Einen sonntäglichen Gruß an alle!
Ich bin hier noch etwas fremd und habe nur einen Strang gefunden, der sich mit "meinem Thema" befasste und leider schon vor 3 Jahren abgelaufen ist. Bitte, helft mir!
Ich lebe seit etwas über zwei Jahren in einer Wochenendbeziehung. Da sich das aus beruflichen Gründen nicht ändern würde, habe ich immer wieder große Zweifel gehabt, ob es auf Dauer Sinn machen würde mit ihm und mir. Ich wollte mich ja auch weiter entwickeln und so sah es wenig vielversprechend aus. Irgendwann entwickelte sich bei mir ein Kinderwunsch, begründet durch meine Arbeit mit Kindern und auch dem Tod meiner Schwester, der eine Lücke hinterlassen hatte.
Wir haben das gemeinsam besprochen und dann den Gedanken begrüßt: Ja, wir wollten ein Baby. Nach kurzer Zeit wurde ich schwanger und einige Tage später - jetzt am Freitag - kamen die Panikattacken: Schweißausbrüche, das Gefühl zu ersticken, Brechreiz, ... Ganz schlimm.
Ich war immer eine Frau, deren Beziehungen ein Verfallsdatum hatten. Nach etwa zwei Jahren war es vorbei. Sobald ich bei meinem Partner etwas bemerkte, das mich aufregte oder störte, begannen die Zweifel zu wachsen und damit eine innerliche Abkehr.
Mit meinem jetzigen Freund war das am Anfang natürlich auch rosarot und manchmal denke ich, würden wir uns nicht nur am Wochenende sehen, sondern öfter, wären wir vielleicht schon nicht mehr zusammen. Das Problem bin eindeutig ich! Er ist fleißig und nett, liebevoll, umsorgend, aber genau da liegt auch ein Konflikt: Ich kann keine Verantwortung abgeben. Ich habe immer alles allein gemacht. Meine Schule, mein Studium, meinen Job. Durch die Wochenendbeziehung muss ich auch von Mo-Fr allein meinen Mann stehen. Und jetzt ist mein Freund so voller Freude auf das Kind, hat es überall in seiner Familie erzählt, in der Firma und irgendwie raubt mir das das Gefühl, dass die Schwangerschaft "meins" ist. Ich fühle mich plötzlich fremdbestimmt. Ich habe mich bewusst in eine Sackgasse manövriert, mich in eine Abhängigkeit begeben, die ich nie wollte.
Ich habe das Gefühl, mein Leben ist zu Ende; ich bin ihm (meinem Freund) den Rest meines Lebens ausgeliefert und komme da nicht mehr raus.
Ich will das Baby, aber ich bekomme die überdimensionale Befürchtung, ich will es nicht mehr mit ihm, obwohl wir es zusammen geplant haben und er sicherlich ein guter Vater wäre. Ich hätte ein Szenario geschaffen, das mir täglich in meiner Arbeit begegnet: Alleinerziehende oder Stieffamilien; Streitigkeiten von Mutter und Vater um's Kind...
Ich weiß nicht mehr, wohin mit mir. Ich stehe noch ganz am Anfang der Schwangerschaft und manchmal hoffe ich fast, die Natur würde das ihre tun und mich erlösen.
Ich bin ansonsten ein sehr planvoller, besonnener Mensch, aber das wirft mich völlig aus der Bahn. Ich war regelrecht froh, als er vorhin wieder für eine Woche an seinen Arbeitsort fuhr. Da konnte ich endlich wieder etwas atmen und mein Puls beruhigte sich.
Ich konnte ihm nicht wirklich erklären, was da auf einmal mit mir passierte. Er merkt ja, das ich vollkommen abweisend bin, aber er kann das nicht einordnen. So psychologisch bewandert ist er auch nicht, dass er das als nicht zu kontrollierende Panik deuten kann. Er ist verständlicher weise traurig und es tut mir so Leid, aber ich wollte ihn das ganze Wochenende nur weghaben und mich verkriechen...
Was passiert da???
Antworten
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09.01.2011, 12:59Inaktiver User
Schwanger - und jetzt ertrage ich den Vater nicht mehr...
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09.01.2011, 14:07
AW: Schwanger - und jetzt ertrage ich den Vater nicht mehr...
Hallo liebe Kindsmaxi
Die Hormone spielen bei vielen Frauen in der Frühschwangerschaft verrückt.
Man hat sich das Baby gewünscht und nun kommen Zweifel und Panik.
ich denke,es wird sich geben. Du kannst doch weiterhin eigenständig bleiben und dies auch selber bestimmtn.
Dein Freund erzählt es Leuten weil er sich freut, wieso fühlst Du Dich fremdbestimmt? Von ihm oder von den anderen? Musst Du nicht,denn es ist DEIN Bauch und DU bestimmst.
Wenn Du ihn aber wenig mitbestimmen lässt kann das nach hinten losgehen.
Ich würde folgendes tun:
Rede mit Deinem Freund, erzähl ihm wie es Dir geht,das Du Panik hast und ihn nicht verlieren möchtest ( wenn es denn so ist=
viele Frauen können Dank der Hormone,gewisse AUsbrüche nicht nachvollziehen bzw kontrollieren. Er weiß nicht wie es in Dir aussieht,also erkläre es ihm
Ansonst:
Was gibt es für Wege?
Du kannst mit ihm reden und ihr bleibt zusammen, Du musst immer schauen dass Du Deinen Weg gehst. Aber eins sag ich Dir: Dein Baby wird Dich ziemlich lange Zeit fremdbestimmen. Die ersten Wochen kannst Du nichtmal auf Toilette wenn Du willst und schon garnicht alleine. Frühstück am morgen? Vergiss es! mittags schon eher!
Es geht natürlich dass Du Dich von ihm trennst,aber was dann?
Du schreibst ja nicht dass Du sonst ein Problem mit ihm hast.
Selbst dann wärest Du alleinerziehend und hättest das Baby.
Du kannst natürlich abtreiben! Ich persönlich finde es nicht fair, ein Kind gewollt in die Welt zu setzen und es dann abzutreiben.
Aber ist das eine Lösung für Dein Problem?
Du hast Dich fremdbestimmen lassen, auch als Du noch nicht schwanger warst und am Wochenende bei ihm warst ( so verstehe ich Deine Aussage )
für mich heißt es: Nimm die Zügel in die Hand. Gerade wenn Du im Job bist,unter der Woche alleine lebst... Für mich hört sich das nach ziemlich viel Power an und dass Du viel für Dich bestimmst. Mach das am Wochenende weiter, hockt dann nicht nur aufeinander, mache auch dann etwas für Dich.
Aber ganz ehrlich: so schlimm klingt das alles für mich nicht,deswegen denke ich wirklich: Hormone
Sie ist wieder da....
Aller guten Dinge sind 3!!! *
M (1/08), Li (12/09), La (10/11)
* Das hat sogar Talea erkannt
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09.01.2011, 14:14
AW: Schwanger - und jetzt ertrage ich den Vater nicht mehr...
Wer soll dir das hier als Laie und ohne dich zu kennen beantworten ? Du bist schwanger, da kommen krasse Hormonumstellungen auf dich zu, die vieles in Körper und Psyche verändern können... es gibt da auch regelrechte Berg-und-Tal-Fahrten dabei. Vielleicht befindest du dich gerade in einer solchen ?Was passiert da???
Auch gibt es bei vielen Frauen mit Kinderwunsch erst einmal einen kleinen Schock, wenn eine Schwangerschaft einsetzt - aber dich versetzt es in einen unkontrollierbaren Panikzustand ?
Ganz allgemein würde ich dir aber raten wollen dir Hilfe zu holen. Die Panikattacken, deine seelischen Verluste der letzten Zeit, dein Kontrollzwang usw. - damit solltest du nicht alleine dastehen. Ob nun Psychiater, eine Selbsthilfegruppe oder anderes, das kannst du dir ja aussuchen.
Bei einer Kollegin mit plötzlichen Panikattacken hat zusätzlich auch eine Reiki-Gruppe sehr geholfen.
Mir hat in einer Krisensituation auch eine Art Tagebuch zusätzlich viel gebracht, oder auch Listen schreiben. Einfach alles aufschreiben; Gründe für ein pro und Kontra aufschreiben - und wichtig - das ganze dann ein paar Tage ruhen lassen und nochmals überlesen.
Gerade für den FallWas nimmt er dir weg mit seiner Freude ? Was sind die einzelnen Gründe, warum du jetzt fremdbestimmt bzw. in Abhängigkeit sein solltest ?raubt mir das das Gefühl, dass die Schwangerschaft "meins" ist. Ich fühle mich plötzlich fremdbestimmt. Ich habe mich bewusst in eine Sackgasse manövriert, mich in eine Abhängigkeit begeben, die ich nie wollte.
Ich seh das doch richtig - ihr wohnt nicht zusammen; du bist wochentags auf dich allein gestellt und meisterst das alles auch ohne Probleme - und ihr würdet ja auch mit Kind an der wohnlichen Situation nichts ändern, oder ?
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09.01.2011, 14:17Inaktiver User
AW: Schwanger - und jetzt ertrage ich den Vater nicht mehr...
also ich persönlich war nie ne selbstbewusste powerfrau. trotzdem hatte ich am anfang der ersten ss ähnliche panikattacken und gedanken wie du.
also so aus der ferne betrachtet würde ich auch sagen: ja, es sind die hormone.
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09.01.2011, 14:18
AW: Schwanger - und jetzt ertrage ich den Vater nicht mehr...
Kann Deju nur beipflichten,hatte auch an ein Gespräch mit dem FA und evtl Therapie gedacht
Sie ist wieder da....
Aller guten Dinge sind 3!!! *
M (1/08), Li (12/09), La (10/11)
* Das hat sogar Talea erkannt
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09.01.2011, 14:21Inaktiver User
AW: Schwanger - und jetzt ertrage ich den Vater nicht mehr...
Hallo Symphonie,
danke für die Antwort und dass du nicht auf mich einschlägst.
Ich möchte nicht abtreiben. Wie gesagt, mich hat die Arbeit mit Kindern gaaanz langsam zu dem Wunsch geführt, dieses Abenteuer auch zu wollen. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die man wohl als heil bezeichnen kann und hätte das auch gern für mich und Sprössling - Geburtstage, Weihnachten, etc.
Mein großes Problem ist dieses Bindungsding. Mein Freund hat 9 Klassen und ist Handwerker (und supergut, ich schätze sowas total!), ich habe Abi und einen Hochschulabschluss. Was am Anfang nicht groß auffiel, ist inzwischen allerdings gewichtiger. Dinge, wie ab+zu falsches Deutsch, Tischsitten, Allgemeinbildung. Und wenn er dann auf sein (verständliches) Recht auf Miterziehung pocht und große Reden schwingt, dann wird mir klar, dass ich da nicht so einfach wieder rauskomme, als wenn ich nicht schwanger wäre und mich einfach trennen würde.
Ich mag ihn, aber das Gefühl hat sich verändert, so wie in den anderen Beziehungen nach etwa dieser Zeit auch. Und eben das schnürt mir die Kehle zu und lässt mich mich ausgeliefert fühlen.
Meine eigentlich ziemlich konservative Mutter meinte, ein Kind bindet heutzutage nicht mehr für's Leben, aber diese Vorstellung schreckt mich fast gleichermaßen.
Ich gehe jetzt erst einmal an die frische Luft. Danke nochmal für deine Antwort!
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09.01.2011, 14:30Inaktiver User
AW: Schwanger - und jetzt ertrage ich den Vater nicht mehr...
ehrlich gesagt, kann ich das immer nicht verstehen, wenn man auf intelektuellen unterschieden rumreitet. sorry, will dir nicht zu nahe treten.
aber ich habe auch abi, und mein mann einen erweiterten hauptschulabschluss und einen handwerklichen beruf erlernt. inzwischen ist er kaufmann (ohne ausbildung, also quereinsteiger. und macht seinen job sehr gut).
an soetwas würde ich die qualität eines menschen bzw. einer beziehung überhaupt nicht festmachen. finde es ehrlich gesagt sehr schade, dass man so denkt.
ich kenne viele gebildete menschen, die menschlich unterste schublade sind...
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09.01.2011, 14:47Inaktiver User
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09.01.2011, 14:49Inaktiver User
AW: Schwanger - und jetzt ertrage ich den Vater nicht mehr...
yassie, hätt ich auch nicht anders von dir erwartet.
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09.01.2011, 14:51
AW: Schwanger - und jetzt ertrage ich den Vater nicht mehr...
hallo kindsmaxi
ich finde allein die aussage, dass du manchmal denkst "würde die natur doch nur das ihre tun" obwohl du dieses kind eigentlich willst, zeigt, dass es dir scheinbar innerlich wirklich mies geht.
ich kann den anderen nur beipflichten - rede doch mal mit deinem frauenarzt oder vielleicht einer hebamme.
und diese panik - auch im bezug auf intelektuelle unterschiede - kann ich verstehen. oft fragen sich frauen wenn sie dann schwanger sind,
-wie wird das kind erzogen,
-was kann es von meinem partner/von mir lernen
etc.
ich hatte eine freundin, die ist zwar ungewollt ss geworden, wollte das kind dann aber behalten. hat sich dann aber sofort vom vater getrennt, weil sie sich sicher war, dass das mit ihm nix wird.
mach dir keine sorgen über die fremdbestimmung durch andere - dein körper, also bestimmst du. du musst ihn ja nicht mit zu fa-terminen nehmen oder so -
mach am wochenende auch so weiter, dass du was für dich tust.
wie symphonie nur beipflichten, dein kind wird dir zeigen, was fremdbestimmt bedeutet
zu eurer beziehung wäre mein unprofessioneller tip, dass du einfach noch nie über ein gewisses stadium einer beziehung hinausgegangen bist und jetzt wieder in dein gewohntes muster fallen möchtest.
aber vielleicht solltest du wirklich zum einen mit deinem freund und zum anderen mit einem therapeuten o. ä. reden,
dann hat eure beziehung ja vielleicht doch mehr chancen als du jetzt siehst
****meine Binos sind:
Icebear: seit 17.06.- 19:08 Mama und Neckie: seit 05.06.2010 - 22:54 Mama****
17. Mai 2010 - Phoebe Aurora
28.September 2001 - Leon Adrian
Wir sind so glücklich und stolz!


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