Ich schließe mich der Verliebten an: So wenig Nein wie möglich, sonst verliert es einfach an Bedeutung. Und wirklich verstehen kann sie es noch nicht, nur das "Drumherum" versteht sie, also den Tonfall, Deine Körpersprache und dass sie weggeholt wird.
Geduld braucht man auch, denn bis sie aus wiederholten Neins ein echtes Verbot ableiten können - Das dauert! Zunächst haben sie das Verbot nach wenigen Minuten wieder vergessen. Das Gehirn ist einfach noch nicht so weit.
Beim Regalausräumen kann ich Dir leider keine Tipps geben, das lieben meine immer noch ... Wohingegen sie das Nein beim Schubladenöffnen sofort akzeptiert haben. Keine Ahnung, warum es einmal klappt und dann wieder nicht, diese kleinen Persönlichkeiten sind einfach spannend ;-)
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Thema: das Wörtchen "nein"...
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28.01.2009, 21:20
AW: das Wörtchen "nein"...
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28.01.2009, 21:52Inaktiver User
AW: das Wörtchen "nein"...
Ich habe hier auch einen 9 Monate alten "Gefahrensucher", der sich zwar noch nicht hochzieht, aber eine Vorliebe für Kabel entwickelt hat. Einerseits bin ich sehr stolz und froh auf seinen unbändigen Entdeckerdrang. Er robbt im Schweinsgalopp durch die ganze Wohnung, gleichzeitig habe ich das Gefühl, er ist bislang (oder womöglich schon
) ziemlich Neintaub...
er robbt einfach weiter und wenn ich ihn hochnehme und sage: Nein, das ist nicht für dich und ihn zu einer ungefährlichen Ecke trage oder ihm was zum Spielen anbiete, ist er oft ne Sekunde später wieder an der Ecke.
Man muss dazu sagen, dass wir sämtliche Regale angeschraubt und unten mit Spielzeug bestückt haben, Türen sind festgeklemmt und Schranktüren gesichert. Trotzdem haben wir in unseren Wohnung extrem wenige Steckdosen und so gibt es eine Ecke vor der schon der Wohnzimmertisch steht unter den einfach drunter gerobbt wird, die ich für nach wie vor gefährlich einstufen würde, eben wegen der Kabel.
In meiner Spielegruppe wurde uns auch erklärt, dass sie es bald verstehen müssten, und die Leiterin meinte, dass Janno auch gezielt nach den Ecken Auschau halten würde, wo er die meiste "Action" vermutet, ich kann mich aber eigentlich nur an ein Mal erinnern, wo er nach einem "Nein" Blickkontakt zu mir gesucht hätte!
Da kommt wohl noch was auf uns zu!
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28.01.2009, 21:56
AW: das Wörtchen "nein"...
Und jetzt stell Dir das mal zwei vor, Robin, dann weißt Du, wie's uns Zwillingsmamas geht ;-)))
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28.01.2009, 22:02Inaktiver User
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28.01.2009, 22:24
AW: das Wörtchen "nein"...
Tja,
ich schließ mich hier zwar den allseitigen Empfehlungen zum pädagogisch wohldosierten Einsatz des Wörtchens "Nein" an, vermelde aber meinerseits ein Kind (16 Monate), dass sich eher nach Lust und Laune dazu entschließt, dem Folge zu leisten...ich persönlich habe zwar den Eindruck, dass viele Sachen, die wir "verboten" haben (Bücherregale ausräumen, Steckdosen) etc. irgendwann tatsächlich nicht mehr tangiert werden, aber dass das weniger an unserer elterlichen Autorität liegt, sondern mehr daran, dass diese Sachen irgendwann schlicht und einfach nicht mehr interessant sind....
Außerdem habe ich JETZT schon das Gefühl, dass in nicht allzuweiter Ferne eine happige Trotzphase auf uns zukommt. Beispiel: Wäsche aufhängen. Sohnemann will natürlich mittun, darf er auch gerne machen, indem er einzelne Sockenpaare in der Gegend rumschleudert oder sonstiges was ihm gerade Spaß macht, aber er soll bitte irgendwann raffen, dass die aufgehängte Wäsche nicht wieder runtergerupft wird. Nach ca. 3 Versuchen meinerseits ihm das zu verklickern, bei denen ich förmlich merke, wie er immer mehr "Spannung" aufbaut und er es dann extra forciert versucht, trage ich ihn dann vom Ort des Geschehens weg und ignoriere dann für die Dauer des Wäscheaufhängens sein Gezeter.
Tja, ist zwar eher jetzt off topic, aber andere "berühmte" Beispiele wären "Anziehen" und "NichtanderHandlaufen", wo das auch regelmäßig so endet, das Kind sich kreischend auf dem Boden wirft - ich biete zwar Kooperation und "Erklärung" an, aber irgendwann "mache" ich einfach, weils mir einfach reicht...
Muss ich mir jetzt schon Sorgen um Erziehung und Co. machen, oder kann ich hoffen, dass sich das irgendwann "rauswächst"?
Bin da eigentlich eher von der relaxten Sorte, aber manchmal gibt mir das schon zu denken, wenn ich die anderen Kids aus der Kita brav an Mamas Hand nach Hause tippeln sehe bzw. die Ärmchen werden beim Jacke entziehen entgegengestreckt, während meinereiner...
;-)
LG,
esm
P.S. @ bellybee: hier auch ein Profi im "neinneinnein". :-)
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29.01.2009, 03:23
AW: das Wörtchen "nein"...
Ich habe mir eigentlich noch nie Gedanken darüber gemacht.
Das Wort Nein! benutze ich genauso wie ich auch Ja! und Schön! oder Toll! oder Ei! oder Fein! Puhh, Ihhh! und Co einsetze.
In der letzten Zeit brauche ich es aber auch immer häufiger bei meiner fast 9 Monate alten Tochter.
Rein intuitiv, denke ich, daß es die richtige Zeit für auch mal "bestimmtere nein´s" ist.
Ich lass mich aber gerne eines Besseren belehren.
Allerdings verstehen meine Katzen im Moment noch mehr, was ich meine
Mai- Mädel 2008
*
August-Bub 2010
Bin Betsy's Bino.
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29.01.2009, 10:36
AW: das Wörtchen "nein"...
Robin, Gruß an Deine Mama und Hut ab!!! Früher ohne all die Hilfen, die wir heute doch haben (und die engagierten Väter, die es früher auch nicht so gab), muss das alles eine elende Arbeit gewesen sein. Und ich frage mich sowieso immer, wie die Mütter mit einem Kleinkind das alles mit Zwillingen hinkriegen ... Aber ich will nicht Jammern, ich finde Zwillinge klasse und möchte gar nicht tauschen, manchmal muss ich halt nur lächeln, wenn Mütter mit einem Kind rumjammern, dass es Regale ausräumt oder so.
Und Esmeralda, ich glaube, das hängt wohl auch mit Zwillingen zusammen, wir lassen uns auf keine Diskussion oder großartige Erklärungen ein. Die Kinder müssen angezogen werden und aus. Wenn ich mich da auf langwierige Gespräche einlassen würde, kämen wir nie aus dem Haus ... Meiner Meinung nach machst Du das genau richtig, so wie Du es beschreibst. Und vergiss diese super ruhigen, folgsamen Kinder - Das sind von Geburt an Persönlichkeiten und so wie sie eben sind. Meine sind schon als ganz Kleine nie auf einer Krabbeldecke liegen geblieben. Sie wollten auf den Schoß oder in eine Wippe, damit sie was sehen und dabei sein können. Andere Kinder bleiben noch mit einem Jahr brav auf der Krabbeldecke und spielen zwei Stunden mit einer Rassel. Mit Erziehung hat das nix zu tun, sondern mit dem jeweiligen Charakter.
Ui, bevor ich völlig vom NEIN wegkomme, mache ich lieber mal Schluss.
Liebe Grüße
Jo
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29.01.2009, 12:02
AW: das Wörtchen "nein"...
richtig! wenn ich zu meinen katzen dann noch "ab" sage, wissen sie, dass ich von ihnen erwarte, dass sie vom tatort verschwinden. so weit ist mein sohnemann noch nicht.

das wort "nein" ist sicherlich das derzeit am häufigsten genutzte. es wird, je nach "gefahrenlage" weniger oder mehr bestimmt gesagt, bevor ich ihn von der gefahrenquelle entferne (kabel, steckdosen, katzen
). großartig erkläre ich allerdings noch nichts. ich denke, dass ist jetzt zu früh. er ist 12 monate und keine 3 jahre alt. ein "nein" als erklärung reicht meiner meinung nach völlig aus.
klar - steckdosen sind ALLE mit schutzvorrichtung versehen, allerdings hat er es demletzt geschafft eine sicherung aus der steckdose zu puhlen.
aber schlußendlich kann ich ihn nicht vor allem unheil bewahren. irgendwann muss man auch mal kurz ins bad und was in 1-2 minuten schon passieren kann ist faszinierend. insbesondere wenn man katzen hat. 2 x hat er meiner katze viele haare ausgezupft und 2 x hat sie ihm wohl mit der pfote eins auf's händchen gegeben. ganz zart, ich weiß wie meine katze zuschlagen kann und mein sohn hatte lediglich nen minikratzer.
eckkantenschutz ist hier vollkommen für die füße, der wird rigoros abgerissen und in den mund gestopft. ich hab mittlerweile mehr angst, dass er sich an den teilen verschluckt als ernsthaft beim stürzten verletzt. blaue flecken gab's hier schon einige und ich denke, es werden noch viele folgen.
allgemein bin ich ja der meinung, dass man gewisse dinge nur durch schmerz lernt.
wenn mein sohn nach mir kommt, dann glaubt er auch erst, dass die herdplatte heiß ist, wenn er sich verbrannt hat.
phillip versteht allerdings was "nein" bedeutet. er stoppt dann in seiner handlung und schaut mich/uns an. teilweise geht sein verhalten schon in richtung "ich mache es extra".
er krabbelt in die ecke mit seiner lieblings-stehlampe und seinen lieblingssteckdosen, stoppt kurz bevor er angekommen ist, schaut mich an, grinst, dreht sich um und krabbelt weiter. wenn DAS mal kein schelm wird! 

viele grüßeZada
Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
[Lucius Annaeus Seneca]
Wer lebt, stört.In einer Familie, die nicht nur aus Mumien besteht, gehören Konflikte dazu.
[Tankred Dorst]
[Reinhard Mey]
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29.01.2009, 13:27
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29.01.2009, 13:32


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Mini-Guduchi ist 1. Jahr


