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  1. VIP

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Meine Kinder hatten u3 die Phimose-OP. Beide haben balloniert und eine erfolglose Cortison-Behandlung gehabt. Unser Urologe sagte damals, dass eine enge Vorhaut nicht durch Cortison weiter wird. Wenn sie zu eng ist, hilft nur eine OP. Dieses „Zurückschieben“ sei keine angemessene Therapie bei enger Vorhaut und kann zu Verwachsungen führen, die wiederum nur mit einer OP zu lösen sind.

    Narkose wurde gut vertragen. Beide waren innerhalb von wenigen Tagen wieder fit. Andere mir bekannte ältere Kinder haben länger gebraucht was Erholung und Heilung angeht.

    Jede wirksame nicht-invasive Behandlung ist, wenn möglich, einer Operation vorzuziehen.
    „Wo zwei Schwestern zusammen gehen, kann sie kein Tiger reißen“ koreanisches Sprichwort, gelesen in „Mama Superstar“

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Hallo!

    Danke für die weiteren Beiträge!

    Vielleicht zur Klärung: es war keine Cortisonsalbe, sondern Hormonsalbe, die sonst zur Hormonersatztherapie eingesetzt wird. Off-Label-Use, natürlich, der Junge ist ja keine Frau in den Wechseljahren.
    Da kommt es tatsächlich zu einer Weitung. Den Namen des Präparats habe ich leider vergessen, wir haben in der Praxis so einen Mini-Tiegel abgefüllt bekommen und der darauf angebrachte Name ist nicht mehr lesbar bzw. mittlerweile ist der Tiegel auch entsorgt, die Behandlung ist abgeschlossen und unsere Tochter hat große Begehrlichkeiten entwickelt, auch mal die interessante „Peniscreme“ aus der niedlichen kleinen Dose zu probieren... - also das musste schnell weg.

    Wir werden auf jeden Fall an Thema dran bleiben, es ist Teil der Hautpflege, die wir sowieso betreiben müssen, da unser Sohn sonst zu Ekzemen, wunden Stellen und Entzündungen neigt. Also da das ohnehin Routine ist, besteht wohl auch nicht die Gefahr, dass es irgendwann einschläft.

    Womit ich - vom Kopf her - etwas Mühe habe, ist die öfter geäußerte Befürchtung oder auch persönliche Erfahrung, eine Behandlung in der (Vor)Pubertät sei besonders traumatisch. Ich will das natürlich niemandem absprechen und es auch nicht kleinreden, bin aber große Optimistin was das angeht.
    Wahrscheinlich fliegt mir das, was ich jetzt schreibe, mal ziemlich um die Ohren (weil es genau gegenteilig eintreffen wird ) und oben erwähnte ich schon, dass ich noch keine Erfahrung mit eigenen Teenie-Kindern habe. Daher kann man mir vielleicht nachsehen, dass ich hoffe, den körperlich-medizinischen Bereich der Entwicklung möglichst entspannt gestalten bzw. begleiten zu können.
    Klar ist es hochnotpeinlich in dem Alter, aber es liegt ja an uns allen, wie das Thema behandelt wird.
    Ich meine, Mädchen gehen oft mit ca. 14 zum ersten Mal zum Gynäkologen und da ist neben der Vorsorge und der Untersuchung auch Verhütung (Sexualität) Thema, ich hoffe, dass Jungen (Männer allgemein) da nachziehen (mit der Selbstvorsorge und der Übernahme von Verantwortung für Verhütung und sexuelle Gesundheit).
    Mein Mann war wegen eines anderen urologischen Problems in dem Alter in fachärztlicher Behandlung und berichtet nichts Negatives.
    Möglicherweise trägt auch die vor ein paar Jahren erfolgte Einführung der J-Untersuchungen (in Fortsetzung der Us; J1 mit 12-14, J2 mit 16-17) zur Normalisierung bei. Sexualität und die altersgerechte Entwicklung der Sexualorgane ist ein wichtiger Aspekt dieser Untersuchungen.
    Soweit zu meiner Utopie: smile:


    LolloBionda

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von LolloBionda Beitrag anzeigen
    Womit ich - vom Kopf her - etwas Mühe habe, ist die öfter geäußerte Befürchtung oder auch persönliche Erfahrung, eine Behandlung in der (Vor)Pubertät sei besonders traumatisch. Ich will das natürlich niemandem absprechen und es auch nicht kleinreden, bin aber große Optimistin was das angeht.
    Das ist bestimmt gerechtfertigt und ich glaube auch nicht, dass sich individuelle negative Erfahrungen einfach so verallgemeinern lassen.

    Vielleicht ist es ein guter Gradmesser, wenn Du Dir alles, was bei Deinem Sohn stattfindet, als ebenso unproblematisch auch bei der Tochter vorstellen könntest:

    Eincremen, nachkontrollieren, Vorzeigen lassen, auch vor Fremden, anfassen lassen, bis zu einem unvermeidlichen Maß Schmerzen zufügen lassen usw.

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Kenne einen Mann, dessen Phimose wurde erst mit 16 oder 17 operativ behandelt und dessen sexuelle Prägung war davon gezeichnet, weil jede Morgenlatte, etc... immer mit Schmerzen verbunden war.

    Eine freie, unbelastete Sexualität entwickelte sich leider nie.

    Spätestens wenn der Sohn Erektionen bekommt, wird die medizinische Versorgung durch Mutter hochnotpeinlich.

    Bitte behalte das im Hinterkopf, dass der Sohn seine pflegenden Maßnahmen zumindest sukzessive selbst übernehmen kann und warte nicht zu lange mit einem Eingriff. Die Verknüpfung von Erektion und Schmerz, vergeht nicht.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.


    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Perlmann machen.

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Kenne einen Mann, dessen Phimose wurde erst mit 16 oder 17 operativ behandelt und dessen sexuelle Prägung war davon gezeichnet, weil jede Morgenlatte, etc... immer mit Schmerzen verbunden war.

    Eine freie, unbelastete Sexualität entwickelte sich leider nie.

    Spätestens wenn der Sohn Erektionen bekommt, wird die medizinische Versorgung durch Mutter hochnotpeinlich.

    Bitte behalte das im Hinterkopf, dass der Sohn seine pflegenden Maßnahmen zumindest sukzessive selbst übernehmen kann und warte nicht zu lange mit einem Eingriff. Die Verknüpfung von Erektion und Schmerz, vergeht nicht.
    Kann ich nur zustimmen...!

  6. Moderation

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Ich hab mich auch gekümmert, bei uns ist das Thema zum Glück tatsächlich vom Tisch, hat sich wie erhofft ausgewachsen. Ich hatte beim Kinderarzt nachgehakt, es wurde nicht übersehen, sondern (wahrscheinlich) lediglich vergessen, mir gegenüber zu erwähnen, dass bei der U diesmal alles ohne Befund war.
    Balloniert hat bei meinem Sohn nie was und ich hab ihn letzens bei der Dusche mal vorsichtig testen lassen, zurückschieben ist inzwischen möglich.

    Mir hat der Strang trotzdem auch sehr geholfen, weil ich das Thema sonst aus den Augen verloren hätte - so kann ich es abhaken.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Hallo!

    Die normale Creme trägt er schon selbst auf, er wäscht sich auch selbst.
    Es gibt übrigens auch einen Vater, der sich kümmert und vielleicht in solchen Themen mit fortschreitendem Alter (des Kindes ) der erste Ansprechpartner wird.

    Alaska, zu deiner Anmerkung: Vielen Dank, das finde ich bedenkenswert. Ich finde, dass die körperliche Selbsbestimmtheit für Jungen und Mädchen gleich wichtig ist.
    Zugleich habe ich für mich schon ziemlich lange (sicherlich seit dem Jugend-, vielleicht auch seit dem Kindesalter) die Möglichkeit bzw. Fähigkeit kultiviert, den eigenen Körper in entsprechenden Situationen ziemlich klinisch wahrzunehmen und ich projiziere diesen neutralen Blick dann auch auf Andere. Soll heißen: in Situationen, in denen mein Körper im medizinischen Kontext exponiert ist, beim Hautarzt, beim Gynäkologen, im Kreißsaal... macht mir das wenig bis gar nichts aus, ich sehe mich da als Fall - wie Ärzte sicherlich zu einem Gewissen Grad auch.
    (Das klappt nur beim Zahnarzt nicht ) Peinlichkeit oder Scham kenne ich eher aus anderen Kontexten. Vielleicht bin ich deshalb eine bisschen „schmerzbefreit“ was das Thema angeht.

    LolloBionda

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von LolloBionda Beitrag anzeigen
    Ich finde, dass die körperliche Selbsbestimmtheit für Jungen und Mädchen gleich wichtig ist.
    Zugleich habe ich für mich schon ziemlich lange (sicherlich seit dem Jugend-, vielleicht auch seit dem Kindesalter) die Möglichkeit bzw. Fähigkeit kultiviert, den eigenen Körper in entsprechenden Situationen ziemlich klinisch wahrzunehmen und ich projiziere diesen neutralen Blick dann auch auf Andere.
    Das ist noch gar nicht so lange her, da habe ich mal etwas gelesen über Ärzte, die mit völlig lauterer Absicht und in Einklang mit den damals geltenden Richtlinien recht ausgiebig Untersuchungen bei Kleinkindern durchgeführt haben, ich glaube, es waren Darmspiegelungen und andere Unterleibsgeschichten.

    Man ist darauf gekommen, weil sich als Gemeinsamkeit ergeben hatte, dass alle diese Kinder im Jugend- oder Erwachsenenalter massive psychische Probleme entwickelt hatten, vor allem auch da, wo diese Untersuchungen Bezug zur Sexualität hatten.

    Leider finde ich den Artikel auf Anhieb nicht mehr und will auch gar nicht irgendwelche Horrorszenarien heraufbeschwören oder unnötig übertreiben. Ich denke auch nicht, dass gelegentliche Arztbesuche mit vorzeigen, anfassen lassen usw. notwendigerweise so abspeichert werden, dass dies genausogut von anderen Erwachsenen (Kita-Betreuer, Onkel an der Bushaltestelle usw.) eingefordert werden könnte oder dass der Intimbereich grundsätzlich Allgemeingut sein könnte oder dergleichen.

    Aber insgesamt würde ich in der Hinsicht das Prinzip "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" schon für ziemlich angebracht halten.

    Körperliche Selbstbestimmung hältst Du ja auch für wichtig und klar, welche Eltern wollen sich später gern vorhalten lassen, statt Beschneidung hätte es doch auch ganz andere Möglichkeiten gegeben. Aber es gibt vielleicht auch Fälle, wo man dann guten Gewissens sagen kann, ja, aber diese anderen Möglichkeiten hätten auch ziemlich viel Aufwand, Belastung und somit ernste Nebenwirkungen haben können.

    Wird schon gutgehen.
    "She got a mind of her own And she use it well."
    (The Rolling Stones, Memory Motel)

  9. Moderation

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    @Alaska: kann es sein, dass du da an die postoperative Nachbehandlung bei Analatresie denkst (Diseth et al. 1998)? Ich hatte das hier im Forum mal in einem anderen Zusammenhang erwähnt.

    Falls ja, dann wäre es schon so, dass es dabei um andere und wesentlich dramatischer gelagerte Erfahrungen ging.

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    AW: Phimose beim Vorschulkind - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    @Alaska: kann es sein, dass du da an die postoperative Nachbehandlung bei Analatresie denkst (Diseth et al. 1998)?
    Tja. Gibt oder gab es da auch so etwas wie eine Dehntherapie? Das könnte meine Assoziation erklären.

    Ich meine, es war ein eher populärwissenschaftlicher Artikel im Spiegel Online Stil, wo es allgemein um Fälle ging, wo sich erst nach Jahren oder Jahrzehnten hauptsächlich psychische Neben- und Nachwirkungen von Behandlungen herausgestellt bzw. manifestiert haben, die niemand so vermutet hätte.

    Vielleicht finde ich ihn ja doch noch wieder.
    "She got a mind of her own And she use it well."
    (The Rolling Stones, Memory Motel)

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