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  1. User Info Menu

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was bedeutet es, wenn der Mann, der Dir sagt er liebt Dich und möchte den Rest seines Lebens mit Dir verbringen, Dich nicht heiraten will. Sagt es was über Ihn und seine Gefühle seine "Bindungswilligkeit"? Über unsere Beziehung? Irgendwas was ich nicht wahrhaben will? Über mich? Kann und muss ich daran etwas "ablesen" oder nicht und wenn ja dann was?

    Ich glaube, dass es "früher" wirklich einfacher war, an der "Heiratswilligkeit" auch die "Bindungswilligkeit" der Männer (und Frauen) auszumachen. In der Generation meiner Eltern zum Beispiel gab es eigentlich wenig zwischen den Männern, die irgendwann ihre Frau zum Heiraten finden wollten und den "Hallodris". Und es wurde auch nicht jahrelang an dieser Frage herumlaboriert und orakelt. Seit mindestens 20 Jahren im Nachgang der 68er Bewegung sind aber nichteheliche Langzeitpatnerschaften ein nicht wegzudiskutierender gesellschaftlicher Normalzustand und sie sind von ehelichen Lebensgemeinschaften hinsichtlich Lebenszielen, Ernsthaftigkeit und Dauer im Einzelfall (und ich tippe mal auch statistisch..?) immer weniger zu unterscheiden. Warum jemand heute nicht heiraten will, kann viele Gründe haben. Es ist eben nicht mehr selbstverständlich und will (in manchen gesellschaftlichen Schichten mehr oder weniger) begründet sein. Früher war es tendenziell umgekehrt.

    Männer, die die Mutter ihrer Kinder (da ist gleich das nächste "Problem", denn Kinderkriegen wird auch immer weniger "selbstverständlich") selbstverständlich heiraten wollen und das
    am Besten auch noch vor ihrem 30. Lebensjahr wissen, werden jedenfalls immer seltener und sind (etwas polemisch und mit einem Augenzwinkern ausgedrückt) tendenziell nur noch in der süddeutschen Provinz oder in katholischen Gesprächskreisen anzutreffen. Da haben es die Frauen (und auch die Männer..), bei denen die abendländische Säkularisierung wegen frühkindlicher Infiltration mit Sissifilmromantik und Rosamunde-Pilcher-
    Gedankengut erst mit Verspätung ankommt, alles andere als leicht. Und solange ich bei mir einfach keine Affinität zu katholischen Gesprächskreisen feststellen kann, ist die Trennung , "weil er mich nicht heiraten wil" unter Umständen eine Option auf dauerhafte Einsamkeit bzw. Fortsetzung der "seriellen Monogamie", die mir langsam zum Hals heraushängt. Ich behalte sie mir aber trotzdem vor. Was soll ich auch machen...
    Rechthaber, da hast du recht!

  2. Inaktiver User

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    aber nicht vom ersten Tag an, oder?

    es gibt verschiedene Stufen der Verbindlichkeit.

    ich will Dir das alles nicht absprechen - aber Du hast meine Frage nicht beantwortet, ob es einen Zeitpunkt (oder -raum) der Entscheidung gab - und ob das kommuniziert wurde?
    Wenn man das gemeinsam beschließt. Wir hatten eine gemeinsame Wohnung (gekauft) eine gemeinsame Katze etc.

    Wenn man solche Entscheidungen gemeinsam trifft und wir hatte auch noch andere Proben/ Tests für unsere Beziehung.

    Sicherlich gibt es Stufen der Verbindlichkeit, allerdings war unsere Beziehung auch vor der Hochzeit schon so verbindlich wir irgend möglich und diese Verbindlichkeit wurde für mich durch die Hochzeit auch nicht mehr verstärkt.

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    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    AWas bedeutet es, wenn der Mann, der Dir sagt er liebt Dich und möchte den Rest seines Lebens mit Dir verbringen, Dich nicht heiraten will. Sagt es was über Ihn und seine Gefühle seine "Bindungswilligkeit"? Über unsere Beziehung? Irgendwas was ich nicht wahrhaben will? Über mich? Kann und muss ich daran etwas "ablesen" oder nicht und wenn ja dann was?
    Weil es einfach Menschen gibt die dieses oder jenes unbedingt wollen und es gibt Menschen die dieses oder jenes unbedingt nicht wollen.

    Ich liebe es zu tanzen. Mein Freund findet tanzen voll doof. Sollte ich mich vielleich fragen, ob er nur MIT MIR nicht tanzen will?

    Eigentlich gibt es doch nur 3 Möglichkeiten: Entweder er will nur eben Opalblau nicht heiraten, dann ist sie ja scheinbar auch nicht die richtige. Oder er will einfach so mit ihr alt werden, eben weil er sie liebt, ohne zu heiraten. Dann kann sie jetzt entweder lernen damit zu leben, oder sie muss eben gehen.

    Vor allem muss sie mal aufhören von anderen Leuten in ihrem Umfeld auf die eigene Beziehung oder eben auch auf die von hier anderen zu schließen. Jeder Mensch hat doch eigene Ansichten, Meinungen und Vorstellungen. Klar gilt es diese auf einen Nenner zu bringen, wenn man sein Leben gemeinsam verbringen will. Aber dieses stumpfsinnige sich immer wieder im Kreis drehen, bringt doch überhaupt nichts.

    Und wenn du mit seinen Antworten und Ansichten nichts anzufangen weißt, bzw damit nicht leben kannst, ja dann musst du eben gehen.

    Verstehe nicht, warum du es dir selbst so schwer machst.
    B.i.t.c.h.

    Babe in total control of herself



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    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ansonsten kann ich Opalblau und ihr schwer aufzulösendes Dilemma aber grundsätzlich immer noch gut verstehen. Was bedeutet es, wenn der Mann, der Dir sagt er liebt Dich und möchte den Rest seines Lebens mit Dir verbringen, Dich nicht heiraten will. Sagt es was über Ihn und seine Gefühle seine "Bindungswilligkeit"? Über unsere Beziehung? Irgendwas was ich nicht wahrhaben will? Über mich? Kann und muss ich daran etwas "ablesen" oder nicht und wenn ja dann was?

    ...

    Hallo Userin mit dem Nick, der nicht so recht zu ihren differnzierten Beiträgen passen will...

    Früher war vieles nicht schöner, aber wohl einfacher. Gerade das Heiraten.

    Beide Geschlechter wussten, dass sie die Möglichkeit hatten alleien zu bleiben oder zu heiraten. Dazwischen gab es recht wenig. Wenn also ein Mann ernsthaftes Interesse an einer Frau hatte, dann musste er sie heiraten. Wenn ein Mann eine Frau nicht heiraten wollte, dann hatte er wohl auch kein ernsthaftes Interesse an ihr und die Frau konnte sich anderen Kandidaten zuwenden. Ledig bleiben bedeutete für viele Frauen, gerade auf dem Land, in der Regel ein Leben am sozialen Rand. Ein lediger Mann war wohl sozial akzeptierter, aber auch für ihn bedeutete das Ledigsein zumindest den Verlust der häuslichen Bequemlichkeit.

    Heute stehen uns alle Optionen offen: heiraten und Kinder haben, heiraten, aber keine Kinder, Kinder ohne zu heiraten, Zusammenleben, welches auf Dauer ausgerichtet ist, provisorisches Zuammenleben, Heirate unter homosexuellen Paaren..

    ich möchte die Zeit früher nicht zurück, aber nach 10 Jahren serieller Monogamie, die mir auch zum Hals heraushängt, bin ich manchmal etwas überfordert.

    Noch ein Denkanstoss an alle, die sich am Heiratswunsch stossen: homosexuelle Paare fechten weltweit einen harten Kampf aus, heiraten zu dürfen. Wenn heiraten doch nur ein olles Papier ist, wieso wollen sie es denn unbedingt?
    Geändert von Opalblau (30.10.2008 um 09:04 Uhr)

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    AW: Er will nicht heiraten

    Hallo Opalblau,
    bist du noch da?

    Würde es dir vielleicht helfen, dir selbst erstmal eine Auszeit für dieses Thema zu geben? Mir hat es sehr geholfen zu sagen, ich spreche ihn jetzt genau 6 Monate nicht darauf an. Ich warte nicht auf Ansagen, Heiratsanträge etc, sondern halte nur die Füße still. Wenn er über Thema Ehe, Heirat gesprochen hat, habe ich nur Aha, Mh etc. gemacht.

    Natürlich kommen immer wieder Situationen, wo man wieder alles in Frage stellt. Irgendeine Freundin, die nicht halb so lange mit ihrem Partner zusammen ist, heiratet immer. Seine Freunde liegen uns in den Ohren, ob wir denn nicht endlich mal heiraten wollen etc.

    Trotzdem kann ich mit dem Thema viel entspannter umgehen als noch vor einem halben Jahr. Es muss ja nicht so lange bei dir sein...

  6. Inaktiver User

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Opalblau
    Hallo Userin mit dem Nick, der nicht so recht zu ihren differnzierten Beiträgen passen will...

    Früher war vieles nicht schöner, aber wohl einfacher. Gerade das Heiraten.

    Beide Geschlechter wussten, dass sie die Möglichkeit hatten alleien zu bleiben oder zu heiraten. Dazwischen gab es recht wenig. Wenn also ein Mann ernsthaftes Interesse an einer Frau hatte, dann musste er sie heiraten. Wenn ein Mann eine Frau nicht heiraten wollte, dann hatte er wohl auch kein ernsthaftes Interesse an ihr und die Frau konnte sich anderen Kandidaten zuwenden. Ledig bleiben bedeutete für viele Frauen, gerade auf dem Land, in der Regel ein Leben am sozialen Rand. (Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe noch solche Frauen erlebt als Jugendliche: sie hatten meist nicht einmal einen eigenen Haushalt, waren irgendwo bei Verwandten. Ich erinnere mich noch, wie vor den Namen der einzigen Kinderärztin weit und breit ein langgezogenes betontes "Fräulein Doktor" gehängt wurde. ) Ein lediger Mann war wohl sozial akzeptierter, aber auch für ihn bedeutete das Ledigsein zumindest den Verlust der häuslichen Bequemlichkeit.

    Heute stehen uns alle Optionen offen: heiraten und Kinder haben, heiraten, aber keine Kinder, Kinder ohne zu heiraten, Zusammenleben, welches auf Dauer ausgerichtet ist, provisorisches Zuammenleben, Heirate unter homosexuellen Paaren..

    ich möchte die Zeit früher nicht zurück, aber nach 10 Jahren serieller Monogamie, die mir auch zum Hals heraushängt, bin ich manchmal etwas überfordert.

    Noch ein Denkanstoss an alle, die sich am Heiratswunsch stossen: homosexuelle Paare fechten weltweit einen harten Kampf aus, heiraten zu dürfen. Wenn heiraten doch nur ein olles Papier ist, wieso wollen sie es denn unbedingt?
    Es war früher vielleicht einfacher, aber war das auch besser?

    Man musste heiraten, wenn man zusammen sein wollte. Sagt das etwas darüber aus wie glücklich man wirklich zusammen war?

    Du hast doch jetzt einen festen Partner, warum meinst Du, dass sich diese Partnerschaft nach einer Heirat verändert?

    Heute ist z.B. auch eine Scheidung nicht mehr so geächtet wir früher, er könnte Dich also auch nach einer Hochzeit verlassen. Die Heirat an sich bietet davor keinen Schutz.

    Homosexuelle wollen aus meiner Sicht eine Gleichstellung mit Heterosexuellen und deren Möglichkeiten, zu diesen Möglichkeiten gehört es eben die grundsätzliche Möglichkeit einer Ehe.

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    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Hibbelchen
    Hallo Opalblau,
    bist du noch da?

    Würde es dir vielleicht helfen, dir selbst erstmal eine Auszeit für dieses Thema zu geben? Mir hat es sehr geholfen zu sagen, ich spreche ihn jetzt genau 6 Monate nicht darauf an. Ich warte nicht auf Ansagen, Heiratsanträge etc, sondern halte nur die Füße still. Wenn er über Thema Ehe, Heirat gesprochen hat, habe ich nur Aha, Mh etc. gemacht.

    Natürlich kommen immer wieder Situationen, wo man wieder alles in Frage stellt. Irgendeine Freundin, die nicht halb so lange mit ihrem Partner zusammen ist, heiratet immer. Seine Freunde liegen uns in den Ohren, ob wir denn nicht endlich mal heiraten wollen etc.

    Trotzdem kann ich mit dem Thema viel entspannter umgehen als noch vor einem halben Jahr. Es muss ja nicht so lange bei dir sein...

    Hallo Hibbelchen

    Ich habe ja nicht vor, dieses Thema zu unserem Standart-Abendunterhaltungsthema zu machen.
    Geändert von Opalblau (30.10.2008 um 09:04 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es war früher vielleicht einfacher, aber war das auch besser?

    Man musste heiraten, wenn man zusammen sein wollte. Sagt das etwas darüber aus wie glücklich man wirklich zusammen war?

    Du hast doch jetzt einen festen Partner, warum meinst Du, dass sich diese Partnerschaft nach einer Heirat verändert?

    Heute ist z.B. auch eine Scheidung nicht mehr so geächtet wir früher, er könnte Dich also auch nach einer Hochzeit verlassen. Die Heirat an sich bietet davor keinen Schutz.

    Homosexuelle wollen aus meiner Sicht eine Gleichstellung mit Heterosexuellen und deren Möglichkeiten, zu diesen Möglichkeiten gehört es eben die grundsätzliche Möglichkeit einer Ehe.
    Alle diese Aspekte und Fragen sind berechtigt. Und das macht es nicht einfacher. Ich bin mir der Fragilität auch und gerade von Ehen und der Möglichkeit von Trennung und Scheidung schmerzlich bewusst. Gleichwohl ist die Ehe in unserer Gesellschaft (auch in anderen Gesellschaften) nach wie vor einfach die verbindlichste Form einer Zweierbeziehung. Diese nach außen und vor allem aber nach innen eingegangene Verbindlichkeit wünsche ich mir für mich. Nicht, um sie irgendwann einklagen zu können. Sondern als Geschenk. Dass der Mann, der sagt er liebt mich und der mit mir lebt, ganz bewusst "ja" zu mir sagt und damit seinen Willen zu unserer gemeinsamen Zukunft über den Moment hinaus bekundet. Ich möchte alle Vorbehalte aufgeben können und keinen Plan B mehr haben müssen, weil ich weiss, er hhat auch keinen. Und das ist etwas, dass nach meinem Verständnis sogar noch nach einer Scheidung bzw. einem Scheitern bleiben wird. Wir wollten uns. Unseren Plan A. Und wir haben es vorbehaltlos und ohne Netz und doppelten Boden versucht. Bislang war da nach einer Trennung irgendwie immer das Gefühl ich habe alles gewollt und alles versucht. Die unter Umständen jahrelangen und zeitweise auch durchaus verbindlichen Gefühle des Gegenüber sind einfach weg. Und man fragt sich, ob sie je da waren und was das überhaupt alles war. Ich glaube, ich hätte einfach gerne mal einen beidseitigen ernsthaften statt einen einseitig untauglichen Versuch. Man läuft über die Jahre und die Beziehungen hinweg nämlich auch bei bestem "Selbstbewusstsein" einfach Gefahr, sich irgendwann selber als irgendwie "untauglich" zu empfinden.

    Es ist klar, dass man das (z.B. wenn man gerade eine Scheidung vor oder hinter sich hat, mitten in einer Ehekrise steckt, oder zwischen 25 - 30 ist und mehr Angst vor einer Scheidung hat als vor der nächsten scheiternden Langzeitbeziehung) natürlich auch ganz anders sehen kann...

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    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Diese nach außen und vor allem aber nach innen eingegangene Verbindlichkeit wünsche ich mir für mich. Nicht, um sie irgendwann einklagen zu können. Sondern als Geschenk. Dass der Mann, der sagt er liebt mich und der mit mir lebt, ganz bewusst "ja" zu mir sagt und damit seinen Willen zu unserer gemeinsamen Zukunft über den Moment hinaus bekundet. Ich möchte alle Vorbehalte aufgeben können und keinen Plan B mehr haben müssen, weil ich weiss, er hhat auch keinen. Und das ist etwas, dass nach meinem Verständnis sogar noch nach einer Scheidung bzw. einem Scheitern bleiben wird. Wir wollten uns. Unseren Plan A. Und wir haben es vorbehaltlos und ohne Netz und doppelten Boden versucht.
    Die Ente bleibt draußen.

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    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Edelherb
    Ich schließe mich an.

    Rechthaber, das hast du sehr gut beschrieben.

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