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    AW: Mädchen (15) mit Krise, sieht Personen, wie handeln?

    Ich bin mit einer Familie befreundet, in der die 3 Töchter immer wieder Lähmungen hatten. Keine Haluzinationen aber durchaus ernst zu nehmende Symptome, die dann auf einmal wieder weg waren. Die Eltern sind immer sofort mit ihren Töchtern zum Kinderarzt gegangen, da sie von physischen Problemen ausgingen. Nur dass diese eben immer nur ein paar Tage anhielten und dann auch "ansteckend" waren.

    Es kam dann noch eine vierte Tochter dazu. Alle hatten immer wieder Symptome aber nur die jüngste Tochter hatte eine physische Krankheit. Eine Auto-Immun Krankheit. Bei den anderen zwei hat es sich "verwachsen" und aber die Dritte ist da nie richtig raus gekommen und muss immer wieder in Gemeinden aufgenommen werden, wo sie keinen Druck verspürt. Das sind Bauernhöfe, die sich mit Betreuern auf psychisch Kranke spezialisieren. Die Arbeit am Bauernhof (soweit es möglich ist) scheint dabei zu helfen. Militärisch geht es dort sicher nicht zu.

    Diese Tochter hat geheiratet aber war der Familie nicht gewachsen und hat ihren Mann mit den Töchtern verlassen. Aber, das wurde von der Grossfamilie ganz gut aufgenommen.

    Ich will mit der Geschichte sagen: es gibt solche psychischen Vorkommnisse in der Pubertät und es muss nicht unbedingt anhalten. Und ja, es ist ansteckend. Ich würde sie auch erst einmal zu einem guten Psychater/Psychaterin nehmen, um zu sehen, ob sie mit Medikamente stationär behandelt werden kann oder Therapie nach der Schule braucht. Vielleicht wären auch Kunst- oder Tanztherapien eine gute Iddee.

    Wenn man direkt Angst vor einem zweiten Selbstmordversuch hat würde ich erst einmal fragen: wie "ernsthaft" war der erste oder war der ganz sicher nur ein Hilferuf. War es also so konzipiert, dass sie ganz sicher gefunden wurde? Das ist schon mal ein grosser Unterschied.

    Ich wünsche Euch alles Gute und es ist nett, dass Du Deinem Kollegen und dem Mädchen hilfst!

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    AW: Mädchen (15) mit Krise, sieht Personen, wie handeln?


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    AW: Mädchen (15) mit Krise, sieht Personen, wie handeln?

    *gelöscht*
    Geändert von Sturmfest (28.09.2020 um 14:55 Uhr)

  4. Moderation

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    AW: Mädchen (15) mit Krise, sieht Personen, wie handeln?

    Sturmfest: ich finde es problematisch, überhaupt, selbst mit Vorbehalt, irgendwelche diagnostischen Inhalte in den Raum zu stellen.


    Das Mädchen gehört kinder-und jugendpsychiatrisch untersucht und je nach Befunden und der psychosozialen Situation muss dann eine Behandlung geplant werden, am besten mit Patientin und Familie zusammen, denn beide sind involviert. Baldmöglichst.

    Edit: Ich habe meinen Beitrag editiert, nachdem ich von User Merinowool darauf aufmerksam gemacht worden bin, dass das normale Procedere, in eine kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung zu kommen, wegen der Corona-Pandemie momentan nicht funktioniert. Ich bin Ärztin für Kinder - und Jugendpsychiatrie, aber im Ausland tätig, wo die Situation offenbar nicht so krisenhaft ist.

    Ich hoffe, Merinowool äußert sich noch mal dazu. Ansonsten siehe Beiträge # 39 und 40.
    Geändert von maryquitecontrary (28.09.2020 um 18:18 Uhr)
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Mädchen (15) mit Krise, sieht Personen, wie handeln?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Sturmfest: ich finde es problematisch, überhaupt, selbst mit Vorbehalt, irgendwelche diagnostischen Inhalte in den Raum zu stellen.
    Ok, sehe ich ein. Habe deshalb meine Antwort gelöscht

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    AW: Mädchen (15) mit Krise, sieht Personen, wie handeln?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Edit: Ich habe meinen Beitrag editiert, nachdem ich von User Merinowool darauf aufmerksam gemacht worden bin, dass das normale Procedere, in eine kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung zu kommen, wegen der Corona-Pandemie momentan nicht funktioniert. Ich bin Ärztin für Kinder - und Jugendpsychiatrie, aber im Ausland tätig, wo die Situation offenbar nicht so krisenhaft ist.

    Ich hoffe, Merinowool äußert sich noch mal dazu. Ansonsten siehe Beiträge # 39 und 40.
    Habe das jetzt erst entdeckt und wundere mich sehr. Wir sind (wegen LRS, ADS und ähnlicher Dinge) schon seit längerer Zeit in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis "Kunden", und es stimmt zwar, dass die gerade extrem schwer telefonisch erreichbar sind, aber eigentlich haben die ganz normal geöffnet, und wenn man persönlich hingeht und einen wirklich dringenden Fall an der Rezeption schildert, wird man da ein offenes Ohr finden und einen Termin bekommen. Wie das mit stationärer Aufnahme ist, weiß ich nicht, falls das im Raum steht.

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    AW: Mädchen (15) mit Krise, sieht Personen, wie handeln?

    Liebe Brigitte „Gemeinde“ :-)

    Seit meinem letzten Eintrag ist Zeit ins Land gegangen.
    Es hat sich viel getan, und es tut sich wenig.
    Viel getan hat sich, dass ich mittlerweile ziemlich gut informiert bin, wie sich der Ablauf gestaltet, eine Klinik zu suchen.
    Da nerve ich mal nicht mit Details. Wer da was wissen will, möge es bitte schreiben.
    Wichtig ist mir, anzumerken, wie wichtig der Unterschied ist zwischen einer Akutklinik, und einer Wahlklinik.
    Es gibt (bedauerlicherweise) immer nur eine Akutklinik, die für einen Patienten zuständig ist. Und das ist diejenige am Wohnort.
    Wenn also die Akutklinik einen guten Eindruck macht, und ein Gespräch mit den Ärzten dort angenehm und achtsam und aufmerksam erscheint: Glück gehabt!
    Das Glück hatten wir nicht; Ich habe neun Kliniken kontaktiert und wir waren in vier Kliniken zu einem Vorgespräch.
    Das bedeutet jedes Mal zum Hausarzt, eine Überweisung anfordern. Jedes Mal Urlaub nehmen. Jedes Mal die „Geschichte“, die Problematik ausbreiten.
    Letztlich haben wir eine Klinik gefunden, die auch bereit war, meine Tochter aufzunehmen, und bei der meine Tochter ein gutes Gefühl hatte. Und ich auch.
    Bedauerlich ist es so, dass gute Kliniken begehrt sind. Somit ist meine Tochter auf eine Warteliste gekommen.
    Seit Mitte November nun sind wir auf dieser Warteliste, bei der es zu Beginn hieß, dass es gute Chancen gäbe, zu Weihnachten 2020, oder kurz nach der Jahreswende, einen Therapieplatz zu erhalten.
    Leider tat sich da nichts, und mein Anruf zu Anfang / Mitte Januar mit der Klinik ergab, dass meine Tochter noch immer weit hinten auf der Warteliste stand, und es nach einer vorsichtigen Schätzung weitere (mindestens!) 6-8 Wochen dauern kann. Das ist von den Faktoren abhängig, wie die Therapie bei den Klienten anspricht und wie viele Akutplätze sich ergeben, denn diese sind ja vorrangig.
    Somit komme ich zu meinen Fragen:
    Ich kann meine Tochter nicht alleine lassen. Das liegt in der Diagnose ihrer Beschwerden begründet.
    Andererseits kann ich als allein erziehender Vater nicht 24 Stunden „Babysitter“ „spielen“. Es steht auch die Frage im Raum, wie lange das mein Arbeitgeber noch mitmacht, dass meine Tochter sich dort aufhält, weil sie mich nun mal überall hin begleitet.
    Gibt es (ich wohne im oberbergischen Kreis) irgendwelche Betreeunungsangebote für Jugendliche? (Meine Tochter geht zurzeit nicht in die Schule)
    Welche Anlaufstellen habe ich noch, um weitere Hilfen „zur Erziehung“, zur Schule, zur Betreuung anzufragen? Ich bin dabei, das Jugendamt zu kontaktieren. Dort verhält es sich aber scheinbar so, dass die Mitarbeiter vollkommen überfordert sind. (Ständig besetzt)
    Was ist nach einem Klinikaufenthalt? Da bin ich noch ziemlich uninformiert.
    Was, wenn meine Tochter den Klinikaufenthalt abbricht? Ich kann beim besten Willen nicht das auffangen und therapieren, was, meine Tochter bewegt. Also muss sie in meinen Augen das Haus verlassen, wenigstens zeitweise.
    Kennt jemand Wohnprojekte, die sich auf solche Szenarien verstehen? Oder andere Einrichtungen?
    Wer kann mir bei der weiteren Schullaufbahn helfen? Das Arbeitsamt?
    Mir ist klar, dass Großstädte ganz andere Optionen bieten. Vielleicht kennt aber ja jemand speziell Anlaufpunkte im bergischen Land / oberbergischen Land.

    Danke Euch allen, und bleibt gesund!!

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    AW: Mädchen (15) mit Krise, sieht Personen, wie handeln?

    VaterderTochter, geh in die Wunschklinik und stelle alle deine Fragen dort. Weitere Anlaufstellen bringen dich nicht weiter, deine Tochter braucht ein Behandlungskonzept, wo alles aufeinander abgestimmt ist und das fängt damit an, dass sie dir beantworten, wie es bis zu Therapiebeginn weitergeht. Das kann auch ein Grund sein, dass deine Tochter in der Warteliste nach vorn rutscht.
    Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

  9. Inaktiver User

    AW: Mädchen (15) mit Krise, sieht Personen, wie handeln?

    Ich komme nicht ganz mit, wird das Kind denn jetzt ärztlich betreut? Es scheint mir ungewöhnlich, wenn ein Elternteil allein entscheidet, welche Klinik die richtige ist.

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    AW: Mädchen (15) mit Krise, sieht Personen, wie handeln?

    Hallo, und vielen Dank für die Antwort.
    Nuun. Natürlich habe ich bei der Klinik angerufen. Sowas ist ja der erste Anlaufpunkt. Dort hat man mir allerdings nicht weiter helfen können. Wenn ich also Ihren Ausführungen folge, so ist die Klinik schlecht. Denn sie hat kein Konzept für "vor dem Klinikaufenthalt" mir vorgelegt. (Sonst wären meine Fragen ja auch sinnfrei gewesen).

    Eine Klinik, wo man eine Warteliste "nach vorne rutscht", empfinde ich als unseriös. Können Sie mir bitte ausführen, wie sie zu dieser Aussage kommen? Hatten Sie solche Erfahrungen gemacht? Wenn jemand also sich vor meine Tochter drängelt, was kann ich dagegen tun?

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