Moin.
Nordseekatze, dieser Unterschied zwischen "mein Freund" und "mein Mann" war auch etwas, worüber ich in unserer Beziehung stolperte. Mein Mann ist zwar auch mein allerbester Freund und mein Geliebter, aber ein paar Jahre vor der Hochzeit war mir "Freund" nicht mehr genug: die Beziehung war reicher als das Wort.
Ich sagte dann "Lebensgefährte". Wie schmeckt Dir die Bezeichnung?
Nach acht Beziehungsjahren machte ich meinem Mann einen Antrag, am neunten Beziehungsjahrestag haben wir geheiratet und uns trauen lassen. Das ist jetzt fünf Jahre her und nach wie vor völlig richtig..
Wir haben geheiratet, weil unsere Partnerschaft so weit gewachsen war, dass wir zwei Leben lang zusammenhalten wollen und das vor Gott und den Menschen offiziell machen wollten, mit Segen und Namen, Rechten und Pflichten. Wir haben damit den offiziellen Zustand hergestellt, der unserer Partnerschaft am ehesten entspricht.
Außerdem ist das ernstgemeinte Vorhaben, lebenslang zusammenhalten zu wollen, eine so großartige und schwierige Sache, dass es einen feierlichen Rahmen verdient - und ein grandioses Fest!
Lieben Gruß - Halbnomadin
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Ergebnis 21 bis 30 von 33
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21.08.2008, 22:21
AW: Vorteile einer Heirat? (ernst gemeint)
Uns hat ein Goldstück gefunden. 
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22.08.2008, 08:41
AW: Vorteile einer Heirat? (ernst gemeint)
@Inara
Vielen Dank für den Tip! Lese ich mir gleich mal durch...
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22.08.2008, 08:46
AW: Vorteile einer Heirat? (ernst gemeint)
Vorteil:
Witwenrente, Witwerrente im Falle eines Falles. Hört sich zwar blöd an, hatten aber den Fall im Bekanntenkreis, ist bitter, wenn man zwar sonst für alles herangezogen wird wie bei Ehepaaren, aber im schlimmsten Fall eben nicht noch diese Unterstützung bekommt. Es hat ja auch nicht jeder die Mittel, für den Partner vorzusorgen.
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22.08.2008, 08:48
AW: Vorteile einer Heirat? (ernst gemeint)
@Halbnomadin
Ja, "Lebensgefährte" ist mir gestern auch eingefallen, ist zwar ein bisschen lang und umständlich, aber zumindest für den Übergang geht's auch. Er kann z.B. nicht verstehen, warum die Bezeichnung so wichtig ist, für ihn ist das kein Grund, zu sagen, das hört sich albern an. Es ist natürlich auch nicht nur deswegen, wenn ich sage, ich möchte heiraten, aber das ist es, warum er meint, es scheint so, als würde man das für andere machen (oder auch für den Staat), denn es sind ja die anderen, denen man sich unter diesen Bezeichnungen vorstellt (was für ein verdrehter satz!). Für ihn ist es wichtiger, zu sagen, wir lieben uns und wollen immer zusammenbleiben, das bedeutet ihm mehr, als wenn wir da irgendwo unterschreiben.
Finde ich gut, dass du deinem Mann einen Antrag gemacht hast! Hätte er das denn sonst vielleicht nicht gemacht, hat er auf dich gewartet, dass du den ersten Schritt tust, oder wolltest du den Zeitpunkt bestimmen oder wie? Sorry, will nicht indiskret sein! Bei ihm ist es nämlich so, dass er nach wie vor sagt ja, irgendwann heiraten wir, nur dass er es sich im Moment noch nicht vorstellen kann, und er möchte gern einen Moment abwarten, wo er sagt ja, jetzt möchte ich heiraten. Da hab ich allerdings meine Zweifel, wie lange das u.U. dauern könnte, er neigt nämlich ziemlich dazu, sich Sachen in der Zukunft nicht vorstellen zu können. Unter Druck setzen will ich ihn natürlich auch nicht. Aber ich möchte z.B. nicht nochmal 10 Jahre verstreichen lassen.
Liebe Grüße,
nordseekatze
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22.08.2008, 10:53Inaktiver User
AW: Vorteile einer Heirat? (ernst gemeint)
wenn nicht die Ehe sondern die Feier im Mittelpunkt steht, sollte man es lieber lassen.
Zitat von Inaktiver User
Da hab ich allerdings meine Zweifel, wie lange das u.U. dauern könnte, er neigt nämlich ziemlich dazu, sich Sachen in der Zukunft nicht vorstellen zu können.
und wieviel Wert ist dann sein "wir wollen zusammenbleiben"?
und wenn Du jetzt wüsstest, dass 10 Jahre verstreichen und Du wärest nicht verheiratet - hätte das für Dich Konsequenzen?Unter Druck setzen will ich ihn natürlich auch nicht. Aber ich möchte z.B. nicht nochmal 10 Jahre verstreichen lassen.
Gruß, Leonie
P.S. nordseekatze - ein paar Absätze in Deinen Postings wären nett
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22.08.2008, 11:32Inaktiver User
AW: Vorteile einer Heirat? (ernst gemeint)
Zitat von Inaktiver User
genau; und kinder bekommt man, weil man die so süß anziehen kann.
heieiei...
lgS
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22.08.2008, 11:44Inaktiver User
AW: Vorteile einer Heirat? (ernst gemeint)
Hallo Nordseekatze,
Hab gestern offensichtlich noch unterbewußt über das Thema nachgedacht, und da wollte ich aus meiner Erfahrung noch sagen:
Es gab bei uns durchaus Situationen, wo ich vielleicht das Handtuch geworfen hätte, wären wir nicht verheiratet gewesen.
Heiraten ist in der Tat ein Bekennen zueinander, da braucht man jetzt auch gar keine anderen Vorteile suchen. Ohne Ehe wäre ich vielleicht in diesen Situationen gegangen und hätte die Beziehung abgehakt.
So war mir vielleicht eher klar, dass sich "dran arbeiten" lohnt. Und ja, es hat sich tatsächlich immer noch gelohnt, also es wäre ewig schade gewesen, wenn ich gegangen wäre.
Natürlich kann das keine Garantie sein, dass es nicht trotzdem einmal vorbei sein wird mit der Liebe, aber ich möchte keinen Tag missen, auch wenn wir mal auseinandergehen sollten.
Ich denke schon, dass eine Ehe die Partner mehr zusammenschweißt also ein nur-Zusammenleben, also zumindest bei mir war das so. Eine EHE nehme ich anscheinend doch "ernster" als "nur" eine Beziehung!
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22.08.2008, 13:11
AW: Vorteile einer Heirat? (ernst gemeint)
@Leonie60
Du fragst "und wieviel Wert ist dann sein "wir wollen zusammenbleiben"?"
Es ist sehr viel wert, Leonie, so viel, wie es nur sein kann. Ich meinte damit, dass er sich Sachen in der Zukunft schlecht vorstellen kann, eher konkrete Situationen. Z.B. Urlaubsplanung: ich könnte jetzt hergehen und sagen, wenn wir da und da im Urlaub sind, dann machen wir das und das, gehen da und da hin usw. usf. Er nicht, ihm bringt es nichts, solche Gedanken zu wälzen, er lässt sowas auf sich zukommen und wenn wir dann da sind, sehen wir schon, was wir machen und was sich ergibt. Ist jetzt vielleicht kein gutes Beispiel, mir fällt aber grad nichts Besseres ein
Wir können alle nicht in die Zukunft sehen, darum geht es ja auch gar nicht. Aber er weiß z.B., dass ich die Richtige für ihn bin, dass er mit MIR zusammenleben und auch -bleiben möchte, dass er sich nicht vorstellen kann, sich irgendwann mal von mir zu trennen, und genauso empfinde ich auch. Nur ist ihm das Thema Heirat nicht so wichtig, dass er darüber groß nachdenken würde. Tu ich eigentlich auch nicht, nur in letzter Zeit ein bisschen. Unsere Beziehung ist, so wie sie ist, gut und stabil und vollständig, und darauf kommt es ihm (und auch mir) an. Er glaubt z.B., dass er "irgendwann mal" das Gefühl haben wird, dass er jetzt gerne heiraten möchte, nur im Moment halt nicht, weil ihm unsere Beziehung selber viel wichtiger ist als "der Trauschein".
Es ist aber auch nicht immer so, dass er sich keine großen Veränderungen in der Zukunft vorstellen könnte, oder erst dann, wenn sie eingetreten sind. Er ist Ausländer, ich hab jahrelang mit ihm im Ausland gelebt (bin seinetwegen hingezogen) und als ich dann gesagt habe, ich möchte "irgendwann mal", aber in nicht allzu ferner Zukunft, nach Deutschland zurück, da hat er gesagt, ok, wenn ich da Arbeit kriege... Wir haben dann bald angefangen, welche für ihn zu suchen, und nun sind wir hier und beide glücklich und zufrieden
Es ist also nicht so, dass er vor großen Entscheidungen zurückschreckt oder so, nur ist halt das Thema Heirat etwas, was er nicht unbedingt braucht, was für ihn ganz persönlich nicht so eine große Rolle spielt.
Ob es Konsequenzen für mich hätte, in 10 Jahren nicht verheiratet zu sein - keine Ahnung. Das kann ich mir wiederum nicht vorstellen
Ich wäre vielleicht ein bisschen enttäuscht, weil es für mich schon irgendwie dazugehört, andererseits muss ich ihm auch Recht geben, wenn er sagt, die Beziehung an sich ist doch entscheidend, ob man nun verheiratet ist oder nicht, ist nur eine Formsache.
Hab mich bemüht, ein bisschen mehr Absätze einzubauen, hoffe, es ist so leichter lesbar
und wenn Du jetzt wüsstest, dass 10 Jahre verstreichen und Du wärest nicht verheiratet - hätte das für Dich Konsequenzen?
Gruß, Leonie
P.S. nordseekatze - ein paar Absätze in Deinen Postings wären nett
[/QUOTE]
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22.08.2008, 18:19Inaktiver User
AW: Vorteile einer Heirat? (ernst gemeint)
Nordseekatze,
Kann es vielleicht sein, dass es gar nicht so sehr darum geht, ihn ueberzeugen "zu muessen", sondern auch, deinen fuer dich ueberraschenden Wunsch vor dir selber rechtfertigen zu wollen?
Lange Jahre ohne Hochzeit und Ehe mit demselben Mann, vielleicht gehoerte das irgendwie auch zu deinem (coolen? modernen? unabhaengigen? un-spiessigen?) Selbstbild und Eurem Verstaendnis als Paar dazu, "so etwas" nicht zu brauchen?
Und jetzt ist da ploetzlich dieser Wunsch, und um den zu rationalisieren, suchst du hier nach Argumenten
Es ist aber voellig ok, einfach heiraten zu wollen, und man kann trotzdem noch cool, modern, unabhaengig und unspiessig sein (so wie es auch moeglich ist, eine coole Mutter zu sein!).
Mir hat jemand von meiner eigenen Hochzeit gesagt: "If a cool woman marries, she doesn't lose her cool but it will rub off on her man, too!" Hat mich irgendwie beruhigt damals.
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23.08.2008, 01:28
AW: Vorteile einer Heirat? (ernst gemeint)
@honzina
honzina,
was du da schreibst, hat schon was für sich! Es geht tatsächlich nicht darum, ihn zu überzeugen, ich glaube aber auch nicht, dass ich vor mir selbst was "rechtfertigen" möchte - ich glaube, ich suche einfach nach einem Grund. Ich glaube, wenn man mich fragen würde, ob ich mal heiraten möchte, würde ich sofort ja sagen. Aber er würde vielleicht sagen, wozu? Und da denke ich dann tja, äh - wozu eigentlich? Abgesehen vom Thema Liebe und Gefühle und immer zusammen bleiben wollen und sich einander versprechen und verpflichten usw., da würde er wahrscheinlich immer sagen, dass man das doch auch ohne Trauschein kann. Und da hat er dann auch Recht. Deshalb versuche ich, einfach ganz pragmatisch-praktisch zu sagen, wenn wir heiraten würden, dann hätte das die und die Vorteile oder es würde das und das für uns ändern.
Das mit dem coolen etc. Selbstbild oder unserem Verständnis als Paar trifft eigentlich nicht zu, kannst du aber ja auch nicht wissen, kennst uns ja nicht
Über diese Bilder haben wir uns eigentlich noch nie Gedanken gemacht, das ist etwas, mit dem ich mich auch noch nicht beschäftigt habe, obwohl ich ja sonst gern nachdenke und mir Dinge durch den Kopf gehen lasse (wie man vielleicht gemerkt hat
). Mir war Heiraten bisher überhaupt nicht wichtig, mit dem "irgendwann mal" konnte ich wunderbar leben, sonst wären wir ja nie soweit gekommen als Paar, dann hätte ich ja längst das Thema auf den Tisch gelegt. Es ist aber auch nicht so, dass ich sage, ich heirate nicht, weil das alle tun und ich will es aber anders machen, dazu habe ich überhaupt keinen Grund. Andererseits war es für mich keine Notwendigkeit, deshalb hab ich auch nie großartig darüber nachgedacht. Dazu kommt eben auch, dass wir zum einen nicht kirchlich heiraten würden und zum anderen nur sehr begrenzten familiären Anhang haben, so dass sich eine Heirat dann auf eine ziemlich kleine Sache in einem Standesamtzimmer beschränken würde. Wobei man natürlich auch das toll gestalten kann und alles, aber es ist dann eben, zumindest für ihn, die Frage, warum soll ich jetzt dahingehen und dieses Papier unterschreiben, was bringt mir das? Ich selbst möchte es nach wie vor, auch wenn ich es nicht wahnsinnig eilig damit habe, und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass wir heiraten werden. Aber während es mir persönlich als Grund schon reichen würde zu sagen, ich möchte es einfach gern, wird er eher nach Argumenten oder Gründen suchen. Das bedeutet nicht, dass ich ihn überzeugen muss oder dass er im Grunde nicht will, es ist ihm einfach ziemlich gleichgültig. Vielleicht wird ihm das auch nie großartig was bedeuten, aber machen würde er's wohl trotzdem, nach dem Motto, du möchtest gern und mir ist es egal, also warum nicht. Das heißt ja auch wiederum nicht, dass ich ihn da zu irgendwas überrede oder in was reinziehe oder dass er gegen seinen Willen was machen muss (falls das jetzt jemand so verstehen sollte - aber ihr kennt uns ja nicht, also kann man das jetzt für uns speziell mal einfach so stehen lassen
).
Und von wegen, man kann trotzdem cool, modern etc. sein, wenn man heiratet/Mutter wird - da bin ich ganz deiner Meinung! Ich finde, das hat auch nichts miteinander zu tun. Ich will auch eine coole Mutter sein!
So, jetzt bin ich erstmal offline bis zum 1.9., verreise nämlich, also bis dann!


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