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    AW: Gut gemeint heißt nicht gut

    Das dicke Fell braucht frau, ganz bestimmt. Aber das ist nicht immer so einfach. Ich bin von dem überzeugt, wie wir es machen und es ist sicher nicht Mainstream (über 2 Jahre stillen, Familienbett - ja immer noch!) und ich bekam und bekomme jede Menge guter Rat"schläge". Gerade das Thema schlafen... Ich habe beschlossen, es selbst mit ganz engen Freundinnen oder Verwandten nicht mehr zu diskutieren. Ist einfach zu anstrengend.

    Und obwohl ich weiß, dass uns das gut tut (wenn ich auf mein Gefühl höre), lässt sich mein Verstand verunsichern und ich denke, stimmt, vielleicht ist doch was dran... Dann versuche ich, ihn z.B. in sein Bett umzuquartieren. Vielleicht würde es klappen, wenn ich wirklich überzeugt wäre oder ein Not verspüren würde... aber das tue ich nicht, also klappt es nicht.

    Das ist ein langer Weg, finde ich, bis man gerade beim ersten Kind sicher genug ist, eine Meinung zu vertreten, von der man nicht weiß, was am Ende dabei raus kommt. Und das scheint ja die große Frage zu sein, um die sich alles dreht. Wenn man den Knopf drückt und die Kinder in dem Alter das und das können - ja DANN sind oder werden es gute Kinder. "Weiche" Kriterien wie eine gute Bindung zu den Eltern, Vertrauen, Selbstbewusstsein, Spaß (!) und Glück, Freiheit, sich entwickeln zu dürfen... das zählt bei den meisten nicht.

    Ohren auf Durchzug schalten muss man. Die meisten bekommt man von der eigenen Meinung nicht überzeugt. Es ist gut, wenn Ihr (Dein Mann und Du) Euch einig seid. Das ist noch schwierig genug. Aber dann: Ohren zu und durch. Letztendlich wird Dir Dein Kind im Herzen immer näher stehen als eine Freundin, die Du (natürlich) nicht verletzen willst.
    mit zwei wunderbaren Söhnen (September 2008 und Mai 2011)

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    AW: Gut gemeint heißt nicht gut

    Das ist ein langer Weg, finde ich, bis man gerade beim ersten Kind sicher genug ist, eine Meinung zu vertreten, von der man nicht weiß, was am Ende dabei raus kommt.
    ich glaube das ist der Grund für die ganze Thematik. Beim ersten Kind weiss man ja definitiv noch nicht was rauskommt und selbst wenn einem der Instinkt sagt, es ist für uns genau so richtig, bleibt der Verstand unsicher. Verstärkt dadurch dass man ja das Beste fürs Kind will und diese Unsicherheit kommt irgendwie bei andern Menschen an und es werden genau die Sachen zum Thema.

    Mein jüngstes Kind kam ja 14 bzw 16 Jahre nach den beiden anderen. Bei den meisten Themen auch Reizthemen kann ich sagen "wir machen es genau so und ich WEISS dass es gut geht.

    Die Kleine geht jetzt anders als die beiden Großen mit knapp 1nem Jahr in die Krippe. In dem Bereich bin ich extrem unsicher und deshalb kommt das Kopfschütteln der "Elterngeneration" wo mal zumindest in der alten BRD die Kids eben erst mit 3 und nur halbtags in den Kindergarten gingen durchaus bei mir an.

    Da wo man sich wirklich sicher ist "trifft" einen das was andere meinen gar nicht so dass man nicht so schnell drauf anspringt.

    Ich glaube auch, dass man mindestens 2 Kinder haben muss um beim 2. dann sicherer auftreten zu müssen. Also nimmt man es am besten als Lernfeld für sich selbst, wenn man mal wieder auf 180 auf Grund eines Komentares ist und schaut was einen da so auf die Palme bringt oder eben trifft/verletzt je nach eigenem Charakter.

    Manchmal ist das ganz große Glück ganz klein



    meine Binometten waren Kapuzinerkresse und Diadora.
    einen dicken an die Beiden



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    AW: Gut gemeint heißt nicht gut

    Hallo Hornilla,

    leider haben die anderen da recht, das wird erst die Spitze des Eisberges sein..........

    Während der Schwangerschaft war ich dumm, weil ich Folsäure nahm (wäre ja alles Humbug), Verantwortunglos, weil ich nicht genug und vor allen Dingen das Richtige gegessen habe (Nicht genug wegen Übelkeit und nicht das richtige: Ich wollte eine salzhaltige Suppe statt Brötchen mit dicker Butter drauf), unser ausgewählter Name ist von der Schreibweise her total hässlich usw.

    Nach der Schwangerschaft habe ich dann das Kind zu sehr verwöhnt, es wir mir auf der Nase rumtanzen, ich kaufe kein Bio-Obst/Gemüse OH GOTT, Ich soll es schreien lassen, nicht so oft auf den Arm nehmen, eine andere Milch füttern, und ich bin echt ne Rabenmutter weil ich nicht stille und und und und........... das hört wirklich nie auf!

    Teilweise bin ich schon ruhiger geworden und flippe nicht gleich aus bei jeder komischen Bemerkung. Das ist wirklich ein Lernprozess und du lernst nach und nach bei bestimmten Personen auf Durchzug zu schalten oder wie du im Allgemeinen damit umgehst

    Aber noch immer gibt es Personen (bei mir die liebe Schmutti und auch in manchen Fällen meine eigene Mutter), da könnte ich immer noch drei Meter springen wenn da wieder ein dummer Kommentar kommt..................... DAS muss ich noch lernen, aber mir auch nicht alles gefallen lassen (ich glaube da braucht man das richtige Maß).


    Zitat Zitat von Wiesenkraut Beitrag anzeigen
    mir persönlich kam es so vor, als wären die meisten Ratschläge beim ersten Kind gekommen, als ich selbst noch unsicher war, beim 2. wars schon viel besser.

    Am Besten (in meiner Wahrnehmung) wußten es die, die keine eigenen Kinder hatten und da war ich dann sehr schnell fertig zu fragen woher sie ihre weitreichende Erfahrung nimmt Meist bot es die Gelegenheit zu sagen, dass ich meine Erfahrung selbst machen möchte.

    Bei Mensche mit Mission hilft warscheinlich nur wirklich gar nicht reagieren und den Durchzugsmodus einzuschalten, denn Sätze wie "ich diskutier da nicht drüber hatten meist gegenteilige Wirkung.

    Eine gute Portion Galgenhumor hilft warscheinlich auch, denn es ist echt erstaunlich wieviel Menschen sich dazu berufen fühlen zur Kindererziehung gute Ratschläge zu geben.

    Ausgeprägtes Schwiegermutter/Muttergen muss da auch teils schwer zu ertragen sein. Bei denen hat mir geholfen mir immer wieder zu sagen, dass sie wirklich nur das beste wollen.

    Nach der Zeit gibts auch eine Sammlung an Sprüchen die einfach helfen. Was Familienbett und "bekommst du nie raus" betrifft, wars bei mir "ach mit der ersten Freundin zieht er freiwillig aus"

    ups ich muss Kind jagen, das ist ins Bad und hat die Tür zu gemacht
    Wiese

    mach ma n neuen Strang auf: Gut gemeinte Ratschläge - und die passenden Anworten dafür

    Wie oft stehe ich da und bin einfach sprachlos
    Aller guten Dinge sind drei


    10/12/14


    Und niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.

    Goethe

    Bino von und zu:

    Pimboli, Sandra1990, Anne3186, Icebaer, Callalilly, und angel76

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    AW: Gut gemeint heißt nicht gut

    Talea den gabs mal, hat Steffken aufgemacht, allerdings gabs leider auch da Schreiber mit zu wenig Humor, so dass er relativ schnell im Sand verlief aber ein paar Anregungen gibts durchaus
    Gekonnt auf Kommentare zum eigenen Baby/Kind reagieren!

    Manchmal ist das ganz große Glück ganz klein



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    einen dicken an die Beiden



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    AW: Gut gemeint heißt nicht gut

    Zitat Zitat von Wiesenkraut Beitrag anzeigen
    Talea den gabs mal, hat Steffken aufgemacht, allerdings gabs leider auch da Schreiber mit zu wenig Humor, so dass er relativ schnell im Sand verlief aber ein paar Anregungen gibts durchaus
    Gekonnt auf Kommentare zum eigenen Baby/Kind reagieren!
    Na dann schubs ich den doch gleich mal hoch
    Aller guten Dinge sind drei


    10/12/14


    Und niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.

    Goethe

    Bino von und zu:

    Pimboli, Sandra1990, Anne3186, Icebaer, Callalilly, und angel76

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    AW: Gut gemeint heißt nicht gut

    Liebe Hornilla, schaff dir ein dickes Fell an. In der Zeit mir unserem Sohn habe ich gelernt, nicht mehr alle Dinge überall zu erwähnen. Ja, wir haben ein Kinderbett. Geschlafen hat er darin noch nie und er ist jetzt 17 Monate alt - wir schlafen alle in unserem Bett - für uns ist es in Ordnung - und den Rest der Welt geht es nichts an - du glaubst nicht, was die Welt dazu zu sagen hat....

    Ähnlich war es mit dem Stillen. Ich habe ihn 15 Monate gestillt, weil es für uns beide in Ordnung war. Zum Schluss nur noch zu Hause und nachts, trotzdem gab es jede Menge Menschen, die sich bemüßigt gefühlt haben, mir zu erklären, dass das absolut daneben ist. Ich habe in der Öffentlichkeit so gut wie nie mehr über das Stillen gesprochen.

    Spannend ist, dass er ein aufgewecktes und sehr ausgeglichenes kleines Kerlchen ist, er schläft gut, manchmal mit einer Unterbrechung und ist immer guter Laune. Wenn er müde ist, legt sich einer von uns kurz mit ihm hin und er schläft - es gibt wenig Theater, er ist anderen gegenüber sehr aufgeschlossen...ich sehe nicht, dass wir da bist jetzt was falsch gemacht haben.

    Wenn mich jemand fragt, ist meine Standardantwort immer: ja sicher schläft er durch, immer und schon lange, er steht jeden Morgen selbstständig auf und macht uns allen das Frühstück....
    Regelmäßiger Unsinn hat normative Kraft. E. Bleuler

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    AW: Gut gemeint heißt nicht gut

    Zitat Zitat von Cookie Beitrag anzeigen
    Wenn mich jemand fragt, ist meine Standardantwort immer: ja sicher schläft er durch, immer und schon lange, er steht jeden Morgen selbstständig auf und macht uns allen das Frühstück....


    So ist es, Cookie. Man sollte sich als Eltern einfach das Kind anschauen. Wenn es glücklich ist, warum sollte man dann was ändern, was noch nicht an der Zeit ist? Schön ist, dass die besten Ratschläge immer von Leuten kommen, die keine Ahnung von dem haben, was sie kritisieren (ob Familienbett, stillen oder auch Flaschennahrung (davon habe ich z.B. keine Ahnung) ) und es nie erlebt haben.

    Talea, ja stimmt, bei manchen Bemerkungen kann man sich noch so sehr vornehmen, nichts zu sagen, aber da steigt einem die Zornesröte ins Gesicht und man könnte einfach so ... explodieren?
    mit zwei wunderbaren Söhnen (September 2008 und Mai 2011)

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    AW: Gut gemeint heißt nicht gut

    Meine Sätze fangen oft mit "Ich weiß, ich bin eine Lusche, aber ..." an, gefolgt von "wir kriegen ihn einfach nicht in seinem eigenen Bett zum Schlafen" ... ergänzt von "Wenn du erstmal Kinder hast, kannst du ja konsequent das und das durchziehen, ich schaff' das leider nicht!"

    Ich gehe quasi von Anfang an in Büßerhaltung, das nimmt den meisten schon mal den Wind aus den Segeln

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    AW: Gut gemeint heißt nicht gut

    Jaja, erst kommen die Ratschläge von kinderlosen Freundinnen. Dann von der Hebamme ( Viel Tragen ist gut fürs Kind ), dann triffst du eine Physiotherapeutin ( Tragen??? Bloß nicht! ), zwischendurch quatscht die Oma dazwischen. Dickes Fell hilft da wirklich. Ich glaube, am Anfang läßt man sich davon verunsichern ( bin auch der Typ dafür ), aber wenn ihr euch erstmal ein bißchen eingespielt habt, wißt ihr einfach, was für euch als Familie richtig ist.
    Wenn mich jemand um Rat fragt, betone ich eher "Also WIR machen das so..", denn auch wann man selbst KInder hat, ist ja jedes anders. Ich hab eine Freundin, die auch meint, immer zu wissen, was richtig für alle ist. Ihre Tochter schläft mit 3 Jahren noch bei ihr im Bett und für die beiden klappt das gut. Mich nervt aber, wenn sie alle, die es anders machen, als Rabeneltern hinstellt.
    Hier bei uns sagt man "Jeder Jeck is anders" und so sehe ich das auch. Soll jeder machen wie er denkt. Muß aber gestehen, daß das mit dem dicken Fell nicht einfach ist. Je nach Laune werde ich dann auch mal patzig
    callalilly
    Seit November 2010 ist Mini-Lilly da
    _______________________________________
    Meine NumberOneBino ist KATZENTIER
    Meine Superinformanten sind LINCHEN84 UND TALEA

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    AW: Gut gemeint heißt nicht gut

    Zitat Zitat von Historia02 Beitrag anzeigen
    Meine Sätze fangen oft mit "Ich weiß, ich bin eine Lusche, aber ..." an, gefolgt von "wir kriegen ihn einfach nicht in seinem eigenen Bett zum Schlafen" ... ergänzt von "Wenn du erstmal Kinder hast, kannst du ja konsequent das und das durchziehen, ich schaff' das leider nicht!"

    Ich gehe quasi von Anfang an in Büßerhaltung, das nimmt den meisten schon mal den Wind aus den Segeln
    Echt, das funktioniert bei Euch? Super!
    Bei mir ist es genau umgekehrt. Je mehr ich in diese Haltung gehe, desto mehr Ratschläge bekomme ich, weil alle meinen, ich würde sie haben wollen, weil ich ja selbst nicht weiß, wie es geht. Und immer vor allen zu kriechen und zu bezeugen, wie wenig konsequent ich bin... nee, wird selbst mir irgendwann zu viel.

    Ich hab am Anfang auch selbst gedacht, dass ich alles eben besser weiß und besser mache, weil ich ja so toll informiert bin. Mit der Zeit lernte ich, dass es für jede Familie aus unterschiedlichsten Gründen andere Formen von Erziehung gibt und das nicht alle schlecht sind, nur weil sie anders sind. Auch dort gibt es glückliche Kinder. callalilly, da hast Du genau Recht: jeder Jeck is anders! Und ich kam sehr intolerant rüber, schade, hätte mir dadurch fast eine jetzt schöne Freundschaft verdorben.
    mit zwei wunderbaren Söhnen (September 2008 und Mai 2011)

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