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  1. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Satyr
    Manche Paare haben das Glück, das sich beide in die gleiche Richtung verändern - oder so das man sich noch besser ergänzt.
    Und manche haben das Pech, das man sich auseinander entwickelt. Das kann man vorher nicht wissen.
    ich muss mal kurz daran erinnern, dass Satyr die Begriffe Glück und Pech eingebracht hat.



    ich denke, ohne dir zu nahe treten zu wollen, dass du vielleicht ein größeres sicherheitsbedürfnis hast als ich.
    wie man es nimmt.
    Aus Eurer Sicht übernehme ich ja durchaus Risiko, wenn ich die Möglichkeit der Trennung, die Ihr mir ja als ziemlich wahrscheinlich darstellt, überhaupt nicht auf Rechnung habe.

    Das ist Einstellungssache. Wir möchten einen höheren Grad an Verbindlichkeit, als Ihr hier beschreibt - das stimmt.
    Weil das Möglichkeiten eröffnet, die ich sonst nicht hätte.
    Und weil - für uns - die Beziehung damit eine andere - bessere - Qualität erlangt.

    Gruß, Leonie

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Wieso sollte die Verbindlichkeit höher sein, als wenn man all die rechtlichen Dinge der Ehe auf anderem rechtlichen Wege eingeht?

    Der gleiche Name ist wohl kaum eine höhere Verbindlichkeit. Was aber sonst?

    Wie gesagt.. die Dinge wie Versorgung, Rente, für einander einstehen usw. usw. usw. lassen sich alle auch ohne Ehe regeln. Und wenn man das getan hat.. was an einer Ehe ist dann "verbindlicher"?
    Und welche Möglichkeiten eröffnet das, die man sonst nicht haben kann (abgesehen vom gleichen Namen)?

    Edit: Irgendwie finde ich da das was ich mir vorstelle sogar noch verbindlicher. Die rechtlichen Dinge die eine Ehe mit sich bringt, kommen in einem "Schlag", mit der Eheschließung. Und genauso werden sie mit einem Schlag (abgesehen von Dingen um Kinder) auch wieder gelöst, bei der Scheidung.

    Mache ich das allerdings alles auf privaterem Wege, muss da eines nach dem anderen zusammen aufgelöst werden, so wie eines nach dem anderen zusammen geschlossen wurde.
    Also nicht so "einfach" wie eine Scheidung.

  3. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    es geht mir um die Lebenspartnerschaft - und das Versprechen und den festen Willen, dass es für immer ist.
    Ich will da keinen Vorbehalt "ich weiß ja aber noch nicht, wie wir uns entwickeln".

    Ich hätte das keinem geglaubt, der mich nicht heiratet.
    Aber das will ich nicht diskutieren, das kann man anders sehen.
    Wenn andere für sich glaubhafte Formen finden, eine Lebenspartnerschaft einzugehen, dann ist es nicht an mir, das zu bezweifeln.

    Aber was Ihr hier beschreibt, ist für mich eben noch nicht das Eingehen einer Lebenspartnerschaft.

    Und oft genug beobachten wir ja gerade das: jemand sagt, dass er von der Ehe nichts hält und das nicht braucht - und ein paar Jahre später ist er getrennt und mit jemand anderem glücklich verheiratet.

    Gruß, Leonie

  4. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und oft genug beobachten wir ja gerade das: jemand sagt, dass er von der Ehe nichts hält und das nicht braucht - und ein paar Jahre später ist er getrennt und mit jemand anderem glücklich verheiratet.
    Ich zum Beispiel !

    Insofern muß ich Leonie zustimmen: Ich habe manchen Mann sehr geliebt - aber meine guten Gründe gehabt, warum ich ihn nie-nimmer-nicht geheiratet hätte. (Auch wenn ich in einem Fall durchaus davon ausgegangen bin, daß wir womöglich ein Lebtag zusammen bleiben).

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Wie gesagt.. die Dinge wie Versorgung, Rente, für einander einstehen usw. usw. usw. lassen sich alle auch ohne Ehe regeln. Und wenn man das getan hat.. was an einer Ehe ist dann "verbindlicher"?
    Und welche Möglichkeiten eröffnet das, die man sonst nicht haben kann (abgesehen vom gleichen Namen)?
    Wenn man all diese Dinge ohnehin regelt, verstehe ich aber nicht, wieso man nicht einfach das Gesamtpaket nimmt. Das Problem ist doch, dass viele Paare, die nicht heiraten, diese Dinge eben NICHT regeln.
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    es geht mir um die Lebenspartnerschaft - und das Versprechen und den festen Willen, dass es für immer ist.
    Ich will da keinen Vorbehalt "ich weiß ja aber noch nicht, wie wir uns entwickeln".
    Den festen Willen hat man doch. Man ist nur realistisch genug um zu wissen, das dieser alleine nicht zählt. Oder würdest Du dich auf Teufel komm raus in einer unglücklichen Beziehung festbeißen, wenn Du merkst du liebst nicht mehr und das macht Dich nur noch fertig? Weil Du "es" mal versprochen hast?

    Ohne den festen Willen, in DEM Moment, würde man wohl kaum auf privatrechtlichem Wege all die Dinge regeln, die man in einer Ehe auf einen Schlag bekommt. Das würde man wohl nicht angehen, wenn man IN DEM MOMENT den festen Willen hätte bis zum Lebensende zusammen zu bleiben.

    Was aber, wenn mein Partner alkoholiker wird? Anfängt mich zu schlagen? Dann würde sich dieser feste Wille recht schnell ändern. Und nein, man kann nicht abschätzen, ob sowas passieren kann. Es geht halt um Menschen.

    Dann zu unterstellen, das man NICHT den festen Willen hätte, finde ich nicht richtig. Den kann man sehrwohl haben. Aber der muss doch nicht durch das zeigen einer oberflächlichen Hochzeitszeremonie geäußert werden.
    Den kann ich meiner Partnerin auch bei einem leckeren Essen ins Gesicht sagen, jeden Tag. Den kann ich dadurch zeigen, das man die Konten zusammenlegt, gemeinsame Lebensversicherungen abschließt, für die Rente des anderen einzahlt, das Testament anpasst usw. usw. usw...
    Alles Dinge die "nicht mal so eben" rückgängig zu machen sind - und somit eine sehr starke Willenserklärung.

    Ich hätte das keinem geglaubt, der mich nicht heiratet.
    Und ich würde misstrauisch werden, wenn jemand auf der einen Seite sagt mich zu lieben, auf der anderen aber nur eine tolle und funktionierende Beziehung weiter zu führen, wenn man heiratet. Denn entweder ist die Beziehung schön genug und der Partner kann mir vertrauen - hat dann keine Sicherheit nötig - oder eben nicht. Und bei letzterem, wäre eine Hochzeit wohl auch fehl am Platze.

    Aber was Ihr hier beschreibt, ist für mich eben noch nicht das Eingehen einer Lebenspartnerschaft.
    Das ist eine Ehe die vor dem Tode geschieden werden kann auch nicht. Was genau eine Lebenspartnerschaft ist, sieht man erst wenn man stirbt. Vorher kann man davon nicht reden. Denn vorher ist es keine.

    Und oft genug beobachten wir ja gerade das: jemand sagt, dass er von der Ehe nichts hält und das nicht braucht - und ein paar Jahre später ist er getrennt und mit jemand anderem glücklich verheiratet.
    Vielleicht weil die erste Frau sich trennte, weil er nicht heiraten wollte, sie ihm deshalb nicht vertraute.. und er bei der zweiten nicht riskieren wollte so wieder eine Frau zu verlieren die er liebt? :)

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von minstrel
    Wenn man all diese Dinge ohnehin regelt, verstehe ich aber nicht, wieso man nicht einfach das Gesamtpaket nimmt. Das Problem ist doch, dass viele Paare, die nicht heiraten, diese Dinge eben NICHT regeln.
    Ich für mich persönlich kann dazu sagen, das mir das "Gesamtpaket" zu verstaatlicht ist.
    Eine Beziehung ist das was zwei Menschen haben, etwas intimes. Da hat der Staat, für mich, einfach nichts drin zu suchen. Das ist "unsers" - ausschließlich.
    Bei der Ehe setzt der Staat aber die Rahmenbedingungen. Wenn ich/wir alles privat regeln, können wir das selbst tun, auf höchst individuelle Weise. Dann wird alles so geregelt und auf uns angepasst, das es zu uns als Paar passt. Und nicht das pauschale Paket an das sich sehr viele Paare anpassen.

    Davon mal abgesehen, das auch nicht jedes Paar ALLE staatlichen Pakete braucht, haben will.

    Und wer gar nichts will.. ist doch auch ok. War die freie Entscheidung und mit den Konsequenzen muss man dann leben.

    Dazu kommt noch.. das was ich privat mache, kann ich selbst überschauen und ändern, wie es die Situation verlangt (als Paar). Die Ehe ist aber dermaßen staatlich reguliert, das ich sie nur per Ehevertrag anpassen kann der nach der Scheidung wohl eh vor Gericht zerissen wird.. und ich muss immer gucken ob und was der Staat am Eherecht oder Nacheherecht so ändert - und mich der Situation anpassen.

    Man sieht es ja beim neuen Unterhaltsrecht. Der Staat hat da gravierend etwas geändert. Die Langzeitehen wird das nicht tangieren.. aber die Leute die vor 5 oder 10 Jahren geheiratet haben schon. Diese haben sich damals für das "ganze Paket" entschieden. Dieses hat sich nun geändert und das Paar muss sich daran anpassen.
    Ich hab aber lieber ein Paket das sich dem Paar anpasst und sich nur ändert, wenn das Paar sich verändert. Und darauf kann man sich dann ja auch verlassen, wenn man das alles privat macht.

  8. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Guten Morgen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    du schriebst, die Ehe sei nur eine Art des öffentlichen Bekenntnisses zueinander.
    das habe ich so verstanden, dass Du noch anderer im Kopf hast.
    Richtig, die habe ich. Das Bekenntnis beginnt bei mir beim Händchen halten in jungen Jahren, beim öffentlichen Küssen, beim Zueinanderstehen wenn es darauf ankommt, beim Zusammenziehen, beim gemeinsamen Eintrag ins Telefonbuch. Das alles ist ein Bekenntnis zueinander und tatsächlich öffentlich.

    Viel wesentlicher ist in meinen Augen aber, dass es eigentlich nur um ein Bekenntnis geht. Der Faktor "öffentlich" ist für mich irrelevant, wie in vielen anderen Bereichen auch. Dafür bin ich dann insgesamt wohl einfach zu unkonventionell


    dass der Partner plötzlich seine Homosexualität entdeckt - ja, das gibt es, aber das ist doch so selten, mit dem Risiko kann ich leben.
    Ich glaube deine Argumentation zu verstehen, denn sie hängt mit deiner Einstellung damit zusammen, dass du die Meinung vertrittst, dass man "genau hinschauen" muss und somit gewisse Risiken gedanklich minimieren kann bzw. glaubt ausschließen zu können. Vielleicht gibt es auch einfach, aus deiner subjektiven Sicht, so wenig Gründe die eine Trennung rechtfertigen, dass dieses Risiko von dir als niedrig eingeschätzt wird. Wie jetzt wiederum deine Aussage „Trennung kommt in meinem Denken nicht vor“ damit zusammenpasst, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar.

    Oweia, wie formuliere ich nun am besten meine Gedanken. Ich finde, dass diese Aussage einfach sehr vielen Menschen nicht gerecht wird. Nicht jede geschiedene Ehe wird geschieden, weil „nicht genau geschaut“ wurde. Ich glaube vielmehr, dass viele Leute gerade aufgrund der Vermutung durch das richtige Hinschauen eine Trennung im Vorfeld ausschließen zu können heiraten und dann später feststellen, dass die Gründe vielschichtiger sein können als angenommen. Und die Tatsache, dass gewisse Dinge selten vorkommen, macht die Sache nicht wirklich einfacher. Wenn wir hier alle möglichen (und nachvollziehbaren) Scheidungsgründe hier auflisten würden, dann ergäbe sich letztendlich ein sehr ernüchterndes Bild. Plötzlich wäre das Risiko vielleicht doch nicht mehr so gering, dann, wenn man sich eben der Unbeeinflussbarkeit vieler Umstände bewusst wird.

    Ich habe in diesem Forum gelesen und habe sehr wohl den Eindruck, dass sich jeder der vor hat zu heiraten, sich seiner Sache sehr sicher ist. Die Frage die sich mir aufdrängt ist tatsächlich, inwieweit man sich durch den Rahmen „Ehe“ auf eine falsche Sicherheit verlässt.
    Versteh mich nicht falsch, ich finde das Ziel immer einen gemeinsamen Weg zu suchen wunderbar, aber ich halte nichts davon, den Gedanken, dass es Situationen gibt, in denen ein gemeinsamer Weg nicht mehr möglich sein wird, im Vorfeld auszuschließen. Ich glaube dass mitunter genau deshalb viele Menschen irgendwann vor einem Scherbenhaufen stehen und feststellen, nur schwerlich (aus eigener Kraft) aus der geschaffenen Abhängigkeit wieder herauszukommen.


    wie ich dann reagiere, sehe ich dann. Ich werde es überleben. aber ich richte meine Ehe nicht danach aus, wie es mir im Fall einer Trennung gehen würde - egal ob finanziell oder "langfristig gelassener". Ich richte mein Leben danach aus, dass die Ehe "für immer" ist und durch Tod geschieden wird. Und das ändert die Beziehung - m.E. zum Positiven, und deshalb will ich das nicht missen.
    Inwiefern beeinflusst deine Haltung deine Ehe zum Positiven? Leonie, deine Haltung ist keine Seltenheit und ganz oft geht es gut und ganz oft eben nicht. Nur bei all jenen, bei denen es nicht gutgeht, kommt irgendwann das böse Erwachen, gerade im Hinblick auf bsw. das Finanzielle.


    ja, das mag es geben.
    ich habe dieses Argument aber noch nie verstanden.
    wenn ich nur diese eine Ehe habe, wenn dies mein Mann ist - dann pflege ich sie doch viel besser und eher, als wenn ich im Zweifel austauschen würde. .
    Was mich an deinem Denken stört ist, dass du hier in der Kategorie „besser/schlechter“ denkst. Ich glaube, dass man deutlich mehr Beziehungspflege betreibt, wenn man um die Vergänglichkeit weiß, als wenn man sich in der Sicherheit Ehe wiegt. Eine andere Ansicht. Ob besser oder schlechter vermag ich nicht zu beurteilen und ich glaube, dass es kein pauschales besser oder schlechter gibt, sondern nur ein Individuelles. Für mich ist das Wissen um Vergänglichkeit Grund genug meine Beziehung zu pflegen.

    Und wieso kommst du auf austauschen? Es geht doch gar nicht ums Austauschen…Es geht um das Wissen um Vergänglichkeit, nicht mehr und nicht weniger.


    diese Einstellung wäre mir zu wenig Versprechen, es immer zu versuchen, immer um den gemeinsamen Weg zu ringen, mit dem beide glücklich sind.
    Und dann könnte ich mich nicht ganz einlassen. .
    Wieso ringen? Ich glaube, dass du eine falsche Vorstellung hast, denn es wird nicht gerungen. Es wird nicht einfach ausgetauscht. Es wird nicht einfach weggeworfen.

    Mir wäre es zu wenig Versprechen, um den Willen des Treueschwurs oder des Eheversprechens bei mir zu bleiben. Mir ist die Entscheidung FÜR MICH aus tiefem Herzen immer wieder neu getroffen deutlich mehr wert...und in meinen Augen ehrlicher...

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Das mit der Sicherheit in der Ehe und der Beziehungspflege trifft auf uns sicherlich nicht zu.

    Wir wissen, was wir aneinander haben (und sagen uns das auch oft genug), wir wissen auch, dass wir uns niemals trennen wollen, und auch, dass Beziehungen Arbeit sind. Von daher ist Beziehungspflege für uns ganz wichtig, nicht trotz, sondern auch wegen unserer Ehe.
    Am 3. Juni 2011 kam unsere kleine Maus zur Welt - unser größtes Geschenk!


    Die Liebe trägt unsere Seele wie die Füße unseren Leib.


    Unsere Gedanken und Gebete sind bei Colina und Ticklish und ihren Familien und bei allen anderen Sternenkindern.




    Papa, für immer in meinem Herzen!

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User


    wie man es nimmt.
    Aus Eurer Sicht übernehme ich ja durchaus Risiko, wenn ich die Möglichkeit der Trennung, die Ihr mir ja als ziemlich wahrscheinlich darstellt, überhaupt nicht auf Rechnung habe.
    So seh ich das auch!
    Am 3. Juni 2011 kam unsere kleine Maus zur Welt - unser größtes Geschenk!


    Die Liebe trägt unsere Seele wie die Füße unseren Leib.


    Unsere Gedanken und Gebete sind bei Colina und Ticklish und ihren Familien und bei allen anderen Sternenkindern.




    Papa, für immer in meinem Herzen!

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