Ich sehe es im Übrigen so, dass der, der den Vertrag wünscht, seine Motivation überprüfen möge. Ich überprüfe lediglich, ob mir die Konditionen passen.
Wenn ich mich zur Ehe entschlossen habe, betreibe ich auf keinen Fall mehr Inquisitionen zur Motivation hinter dem Vertragswunsch meines Partner. DAS ist nämlich ebenfalls Misstrauen. Da frage ich mich dann doch nach meiner Motivation bezüglich der Überprüfung seiner Motivation...
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Ergebnis 21 bis 30 von 34
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07.08.2008, 16:08
AW: Ehevertrag vs. Eheversprechen
Gefahr im Küchenschrank
Er steht im mittleren Regal,
ganz hinten in der Ecke.
Wann und wie ist ihm egal,
so hockt er im Verstecke.
Er kichert still in sich hinein,
gibt nicht den kleinsten Mucker.
Er ist so listig und gemein.
Der raffinierte Zucker.
Peter Sendtko
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07.08.2008, 16:16
AW: Ehevertrag vs. Eheversprechen
Ach Minstrel...
Zitat von minstrel
Da kommen wir natürlich zu einem typischen Konflikt einer solchen Forumsdiskussion. Einem, mit dem ich es bis zur Verlobung gebracht hätte, dem müßte ich auch nicht mehr auf den Zahn fühlen. Aber bei so manchem, was ich hier (allgemein im Forum, nicht hier im Strang) lese, denke ich dann doch, dass ein bißchen auf den Zahn fühlen nicht schlecht wäre. Das kann natürlich zwei Gründe haben. Entweder er und ich würden einfach niemals nicht zusammenpassen, oder aber er ist vielleicht wirklich nicht unbedingt der Idealkandidat für eine Heirat.
Aber natürlich ist die Klärung der inhaltlichen Fragen primär.Die Ente bleibt draußen.
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07.08.2008, 21:20
AW: Ehevertrag vs. Eheversprechen
Hallo Lutanicbreeze,
ein Ehevertrag kann ja auch nützlich sein, wenn im Falle eines Falles die Ehe durch andere Gründe vorzeitig endet, - es gibt ja nicht nur Trennungen, sondern leider auch Verunglückte, - -
also Todesfälle im schlimmsten Fall. Dann mit jemandem ums Eingemachte streiten zu müssen kostet wohl die letzte Lebensenergie und auch, wenn man Geld gern verleiht, -
mit so einem Vertrag ist wirklich für SCHLIMMSTE Fälle VORGESORGT --
Wir schließen doch alle auch VERSICHERUNGEN ab, und HOFFEN, dass keiner einbricht, niemand unser Auto ruiniert, unserem Partner nichts an Leib u. Seele Böses geschieht, Insassen in unserem Auto unverletzt bleiben - -
in unseren TRÄUMEN vom GLÜCK kommen SCHADENSFÄLLE eben nicht vor - -
LIEBE ist nicht, wenn man einander ansieht, sondern, wenn man gemeinsam in die selbe Richtung blickt. (o.ä., ich glaub, von
Antoine de Saint-Exupéry)
Gute Nacht,
- habt ihr eh alle eure Versicherungsprämien pünktlich überwiesen?
Dann träumt schön :-)
GD
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07.08.2008, 21:29Inaktiver User
AW: Ehevertrag vs. Eheversprechen
Für den Todesfall passt oft auch die gesetzliche Regelung und wenn nicht kann man da wesentlich billiger durch ein Testament Vorsorge treffen.
Bei einem Geschäft wird sich da häufig auch eine Regelung schon im Gesellschaftsvertrag finden.
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08.08.2008, 14:20
AW: Ehevertrag vs. Eheversprechen
Hallo Lutanicbreeze,
ich kann deine (altmodischen?) Ansichten gut nachvollziehen. Ich habe auch keinen Ehevertrag und ehrlich gesagt auch nie über einen nachgedacht. Gerade habe ich überlegt, warum wir (mein Mann und ich) gar nicht auf die Idee gekommen sind:
1. Sind wir BEIDE der Meinung, dass eine Ehe für immer geschlossen wird: bis das der Tod euch scheidet. Damit hängt aber ein ganzes Stück Arbeit zusammen! Wir fahren z.B. jedes Jahr auf ein Eheseminar/Ehewochenende um ganz bewusst über uns und unsere Ehe nachzudenken. Ein anderes Beispiel ist unser Motto: Wir sagen uns immer alles. Denn das Schlimmste in einer Beziehung ist die Lüge oder das Verheimlichen, nur dadurch kann Misstrauen entstehen.
2. "Es gibt nicht mehr mein und dein sondern nur noch unser!" Auch das ist ein Leitspruch, denn wenn ich immer noch in den mein-dein-Kategorien denke, wie sollen wir dann gemeinsam das Leben meistern? Es wird uns von außen schon schwer genug gemacht.
3. haben wir eine gemeinsame Verantwortung, dass wir vernünftige Personen bleiben oder werden, die bei Konflikten ebenfalls die Vernunft walten lassen. Sein "Recht" bis zum geht nicht mehr durchzusetzen oder dem anderen nichts zu gönnen, hat nichts mit Vernunft zu tun.
Ich möchte dir keinen Ratschlag geben, ob jetzt ein Ehevertrag gut ist oder nicht. Ich habe nur dargelegt, warum er für uns nicht in Frage kam.
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08.08.2008, 15:03
AW: Ehevertrag vs. Eheversprechen
Nicht immer! Lieber einmal auf Nummer sicher gehen, als für die Schulden der Firma aufkommen, wenn man dann vielleicht sogar noch geschieden wird
Zitat von Inaktiver User
Außerdem gibt es heute viel häufiger Patchworkfamilien oder Ehen, bei denen der Mann noch Verpflichtungen an Kinder aus erster Ehe hat.
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08.08.2008, 15:15
AW: Ehevertrag vs. Eheversprechen
Wie soll denn ein Gesellschaftervertrag den Zugewinn regeln, der bei einer Ehescheidung ausgezahlt werden müßte? Nein, das sind zwei völlig verschiedene Dinge, ein Gesellschaftervertrag hilft da nicht. Es geht ja nicht darum, dass die Ehefrau Eigentümerin würde, das wird sie nicht, aber der Zugewinn kann reichen, um zu erheblichen Problemen zu führen.
Zitat von Inaktiver User
Die Ente bleibt draußen.
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08.08.2008, 19:36Inaktiver User
AW: Ehevertrag vs. Eheversprechen
Das Argument, dass ein Betrieb aus dem Zugewinn herausgenommen werden sollte, habe ich noch nie verstanden.
Warum sollte dem Partner von dem so erarbeiteten Vermögen weniger zustehen als wenn sonst Vermögen gebildet wird?
Und gerade bei Selbstständigen ist es doch oft so, dass der Ehepartner sich in seiner Berufstätigkeit nach dem Selbstständigen richtet und die Arbeit sehr unterstützt - und wenn es indirekt ist.
Allenfalls könnte ich mir vorstellen, dass festgelegt wird, dass der Zugewinn im Falle einer Trennung nicht sofort ausgezahlt wird, sondern als Kredit oder Einlage für eine Weile im Betrieb verbleibt und in Raten über eine gewisse Zeit gezahlt wird.
Gruß, Leonie
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08.08.2008, 22:16
AW: Ehevertrag vs. Eheversprechen
Weil das Vermögen unter Umständen nicht verfügbar ist, sondern in der Firma gebunden. Und ob so Modelle funktionieren, wo dann unter Umständen ein verkrachter Ehepartner dank Kapitalbesitz in der Firma mitreden darf...
Zitat von Inaktiver User
Wenn das meine Existenz wäre, würde ich mir zumindest sehr, sehr gut überlegen, wie ein passendes Modell aussehen könnte. Es muss ja auch nicht alles oder nichts sein, natürlich sollte die Unterstützung des anderen berücksichtigt werden. Aber dafür gibt es sicherlich sinnvollere Versionen, als einen Mitbesitz, von dem niemand etwas hat.Die Ente bleibt draußen.
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08.08.2008, 22:30Inaktiver User
AW: Ehevertrag vs. Eheversprechen
und wenn als eine Möglichkeit angedacht wäre, dass ich als Frau zu Hause bin und vier Kinder erziehe, während mein Mann Tag und Nacht in der Firma ist, würde ich nichts unterschreiben, was meinen Zugewinn schmälert und mich schlechter stellt, als wenn der Mann nicht selbstständig wäre.


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