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  1. Inaktiver User

    Hochzeitszeitung und trotzdem Freunde bleiben?!

    Halllo liebe Bricom,

    ich benötige dringend euren Rat bzgl. einer Hochzeitszeitung. Bin Trauzeugin bei einer sehr guten Freundin und nun wurde mir die Gestaltung der Hochzeitszeitung aufs Auge gedrückt. Habe schon ein paar vertrauenswürdige Leute angeheuert, die etwas schreiben, nun brauche ich aber noch ein paar Ideen.

    Das, was mir sonst so an Anregungen von Gästen zugeschickt wurde, treibt mir die Tränen in die Augen und lässt mir die Haare zu Berge stehen...es ist grauenhaft.

    Deshalb bitte ich euch um ein paar niveauvolle (muß nicht zwingend intellektuell sein, aber wenigstens oberhalb der Gürtellinie...) und witzige Tipps, Gedichte, etc. Am besten wäre es, wenn man dafür nicht zwingend Babyfotos braucht. Also einfach ein paar "Seitenfüller", die nicht sofort als solche zu erkennen sind.

    Ich hoffe sehr auf eure Hilfe!!!

    Viele Grüße von Katrin, die auch nach Ablieferung der Zeitung noch mit dem Brautpaar befreundet sein möchte

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    AW: Hochzeitszeitung und trotzdem Freunde bleiben?!

    Hey,

    Ich guck zuhause nochmal in unsere, die fand ich fantastisch. Allerdings haben unsere Freunde und Familie auch wahnsinnig viel Mühe reingesteckt, Rezepte, Interviews, Lieder, Gedichte, Rollenspiel-Charaktere von uns etc. etc.

    Ich denke, es kommt auch darauf an was das Brautpaar sich wünscht? Wir können ganz gut über uns lachen, von daher haben uns einige Spitzen z.B. in einer Spalte "Was sie wirklich übereinander denken" nicht weiter groß gestört. Das mag bei anderen nicht so gut ankommen :)

    Zimtfisch
    That rug really tied the room together. The Big Lebowski

  3. Inaktiver User

    AW: Hochzeitszeitung und trotzdem Freunde bleiben?!

    Najaa...

    Such dir ein paar Paragraphen raus und mach eine Schlagzeile wie in einer großen Deutschen Tageszeitung :

    Herz gestohlen (Diebstahl)
    Hat Ihn/Sie an die Kette gelegt (Freiheitsberaubung)
    Küssen in der Öffentlichkeit, z.B. bei der Trauung (Erregung öffentlichen Ärgernisses )

    Nett in einem Text verpackt. War bei der Trauung meiner Schwester der Renner

  4. Inaktiver User

    AW: Hochzeitszeitung und trotzdem Freunde bleiben?!

    Stimmt, das mit diesen Anzeigen wg. Freiheitsberaubung etc. habe ich auch schonmal gehört. Das Problem ist tatsächlich, daß ich nicht mehr viel Zeit habe und z.B. den Bräutigam gar nicht so gut kenne, um witzige Details aus seiner Kindheit nett zu verpacken...

    Kennt Ihr sonst ein schönes Gedicht, kann kitschig oder auch lustig sein, nur nicht so ein selbstgemachter Holperreim...??

  5. User Info Menu

    AW: Hochzeitszeitung und trotzdem Freunde bleiben?!

    Nicht ganz einfach, die Aufgabe.

    Aber wie wäre es denn, wenn Du zum "Seitenschinden" auch eine Seite mit Horoskop machst, einen Wetterbericht, etc.
    Also alles, was sich in einer normalen Zeitung auch findet, nur eben auf die beiden zugeschnitten.
    Was mir auch noch einfallen würde: "Inserate". In jeder Zeitung gibt es doch auch Werbung. Vielleicht lassen sich da ein paar Fotos des Brautpaares zusammenschneiden und mit irgendeiner aktuellen Werbung (Bausparvertrag, etc.) verknüpfen?

    Gedichte und Aphorismen von den unterschiedlichsten Dichtern,Schriftstellern und Philosophen findest Du nach Themenbereichen geordnet unter aphorismen.de (Ich glaube, so heißt die Seite, aber Googel hilft wie immer weiter). Für Witziges, aber nicht unter die Gürtellinie gehendes hat sich immer wieder Wilhelm Busch bewährt.

    Gutes Gelingen,
    Freudestrahlend

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    AW: Hochzeitszeitung und trotzdem Freunde bleiben?!

    Ich hab mal gesehen: ein Foto, auf dem das Gesicht des Paares "zusammen gemorpht" war, die linke Gesichtshälfte war ihre, die rechte seine. Das Ergebnis war sehr irritierend - weil's gut gemacht war, fiel es kaum auf. Geht aber nur, wenn du zufällig Fotos von ihnen hast, auf denen sie frontal in die Kamera kucken.
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

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    AW: Hochzeitszeitung und trotzdem Freunde bleiben?!

    Also dann mal los mit den Liebesgedichten - oder müssen es Hochzeitsgedichte sein?

    einander zudrehen

    einanderzudrehen und
    aufeinandereinstellen

    ineinandergreifen und
    einandermitteilen

    miteinanderdrehen und
    voneinanderlösen

    auseinanderkreisen und
    einanderzudrehen

    aufeinandereinstellen und
    ineinandergreifen

    einandermitteilen und
    miteinanderdrehen

    voneinanderlösen und
    auseinanderkreisen

    einanderzudrehen und

    Eugen Gomringer
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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    AW: Hochzeitszeitung und trotzdem Freunde bleiben?!

    Lied an den Geliebten

    Es ist nicht nur Gefühl, es ist das Wissen,
    weil deine Zärtlichkeit nicht so vergeht
    wie Tau auf Wiesen in der Morgensonne
    und nicht erst wiederkommt, ist es zu spät.

    Du liebst mich nicht, weil du mich lieben möchtest,
    du liebst mich einfach, wie du leben mußt.
    Drum sehne ich mich mehr nach deinem Lächeln
    als nach der Stärke deiner breiten Brust.

    Ich brauche dich nicht, weil ich einsam bliebe,
    ich bin nicht bei dir, weil ich hilflos bin.
    Ich mag mich selber mehr durch deine Liebe,
    ich lebe gern und nicht nur vor mich hin.

    Was alle Tage sein muß, kann ich wirklich
    alleine schaffen. Aber nur mit dir
    bin ich für andre Leute auch noch kräftig,
    denn du brauchst mich, so wie ich bin, bei dir.

    So kenn ich keinen Tag, an dem es sinnlos
    für mich gewesen wäre aufzustehn.
    Ich habe guten Grund für meine Sehnsucht,
    und die soll nicht im Alltag untergehn.

    Heinz Kahlau
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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    AW: Hochzeitszeitung und trotzdem Freunde bleiben?!

    Radfahren

    Lieben ist wie Radfahren.
    Man sieht dabei gut aus,
    wenn es so mühelos geht.
    Viele machen den Eindruck,
    als ob es ganz leicht sei.
    Von einem gewissen Alter an
    kann man das einfach -
    sonst grinsen die andern
    und spotten.
    Aber die Angst,
    auf die Nase zu fallen,
    schlecht auszusehen und ungeschickt,
    ausgelacht zu werden und abgewiesen,
    sich schämen zu müssen
    und traurig dazustehn.
    Lieben ist viel schwerer als Radfahren.
    Radfahren kann man allein,
    Lieben niemals.
    Da ist man immer Tandem.
    Aber gelernt muß es doch werden
    wie Radfahren.
    Heinz Kahlau
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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    AW: Hochzeitszeitung und trotzdem Freunde bleiben?!

    Doch noch ein Hochzeitsgedicht:

    Ein Schüttelreim 1)

    "Ich will Gerlinde Stanken 2) frei'n!"
    sprach wütend Graf von Frankenstein.
    "Darum brauch ich einen Krankenschein,
    sonst reiß ich alle Schrankenk 3) ein!"

    1) mit Fußnoten
    2) Gerlinde Stanken: die Tochter Ludwig Stankens
    3) Schrankenk: volkstümlich für Schranken

    (Robert Gernhardt)
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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