Liebe Minstrel,
Toleranz bis zur Meinungslosigkeit wäre nun aber auch keine Lösung.
Wie soll man denn seine "Werte" leben können wenn man nicht danach handelt, oder handeln darf?
Für mich gibt es halt keinen Erfüllungszwang.
Und manchmal scheint mir hier bei einigen Usern, dass sie entweder nicht verstehen oder nicht können:
wie schön das Gefühl ist der Gegenstand von Bemühungen zu sein.
Ehrlich gesagt glaube ich auch wirklich: das macht alles glücklicher als einfach nen Schein rüber reichen.
Mein Fahrrad zum Beispiel wurde nach über zehn Jahren aus dem geschlossenen Keller geklaut, ich war todunglücklich und bin dann allen Unkenrufen zum Trotz zur Polizei gegangen und auch zur Versicherung.
Ich hatte ja nichts in der Hand, keine Quittung.
Die hatten mir tatsächlich den Neuwert ersetzt.
Geld allein kann nie diese guten Wünsche und Bemühungen ersetzen - dass da Jemand oder sogar mehrere so an einen gedacht hatten - und dann vielleicht sogar noch ins Schwarze getroffen haben,
Und mit Verlaub: soo reich sind ja nun nicht alle Hochzeiter, als dass sie alle alles hättten.
Und die Hochzeitsgesellschaften sind doch eher immer überschaubar.
Wir sind ja hier nicht in Italien oder gar in der Türkei wo mit Hundertschaften gefeiert wird.
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10.09.2021, 08:10Inaktiver User
AW: Geldgeschenke - wieviel ist ZUWENIG?
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10.09.2021, 08:22Inaktiver User
AW: Geldgeschenke - wieviel ist ZUWENIG?
Du hältst Geldgeschenke für "einen Schein rüberreichen"? Hast du schon einmal ein Geldgeschenk bekommen, bei dem du tatsächlich nur einen Schein entgegen genommen hast? Wenn ja, tut es mir Leid für dich.
Geldgeschenke (zur Hochzeit) sehen so aus, dass mindestens (!) eine Karte mit den allerbesten Wünschen für das Brautpaar dabei ist (und nicht nur "Alles Gute, eure Tante Frieda" - unsere Glückwunschkarten waren so toll, dass wir sie aufbewahrt haben und ab und zu hineinschauen), vielleicht auch Blumen und Kleinigkeiten, was Selbstgebasteltes vielleicht. Ja, unsere Gäste haben sich WIRKLICH Mühe gegeben, aber keine Seite hatte Stress - weder beim Wünschen noch beim Schenken.
Was das mit einem gestohlenen Fahrrad zu tun haben soll, ist mir schleierhaft
Selbstverständlich wäre ich auch zur Polizei gegangen. Das ist aber nun wirklich extrem offtopic.
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10.09.2021, 08:44Inaktiver User
AW: Geldgeschenke - wieviel ist ZUWENIG?
Meine Güte.
Leute, es gibt halt welche, die Geld schenken total doof finden und welche (wie mich), die das gut finden.
Wo ist jetzt genau das Problem? Kann man doch so stehen lassen.
Ich denke allerdings wer in einer Einladung generell eine "Forderung" sieht, der sollte wirklich überlegen, ob er nicht absagt.
Das liest sich hier bei manchen nach echter Anstrengung.
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10.09.2021, 08:57
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10.09.2021, 08:58
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10.09.2021, 09:02Inaktiver User
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10.09.2021, 09:07Inaktiver User
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10.09.2021, 09:31Inaktiver User
AW: Geldgeschenke - wieviel ist ZUWENIG?
Ah okay. Ist bei mir noch nie vorgekommen und mir fällt auch nichts ein, wo das bei Freunden so gewesen wäre. Dass man es benutzt, weil es nun schonmal da ist und man es „aus Anstand“ nicht gleich weggeben hat, schon (Beispiel Vase) aber mir wäre der Gedanke furchtbar, dass jemand eine Vase benutzt, die er nicht schön findet, nur weil ich sie geschenkt habe? Nur damit ich - was? Bei der Hochzeit einen Gegenstand zu verschenken hatte? Geht’s um einen Gegenstand? Denn Freude gemacht hätte ja was anderes, das hätte ich ja gewusst.
Hast du da mal ein paar Beispiele für mich?Wir haben auch gedankenlose Hochzeitsgeschenke bekommen (und teilweise wieder aus dem Haus geschafft) - aber gerade auch von Fernerstehenden richtig tolle Überraschungen und auch Dinge, die wir erst im Laufe der Zeit schätzen gelernt haben.
Wenn du in der Großfamilie die von mir angesprochenen Wünsche im Wert von 30-70 Euro aufhebst, dann brauchst du ja für jede „Einheit“, also für jede Familie, die dir was schenken will, einen extra Wunsch. Das sind ja bei einer Großfamilie schnell mal 15-20 Wünsche. Und die hast du bei jedem Anlass parat? Wenn ja, was um Himmels Willen wünschst du dir da? Mir fiele nichts ein.Doch - wir in der Großfamilie machen genau das - Wünsche für Geburtstag und Weihnachten aufheben.
Vielleicht liegt es daran, dass wir so traditionell, bildungsbürgerlich und protestantisch geprägt sind, dass wir uns vieles eben nicht "einfach kaufen", sondern das aufschieben und uns als Geschenk wünschen.
Mir ist auch viel lieber, alle Sportfreunde legen für etwas Bestimmtes zusammen, aber auch da wäre mir lieber, man weiß ganz genau, was der Beschenkte will und kann es dann auf der eigentlichen Feier überreichen. Das ist aber nicht so einfach, wenn man nicht weiß, welche Summe zusammenkommt. Da bleibt dann oft nichts anderes übrig als der Gutschein.Ob der Verein für ein größeres Geschenk, das das Brautpaar sich wünscht, zusammenlegt (so dass diejenigen, die das nicht organisieren, auch "nur Geld" geben) oder ob Geld in den großen Topf geschenkt wird - das ist für mich ein himmelweiter Unterschied - von "find ich gut" zu "mach ich nicht mit".
Hotelgutschein ist dabei grenzwertig.
Wo ist denn bei dir die Grenze, das würde mich mal interessieren? Wieso ist der Hotelgutschein grenzwertig, ab wann findest du es wichtig, deine Vorstellung so auf Biegen und Brechen durchzusetzen? (Du nanntest es ja ein Risiko eingehen)
Naja, das ist ja ein Glücksfall, das hätte wohl jeder wahrgenommen, aber das kommt ja erstens selten vor und zweitens stand da nichts von Kindern und Fahrrad geschenkt, sondern nur von Versicherung und Neuwert erstattet. Finde ich gut von der Versicherung, aber ein Geschenk war’s wohl nicht.
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10.09.2021, 09:37
AW: Geldgeschenke - wieviel ist ZUWENIG?
Nun gut, kann man machen. Nun erschließt sich mir aber hierbei nicht, wo hier der Teil des Schenkenden liegt, den du an anderer Stell mit "liebevoll Gedanken machen" (oder ähnliches) beschrieben hattest.
Und das trifft ja dann eher doch auf Sachen zu, die eher lässlich sind, nicht auf die Küchenmaschine die den Geist aufgegeben hat. Außer Bekleidung fällt mir in diesem Bereich gar nichts ein, was ein komplett eingerichteter Haushalt noch brauchen könnte und zwar jährlich zwei Mal.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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10.09.2021, 10:45
AW: Geldgeschenke - wieviel ist ZUWENIG?
Ich weiß jetzt offen gestanden nicht mal mehr, in welchem Strang das war, aber ich meine mich zu erinnern, dass ein neues Fahrrad von den Kindern geschenkt wurde nach dem Verlust des alten.
Sollte ich mich irren, dann sorry.
Aber vielleicht kann @Deliah das selbst richtigstellen.


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