während einem Trotzanfall mit den Nerven runter ist und beruhigt sich dann auch super.
Das ist ja auch für alle Beteiligten sehr schön - nur habe ich ein bisschen Sorge, dass er sich zu sehr auf diese eine "Lösung" fixiert. Von seinem Vater lässt er sich z.B. nur sehr widerwillig beruhigen, zumal wenn ich in der Nähe bin und einfach nur Kuscheln oder von mir gehalten werden, reicht nicht. Über kurz oder lang würde ich gerne mit dem Stillen aufhören, dachte auch, dass sich das jetzt so langsam ergibt - aber durch die nun häufigeren Trotzereien wird es doch wieder mehr. Bis zum Ende des Trotzalters will ich aber bestimmt nicht stillen... Andererseits will ich meinem Hasen aber auch nicht von jetzt auf gleich das Stillen verweigern, zumal wenn er so verzweifelt danach verlangt.
Hm, meine Gedanken sind vielleicht ein bisschen unsortiert, aber so fühlt sich mein Problem(chen) auch an.
Vielleicht hat ja die eine oder andere unter euch, die länger gestillt hat, ein paar Erebnisse oder Erfahungen beizusteuern? Muss ich an irgendeinem Punkt konsequent nein sagen und daran arbeiten, dass er sich anders beruhigen kann - das geht ja auch, zumal, wenn er nicht ganz so doll durch den Wind ist. Ich glaube meine Sorge ist einfach, dass ich jetzt mit dem Stillen zur Beruhigung den einfachen Weg wähle, aber das in ein paar Monaten bereue.
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10.03.2012, 13:57
Trotzanfälle - Stillen - auf Dauer kontraproduktiv?
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10.03.2012, 16:34
AW: Trotzanfälle - Stillen - auf Dauer kontraproduktiv?
ähm keine Lösung. Ich schließ mich nur an *g
Wir hatten ja mehr oder minder abgestillt (eine Woche vor Weihnachten), dann still ich jetzt wieder zum einschlafen (da gibts nen eigenen Strang) und seit ca einer Woche wird auch wenn so ein Trotzanfall kommt, wenn die Kleine zu müde ist um das selbst zu schaffen.
Die Trotzanfälle ohne Müdigkeit sind hier eh nicht so häufig und lassen sich gut abfangen, wenn man die Kleine sich ausschmollen lässt. (sie dreht sich immer in guter Sichtweite um und guckt einen nicht an. Wenn sie sich dann wieder rumdreht und ich frage "Mama Arm" kommt sie in der Regel angelaufen)
Abends oder auch zwischen 16 und 17 uhr wenn sie einen toten Punkt hat, kommt sie aus dem Trotzen nicht mehr selbständig raus. Dann dreht sie sich auch weg und fängt dann irgendwann bitterlich an zu weinen. Egal was ich dann tue..sie weinen lassen oder sie auf den Arm holen es ist falsch. Vor dem (Wieder) stillen gabs dann hier oft eine halbe Stunde verzweifeltes Geweine, sich auf dem Arm winden oder auf den Boden werfen. Jetzt hilft schon kurzes Stillen und es geht wieder.
Nachdem ich meinen Frieden damit gemacht habe nach 1.5 Monaten nicht stillen wieder zu stillen, seh ich hierdrin (erstmal) auch kein Problem. Wir versuchen zum einen frühzeitig zu erkennen, wann Müdigkeit eintritt und dann die Trotzanfälle zu umschiffen, zum anderen schau ich jedesmal erst ob sie es alleine schafft und hoffe beides zusammen (wir lernen udn sie lernt) dazu führt dass sie/wir andere Wege finden.
Ich geb allerdings zu, ich freu mich über den Strang...vielleicht kommen ja noch andere Anregungen
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10.03.2012, 18:49
AW: Trotzanfälle - Stillen - auf Dauer kontraproduktiv?
Wiese, ich muss zugeben, dass dieser Strang ein bisschen durch deinen Stillen-Schlafen-Strang inspiriert ist. Ich habe erst überlegt mich da mit meinem Thema dranzuhängen, aber dann dachte ich mir, dass ein neues Thema gerechtfertigt ist.
Wenn sich sonst niemand mehr meldet, halten wir uns gegenseitig auf dem Laufenden - solange ich nicht die einzige bin, fühlt es sich schon besser an.
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10.03.2012, 19:19Inaktiver User
AW: Trotzanfälle - Stillen - auf Dauer kontraproduktiv?
Ich habe da zum Thema Stillen nichts beizutragen, aber bei meinem (seit er 10 Monate alt ist abgestillten) 2-jährigen Sohn ist es so:
Sind die Trotzanfälle mit Müdigkeit und/oder Hunger gekoppelt, kommt er da manchmal auch nur raus, wenn er erst ein bisschen schnullert und dann eine Milch trinkt. Die Neigung zu Trotzanfällen ist einfach erhöht, wenn man müde oder hungrig ist, die Frustrationstoleranz sinkt dann (bei mir ehrlich gesagt auch, auch wenn ich natürlich keine Trotzanfälle mehr kriege).
Beim Großen war es genauso, da habe ich mir noch lange Gedanken gemacht, an was ich ihn da gewöhne. Mit 3 war es dann einfach so vorbei, das mit der Milch war nicht mehr nötig, obwohl er da immer noch eine Tendenz hatte auszutickern, wenn er hungrig war und das nicht wahrhaben wollte.
Ich würde jetzt erstmal sagen, wenn Du noch weiter gerne stillst, dann mach Dir keinen Kopf. Bei anderen Leuten schaffen sie es dann auch anders (bei der Tagesmutter weigert sich mein Sohn, Milch zu trinken und beruhigt sich auch irgendwann), aber sie sind noch so klein, ein wenig Mama-Kuscheligkeit (bei uns wegen Flasche auch Papa-Kuscheligkeit) und süffeln bringt jetzt nicht auf ewig die schlechten Gewohnheiten.
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10.03.2012, 19:20
AW: Trotzanfälle - Stillen - auf Dauer kontraproduktiv?
Ich kann nichts wirklich Hilfreiches beisteuern, weil meine Tochter erst ein Jahr ist und v. a. auch kaum zum Trost stillt. Sie hat seit einiger Zeit die ersten Wutanfälle und ich habe jetzt schon ein zwei mal neben einem auf dem Boden liegenden weinenden Kind gesessen. Anfassen darf ich sie in der Situation eh nicht. Glücklicherweise ist nach wenigen Minuten alles vergessen - auch ohne Stillen.
Wobei ich mehrmals bei meiner Tochter die Erfahrung gemacht habe, dass man auch ohne Konsequenz und Eingreifen relativ weit kommt. Sowohl die absolut unchristlichen Einschlafzeiten (23 Uhr über Wochen) als auch die bis vor einer Woche üblichen Stillpausen von 2 h haben sich von selbst geregelt. Mein Kind schläft seit 2 Monaten gegen 19 Uhr ein und die Stillpausen dehnen sich ebenfalls gerade massiv, ohne dass ich etwas daran gedreht habe. Der Wandel setzte immer einige Wochen ein, nachdem wir Eltern uns überlegt haben, ob wir nicht doch mal aktiv auf eine Änderung hinwirken wollen und uns dann aber doch dagegen entschlossen haben.
Von der Seite her bin ich skeptisch, wenn Eltern stolz von ihren diesbezüglichen Erfolgen berichten - vielleicht war's einfach Zufall, dass das Kind gerade jetzt so weit war?!
Wenn Du also jetzt gerade kein Problem hast, würde ich es nicht zum Problem machen. Geht denn dein Sohn in die Kita oder wird von anderen Familienmitgliedern betreut? Da muss er doch eh alternative Methoden des Tröstens lernen. Für mich war das immer sehr beruhigend, dass ich wusste, meine Tochter kann das alles (Essen, Einschlafen ohne Stillen), wenn ich nicht da bin.
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10.03.2012, 20:21
AW: Trotzanfälle - Stillen - auf Dauer kontraproduktiv?
Nijntje *lach* du hättest dich auch gern anschließen könne, die Lage ist ja schon find ich artverwandt und ich fands auch beruhigend zu lesen, dass es jemand ähnlich geht und vor allem auch dieses gefühl von Unsortiertheit, das Problem nicht richtig fassen können..das hatte ich ja auch

Tigerente, ok bei dir wars nicht das stillen sondern schnullern und Milch. Beruhigend zu lesen, dass es sich von allein erledigt hat, auch wenn ich nun für uns nicht hoffe dass es sich zieht bis das Fünkchen 3 ist..das wäre mir beim stillen dann doch zu lange.
Ich fand es ja schon schön abends mal wieder ein ode 2 Mochitos trinken zu können
Halina
lustig ich hätte das von dir beschriebene wieder anders interpretiert. Ich seh keinen Zufall, sondern eingutes Zusammenspiel. Ich denke sowas wie abstillen, durchschlafen usw klappt dann, wenn die Eltern im Kopf und die Kinder von der Entwicklung soweit sind.
Wenn einer noch nicht so weit ist oder zweideutige Signale sendet gibts Probleme.
ich glaube also nicht dass es Zufall ist, dass die Entwicklungschritt kam kurz nachdem ihr überlegt habt evtl einzugreifen, sondern dass es da einen direkten Zusammenhang gibt.
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10.03.2012, 22:51
AW: Trotzanfälle - Stillen - auf Dauer kontraproduktiv?
Danke für eure Beiträge!
Ich habe noch mal nachgedacht und ja, diese "schlimmen" Episoden kommen an sich nur zustande, wenn er müde ist oder sonst wie angekratzt. Und gestillt werden möchte er an sich erst/nur, wenn wir zuhause sind. In der Krippe kommt so rihtig dolles Trotzen an sich nicht vor, sonst hätten wir es auch schon erfahren, da ist er an sich als Mr Sunshine bekannt (kan sich auch alles ändern)
Ich denke, bei der ganzen Sache ist ein Aspekt mein Mann, der sowieso manchmal etwas angefressen ist, das der Kleine so Mama-fixiert ist (d.h. nicht, dass er es mir vorwirft, aber es ist nicht immer toll für ihn). Der hat dann das Gefühl, toll, Mama hat die einfache Lösung, ich kann nicht mithalten, wie soll ich solch eine Situation auflösen - insofern wäre Schnullern und Kuscheln konfliktfreier. Aber wenn die beiden alleine sind, geht es ja auch, wenn auch etwas mühsamer.
Und ja, das Stillen ist keine Belastung für mich, aber es muss nciht mehr ewig weiterlaufen. Ich möchte aber nicht aufhören, solange es für meinen Sohn aus dem einen oder anderen Grund wichtig ist. Und ich hatte gerade das Gefühl, dass er es nicht mehr so braucht...
Na ja, wenn ich echt nicht mehr will, werden wir sicher eine Lösung finden, klar. Ich hatte vorallem mal hören wollen, was andere denken oder tun. Im Endeffekt muss man ja doch immer den eigenen passenden Weg finden.
*Gähn* Gute Nacht!
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10.03.2012, 22:54
AW: Trotzanfälle - Stillen - auf Dauer kontraproduktiv?
Nijntje: ich still ja auch noch und bei uns ist es auch immer wieder Thema mit dem abstillen.
Ich frag mich z.Zt. auch häufig, wann sie wohl von alleine bereit ist, damit aufzuhören
Ich glaube allerdings nicht, das das stillen nach dem trotzen irgendwie blöd ist...
Die Trotzanfälle beruhen ja darauf, dass die Kleinen völlig von ihren Gefühlen überrollt werden, dass sie was neues kennen lernen: den eigenen Willen und dass Mama / Papa eben manchmal was anderes wollen und mit der Enttäuschung dann fertig zu werden, wo man doch bisher so mehr oder weniger eine Einheit mit der Mama war...
Da ist das stillen eigentlich sogar sehr positiv.
Und echt viele, viele Kinder bekommen den Schnuller zur Beruhigung, gerade auch nach Trotzanfällen...
Ich würde mir da keine Sorgen machen, auch wenn der Papa z.B. natürlich im Gegensatz zum Schnuller die Brust nicht geben kann. Die Zwei werden wohl einen anderen Weg finden müssen, wenn Du nicht da bist und das wird auch gehen.
Wenn ich nicht da bin kommen Vater und Tochter hier auch ohne stillen prima zurecht...Mama von drei frechen Kindern
*03.99(w)
*08.02(m)
*02.10(w)
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11.03.2012, 08:29
AW: Trotzanfälle - Stillen - auf Dauer kontraproduktiv?
das ist bei uns eben nicht (immer) so. Ich denke aber nicht, dass es am Stillen als solches liegt, sondern daran, dass Herr Wiese sich aus denen Situationen rauszieht, wo stillen einfacher ist.Wenn ich nicht da bin kommen Vater und Tochter hier auch ohne stillen prima zurecht...
Das hat sich aber mit dem Abstillen nciht geändert. Ab da z.b hätte Herr Wiese ja auch das Fünkchen ins Bett bringen können, hat er nicht gemacht mit der Begründung "das klappt bei dir viel schneller"
Das Fünkchen ist ansich ein Papakind, wenn der abends kommt bin ich absolut abgeschrieben - aber eben ja da.
Nun hatten wir die Situation, dass der Kindergarten an Karnevallsdienstag geschlossen hatte und Herr Wiese sich Urlaub genommen hat. Mit dem zweifelhaften Erfolg, dass die Kleine so im halbstundentakt immer wieder losgeheult hat, nach mir gefragt und Herr Wiese für den Mittagsschlaf über eine Stunde mit dem Kinderwagen rumfahren musste.
Das ist das einzige was mich nach wie vor am Stillen stört und das ja auch nur für unseren Haushalt. ich denke, wenn wir die Flasche gegeben hätten und damit beide Trostspender, Einschläferer wäre es zu dieser Fixierung auf mich in "schwierigen" Situationen bzw das Herausziehen von Herrn Wiese nicht gekommen und jetzt die Gelegenheit wahrzunehmen etwas zu ändern, sieht er auch nicht ein.
Dabei war das eigentlich der Nebeneffekt auf den ich durch das Abstillen gehofft habe, dass wir uns das zu Bett gehen teilen und auch sowas wie trösten nach einem Sturz (was ja gar nicht mit Stillen verbunden ist) nach und nach von uns beiden übernommen wird (so schwer ist pusten und "heile heile Gänschen" singen ja nun auch nicht.
Von daher schalt ich so ein bischen auf Durchzug, wenn Herr Wiese meint ich könne ja auch nicht ewig stillen und ja er ist auch angefressen, dass ich es da angeblich so viel leichter habe ;-)
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11.03.2012, 12:25
AW: Trotzanfälle - Stillen - auf Dauer kontraproduktiv?
Ich weiß genau was du meinst, Wiese!
Wir haben hier ähnlich Dinge, wenn ich zu Hause bin: "Die Mama macht das" und größtes Geschrei. Der Unterschied zu Euch ist (wahrscheinlich), dass mein Freund "immer" zu Hause ist, weil wir beide zu Hause arbeiten. Er betreut sie einfach recht viel, deswegen geht es, wenn ich nicht da bin, ganz gut.
Wie viel Zeit betreut er denn das Fünkchen wirklich? So wie ich das verstehe, hast Du die Hauptbetreuung übernommen?
Selbst wenn ihr nicht gestillt hättet, wie viele Fläschen hätte der Papa geben können? Es gibt auch genug Kinder, die das Fläschen dann nur von der Hauptbezugsperson vernünftig trinken.
Ich bin da eher vorsichtig, solche Sachen mit der Stillerei zu begründen, ich kenne so viele Kinder, die das gleiche Schema haben, nur mit anderen Sachen (Schnuller z.B.)Mama von drei frechen Kindern
*03.99(w)
*08.02(m)
*02.10(w)


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