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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Also unsere allererste Kinderärztin (die dann in den Ruhestand ging) hatte mir schon eine Art Dehnungsprogramn nahegelegt. Ich sollte täglich bepanthen beim Baby auftragen und dabei die Vorhaut etwas zurückziehen.
    (Hab ich gelassen da dem Baby offensichtlich unangenehm.)
    Die spätere Behandlung mit der Cortison Salbe erfolgte auch so, dass mein Sohn halt selbst beim Auftragen die Vorhaut immer ein bisschen zurückziehen sollte, also immer ein kleines Stück weiter.
    Das war für ihn ok, sonst hätten wir es natürlich auch gelassen.

    Lollo, interessant mit dieser off Label Salbe. Muss ich mal recherchieren. So auf den ersten Blick würde es mir erstmal gegen den Strich gehen, derartige Hormone zu schmieren über längere Zeit. Ich hätte das Gefühl die gehören da nicht hin. Das ist beim Kortison nochmal ein bisschen was anderes. Aber ihr habt das ja auch nicht „zum Spaß“ gemacht.

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Da werden bestimmte Aspekte in deutlichen Worten angesprochen, das finde ich gut:

    Eine Therapie der primären oder sekundären Phimose sollte nur dann erfolgen, wenn die Patienten Beschwerden haben oder solche unmittelbar zu erwarten sind, beispielsweise Miktionsbeschwerden (R39.-), Kohabitationsbeschwerden (N48.-) odereine Paraphimose. (starker Konsens)
    ...
    Vor einer operativen Therapie (Zirkumzision) soll zunächst eine topische Behandlung der Vorhaut mit einer steroidhaltigen Salbe oder Creme vorgenommen werden. (starker Konsens)
    ...
    Mögliche psychische Folgeschäden durch wiederholte Manipulation am äußeren Genitale (z.B. durch das Auftragen von Salben oder Cremes) sollten durch eine altersgemäße Selbstbehandlung oder die Behandlung durch den Vater minimiert werden. (starker Konsens) Das Auftragen von Salben oder Cremes und die Manipulation am Penis des Jungen bewirkt auch sexuelle Erregung. Dies kann vor allem bei längerer Behandlung die Inzestschranke in Frage stellen und sogar traumatisierend wirken, wenn die Manipulation als nicht selbstherbeigeführte Stimulation und/oder als überwältigend und übergriffig erlebt wird. Es sollten mögliche psychische Folgeschäden minimiert werden (z.B. möglichst Selbstbehandlung, wenn das Alter es erlaubt, ansonsten Behandlung eher durch den Vater als durch die Mutter, da die pflegerische Fürsorge der Mutter bei einer ungelösten psychosexuellen Konflikthaftigkeit der Mutter-Sohn-Beziehung und/oder einer aktiven Manipulation durch die Mutter grenzüberschreitend sein kann.)
    ...
    Zur erhaltenden Erweiterung der Vorhaut werden unterschiedliche Verfahren angewendet:... Das Risiko dieser vorhauterhaltenden Techniken liegt vor allem in der Möglichkeit eines Phimosen-Rezidivs. Die Häufigkeit wird mit 11-20 % angegeben. Zudem sind nur etwa 80% der Patienten mit dem kosmetischen Ergebnis zufrieden.
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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Da werden bestimmte Aspekte in deutlichen Worten angesprochen, das finde ich gut:

    Eine Therapie der primären oder sekundären Phimose sollte nur dann erfolgen, wenn die Patienten Beschwerden haben oder solche unmittelbar zu erwarten sind, beispielsweise Miktionsbeschwerden (R39.-), Kohabitationsbeschwerden (N48.-) odereine Paraphimose. (starker Konsens)
    ....
    Hast Du in diesem Strang irgendjemanden gelesen, der eine Therapie in Erwägung zieht, wenn es keine Beschwerden gibt?
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Hast Du in diesem Strang irgendjemanden gelesen, der eine Therapie in Erwägung zieht, wenn es keine Beschwerden gibt?
    Da geht es glaube ich, eher um Verhältnismäßigkeit.

    Das allein wäre ja nicht mit Beschwerden verbunden:

    Zitat Zitat von Eichblatt Beitrag anzeigen
    Mein Sohn (6) hat auch eine sehr enge Vorhaut, zurückziehen lässt die sich überhaupt nicht, es balloniert allerdings auch nix beim Pipi machen...
    Das schon eher:

    Zitat Zitat von Eichblatt Beitrag anzeigen
    Mein Sohn hatte schon mehrmals kleinere Entzündungen in dem Bereich die ihm beim Wasserlassen wehgetan haben, aber mit Rivanol oder Bataisodona-Salbe haben die sich wirklich sehr zügig wieder gegeben.
    Und ich bin sicher, dass Manipulationen (seien sie schmerzhaft, angenehm oder weder-noch) besser "verstanden" und verarbeitet werden, wenn sie unmittelbar als Abhilfe bei Beschwerden wahrgenommen werden.
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  5. Moderation

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Hast Du in diesem Strang irgendjemanden gelesen, der eine Therapie in Erwägung zieht, wenn es keine Beschwerden gibt?
    Ich zitiere:

    Zitat Zitat von Wunschpunsch65 Beitrag anzeigen
    Bei meinem Sohn wurde ein ähnlicher, aber etwas komplizierterer Eingriff gemacht als er etwa 12 war...Wenn die Diagnose eindeutig ist, würde ich den Eingriff lieber früher machen. Je älter man ist, desto mehr Ängste.
    Zitat Zitat von Chilirose Beitrag anzeigen
    Mein Sohn (mittlerweile auch erwachsen) ist etwa im Alter von 5 Jahren operiert worden. War unkompliziert.
    Wir hatten in der Verwandtschaft einen (damals erwachsenen) Mann, der ewig lang darunter gelitten hat, dass er im Teenageralter ziemlich traumatische Erfahrungen mit Ärzten wegen dieser Sache gemacht hat. Der hat uns die Auswirkungen so dramatisch vermittelt, dass die rasche Entscheidung zur OP klar war.
    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Mein Sohn wurde ebenfalls mit 5 Jahren operiert. Völlig problemlos.
    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    ich wuerde das in jedem fall vor dem schuleintritt machen lassen
    zum einen "gewoehnt" sich der bub schneller an die normalitaet das er keine vorhaut mehr hat
    zum anderen ist es immer unkomplizierter was termine anbetrifft, so lange ein kind noch keine schule besucht

    Ich kann aus den zitierten Beiträgen nicht sicher schließen, dass es um manifeste Beschwerden ging.



    Früher wurde öfter zur Manipulation und zur OP geraten als das heute in den Leitlinien vorgegeben ist. Gerade ältere Ärzte haben das daher gerne mal empfohlen. Ist uns bei einem Sohn auch mal im Urlaub passiert, wo wir wegen einer anderen Sache am Urlaubsort zum Arzt gingen und dieser auch gleich noch zur physiologischen Phimose des Vorschulkindes anmerkte, die würde man ganz sicher operieren müssen. Was sich überhaupt nicht bestätigte (wir haben erfolgreich zugewartet).

  6. Moderation

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Ok, vielleicht habe ich dann manches falsch interpretiert. Ich bin jetzt schon davon ausgegangen, dass in allen Fällen medizinische Notwendigkeit gesehen war (wobei es da eben sicher unterschiedliche Meinungen geben kann, wo die Grenze zu ziehen ist. Aber bspw. Wunschpunsch schreibt ja von einmdeutiger Diagnose). Mein Sohn hatte ja auch nie Beschwerden, aber eine Zeit lang die Diagnose. Hätte das Beobachten jetzt ergeben, dass Beschwerden zu erwarten sind (wie es ja auch in Alaskas Zitat steht), weil sich die Phimose durchs Wachstum nicht bessert, sondern verschärft, wäre das für mich möglicherweise schon ein Handlungsgrund gewesen, auch wenn der Sohn die Beschwerden noch nicht hat oder absehen kann.
    Aber möglicherweise habe ich dann Eure Diskussion falsch verstanden.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Mein Sohn hatte ja auch nie Beschwerden, aber eine Zeit lang die Diagnose. Hätte das Beobachten jetzt ergeben, dass Beschwerden zu erwarten sind (wie es ja auch in Alaskas Zitat steht), weil sich die Phimose durchs Wachstum nicht bessert, sondern verschärft, wäre das für mich möglicherweise schon ein Handlungsgrund gewesen, auch wenn der Sohn die Beschwerden noch nicht hat oder absehen kann.
    Es kommt wohl einfach auch darauf an, was man unter unmittelbar versteht::

    Eine Therapie der primären oder sekundären Phimose sollte nur dann erfolgen, wenn die Patienten Beschwerden haben oder solche unmittelbar zu erwarten sind, beispielsweise Miktionsbeschwerden (R39.-), Kohabitationsbeschwerden (N48.-) oder eine Paraphimose. (starker Konsens)

    Miktionsbeschwerden = Probleme beim Wasserlassen
    Kohabitationsbeschwerden = Probleme beim Geschlechtsverkehr
    Paraphimose = Einklemmung der zu engen Vorhaut in der Eichelkranzfurche

    Ich hatte das mit dem Beschwerden-haben hervorgehoben, weil ich meine, dass gerade kleinere Kinder (also auch Vorschulalter) ein Hantieren an den Geschlechtsorganen besser verkraften, wenn sie unmittelbar wahrnehmen können, dass dadurch ein Zustand behoben wird, der ihnen Beschwerden bereitet.
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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ich zitiere:
    Ich kann aus den zitierten Beiträgen nicht sicher schließen, dass es um manifeste Beschwerden ging.
    Du kannst daraus aber auch nicht schließen, dass es KEINE Beschwerden gab.
    Die gab es bei meinem Sohn nämlich durchaus und deshalb haben wir den Facharzt aufgesucht.
    Ohne eindeutige Diagnose hätte mein Sohn sich nicht operieren lassen bzw. ich hätte dem nicht zugestimmt.

  9. Moderation

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Wunschpunsch65 Beitrag anzeigen
    Du kannst daraus aber auch nicht schließen, dass es KEINE Beschwerden gab....
    Daher schrieb ich doch „nicht sicher“. Damit meinte ich, dass man weder das eine noch das andere aus den Angaben schließen konnte, als Antwort auf Stinas Frage.

    Ich bemühe mich ja, präzise mit Fakten und Aussagen umzugehen.

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Wunschpunsch65 Beitrag anzeigen
    Ohne eindeutige Diagnose hätte mein Sohn sich nicht operieren lassen bzw. ich hätte dem nicht zugestimmt.
    Wenn er da 12 Jahre alt war, wird er vermutlich schon eine Vorstellung davon entwickelt haben, was es bedeutet, wenn die Situation weiter andauern würde.

    Wie gesagt, ich war 11 Jahre alt, als dann eine OP angesetzt wurde, aber ich kann mich nicht erinnern, da in eine Entscheidung einbezogen worden zu sein.

    Konnte er denn schon mitentscheiden? Warum ist es dann eine komplizierterer Eingriff geworden? War es sein Wunsch oder der der Ärzte oder Deiner, dass etwas anderes gemacht wird, als eine einfache Beschneidung?
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