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    Das Leben als Mami...was hat sich geändert? Habt ihr euch verändert?

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin seit März 2011 Mutter von Zwillingen Meine Schwangerschaft war ungeplant und hat mich zunächst echt aus der Bahn geworfen und so abgedroschen es auch klingen mag-es stimmt-die zwei sind das beste was mir je passiert ist...
    Die beiden vervollständigen uns und ich fühle mich innerlich viel ausgeglichener seit sie auf der Welt sind. Mutterliebe ist schon sagenhaft Aber sonst?Ich könnte nicht sagen, dass das Mamasein mich verändert hat. Die Kinder sind nicht mein Gesprächsstoff Nummer Eins, Krabbelgruppen und Mamitreffs sind nicht meine neuen Lieblingsfreizeitbeschäftgungen. Eher im Gegenteil...
    Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr solche Vollblutmamis? Haben sich eure Interessen nachhaltig verändert? Könntet ihr behaupten, dass die Geburt eures Kindes eine Zäsur in eurem Leben darstellt und jetzt alles anders ist? Und wie wirkt sich das aus?

    Ich würde mich freuen wenn ihr eure Erfahrungen teilt.

  2. VIP

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    AW: Das Leben als Mami...was hat sich geändert? Habt ihr euch verändert?

    mein leben hat sich mit den kinder schon sehr verändert. auch wenn ich keine krabbelgruppenmami war. es fehlte mir schlichtweg an zeit für die dinge, die ich vorher gemacht habe. z. b. malen, collagen und das aufbereiten von alten möbeln u. ä.. das war einfach nicht drin, mit zwei kleinkindern. auch andere hobbys fielen völlig flach. ich war froh, dass ich zu verabredungen mit freunden, mal kino, mal theater, dank großeltern und babysitter, zu gehen.
    andererseits ist es nicht so, dass ich es wirklich groß vermisst habe. es war einfach nicht dran.

    je älter die kinder werden, desto mehr finde ich zurück zu mir. das klingt jetzt so, als wäre ich weg gewesen, aber mit schlafentzug und dauerbeschlag, war ich nicht fähig mich aufzurappeln. mir fehlte die muse für was kreatives oder musikalisches. d. h. es werden nicht mehr nur kinderlieder gespielt. ich habe jetzt zeit mir ein neues stück anzueignen oder wir musizieren zusammen auf einem ganz anderen niveau. auch in die malerei kann ich sie einbeziehen und dennoch meinen ideen folgen. die mögliche sauerei ist deutlich geringer als mit 2 oder 3.

    andererseits war es auch schön sich mit den kindern zeit zu nehmen. 200m spazieren gehen in 2 stunden, weil jeder regenwurm und jeder stein, jeder hundehaufen begutachtet werden musste. intensives vorlesen, stifte spitzen, während die kinder malen. mehr kuscheln als kämpfchen machen (ist im moment gerade umgekehrt und so anstrengend, weil sie richtig stark und schnell sind).

    ich freue mich die kinder los lassen zu können, ihnen zuzutrauen alleine auf den spielplatz zu gehen. andererseits war es immer nett auf dem spielplatz.

    doch die mutterschaft hat mich verändert, nicht nur auf der alltagsebene. ich habe mich weiter entwickelt und werde das weiter tun. viele dinge sind unwichtig geworden. andere viel wichtiger. eine vierte dimension des empfindens ist dazu gekommen. die größte freude meines lebens, aber auch die größte angst - ist dazu gekommen. das wird immer bleiben, auch wenn sich der alltag 'normalisiert', d. h. aus dem kleinkindchaos in die relativ ruhige schulkindphase (an die pubertät mag ich gar nicht denken).
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Das Leben als Mami...was hat sich geändert? Habt ihr euch verändert?

    ich habe gelernt, dass nicht alles planbar ist, bin gelassener in solchen Sachen geworden,kann auch mal den Haushalt liegen lassen ( najaaaaa) und bin noch organisierter geworden.
    Aber ich bin auch unflexibel geworden.Mit einer Freundin abends treffen ist schwer,mein Mann arbeitet bis spät, ich habe keinen Führerschein, selbst wenn Zeit ist, für längere Fahrten hab ich abends oft weder Kraft noch Lust.

    Mein Freundes-und Bekanntenkreis hat sich drastisch reduziert da sich meine Hobbys geändert haben,ich viel aufgegeben habe und diese Leute dann meisst keine Kinder hatten.Aber es stört mich nicht,denn viele Freunde bräuchte ich mehr Zeit.

    Sie ist wieder da....
    Aller guten Dinge sind 3!!! *

    M (1/08), Li (12/09), La (10/11)

    * Das hat sogar Talea erkannt






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    AW: Das Leben als Mami...was hat sich geändert? Habt ihr euch verändert?

    Mein Leben hat sich schon um 180° gewendet. Lustigerweise sagen ja viele, jetzt ist alles viel unplanbarer. Bei mir ist es umgekehrt. Früher konnte rund um die Uhr das Telefon gehen und wenn ich gerade noch das abendessen kochte, war ich 5 Min später schon auf dem Weg nach Hamburg, Berlin oder sonstwo. ich war immer auf dem Sprung. dagegen ist es jetzt fast schon, wie "Täglich grüßt das Murmeltier". Immer zur selben zeit aufstehen, mit der Kleinen rausgehen, Mittagessen, nochmal was unternehmen, abend essen, Kind ins Bett bringen. Wie ein Uhrwerk. Komischerweise habe ich mich daran relativ schnell gewöhnt. Ich selbst habe mich glaube ich nicht so sehr verändert. Bin immer noch nicht der Typ Mensch, der in Vereine, etc geht, daher besuche ich genau eine Spielgruppe. Die Gesprächsthemen sind natürlich andere, aber das wird sich ja auch wieder ändern, wenn man nicht mehr 24/7 Kinderbetreuung macht. Und da meine Freundinnen auch fast alle Kinder haben, hat sich im Bekanntenkreis auch niemand von den Babythemen genervt verabschiedet.
    callalilly
    Seit November 2010 ist Mini-Lilly da
    _______________________________________
    Meine NumberOneBino ist KATZENTIER
    Meine Superinformanten sind LINCHEN84 UND TALEA

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    Schamesröte AW: Das Leben als Mami...was hat sich geändert? Habt ihr euch verändert?

    Bin ja noch nicht so lange Mama (gerade mal 4 Monate) ausserdem hatte ich gerade erst mit meiner Doktorarbeit begonnen als ich erfuhr das ich schwanger bin (musste den Schock erst mal eine Weile mit Antidepressiva verarbeiten ), kann aber schon sagen, dass ich seither wesentlich gelassener geworden bin.
    Gedanklich habe ich mich von meinem Sozialleben fuer die naechsten 3 Jahre verabschiedet. Die Doktorarbeit ist mein Job und mein Kind ist mein Hobby, mein Interesse, meine Leidenschaft und ueberhaupt jede freie Minute.
    Und ich muss sagen das ist voellig ok so. (ich hoffe das sehe ich in 2 Jahren immer noch so )
    Bin ja nicht mehr die Juengste und hatte demzufolge schon ein recht erfuelltes Leben bevor das Baby kam.
    Was mich jedoch extrem begeistert und immer noch erstaunt ist, wie toll es ist zum 'Eltern Club' zu gehoeren. Auf einmal hat man Gespraechsstoff mit Leuten mit denen man sonst eher wenig zu tun hatte. Ich kann mich in Menschen (Eltern) besser hineinversetzen, Situationen besser verstehen.
    Ich freue mich auf all die neuen Erfahrungen (Kindergeburtstage, Spielplaetze, Weihnachten), die durch Kinderaugen wahrgenommen nunmal einfach toller sind. Ich haette mir niemals vorstellen koennen wie relativ die Dinge werden und wie stark sich meine Prioritaeten veraendern werden - und wie stolz ich bin - so ein tolles Kind zu haben!!!

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    AW: Das Leben als Mami...was hat sich geändert? Habt ihr euch verändert?

    Vollblutmami nein, Zäsur ja! Das ist die Kurzfassung

    Zur Vollblutmama fehlt mir ein wenig die Geduld, das ist eindeutig mein Mann besser, was Spielen, Beruhigen etc. angeht.

    Die Zäsur kommt dadurch, dass ich "eigentlich" gern allein bin. Nur meinen Mann kann ich längere Zeit am Stück um mich haben. Tja, seit das kleine Wesen (fünfeinhalb Monate alt) bei uns ist, hat sich das auch geändert. Ich bin sooooo gern zu dritt und vermisse die beiden schrecklich, wenn sie mal weg sind.

    Ansonsten habe ich den Eindruck, ich bin empathischer geworden.

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    AW: Das Leben als Mami...was hat sich geändert? Habt ihr euch verändert?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    mein leben hat sich mit den kinder schon sehr verändert. auch wenn ich keine krabbelgruppenmami war. es fehlte mir schlichtweg an zeit für die dinge, die ich vorher gemacht habe. z. b. malen, collagen und das aufbereiten von alten möbeln u. ä.. das war einfach nicht drin, mit zwei kleinkindern. auch andere hobbys fielen völlig flach. ich war froh, dass ich zu verabredungen mit freunden, mal kino, mal theater, dank großeltern und babysitter, zu gehen.
    andererseits ist es nicht so, dass ich es wirklich groß vermisst habe. es war einfach nicht dran.

    je älter die kinder werden, desto mehr finde ich zurück zu mir. das klingt jetzt so, als wäre ich weg gewesen, aber mit schlafentzug und dauerbeschlag, war ich nicht fähig mich aufzurappeln. mir fehlte die muse für was kreatives oder musikalisches. d. h. es werden nicht mehr nur kinderlieder gespielt. ich habe jetzt zeit mir ein neues stück anzueignen oder wir musizieren zusammen auf einem ganz anderen niveau. auch in die malerei kann ich sie einbeziehen und dennoch meinen ideen folgen. die mögliche sauerei ist deutlich geringer als mit 2 oder 3.

    andererseits war es auch schön sich mit den kindern zeit zu nehmen. 200m spazieren gehen in 2 stunden, weil jeder regenwurm und jeder stein, jeder hundehaufen begutachtet werden musste. intensives vorlesen, stifte spitzen, während die kinder malen. mehr kuscheln als kämpfchen machen (ist im moment gerade umgekehrt und so anstrengend, weil sie richtig stark und schnell sind).

    ich freue mich die kinder los lassen zu können, ihnen zuzutrauen alleine auf den spielplatz zu gehen. andererseits war es immer nett auf dem spielplatz.

    doch die mutterschaft hat mich verändert, nicht nur auf der alltagsebene. ich habe mich weiter entwickelt und werde das weiter tun. viele dinge sind unwichtig geworden. andere viel wichtiger. eine vierte dimension des empfindens ist dazu gekommen. die größte freude meines lebens, aber auch die größte angst - ist dazu gekommen. das wird immer bleiben, auch wenn sich der alltag 'normalisiert', d. h. aus dem kleinkindchaos in die relativ ruhige schulkindphase (an die pubertät mag ich gar nicht denken).
    Dein Text hat mich sehr berührt. Ist sehr liebevoll geschrieben.
    In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
    Johann Wolfgang von Goethe

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    AW: Das Leben als Mami...was hat sich geändert? Habt ihr euch verändert?

    das ist sooo ein schöner strang, auf den ich schon lange antworten wollte. aber da sind wir gleich bei der ersten sache, die sich geändert hat, seit ich mama bin: was ich mir vornehme, klappt nicht immer so. das war zwar früher auch oft so, aber jetzt hab ich einen guten grund.

    jetzt im ernst:

    ich bin, seit meine tochter auf der welt ist, sehr viel ausgeglichener, ich ruhe mehr in mir. ich hatte schon lange einen kinderwunsch, und obwohl ich vorher nicht unglücklich war, fühle ich mich doch jetzt kompletter und mehr in der gegenwart lebend. schwer zu beschreiben.

    ich weiß mehr als früher, was ich will und was nicht, wo meine prioritäten liegen, und es fällt mir leichter, dafür einzustehen, auch vor mir selber.

    zusammengefasst: mein leben ist runder, bunter, schöner geworden. allein wenn ich in diese strahlenden blauen augen schaue...

    und ich schreibe jetzt häufiger alles klein, wenn die maus auf meinem arm schläft. ;-)
    Am 3. Juni 2011 kam unsere kleine Maus zur Welt - unser größtes Geschenk!


    Die Liebe trägt unsere Seele wie die Füße unseren Leib.


    Unsere Gedanken und Gebete sind bei Colina und Ticklish und ihren Familien und bei allen anderen Sternenkindern.




    Papa, für immer in meinem Herzen!

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    AW: Das Leben als Mami...was hat sich geändert? Habt ihr euch verändert?

    Hab den Strang grad erst entdeckt...

    Ob ich mich verändert habe: dazu gibts ein ganz klares Jein.

    Ich dachte immer, wenn man Kinder hat, ist alles anders, man fühlt sich nicht mehr wie man selbst. Und ich hab festgestellt, dass das (zum Glück) gar nicht so ist.
    Ich hab mich sicherlich verändert, aber gar nicht mal so sehr (und das obwohl wir nach der Geburt erst mal echt ne harte Zeit hatten), und ich fühle mich immer noch wie ich (ich hoff, man versteht, was ich meine ). Mir sind immer noch Dinge wichtig, die mir vorher auch wichtig waren. Obwohl mein Süßer die Nummer Eins ist, sind nicht automatisch alle anderen Dinge zweitrangig.

    Ich treff mich genauso gern mit meinen kinderlosen Freundinnen wie mit den Mamas aus dem Vorbereitungskurs (wobei ich mich mit denen auch gern mal zum weggehen treffe ).
    Ich genieße die Zeit mit dem Kleinen genauso wie die Zeit, die ich mal nur für mich hab. Wobei man schon sagen muss, dass man die Zeit, die man nur für sich hat, auch viel mehr zu schätzen und zu nutzen weiß.
    Zwei Maikäferchen an der Hand (2011 und 2013)
    Und unser Sternchen ganz fest im Herzen (*Mai 2011+)



    Meine Bino ist die liebe paulinenbaer mit ihren zwei süßen Mädels
    Stolze Bino von Fairy_1501 mit ihrem Mini

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    AW: Das Leben als Mami...was hat sich geändert? Habt ihr euch verändert?

    Bin -noch- keine Mami, aber danke danke danke für den tollen Strang, der mir wieder etwas mehr Angst nimmt, nämlich davor, als Mami nicht mehr "ich" zu sein

    Freue mich schon auf mehr Berichte hier!

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