Weisst Du was mich hier im Forum immer wieder wundert? Genau die Mitschreiberlinge, die irgendwann mein Alter als Argument einführen, scheinen Schubladen zu mögen. So nach dem Motto "Er ist XX Jahre alt, kann also nur XX Erfahrungen gemacht haben". Was nicht wirklich stimmt.Zitat von Edelherb
"Verliebtheit" hatte ich schon oft, ja. Aber das war für mich nie ein Grund, mit jemandem zusammen zu sein. Ich mag die Singlephasen in meinem Leben, gehöre nicht zu den Leuten die sich dann unkomplett fühlen und krampfhaft irgendwas suchen, nur damit sie nicht alleine sind oder "begehrt" werden. Das ist nicht das meinige. Ob es an meinem Alter liegt weiß ich nicht, es ist mir im Grunde auch egal. Aber "Liebe" ist für mich ein verdammt großes Wort. Und da mag ich keine Leichtfertigkeiten.
Ich hoffe, das ich nie an den Punkt komme, an dem ich "mehr Verbindlichkeiten brauche". Denn das würde, für mich, bedeuten das ich dem Menschen an sich nicht vertrauen kann. Wenn ich erst eine Art "Mutprobenbeweis" brauche um mich auf jemanden einlassen zu können, dann hätte ich Angst vor etwas. Und das wäre nicht die Beziehung, die ich führen möchte.
Von meiner Tante weiß ich, das sie genauso gestrickt ist. Bei ihr lag es an vielen Liebesenttäuschungen in der Jugend, die sie dachte durch das "Ja" zur Ehe verhindern zu können. Weil sie ja niemand verarschen würde, der sie ehelicht. Desahlb stellte sie sowas für längere Beziehungen auch irgendwann als Bedingung.
Ob das so die Regel ist glaube ich nicht. Aber ich will, für mich, nicht an den Punkt kommen. Beziehungen sind für mich etwas, das zwischen 2 Menschen statt findet. Das kann man gern zeigen, auch gerne zelebrieren. Aber wenn mir eine Frau die Wahl zwischen Heirat oder Trennung lassen würde, dann würde ich mich für letzteres entscheiden. Denn entweder sie hat mich bis dahin kennen gelernt und weiß das man mir vertrauen kann. Oder sie hat es nicht und braucht das für ihre Unsicherheit. Aber DAS ist meiner Meinung nach eben erstrecht keine Basis für eine Ehe.
Wie gesagt, ich denke nicht das es mit dem Alter zu tun hat. Eher damit das ich schon zu oft gesehen habe was die Ehe aus manchen Paaren machen kann - und vor allem die Trennung. Das muss ich nicht haben. Ich mag die Liebe, die Beziehung einfach so genießen.
Zumal ich, für mich, auch noch eine andere Form entdeckt habe wie Beziehungen enorm vertrauensvoll und tief werden können. Aber das werde ich hier nicht weiter ausführen, ist zu intim :)
Bisher 3 Beziehungen, die längste waren ca. 3,5 (wunderschöne) Jahre. Wobei die erste eigentlich nie eine richtige Chance hatte. Aber das ist ne längere Geschichte.Wie viele Beziehungen hast Du bisher geführt? Was war die längste? Das soll kein Test sein, aber ich fände es für eine Einordnung hilfreich.
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Thema: Hochzeit warum? Vorteile?
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18.04.2008, 18:59
AW: Hochzeit warum? Vorteile?
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18.04.2008, 18:59
AW: Hochzeit warum? Vorteile?
Ok
Zitat von minstrel
:)
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18.04.2008, 19:03
AW: Hochzeit warum? Vorteile?
Auch wenn wir verschiedener Meinung sind: Du hast aber mittlerweile schon verstanden, dass das überhaupt nicht dem entspricht, was hier vertreten wird?
Zitat von Satyr
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18.04.2008, 19:06
AW: Hochzeit warum? Vorteile?
Nö. Bisher wurde über das "wie komme ich zu dieser Einstellung" gar nicht geredet. Sondern nur darüber wer welche hat und welche Vorteile man darin sieht :)
Zitat von Edelherb
Aber das meine Tante nicht für alle mit dieser Meinung steht, ist mir schon klar.. keine Sorge :)
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18.04.2008, 19:07
AW: Hochzeit warum? Vorteile?
Ich glaube, das ist der Punkt, den ich bereits im Zusammenhang der Geschichte der Ehe erwähnte: Du misst der Ehe eine positive Bedeutung bei, deswegen hättest Du das nicht. Für mich hat sie aber gar keine positive Bedeutung, deshalb will ich auch gar nicht geheiratet werden. Bedeutung hat nur das, dem wir sie kollektiv oder individuell zuschreiben. Mich stört einfach am meisten, dass Staat und Kirche in meinem Denken nicht zusammenzubringen sind mit dem, was ich für meinen Mann (wir nennen uns gelegentlich auch so) empfinde. Wenn ich mit ihm einen Rechtsgegenstand klären muss, greift der Staat ein, aber bei der Schließung eines Bündnisses aus Liebe hat er meiner Meinung nach einfach keine Rolle zu spielen. So bin ich weiter Single für die Statistik, obwohl wir im neunten Jahr sind - daran sollte man mal denken, wennmal wieder von den angeblich so vielen Singles die Rede ist - vielleicht leben einfach ganz viele wie wir.
Zitat von Inaktiver User
"That life exists/
And identity/
That the powerful play goes on/
And you may contribute a verse."
Walt Whitman
“Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
Benjamin Franklin
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18.04.2008, 19:14
AW: Hochzeit warum? Vorteile?
Dann kennst Du jetzt jemanden. Wir tun es in vollem Bewusstsein, Geld zu "verschenken". Für uns sind diese ganzen Steueranreize ungerecht, solange keine Kinder da sind: der Staat belohnt so eine bestimmte Lebensform, die Ehe. Und da verweigern wir uns gewissermaßen. Ich kenne Leute, die nur aus steuerlichen Gründen heiraten, die wollen keine Kinder. Da hat der Fiskus Einfluss drauf, wie sie als Paar leben.
Zitat von Edelherb
"That life exists/
And identity/
That the powerful play goes on/
And you may contribute a verse."
Walt Whitman
“Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
Benjamin Franklin
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18.04.2008, 22:35Inaktiver User
AW: Hochzeit warum? Vorteile?
Ich hab den Rest des Strangs (noch) nicht nachgelesen, aber bei diesem Kommentar rollen sich mir dermaßen die Fußnägel auf, dass ich das so nicht stehen lassen kann.
Zitat von Ariela
Also: entweder Ariela hat einen sehr merkwürdigen Freunde/Bekanntenkreis oder ich... in meinem, durch meine sehr große Familie wirklich sehr großen, Bekanntenkreis gibt es keine einzige Frau, die danach "giert" geheiratet zu werden (man kann geheiratet werden? Passiv? Ich dachte, beide müssten ja sagen). Bei mir in der Beziehung war es sogar zu Anfang so, dass mein Freund, derjenige war, der prinzipiell gerne irgendwann mal heiraten würde, weil's halt dazugehört
jetzt haben wir gemeinsam entschieden dieses Jahr wirklich zu heiraten. Wie ich zuvor schon schrieb: aus rechtlichen Gründen.
Unser Liebe sind wir uns auch ohne Bescheinigung so sicher wie man sich einer Liebe eben sein kann...
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18.04.2008, 23:18Inaktiver User
AW: Hochzeit warum? Vorteile?
nur für oder aus (aktueller) Liebe heiratet man ja auch nicht - jedenfalls ist das für mich zu wenig Grundlage und zu wenig Grund.
Zitat von Ariela
auch wenn die Lebenspartnerschaft auf Liebe aufgebaut sein sollte.
Gruß, LeonieGeändert von Inaktiver User (18.04.2008 um 23:26 Uhr)
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19.04.2008, 01:29Inaktiver User
AW: Hochzeit warum? Vorteile?
Da kenn ich übrigens mehrere. Z.B. eine enge Freundin von mir und ihr Partner. Sie Der Hauptgrund, weshalb sie nicht heiraten, ist, dass sie, ebenso wie Ariela, die Steuervorteile ungerecht finden.
Zitat von Ariela
Sind sie ja auch!!! Ariela Deine Meinung dazu kann ich gut verstehen!
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19.04.2008, 09:23Inaktiver User
AW: Hochzeit warum? Vorteile?
Wenn beide arbeiten, muss der Unterschied im Gehalt schon sehr groß sein, damit es nennenswerte Steuervorteile gibt. Der Haupteffekt des Splitting bei "normalen Einkommen" ist, wenn einer nicht arbeitet und trotzdem 2 Grundfreibeträge berücksichtigt werden können.
Es wird Euch aber nicht überraschen, dass das Splitting meinem Eheverständnis entspricht. Ein Ehepaar ist eine neue Einheit, auch eine wirtschaftliche Einheit, und da sollte es nicht darauf ankommen, ob der eine oder der andere 100 Euro (mehr) verdient.
Wie das Paar sich innerhalb der Gemeinschaft die Arbeit aufteilt, ist deren Sache und geht den Staat nichts an.
Und es kann jeder das "Paket Ehe" wählen oder es lassen.
Gruß, Leonie


Denn ich denke so häufig: ach Junge, da fehlen noch so viele Erfahrungen. Du bist Mitte 20, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Das ist ein Alter, in dem viele noch völlig andere Beziehungen führen. Da habe ich es auch gemacht wie Du: Beziehung, wo Liebe ist, und irgendwann ist es leider vorbei. Da habe ich aber auch anders ausgesucht, Verliebtheit und dann mal gucken, wie weit es trägt, reichte - was nicht heisst, dass das so oft vorgekommen ist.
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