Zitat von Inaktiver User
Ich kenne mich zu wenig aus mit Erbrecht, aber es gibt doch den Pflichtteil, oder? Für den überlebenden Partner würde dies bedeuten, dass er entweder das Haus verkaufen müsste oder die Erben auszahlen. Sehe ich das richtig?
Wie ich schon erwähnt habe, würde ich auch keine Immobilie kaufen mit einem Mann, mit dem ich nicht verheiratet bin.
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Thema: Er will nicht heiraten
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19.11.2008, 10:32
AW: Er will nicht heiraten
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19.11.2008, 10:32Inaktiver User
AW: Er will nicht heiraten
Für viele Männer hat die Ehe, wenn sie wie so viele scheitern sollte, ausschließlich negative Effekte. Das zu erkennen halte ich nicht für kritikwürdig.
Zitat von Hibbelchen
Und wer kann schon garantieren, dass eine Ehe hält oder keine substanziellen Folgen hat?
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19.11.2008, 10:35
AW: Er will nicht heiraten
Ansich nicht. Wir haben es in unserem Falle so geregelt: Er kauft die Wohnung, ich bin aber mit im Kaufvertrag. Wenn er hopps geht, geht die Wohnung in die Erbmasse der Kinder. Das ist vertraglich so geregelt. Ich will auch von ihm nichts erben, ich hab mein eigenes Gehalt resp. Altersvorsorge etc.
Zitat von Inaktiver User
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19.11.2008, 10:38
AW: Er will nicht heiraten
Zitat von Inaktiver User
welche negativen Folgen sollte eine gescheiterte Ehe für einen Mann haben, wenn seine Frau die ganze Zeit arbeitet? Soweit ich informiert bin, muss dann kein Unterhalt gezahlt werden. Und wo steht geschrieben, dass das Risiko für Mann und Frau nicht ähnlich hoch ist, die Stelle zu verlieren?
wenn es um die finanziellen Risiken geht, wäre es besser, sich Gedanken zu machen, ob man eine Familie gründen will.
In meinem Bekanntenkreis gibt es ein Paar, bei dem ich nicht weiss, ob der Mann sehr glücklich ist. (Meine Beobachtung eben, wenn ich den Umgang der beiden miteinander beobachte.) Aber da sie vier Kinder haben und er der sog. Mittelschicht angehört, kann er sich eine Scheidung, würde er sich denn scheiden wollen, niemals leisten. Hätten sie keine Kinder wäre es kein Problem und mit den Gerichtskosten, Anwalt und allenfalls kurzzeitigem Unterhalt getan. Und wenn sie nicht verheiratet wären und sich trennen würden: was meint ihr, was er für vier Kinder an Kinderunterhalt bezahlen müsste? Selbst wenn er der Frau keinen Unterhalt zahlen müsste, würde von seinem Gehalt auch nicht mehr so viel übrig bleiben.
Nochmals: eine gescheiterte Ehe ohne Kinder lässt den Mann durchaus weiterleben, aber eine gescheiterte Ehe mit Familie kann durchaus an die Existenz gehen.
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19.11.2008, 10:41Inaktiver User
AW: Er will nicht heiraten
Opalblau
Zitat von Opalblau
Ja es gibt einen Pflichtteil aber das habe ich damit nicht gemeint.
Ich meinte die Erbschaftssteuer die automatisch anfällt, sobald man ein Erbe antritt.
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19.11.2008, 10:49Inaktiver User
AW: Er will nicht heiraten
Diese Situation betrifft, immer noch die geringere Anzahl der Ehen in Deutschland. Meist kommt es zu Transferzahlungen.
Zitat von Opalblau
Das Risiko der Arbeitslosigkeit meinte ich nicht, sondern das, den anderen Partner wegen gewählter Teilzeit oder völliger Freistellung weiter über einen längeren oder langen Zeitraum finanzieren zu müssen.
Eine Eheschließung ist ein Vertragsabschluß. Das zu negieren ist unsinnig, wenn man sich unser Recht und dessen Anwendung ansieht.
Das eine zieht immer noch oft das andere nach sich.wenn es um die finanziellen Risiken geht, wäre es besser, sich Gedanken zu machen, ob man eine Familie gründen will.
Beides ist sehr viel biographieeingreifender als eine nicht eheliche Partnerschaft.Nochmals: eine gescheiterte Ehe ohne Kinder lässt den Mann durchaus weiterleben, aber eine gescheiterte Ehe mit Familie kann durchaus an die Existenz gehen.
Wenn es aber nicht um Versorgung geht, hat die Eheschließung wenig sinn und kann auch als verzichtbar angesehen werden. Die Ehe als rechtsverbindliche Beziehung ist sinnvoll, wenn es um Steuer (bei Einkommensgefälle zwischen den Partnern) oder Vorteile beim Erben geht.
Wenn beides nicht beabsichtigt ist, geht man dabei immer noch ein sehr hohes Risiko ein, das in vielen Fällen bei der Eheschließung nicht einmal versucht wurde abzuschätzen und in einen Vertrag zu packen.
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19.11.2008, 10:52
AW: Er will nicht heiraten
Ich habe mal eben bei wikipedia nachgelesen:
Zitat von Inaktiver User
Der Freibetrag beträgt für den steuerfreien Erwerb
des Ehegatten 307.000 Euro;
der/pro Kinder im Sinne der Steuerklasse I 205.000 Euro;
der übrigen Personen der Steuerklasse I 51.200 Euro;
der Personen der Steuerklasse II 10.300 Euro;
der Personen der Steuerklasse III 5.200 Euro.
Da ich z. B. die Steuerklasse II hab, würde es mich besonders bitter treffen. Warum eigentlich, die Vorteile zur Klasse I sind doch verschwindend gering?
Aber darauf sollten auch die Heiratsmuffel antworten, ich als Befürworter bin mit meinen Argumenten am Ende.
Für mich ergibt sich aus solchen rechtlichen Grundlagen auch die Konsequenz: keine Immobilie mit meinem Partner ohne Trauschein.Geändert von Hibbelchen (19.11.2008 um 10:56 Uhr)
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19.11.2008, 10:55Inaktiver User
AW: Er will nicht heiraten
Zitat von Inaktiver User
Für mich ganz persönlich hat eine Beziehung, wenn sie wie so viele scheitern sollte, ausschließlich negative Effekte. Wenn sie scheitert, dann versuche ich es danach wohl mal mit der Maxime "kein Sex vor der Ehe" oder gehe vielleicht auch gleich ins Kloster, da ich mir rein emotional die "substanziellen Folgen" eines weiteren Langzeitbeziehungsfiaskos nicht mehr leisten kann....;-)
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19.11.2008, 10:56
AW: Er will nicht heiraten
Es ist ja nicht nur das Geld, es ist auch ein emotionales Problem. Mein Freund beispielsweise war überglücklich, als die Scheidung durch war, trotzdem hatte er das Gefühl, versagt zu haben. Es spielen da viele Faktoren mit rein. Ich glaube, es ist auch sehr belastend, die ganzen Gespräche, bis man den Entschluss gefasst hat, die Scheidung zu wollen. Tränen, Vorwürfe, all der ganze Scheiss bei einer Trennung halt. Dass man das nicht gleich nochmals möchte, ist auch verständlich.
Zitat von Opalblau
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19.11.2008, 10:56
AW: Er will nicht heiraten
Zitat von Inaktiver User


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