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    Heiraten macht auch glücklich - aber nicht alle andern sind unglücklich

    Süddeutsche Zeitung 03.08.2008 -12:23 Uhr

    Glücksforschung
    Verheiratete leben glücklicher, Singles auch
    Die Ehe galt lange Zeit als Glücksfaktor schlechthin. Doch Alleinstehende sind mittlerweile ähnlich zufrieden und gesund.
    Von Christina Berndt

    Wenn der Hochzeitstag wirklich der schönste Tag im Leben ist, wie es der Volksmund vorgibt, dann könnte es von da an eigentlich nur noch bergab gehen. Aber dem ist keineswegs so. Wer verheiratet ist, der ist besonders glücklich. Das betonen Glücksforscher schon seit Jahrzehnten.
    Ein Doktortitel, ein toller Beruf oder eine Acht-Zimmer-Villa - nichts davon macht so glücklich, wie verheiratet zu sein. Und nichts hält so gesund. Wer verheiratet ist, landet seltener im Krankenhaus und lebt sogar länger als Alleinstehende.

    Doch um die Gesundheit für Singles ist es immer besser bestellt. Ihnen geht es mittlerweile fast so gut wie Verheirateten. Das jedenfalls berichten zwei amerikanische Soziologen im Fachmagazin Journal of Health and Social Behavior. "Wir haben immer gedacht, man sollte die Menschen im Dienste der Volksgesundheit dazu anhalten, zu heiraten", schreiben Hui Liu und Debra Umberson. "Aber das wird immer weniger wichtig."

    Die Wissenschaftler haben das Wohlbefinden von 1,2 Millionen Amerikanern ausgewertet, die in den vergangenen 30 Jahren im Rahmen des National Health Interview Survey befragt wurden. Fazit: Verheiratete Frauen und Männer sind zwar immer noch etwas weniger krank als alleinstehende, aber der Unterschied wird immer kleiner. "Die Lücke schließt sich", sagt Liu. "Vor allem für Männer."
    Na endlich kapieren es meine Geschlechtsgenossen.

    Das liegt nicht einfach daran, dass die Menschen heute ohne Trauschein zusammenleben. Auch echten Singles geht es besser, wie Ruut Veenhoven von der Universität in Rotterdam bestätigt. Der Glücksforscher hat Eurobarometer-Daten ausgewertet - und kommt mit Blick auf die Zufriedenheit zu einem ähnlichen Ergebnis wie seine US-Kollegen.
    Einer der wichtigsten Gründe für die bessere Gesundheit und das größere Glücksgefühl der Alleinstehenden ist wahrscheinlich: Wer nie geheiratet hat, trägt heute nicht mehr den Stempel, er sei nicht vermittelbar.

    Singles werden heute weniger stigmatisiert
    Denn auch wenn Heiraten wieder chic ist, ist die Zahl der Eheschließungen doch drastisch gesunken - in Deutschland zwischen 1991 und 2005 um 14 Prozent. "Wenn aber der Anteil derjenigen, die nie geheiratet haben, steigt, werden Singles auch weniger stigmatisiert", so Liu. "Alleinstehend zu sein, ist damit weniger stressig." Und das wirke sich positiv auf die Gesundheit aus.
    Mit Ehefrau kann deutlich stressiger sein, kommt auf die Frau an.

    Weniger Stress und mehr Zufriedenheit sind es nämlich, die Glücksforscher bisher als wichtigste Ursachen für das größere Wohlbefinden der Verheirateten anführten. "Der Mensch ist Medizin für den Menschen", sagt ein afrikanisches Sprichwort, und Soziologen bestätigten das. Das galt besonders für Männer - wohl weil in der Ehe eine Frau auf sie aufpasst und ihnen sagt, sie sollen nicht so viel Bier trinken, vorsichtiger Autofahren und auch mal zum Arzt gehen.
    Ich lach mich schlapp, das wäre genau das was mir fehlt. Jemand der mir sagt was ich machen soll. Garage aufräumen nicht vergessen und die Steuererklärung und der Gartenzaun muss noch gestrichen werden.


    Ehefrauen hingegen profitierten von den ökonomischen Vorzügen des Trauscheins - einem höheren Einkommen.
    BUUUUUUUUUUUUUUh-Rufe allenthalben. Böses frauenfeindliches Gerücht!

    Doch die Bedeutung all dieser gesundheitsfördernden Faktoren nimmt unter Eheleuten ab, während Singles neue Vorzüge genießen. So übernähmen die Rolle der mahnenden Ehefrau bei Alleinstehenden heutzutage wohlmeinende Freunde oder professionelle Helfer, sagt Liu. Und der Wohlstand trägt sein Übriges zum schwindenden Gesundheitsvorsprung der Verheirateten bei. Denn kranke Menschen und mehr noch kranke Männer haben heute mehr Chancen auf dem Heiratsmarkt. "Die emanzipierten Frauen von heute", sagt Veenhoven, "können es sich eher leisten, schwächere Männer zu heirateten."
    Guck an, es besteht Hoffnung das Auswahlprinzip der weiblichen "Supersingles" und das ewige "nach oben heiraten" diverser Niedriglohngruppen zu überwinden.
    Laßt uns alle singen "I have an dream".

    Quelle
    "Eine Frau ist viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Kerzen zu platzieren, Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen" Eva H.

    Trinke 8 Liter Wasser am Tag, schlafe 24 Stunden, verzichte auf jeden Stress und du siehst aus wie Iris Berben.
    Länger glatte Achseln! Denn Schönheit ist Freiheit.

    Konfuzius sagt: "Die Ziege beschwert sich, dass sie einen Affen zum Mann hat."

  2. Inaktiver User

    AW: Heiraten macht auch glücklich - aber nicht alle andern sind unglücklich

    Und nichts hält so gesund. Wer verheiratet ist, landet seltener im Krankenhaus und lebt sogar länger als Alleinstehende.
    Uralter Trugschluss - hier wurde mal wieder Ursache und Wirkung verwechselt:
    wer schwer Krank ist und eine geringe Lebenserwartung hat, der hat schlechtere Aussichten einen Parter zu finden bzw. zu Heiraten!

    Mit dem fortschritt der Medizin verliert der Faktor Gesundheit wohl allmählich seinen Einfluss. sagen sie ja auch selbst:
    Denn kranke Menschen und mehr noch kranke Männer haben heute mehr Chancen auf dem Heiratsmarkt.
    "Die emanzipierten Frauen von heute", sagt Veenhoven, "können es sich eher leisten, schwächere Männer zu heirateten."
    Nach oben oder nach unten heiraten... ich schaffe beides gleichzeitig, glaub ich...
    (er ist noch Studi, hat aber später dann einen höheren Abschluss als ich...)

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    AW: Heiraten macht auch glücklich - aber nicht alle andern sind unglücklich

    Zitat Zitat von reiner
    BUUUUUUUUUUUUUUh-Rufe allenthalben. Böses frauenfeindliches Gerücht!
    Hallo Reiner,

    bezüglich deiner Buh-Rufe kann ich dich beruhigen.Das ist kein frauenfeindliches Gerücht, sondern darin liegt der wesentliche Vorteil sozialer Kleingruppen begründet. In ihrer stärkeren Wirtschaftskraft. Denn die Kosten steigen nicht linear mit der Anzahl der Beitragenden, sondern eher logarithmisch. Hinzu kommen nicht-monetäre Beiträge, die die wirtschaftliche Kraft stärken (z.B. emotionale Unterstützung des Partners bei der Karriere). Fakt ist, das verheiratete Männer im Durchschnitt über ein höheres Einkommen verfügen als Singlemänner. Und das verheiratete Frauen über ein höheres Gesamt-Familieneinkomen verfügen als Single-Frauen. Und das Einkommen ist in Deutschland, den USA und Skandinavien (abernicht in Italien) der Hauptfaktor für gesundes und langes Leben. Und damit auch teilweise für Lebensglück.

    Ansonsten überrascht mich der Artikel nicht. Was allerdings betont werden sollte ist, daß Single-Sein in den allermeisten Lebensläufen kurze Lebensphasen sind, und viele nicht-verheiratete ja nicht partnerlos sind. Die Zahl der Langzeit-Singles (im Alter zwischen 25 und 50) ist auch in Deutschland nicht groß (und hat auch nicht explosionsartig zugenommen, wie häufig behauptet wird.)
    Daher ist der Vergleich Verheirateter mit Nicht-verheirateten Menschen etwas "windschief".

    Der Vergleich verheirateter Männer mit männlichen Langzeit-Singles (die überwiegend der sozialen "Unterschicht" angehören,) würde vermutlich wesentlich dramatischer ausfallen.
    Gruß

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Heiraten macht auch glücklich - aber nicht alle andern sind unglücklich

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Uralter Trugschluss - hier wurde mal wieder Ursache und Wirkung verwechselt:
    wer schwer Krank ist und eine geringe Lebenserwartung hat, der hat schlechtere Aussichten einen Parter zu finden bzw. zu Heiraten!
    Nicht ganz: Eine Analyse der Krankenkasse in D hat ergeben, das die Gesundheitskosten von Alleinstehenden höher sind als von Menschen in Paarbezieungen. Und das nach der Paarbildung die Gesundheitskosten der beiden Partner sinken (mal abgesehen von Kosten für Hebammen, Frauenärzten und Entbinduskliniken )

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  5. Inaktiver User

    AW: Heiraten macht auch glücklich - aber nicht alle andern sind unglücklich

    Zitat Zitat von HansDampf
    Nicht ganz: Eine Analyse der Krankenkasse in D hat ergeben, das die Gesundheitskosten von Alleinstehenden höher sind als von Menschen in Paarbezieungen.
    Gleicher Altersgruppen oder gesamt ?

    Im letzteren Fall nicht sehr überraschend, da es sich zu einem guten Teil um verwitwete RentnerInnen handelt.

  6. Inaktiver User

    AW: Heiraten macht auch glücklich - aber nicht alle andern sind unglücklich

    "Der Mensch ist Medizin für den Menschen", sagt ein afrikanisches Sprichwort, und Soziologen bestätigten das. Das galt besonders für Männer - wohl weil in der Ehe eine Frau auf sie aufpasst und ihnen sagt, sie sollen nicht so viel Bier trinken, vorsichtiger Autofahren und auch mal zum Arzt gehen.
    Ich lach mich schlapp, das wäre genau das was mir fehlt
    Hhhmm ... Seit mein Mann mit mir zusammen ist, ernährt er sich nicht mehr von McDoof, sondern gesund.
    Und bleibt im Bett, wenn er schwer krank ist - statt zur Arbeit zu gehen.

    So ganz erschließt sich mir nicht, was daran falsch sein soll.

  7. Inaktiver User

    geschockt AW: Heiraten macht auch glücklich - aber nicht alle andern sind unglücklich

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hhhmm ... Seit mein Mann mit mir zusammen ist, ernährt er sich nicht mehr von McDoof, sondern gesund.

    Aber doch nicht unbedingt, weil Du auf ihn aufpasst (wie der Text aus der Süddeutschen suggeriert), sondern weil "richtige Mahlzeiten" zu zweit (oder zu mehreren) mehr Spaß machen als allein.

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    AW: Heiraten macht auch glücklich - aber nicht alle andern sind unglücklich

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Gleicher Altersgruppen oder gesamt ?

    Im letzteren Fall nicht sehr überraschend, da es sich zu einem guten Teil um verwitwete RentnerInnen handelt.
    gleiche Altersgruppen wurden verglichen.

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Heiraten macht auch glücklich - aber nicht alle andern sind unglücklich

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hhhmm ... Seit mein Mann mit mir zusammen ist, ernährt er sich nicht mehr von McDoof, sondern gesund.
    Und bleibt im Bett, wenn er schwer krank ist - statt zur Arbeit zu gehen.

    So ganz erschließt sich mir nicht, was daran falsch sein soll.
    Liebe Lorelei, falsch ist das überhaupt nicht, aber dass ein wahlberechtigter und auch sonst voll geschäftsfähiger Mann zu dieser Einsicht eine Ehefrau braucht ist eher traurig.
    "Eine Frau ist viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Kerzen zu platzieren, Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen" Eva H.

    Trinke 8 Liter Wasser am Tag, schlafe 24 Stunden, verzichte auf jeden Stress und du siehst aus wie Iris Berben.
    Länger glatte Achseln! Denn Schönheit ist Freiheit.

    Konfuzius sagt: "Die Ziege beschwert sich, dass sie einen Affen zum Mann hat."

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    AW: Heiraten macht auch glücklich - aber nicht alle andern sind unglücklich

    Zitat Zitat von reiner
    Liebe Lorelei, falsch ist das überhaupt nicht, aber dass ein wahlberechtigter und auch sonst voll geschäftsfähiger Mann zu dieser Einsicht eine Ehefrau braucht ist eher traurig.
    Auch das ist nicht traurig, sondern einfach Tatsache. Nennt sich internalisierte Kontrolle. Man läßt sich einfach nicht so gehen, zusätzlich zur Freude, etwas nicht allein machen zu müssen.

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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