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  1. Inaktiver User

    AW: Papa nimmt Elternzeit - Mama blutet das Herz...

    Erst einmal danke, dass Ihr Eure Erfahrungen und Ansichten mit mir teilt!

    Tut mir leid, ich fürchte, dass ich das mit dem "einzeln zitieren" nicht (mehr) hinbekomme und es würde mich zuviel Zeit kosten, das jetzt noch zu lernen (ich glaube, unser Schnuckel wacht bald auf)... Daher kurz auf diese Art und Weise:

    Historia, ich wünschte, es wäre das Geld und dass wir uns ein anderes Modell nicht leisten können.... Dann hätte ich eine - in meinen Augen - bessere REchtfertigung dafür, wieder arbeiten zu gehen. Aber nein, ich bin leider eine von diesen fiesen Karrierefrauen, die ihre Prioritäten nicht richtig setzen... . Ich habe eine Führungsposition und zur Zeit auch keine echte Vertretung. Wenn ich nicht pünktlich zurückkomme, breche ich nicht nur mein Versprechen (was schlimm genug wäre), sondern ich fürchte dann auch wirklich um meine Stelle. Was insofern schlimm ist, dass es in meiner Firma nur eine - nämlich diese - Stelle gibt, für die ich geeignet bin. Ich müsste ansonsten als Sachbearbeiterin in meiner Abteilung arbeiten, was ich natürlich nicht so prickelnd finde. Oder mir irgendwann mal einen neuen Job suchen, aber auch das ist nicht so leicht. Erstens bin ich schon "fast Ende 30" und zweitens habe ich bei der Stellensuche ein kleines Kind. Wer gibt mir dann einen qualifizierten Job mit einer 4-Tage-Woche und der nötigen Flexibilität, auch mal früher gehen zu müssen oder bei krankem Kind zuhause Homeoffice zu machen? Eine Führungsposition finde ich so wahrscheinlich nur schwer, und eine Ebene drunter gelte ich wahrscheinlich als überqualifiziert... In meiner Branche/Sparte gibt es auch leider keinen echten Fachkräftemangel, sondern eine Menge Leute, die meinen Job sehr gerne wohl auch für viel weniger Geld machen würden...

    Nun kann man das alles wegwischen und sagen, meine Prioritäten sind falsch. Ja, vielleicht.. im Moment stelle ich ja auch wirklich alles in Frage, und wenn ich mir mein Baby anschaue, dann hat tatsächlich alles andere null Stellenwert... . Auf der anderen Seite frage ich mich aber, ob man wirklich von mir verlangen kann, meinen Beruf und irgendwo auch meine Eigenständigkeit aufzugeben, nur weil ich ein Kind wollte...? Und das alles wegen einer nur relativ kurzen Zeit, in der sie mich ganz stark braucht (sie wird ja auch recht schnell selbständiger). Was ist das auch für ein Vorbild für meine Tochter? Eigentlich dachte ich mal, dass sie später stolz ist auf ihre fortschrittlichen Eltern. Heute denke ich in meinen schwarzen Stunden, dass sie mir mal vorwerfen wird, dass ich nie für sie da war... Dabei will ich ja auch langfristig bei den 4 Tagen pro Woche bleiben (und mein Mann auch), so dass wir vermutlich mehr Zeit für Sie haben als viele andere Eltern.

    Ach, es ist alles irgendwie so schwer... bzw. in der Theorie ganz leicht, nur die Praxis macht Probleme.

    Oh, gerade höre ich sie... ich muss mal weg, melde mich nachher nochmal!
    LG Tulipali

    PS Leandra, nur mal so...!

  2. Moderation

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    AW: Papa nimmt Elternzeit - Mama blutet das Herz...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite frage ich mich aber, ob man wirklich von mir verlangen kann, meinen Beruf und irgendwo auch meine Eigenständigkeit aufzugeben, nur weil ich ein Kind wollte...? Und das alles wegen einer nur relativ kurzen Zeit, in der sie mich ganz stark braucht (sie wird ja auch recht schnell selbständiger). Was ist das auch für ein Vorbild für meine Tochter? Eigentlich dachte ich mal, dass sie später stolz ist auf ihre fortschrittlichen Eltern. Heute denke ich in meinen schwarzen Stunden, dass sie mir mal vorwerfen wird, dass ich nie für sie da war... Dabei will ich ja auch langfristig bei den 4 Tagen pro Woche bleiben (und mein Mann auch), so dass wir vermutlich mehr Zeit für Sie haben als viele andere Eltern.
    Wann immer man die Möglichkeit hat zu wählen, ist es schwer. Wer arbeiten muss, weil etwas zu essen auf dem Tisch stehen soll, hat es diesbezüglich einfacher, eben weil er keine Wahl hat.

    Ich denke aber, dass du die Fürs und Widers ganz gut beschrieben und auch abgewogen hast. Und das (dein!) Leben ist nicht nur Mutterschaft. Du hast auch Interessen, Träume, Erwartungen. Du hast das große Glück, dass dein Mann genau so denkt wie du. Ihr teilt euch die Zeit mit dem Baby, ihr teilt euch die Zeit mit dem Kind. Teilen heißt aber auch etwas abgeben, was man gerne selbst hätte. Das ist natürlich schwer.

    Ich glaube nicht, dass du den Vorwurf "nie warst du da" hören willst. Meine Kinder waren ganz froh, dass Mama nicht immer zu Hause war und alles kritisch beäugt hat. Und vor kurzem hat mir mein Sohn bestätigt, dass er es toll fand, wie ich es gemacht habe. Er meinte, dass ich nie gestresst war und immer alles unter einen Hut gebracht hätte.

    *räusper* Das mit dem nie gestresst stimmt nicht. Wenn er es aber so empfunden hat, dann kam es zumindest bei ihm so an. Das hat mich dann doch stolz gemacht.
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    AW: Papa nimmt Elternzeit - Mama blutet das Herz...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich war immer sooo stolz auf unsere emanzipierte Beziehung und darauf, dass mein Mann sich gleichberechtigt an der Erziehung unserer Tochter beteiligen will. Wir haben uns daher kurz nach dem positiven Schwangerschaftstest entschieden, dass ich nach der Geburt vier Monate zuhause bleibe und er anschließend fünf Monate Elternzeit nimmt, so dass wir beide ungefähr gleich lange aus dem Berufsleben ausscheiden. Danach arbeiten wir dann beide jeweils Teilzeit und decken den Rest mit einer Tagesmutter ab. Soweit der Plan, den ich eigentlich auch immer noch gut finde.

    ABER... nun liegt die Geburt schon drei Monate zurück und der 1. September und somit mein Arbeitsbeginn rücken näher, und das macht mich an manchen Tagen echt fertig. Ich bin zwar einerseits soweit, dass ich ganz gerne mal wieder rausgehen würde - aber andererseits habe ich immer mal wieder die totale Panik, es könnte meiner Kleinen nicht gut gehen mit meiner (unserer) Entscheidung. Mein Mann ist (natürlich) ein ganz toller und sehr kinderlieber Mensch, der auch sehr liebevoll mit unserer Kleinen umgeht. Aber ich habe das Gefühl, dass er vielleicht ein besserer "Kleinkindpapa" als ein "Babypapa" wäre, weil er halt nicht ganz so verschmust mit der Kleinen umgeht, sondern das ganze mehr von der "lustigen" Seite angeht (versteht Ihr, was ich meine?). Ganz bestimmt wird er alles versuchen, damit es ihr gut geht, aber ich frage mich manchmal, ob Ihr nicht in ihrem Alter doch eher noch die Mama fehlen wird...? Sie ist halt noch sooo klein... Ich werde übrigens an vier Tagen in der Woche arbeiten und bin dann von 8 bis 18 Uhr aus dem Haus. Theoretisch kann mein Mann sie mir in der Mittagspause mal vorbeibringen, aber das sind 40 km zu fahren und wird daher höchstens einmal in der Woche stattfinden.

    Und dann kommt noch das Problem mit dem Stillen dazu... Ich stille sie immer noch voll und finde das so toll, wie ich es mir nie hätte vorstellen können. Die Flasche (mit abgepumpter Muttermilch) akzeptiert sie leider nur unter Schreierei und manchmal auch gar nicht. Mir blutet echt das Herz, so ein kleines Würmchen nun an die Flasche gewöhnen zu müssen, obwohl sie doch lieber bei ihrer Mama trinken würde. Und manchmal habe ich natürlich auch Angst, dass das gar nicht klappt und dass sie die Milch verweigert (abgesehen davon dass das mit dem Abpumpen trotz Apothekenpumpe nun auch nicht sooo toll klappt - es ist doch recht mühsam, obwohl sie gut zunimmt und daher offensichtlich genug Milch vorhanden ist).

    Ich hoffe, Ihr sagt jetzt nicht, das hätte ich früher wissen müssen... In gewisser Weise stimmt das natürlich, aber es gibt eben auch gute (rationale) Gründe dafür, warum wir es so machen, wie wir es machen. Und ich bin natürlich auch immer noch stolz darauf, dass mein Mann sich so engagiert und wir in gewisser Weise "beispielgebend" sind. Auf der anderen Seite der Waagschale liegt aber halt mein Mutterherz, und das blutet ganz doll beim Gedanken daran, dass meine Kleine mich vermissen könnte (und das wird sie, denn sie hängt im Moment natürlich sehr an mir). Man muss eben auch noch dazu sagen, dass sie natürlich das allertollste und liebste und süßeste, einfach großartigste Kind der Welt ist.

    Gibt es hier vielleicht jemanden, der ein ähnliches Modell hatte und mir ein bißchen Mut zusprechen kann...? Oder jemanden, der sich einfach zu dem Thema austauschen möchte?

    Liebe Grüße
    Tulipali
    Also ohnen deinen Mann zu kennen glaube ich nicht dass der Papa das Problem wäre...nein ich bin mir sogar sicher er würde genau so gut in Rolle der "Hauptansprechperson" reinwachsen so wie wir Mütter das auch tun. Vielleicht wäre es ein paar Tage eine Umstellung aber ruck zuck hat Mini den Papa genau so gerne daheim wie sie jetzt dich hat.
    DIR blutet das Herz weil du auf die Zeit mit deiner Tochter noch nicht verzichten willst und ich denke dass ist ganz normal und ganz ehrlich: vier Monate sind wirklich wirklich wenig.

    Wie sieht denn dein Mann das ganze? Will er unbedingt daheim bleiben oder wäre es für ihn auch OK wenn du die weiteren Monate übernimmst?
    Hast du mit deinem AG gesprochen? Wäre es möglich später in den Job wieder einzusteigen und vielleicht auch nur weniger Stunden zu Beginn?
    8-18 Uhr an vier Tagen ist wirklich lange, das habe ich mir nicht mal nach 1,5 Jahren zugemutet, aber das ist ja Typabhängig.

    Ansonsten würd mir auch nur noch die Verschiebung des Modells auf 8 Monate du 4 Monate der Papa einfallen, da hättest du zumindest nochmal die selbe Aufschubzeit aber lass dir gesagt sein auch nach 8 Monaten wird es nicht ganz leicht werden.

    Das ist normal und zulässig!
    Seit dem 20.03.2009 zu dritt

    Seit dem 19.08.2011 zu viert




    Man sagt: alle guten Dinge sind Drei......oder???

  4. Inaktiver User

    AW: Papa nimmt Elternzeit - Mama blutet das Herz...

    So, war falscher Alarm, sie ist nochmal eingenickt. Schreibe trotzdem jetzt aus dem Bett übers iPhone weiter (daher etwas kürzer und evtl. Mehr Fehler;-).

    Skirbifax, du hast es gut auf den Punkt gebracht! Schön, dass Dein Sohn Dir so ein tolles Kompliment gemacht hat!

    Mydara, dir erstmal alles Gute für die Geburt und das lang erwartete Outing;-). Unsere Posts haben sich wohl überschnitten. Zu meinem Mann wollte ich noch sagen, dass er unbedingt Elternzeit machen wollte und auch unbedingt mehr als die zwei Vätermonate. Ich fürchte, er ist noch emanzipierter als ich, obwohl er auch einen sehr guten Job hat.

    Das wäre ja auch ein schöner neuer Thread: wollen Frauen so einen Mann überhaupt? Also ich will ihn natürlich schon, auch noch aus tausend anderen Gründen...:-). Aber manchmal Frage ich mich insgeheim schon, ob es nicht auch toll wäre, so einen Workaholic-Macho zu haben, der unbedingt will, dass ich zuhause bleibe und der mich und mein Kind auf seinen starken Schultern durchs Leben trägt. Immer wenn ich das denke, schäme ich mich ein bißchen dafür... Zumal ich solche Typen schon hatte und genau aus dem Grund in den Wind geschossen habe...

    Tja, ich fürchte Emanzipation gibt's nicht zum Nulltarif und man kann sich auch hier nicht nur die Rosinen rauspicken. Mein Mann ist schon zwei Wochen nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten gegangen und fand das auch schwer. Hat er nicht das gleiche Recht wie ich, die Babyzeit mit unserem Schatz zu gemieden? Ich glaube, es wird langsam wirr;-) ... Ich setze hier erstmal wieder einen Punkt.

    LG Tulipali

  5. User Info Menu

    AW: Papa nimmt Elternzeit - Mama blutet das Herz...

    hmm ich kann bei Elternzeittausch nicht mitreden, aber das Phänomen dass du beschreibst, dass du jetzt wo deine Elternzeit absehbar ausläuft, plötzlich Zweifel bekommst ist offensichtlich völlig normal.
    Wenn du magst kannst du mal nachlesen im Strang "Sommerkinder und die Mutter geht bald wieder arbeiten", dort hatte wir das alle
    Was diesen Aspekt betrifft, würde ich sagen, eine Verschiebung der Elternzeit verschiebt nur dein Problem und gewährt dir eine Gnadenfrist.

    Das Stillen macht die Sachlage nun allerdings etwas anders. Wie habt ihr die Flasche denn versucht zu geben?. Hast du sie gegeben oder dein Mann. Warst du in der Nähe?
    Oft klappt es tatsächlich, wenn es eben klappen muss. Sprich die Kids merken das irgendwie.
    Vielleicht wäre es ein Versuch, dass du einkaufen gehst und dein Mann versucht die Flasche zu geben. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob das nahe genug am Ernstfall ist, da dein Mann dich ja zurückpfeifen könnte.

    Wie weit ist denn deine Arbeit weg, könntest du zum stillen heimfahren? dir stehen ja Stillpausen gesetzlich zu?

    Was das abpumpen betrifft so steht udn fällt da wohl viel mit einer guten Milchpumpe.

    Alternativ würd ich auch fragen ob ihr die Elternzeiten um gute 2 Monate verschieben könntet, du kannst dann ab dem 5. Monat vorsichtig mit Beikost anfangen, vielleicht bekommt ihr ja so deine Arbeitszeit überbrückt.

    Ach ja und nein, du bekommst kein "das hättest du vorher wissen müssen". Ich hab 3 Kinder und bin von dem Gefühl "hey das ist viel zu früh und der Kleinen gehts bestimmt nicht gut damit dass ich wieder arbeiten geh, völlig überrascht worden

    Vielleicht magst du einfach zu uns stoßen.
    Sommerkinder 2010 - und die Mama geht (bald) wieder arbeiten
    Wir sind dort ein ganzes Trüppchen an Müttern, deren Kinder sehr unterschiedlcih alt waren (ich glaube ab 4 Monate) als sie wieder arbeiten gingen und mindestens eine hat zu Beginn voll gestillt.

    EDIT. Kind auf dem Arm das immer scrollt deshalb das hier übersehen:
    Historia, ich wünschte, es wäre das Geld und dass wir uns ein anderes Modell nicht leisten können.... Dann hätte ich eine - in meinen Augen - bessere REchtfertigung dafür, wieder arbeiten zu gehen. Aber nein, ich bin leider eine von diesen fiesen Karrierefrauen, die ihre Prioritäten nicht richtig setzen...
    *lach* ich glaube heute fällst du eher wie ein bunter Hund auf, wenn du noch gerne "nur" Mutter sein wolltest. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Ich hab schon große Kinder (14 und fast 17) und damals war noch das von dir beschriebene Denken eher typisch. Jetzt bei der Kleinen wurde ich überall komisch angeguckt, als ich meinte "och ich hätte mir diesesmal gut vorstellen können 3 Jahre zuhause zu bleiben und anschließend nur teilzeit zu arbeiten"
    Ich weiss nicht wie oft ich dann zu hören bekam "na danach kannst du aber jeglichen Aufstieg in deinem Job vergessen, das würd ich nicht machen"
    Geändert von Wiesenkraut (02.08.2011 um 08:46 Uhr)

    Manchmal ist das ganz große Glück ganz klein



    meine Binometten waren Kapuzinerkresse und Diadora.
    einen dicken an die Beiden



  6. Inaktiver User

    AW: Papa nimmt Elternzeit - Mama blutet das Herz...

    Liebe Tulipali,

    erst mal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Mann. Er ist ein besonderes Exemplar, auf das Du schon stolz sein kannst. Und das sage ich aus Erfahrung: Mein Mann ist nämlich auch so ein "Elternzeitler". Allerdings war mein Jobeinstieg später, als die Kleine 10 Monate alt war. Und da war ich - obwohl ich zu diesem Zeitpunkt den Job schon zurückgesehnt habe - wie Du zwiegespalten. Stillen war bei uns kein Thema (mehr), aufgrund diverser Schwierigkeiten hatte ich damals schon abgestillt. Aber dennoch war bei mir der Gedanke präsent: Verkraftet das unsere Tochter, dass ihre Hauptbezugsperson auf einmal fast nicht mehr da ist (ich arbeite 5 Tage die Woche und bin mindestens von 7-18 Uhr aus dem Haus)? Akzeptiert sie den Papa als "Ersatz"? Und dazu kann ich heute nur sagen: Kokolores, ein Mann, der gerne und aus Überzeugung Elternzeit nimmt, ist keine Ersatzmama, sondern ein toller Papa, der sich ganz genau so gut um sein Kind kümmern kann wie die Mama und auch vom Kind genau so akzeptiert sind. Meine beiden sind jetzt - 8 Monate nach dem Wechsel - ein eingespieltes Team. Natürlich geht er anders mit ihr um als ich (ist allerdings für einen Mann recht verschmust, die Kleine holt sich aber auch ihre Kuscheleinheiten so oder so), aber sicher nicht schlechter. Und meinem Mann blutet beim Gedanken an seinen Wiedereinstieg in den Job und den Krippeneinstieg der Kleinen das Herz...
    Geändert von Inaktiver User (02.08.2011 um 09:10 Uhr) Grund: deutsche Sprache, schwere Sprache...

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    AW: Papa nimmt Elternzeit - Mama blutet das Herz...

    Huhu,
    hier ist auch eine aus der Truppe
    Jetzt musste ich Dir dann doch mal antworten! Liebe Tulipali: Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Mann! Hihi, so einen Strang fände ich ja auch mal interessant und lustig.... Ich habe auch so einen wie Du zu Hause, der nun den 2. Monat zu Hause ist. Klar, viele Sachen anders macht. Aber vieles kriege ich ja auch nicht mit. Ich habe ein Jahr gemacht und musste wieder Vollzeit ran. Euer Modell hört sich ganzganz toll an. Mein GoeGa wird dann 80% arbeiten. Ich hoffe, wir kriegen den Alltagswahnsinn gewupptIm übrigen stille ich noch morgens und abends und funktioniert gut.
    Diese Gefühle kenne ich nur zu gut! Aber Wiese hat recht: eine Verschiebung gibt Dir nur eine Gnadenfrist!
    @skirbi: das ist echt ein tolles Kompliment!

    Und nen Macho-Mann: der meint, alles, was mit Haushalt zu tun hat, mit Kinderpflege, nein auch Kindererziehung, hat die Frau zu erledigen (trotz Berufstaetigkeit, na klar)- geh mir weg! Dann doch lieber unsere, die auf ihre Art ihren Mann stehen! Machen sowieso noch viel zu wenige....
    Euch allen einen schönen Tag!
    Steffken
    ----- Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst Du darin anpflanzen? ------- (Jack Kornfield)

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    AW: Papa nimmt Elternzeit - Mama blutet das Herz...

    Tulipali, ja da haben wir uns wohl überschnitten!!

    Zuerst nochmal zu deinem Mann: JA du kannst froh sein so ein Exemplar zu haben, ich habe auch so eins aber leider hat es auch seine Kehrseite. Mein Mann ist ein wunderbarer Papa und das obwohl er sicher 50 h/Woche Vollgas arbeitet nimmt er sich abends, nachts und Wochenende ganz viel Zeit und Liebe für Junior. Die Kehrseite der Medaille ist dass der Herr Ehemann aber auch kräftig bei der Erziehung mitreden will. Soll und darf er ja auch, aber unsere Ansichten und Toleranzen sind manchmal halt einfach so verschieden dass wir uns dann in die Haare kriegen. Oder ich bei gewissen Maßnahmen nur kopfschüttelnd daneben sitzen kann....Aber so ist das nun mal in der Gleichberechtigung

    Zu deinem Job: OK Führungsposition und die einzige in der Firma die passt verkompliziert das ganze natürlich nochmal ein bisschen. So wie es ich lese wirst du in den sauren Apfel beissen (müssen?). Was mir noch einfällt: wäre es möglich einen Teil der Stunden im Home Office zu verbringen? Klar das ist auch Arbeit und mit Sicherheit auf Dauer anstrengender als im Büro zu sein aber so könntest du a) das Stillen sicherstellen und b) wärst halt einfach physisch anwesend was dir vermutlich über die erste Zeit helfen könnte???

    Wie ist es denn mit Dienstreisen und Flügen, wärst du dann auch viel weg?
    Seit dem 20.03.2009 zu dritt

    Seit dem 19.08.2011 zu viert




    Man sagt: alle guten Dinge sind Drei......oder???

  9. Inaktiver User

    AW: Papa nimmt Elternzeit - Mama blutet das Herz...

    Zitat Zitat von myDara Beitrag anzeigen
    Tulipali, ja da haben wir uns wohl überschnitten!!

    Zuerst nochmal zu deinem Mann: JA du kannst froh sein so ein Exemplar zu haben, ich habe auch so eins aber leider hat es auch seine Kehrseite. Mein Mann ist ein wunderbarer Papa und das obwohl er sicher 50 h/Woche Vollgas arbeitet nimmt er sich abends, nachts und Wochenende ganz viel Zeit und Liebe für Junior. Die Kehrseite der Medaille ist dass der Herr Ehemann aber auch kräftig bei der Erziehung mitreden will. Soll und darf er ja auch, aber unsere Ansichten und Toleranzen sind manchmal halt einfach so verschieden dass wir uns dann in die Haare kriegen. Oder ich bei gewissen Maßnahmen nur kopfschüttelnd daneben sitzen kann....Aber so ist das nun mal in der Gleichberechtigung
    Ach ja, eines sollte die Mutter während der Vater-Elternzeit tatsächlich können: Den Mann auch mal machen lassen, auch wenn sie´s selber anders machen würde. Fiel mir am Anfang manchmal auch schwer, heute nur noch dann, wenn die Kleine abends wieder mal etwas an hat, das mit "Mustermix" völlig unzureichend beschrieben ist. Und da das ja wirklich unwichtig ist, halte ich auch dann tunlichst meine Klappe.

    Ach ja, und ich weise ständig darauf hin, dass es keine gute Idee ist, eine Eineinhalbjährige mit Kugelschreiber durch die Wohnung wandern zu lassen. Mittlerweile hält er sie wenigstens von den Polstermöbeln fern...

  10. User Info Menu

    AW: Papa nimmt Elternzeit - Mama blutet das Herz...

    Guten Morgen Tulipali ,

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber nein, ich bin leider eine von diesen fiesen Karrierefrauen, die ihre Prioritäten nicht richtig setzen... . Ich habe eine Führungsposition und zur Zeit auch keine echte Vertretung. Wenn ich nicht pünktlich zurückkomme, breche ich nicht nur mein Versprechen (was schlimm genug wäre), sondern ich fürchte dann auch wirklich um meine Stelle. Was insofern schlimm ist, dass es in meiner Firma nur eine - nämlich diese - Stelle gibt, für die ich geeignet bin. Ich müsste ansonsten als Sachbearbeiterin in meiner Abteilung arbeiten, was ich natürlich nicht so prickelnd finde. Oder mir irgendwann mal einen neuen Job suchen, aber auch das ist nicht so leicht. Erstens bin ich schon "fast Ende 30" und zweitens habe ich bei der Stellensuche ein kleines Kind. Wer gibt mir dann einen qualifizierten Job mit einer 4-Tage-Woche und der nötigen Flexibilität, auch mal früher gehen zu müssen oder bei krankem Kind zuhause Homeoffice zu machen?
    Diese Gedanken kommen mir soo bekannt vor! Die hatte ich alle auch (allerdings habe ich keine Führungsposition). Keine Angst, du bist ganz normal (oder ich bin unnormal, wer weiß das schon so genau ;-))

    Ich arbeite wieder, seit mein Kleiner 14 Monate alt ist und habe Anfang des Jahres auf 30 Stunden/Woche an 4 Tagen aufgestockt. Da komme ich auch ungefähr auf deine Arbeitszeiten (halbe Tage lohnen sich wegen der Fahrerei nicht).

    Bist du denn ganz sicher, dass du deine Rückkehr nicht verschieben kannst, wenigstens um ein, zwei Monate? Hast du schon mit deinem Arbeitgeber gesprochen? Vielleicht kannst du mal ganz vorsichtig vorfühlen?

    Ich wollte nur nochmal sagen: Ich finde alle deine Gedanken und deine Zerrissenheit und deinen Wunsch, wieder arbeiten zu wollen und an die Zukunft zu denken, absolut legitim! Du musst dich nicht rechtfertigen!

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