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    AW: Rohe Kuhmilch für Kleinkinder?

    Ich denke aber auch, dass man die Tierhaltung von heute und "damals" auch nicht miteinander vergleichen kann. Die Massentierhaltung von heute begünstigt schnell mal das Ausbreiten bestimmter Bakterien.

    Ich habe als Biologin eine Weile über Campylobacter geforscht. Das macht einen Durchfall, der schnell auch blutig wird, aber im allgemeinen ist das nach etwa 6Tagen von allein vorbei. Kann man sich über Geflügel oder Schweinefleisch, aber eben auch durch Milch zuziehen. Und die "Ausbrüche"; d.h. dass mehrere Personen und Haushalte davon betroffen sind, waren immer durch Rohmilch verursacht.

    Übrigens gab es hier letztens auch einen Fall von ungewöhnlicher Tuberkulose: Die stillende Mutter hatte Rohmilch getrunken- die Mycobakterien waren in den Lymphknoten des Kindes gelandet...
    Das Leben ist wie eine Flasche Ketchup: Erst kommt lange nichts und dann alles auf einmal!

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    AW: Rohe Kuhmilch für Kleinkinder?

    Zitat Zitat von Laborschnecke Beitrag anzeigen
    Ich denke aber auch, dass man die Tierhaltung von heute und "damals" auch nicht miteinander vergleichen kann. Die Massentierhaltung von heute begünstigt schnell mal das Ausbreiten bestimmter Bakterien.

    .
    und Resistenzen gegen früher wirksame AB! darin - very ot - sehe ich auch die eigentliche Brutstätte des aktuellen EHEC

    Aber in der Ausgangsfrage ging es doch um einen kleinen, bekannten Bauernhof.

    Aus anonymer Massenzucht kauf ich nicht mal Fleisch - keine Ahnung, wovon ich mich ernähren werde, wenn unser Metzger mal aufhört

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    Frage AW: Rohe Kuhmilch für Kleinkinder?

    Was ich bei der ganzen EHEC-Geschichte interessant finde:
    Bei vielen scheint eine Infektion auch vollkommen syptomfrei zu verlaufen.
    Warum landen die einen auf der Intensivstation und andere merken nur durch Labortests, dass sie Überträger sind?

    Vielleicht ist es doch mehr eine Sache des Immunsystems.
    Ich war früher öfter in Indien, und bei den ersten Besuchen erwischt man eigentlich fast immer irgendwelche Magen-Darm Erkrankungen, auch wenn man sich penibel genau an die Hygienevorschriften hält.
    Und je länger und öfter man dort ist desdo seltener erwischt es einen, und irgendwann kann man sich sogar die Zähne mit Leitungswasser putzen ohne sich Stunden später mit Bauchkrämpfen auf dem Boden zu winden.
    Scheinbar hat man dann sämtliche Keime schon "durch" und sie können einem weniger anhaben.

    Bei den industriellen Massenhaltungsbetrieben kommt man als Durchschnittsbürger gar nicht rein, die haben ihrerseits viel zu viel Angst das Keime angeschleppt werden, und die verkaufen meines Wissens auch keine Rohmilch.

    Bei den (wenigen verbliebenen) klassischen Bauern in meinem Heimatdorf wüßte ich jetzt nicht, das sich im Gegensatz zu früher viel verändert hat. Der ein- oder andere hat vielleicht einen Melkroboter angeschafft, aber sonst treiben sie ihr Vieh noch täglich auf die Weide, legen gut sichtbar Maissilos für den Winter an und viele haben auf Bio umgestellt, weils mehr Geld bringt. Und ihre Kinder spielen immer noch im Dreck und trinken Rohmilch...

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