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  1. Inaktiver User

    Flasche statt Stillen - wie geht es euch damit?

    Hallo zusammen,

    eins vorweg: Ich möchte hier keine Diskussion über Stillen / Flaschegeben eröffnen - Stillen ist zweifellos fürs Kind die bessere Alternative- sondern mich gerne mit anderen Flaschenkind-Mamas austauschen. Mich würde interessieren, aus welchem Grund ihr nicht stillt, wie es euch emotional damit geht und wie die Reaktionen aus eurem Umfeld aufs Nicht-Stillen sind.

    Kurz zu mir: Meine Kleine ist 8,5 Wochen alt und das Stillen war von Anfang an schwierig, da zum einen der Milch bei mir nicht rechtzeitig und in ausreichender Menge kam, zum anderen meine Tochter auch sehr ungeduldig / schnell frustriert war beim Anlegen. Nach 3 Wochen mit intensivem Übungsprogramm (Still-Versuche, Flasche geben, Abpumpen..und das alle 2 Stunden) habe ich entnervt und frustriert aufgegeben. So leid es mir für sie tat - ich konnte einfach nicht mehr und habe auch gemerkt, dass mich mein Genervtsein auf sie übertragen hat. Nach der Entscheidung ging es mir viel besser und ich habe regelrecht befreit gefühlt.
    Mittlerweile glaube ich, dass ich unbewusst vielleicht gar nicht stillen wollte, ich hatte zB einen Horror davor, vor anderen Leuten zu stillen und fand es, im Gegensatz zu vielen Frauen, auch nicht besonders schön oder gemütlich oder so. Und ich genieße auch echt die Vorteile, die die Flasche für mich mit sich bringen, ABER für meine Tochter tut es mir schon leid, dass sie aufs Stillen verzichten muss. Ich versuche deshalb, ihr als Ersatz ganz viele Extra-Knuddeleinheiten zu geben und pumpe weiterhin so viel wie möglich ab, damit sie wenigstens teilweise durch Muttermilch ernährt wird. Aber das schlechte Gewissen bleibt irgendwie...Ich finde es auch immer so furchtbar, dass ich sie weinend warten lassen muss, wenn ich das Fläschchen zubereite (sie gibt leider keine Voranzeichen von sich, wenn sie Hunger hat, sondern schreit direkt herzzerreissend los.. ).

    Die Umwelt reagiert teilweise auch komisch darauf, dass ich nicht stille. Oder bilde ich mir das nur ein? Manchmal habe ich das Gefühl, ich müsse mich rechtfertigen. Dann wieder ernte ich eher so mitleidige Blicke/Kommentare- zB letztens beim Bäcker, als ich einen Saft zum Brötchen dazu nahm. Bedienung mit Blick auf meine Tochter: "Sie stillen ja bestimmt, da müssen sie aufpassen wegen der Früchte." Ich:"Nein, ich stille nicht". Sie (mit einem solchen Gesichtsausdruck: ) : "Oh, Entschuldigung".

    Berichtet doch mal, wie es euch geht!

    LG
    Lillan

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    AW: Flasche statt Stillen - wie geht es euch damit?

    *reinhüpf*

    Ich kann zwar zum eigentlichen Thema nichts beitragen, aber ich kann dir nur sagen: Nach ziemlich genau 6 Monaten kippt das Ganze ins andere Extrem, dann bist du mit "Nicht-Stillen" absolut im Trend und musst dich rechtfertigen, wenn du noch stillst ...

    Vielleicht kannst du einfach die eine oder andere Verkäuferin anflunkern, bis die 6 Monate rum sind ... ;-)

    (Und abgepumpte Muttermilch ist doch auch was Gutes! )

    *raushüpf*

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    AW: Flasche statt Stillen - wie geht es euch damit?

    Die Umwelt reagiert teilweise auch komisch darauf, dass ich nicht stille. Oder bilde ich mir das nur ein?
    ich glaube, dass das viel auch eine Sache der Wahrnehmung bzw der Ausstrahlung ist...ich kann das nicht wirklich erklären. Ich hatte in der Rübi eine Frau die das gleiche Phänomen übers Stillen schildere..da kamen x Argumente von nicht mehr zeitgemäss über egoistisch (weils den Mann ausklammert). Die TN war in sich aber "unsicher" (ich weiss nicht wie ichs anders ausdrücken soll)

    Und ich hab so den Eindruck, du denkst immer noch du hättest eigentlich (für dein Kind) stillen sollen und dein Kind verpasst sowas. Mit dieser Einstellung ziehst du denk ich "komische" Reaktionen an (oder nimmst sie eher wahr, keine Ahnung wie es nun genau ist)

    Ja ich hab 3 Kinder gestillt, hab aber bei einem dass dazwischen hätte kommen sollen ganz klar gesagt, das tu ich MIR nicht an, das Kind bekommt die Flasche. So wie du deine Erfahrung der Anfangszeit schilderst ists genau so für dich richtig. Ich werd eher hellhörig wenn ich lese dein Kind bekommt "extra Kuschelzeit"...das hat sowas von schlechtes Gewissen..so wie (vorsicht sehr hinkender Vergleich) arbeitende Eltern die ihren "armen verweissten Kindern" eine extra Portion Süßigkeiten geben.

    WEnn du mit deinem Kind beim Füttern kuschelst, ihm soviel abgepumpte Milch gibst wie eben geht, dein Kind liebst und eben so fürsorglich bist wie es in deiner Natur liegt dann geht es deinem Kind gut! und ich würde meinem Kopf verwetten, dass wenn du das bestimmt rüberbringst, auch keiner mehr komisch reagiert.

    Wiese, die hoffentlich nun nicht bald kopflos rumrennt

    Manchmal ist das ganz große Glück ganz klein



    meine Binometten waren Kapuzinerkresse und Diadora.
    einen dicken an die Beiden



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    AW: Flasche statt Stillen - wie geht es euch damit?

    Ich hüpfe auch mal als Stillmutter rein: Du kannst es nie allen Recht machen. Die einen gucken komisch bei der Flasche, die anderen wenn Du dein Kind mit 8 Monaten noch stillst. Von einem einjährigen Kind ganz zu schweigen. Flasche mit einem Jahr ist dagegen häufiger akzeptiert.

    Den Kommentar im Café hätte ich auch als übergriffig empfunden: Ich esse seit 11 Monaten was ich will - einschließlich Hülsenfrüchte, Kohl, Zitrusfrüchte und hatte nie eine Reaktion beim Kind gemerkt. Bevor man merkt, dass das Kind empfindlich ist, sollte man sich nicht einschränken. Und warum sich Fremde anmaßen, einem ungefragt diesbezüglich Ratschläge zu geben, verstehe ich auch nicht.

    Übrigens finde ich pumpstillen bewundernswert - ich habe das Abpumpen gehasst und schnellstmöglich eingestellt, als das Kind meine Abwesenheiten durch Brei überstehen konnte.

  5. Inaktiver User

    AW: Flasche statt Stillen - wie geht es euch damit?

    Zitat Zitat von Wiesenkraut Beitrag anzeigen

    Und ich hab so den Eindruck, du denkst immer noch du hättest eigentlich (für dein Kind) stillen sollen und dein Kind verpasst sowas. Mit dieser Einstellung ziehst du denk ich "komische" Reaktionen an (oder nimmst sie eher wahr, keine Ahnung wie es nun genau ist)
    Hm, ja, da könntest du recht haben. Deshalb fallen mir die komischen Reaktionen sicher auf. Und komische/ungefragte Kommentare bekommt man als Mutter ja leider ständig zu hören..
    Die Hebamme meinte damals zu mir, wenn es mir mit dem Nicht-Stillen gut geht, dann geht es auch meinem Kind gut. Und ich hab nicht den Eindruck, dass ihr irgendwas fehlt. Sie ist ein ziemlich entspanntes und friedliches Baby. Doof, dass ich mir trotzdem Gedanken mache..

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    AW: Flasche statt Stillen - wie geht es euch damit?

    Die Hebamme meinte damals zu mir, wenn es mir mit dem Nicht-Stillen gut geht, dann geht es auch meinem Kind gut.
    *gg DAS ist das in Einfach was ich eigentlich sagen wollte und wenn du selbst davon irgendwann auch überzeugt bist bekommst du keine komischen Komentare mehr oder es ist dir dann einfach egal, was letztendlich aufs gleiche rauskommt

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    AW: Flasche statt Stillen - wie geht es euch damit?

    Lillan

    Ich habe ganze drei Tage stillen können und musste dann erstmal abpumpen wegen Medikamenten. Die habe ich mehrere Wochen nehmen müssen und so pumpte ich weiter ab (durfte davon ja nix meinem Sohn geben und es war reichlich!).

    Nach meinem KS hatte ich eine Infektion, die sich über mehrere Wochen hinweg zog und mich körperlich auch sehr entkräftete. Die Milch wurde immer weniger (muss aber zugeben, das ich das Abpumpen immer mehr vernachlässigte, weil ich es nervlich nicht auf die Reihe bekommen habe: Füttern, wickeln, abpumpen, füttern, wickeln abpumen..... aus mehr bestand mein Tag nicht mehr!) und mein Blutwerte waren auch nicht gut. Laut Hebamme und FA sollte ich auf jeden Fall abstillen.............. und damals kam es mir gerade recht. Ich hatte nicht mehr die Kraft dazu und wollte wenigstens ein paar Minuten mal für mich haben.

    Mittlerweile bereue ich es. Wenn ich mal den ganzen Organisatorischen aufwand weglasse (und das ist bei Flaschenkinder nun mal ne ganze Ecke mehr!), habe ich auch etwas "vermisst". Ich habe mich ständig zu rechtfertigen versucht gegenüber Stillmamas und dachte auch immer, dass ich da "doof" angesehen werde.......... was nicht unbedingt so war ;-).

    Meinen zweiten Sohn werde ich definitiv stillen! Ich möchte nicht noch einmal dieses Gefühl des "Versagens" haben, was zwar schwachsinnig ist (denn Flaschenkinder sind auch gesund und munter ;-) ), aber immer in meinem Kopf rumschwirrt.......
    Aller guten Dinge sind drei


    10/12/14


    Und niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.

    Goethe

    Bino von und zu:

    Pimboli, Sandra1990, Anne3186, Icebaer, Callalilly, und angel76

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    AW: Flasche statt Stillen - wie geht es euch damit?

    Hallöle,

    ich bin auch eine Flaschen-Mutter! Bei meiner ersten Tochter wurde mir direkt nach der Geburt ans Herz gelegt, nicht zu stillen sondern Flasche zu geben, da ich sehr viel Blut verloren hatte und eh eine "Schattenlose" bin. Das war eine gute Entscheidung, da ich so entkräftet war, dass ich auch mit nicht-stillen kaum auf die Beine kam. Nach fünf Monaten bekam ich dann noch wegen einer Depression Medikamente, die mich hätten abstillen lassen müssen.
    Ich hatte darauf geachtet, dass ich Milchpulver mit Probiotics verwende, die am nächsten an die Muttermilch herankam.
    Bei Kind Nummer Zwei (8 Monate altes Mädel) war von Anfang an klar, dass es auch ein Flaschenkind wird, da ich noch immer Antidepressivas nehme (in sehr niedriger Dosierung, aber ich wollte da kein Risiko eingehen). Mein Mann stand mit dieser Entscheidung auch immer voll hinter mir, denn er wusste, dass es nicht von Nachteil ist, wenn die Kinder nicht gestillt werden.

    Die Reaktionen gingen ansonsten von Unverständnis bis hin zu schockierter Ablehnung - vor allem von Hebammen. Ich finde es gut, dass es die Möglichkeit gibt, zu wählen. Ich verurteile auch niemanden, der stillen möchte (und kann). Aber die Erfahrung zeigt, dass die Toleranzgrenze bei diesem Thema oft sehr niedrig liegt!

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    AW: Flasche statt Stillen - wie geht es euch damit?

    Gefühl des Versagens, ja das trifft es ziemlich gut.

    Ich bin eine Flaschenmama wider Willen. Hatte mir nie Gedanken gemacht während der Schwangerschaft, dass das nicht klappen könnte. Schliesslich kann ja jede Frau stillen, sie muss nur wollen.

    Tja, ich kam auch nach 2 Wochen alle 2 Stunden abpumpen nie auf mehr als 10 ml (insgesamt!). Habe wohl zu wenige Milchdrüsen und hätte meinen Klein-Krümel damit nicht groß bekommen.
    Das schlechte Gewissen hab ich auch heute noch. Egal wo man liest - stillen ist das Beste und frau muss sich nur bemühen, dann klappt es.

    Ich wohne außerdem noch in der Hauptstadt in einem Bezirk wo in jedem Café und auf jeder Parkbank und jedem Spielplatz gestillt wird. Ich kenne die Blicke, wenn ich meine Flaschen ausgepackt habe und Kommentare gab es einige. "Stillen sei doch sooo viel besser, als diese Chemie", "Frau müsse nur wollen", etc.

    Man muss drüber stehen und manchmal geht es halt einfach nicht anders, aber leicht ist es nicht!
    Auf die Positivliste kommt definitiv: mehr Freiheit! Ich konnte auch schon früh mal abends mit Freundinnen weg gehen, da wir uns wunderbar abwechseln konnten mit ins Bett bringen und ich konnte so auch mal Nächte durchschlafen.
    Und meine Familie stand hinter mir. Ich bin auch ein Flaschenkind.... damals gab es gar keine Diskussion ob gestillt werden sollte

    Tu, was Dir gut tut. Der Rat meiner Hebamme: leg Dich mit nem Glas Rotwein in die Wanne!

    So, mein Flaschenkind will spielen!

    Krümel
    Klein-Krümel 02/11 & Mini-Krümel 03/14

  10. Inaktiver User

    AW: Flasche statt Stillen - wie geht es euch damit?

    Auch ich bin eine Flaschenmami,meine Tochter ist jetzt 10 Wochen alt,ich konnte leider nicht stillen bei mir kam keine Milch,wir haben es mehrmals mit Abpumpen versucht nix passierte somit bekam meine Tochter schon im Krankenhaus die Flasche. Ich konnte mir auch schon von einigen anhören "wie du stillst nicht? Das ist das beste was es gibt" ja das mag ja sein,ich hätte gern meine Tochter gestillt. Aber auch mit Flasche wird sie groß werden. Habt ihr noch keinen Rhythmus gefunden? Meine Tochter kommt meist alle 4 stunden,wenn sie länger durchhält lass ich sie auch,meist merke ich das sie Hunger bekommt wenn sie vermehrt ihren Kopf wie wild zur Seite dreht und nach was zum saugen sucht,die Flasche ist dank den cool twister dann schnell zubereitet! Lg Anne

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