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  1. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    wieder: warum ich darum die mögliche Scheidung auf der Rechnung haben muss, erschließt sich mir nicht.
    Du musst überhaupt nichts Leonie Aber ich für meinen Teil komme mit diesem Gedanken besser klar, als im Zweifelsfall meinem Noch-Mann gegenüber zu stehen und zu spüren, wie ich mich verraten und belogen fühle.

    Und wir sind aufmerksam für unsere Ehe - gerade das Versprechen, dass es für immer ist, erlaubt, die Dinge zu klären.
    Bei euch. Und bei anderen erlaubt gerade die Tatsache, dass eben alles passieren kann die Ehrlichkeit und bringt einen nicht in die Verlegenheit irgendwann dem Partner gegenüber zu treten und sich einzugestehen, dass man niemals etwas versprechen kann, wofür es keine Garantie gibt.


    wer "klaut" denn die Liebe?
    das wird hier immer so als "schicksalhaft" dargestellt.
    Nein, nicht schicksalhaft. Mein "Fäntchen" ist 45 Jahre alt. Ich habe ihm als Kind ewige Treue geschworen. "Fäntchen" ist ein Stoffelefant der heute in einer Kiste unterm Dach liegt. Ich bringe es nicht übers Herz ihn herzuschenken. Nicht weil er heute noch das Wichtigste für mich ist, sondern weil ich mich-so albern es klingen mag- verpflichtet fühle. Und dennoch liegt er in der Kiste, nicht hier im Wohnzimmer.

    Liebe ändert sich, weil wir uns ändern. Und macnhmal ändert sich soviel, dass nichts mehr geht.


    "Ich nehme Dich, T., zu meinem Ehemann, und verspreche, Dir die Treue zu halten, in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit. Ich will Dich lieben und ehren, bis dass der Tod uns scheidet."
    Ich habe dieses Versprechen in dieser Form nicht abgegeben. Aber ich habe auch nicht kirchlich geheiratet.


    Ich für meinen Teil möchte mich minstrels Aussage anschließen:

    Einigen wir uns darauf, dass wir uns nicht einig sind

  2. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ich kann diese Glaubensgrundsätze in dieser Art, abgesehen vom Letzten, der m.M. nach Leonie beschreibt, nicht erkennen und möchte so frei sein, dass alles mal zu zerpflücken.

    1. Sicherheit führt zu Gleichgültigkeit.
    Das kann ich so absolut überhaupt nicht unterschreiben. Mir scheint alleine schon das Wort "Sicherheit" falsch gewählt, weil ich die Ehe einfach überhaupt gar nicht als Sicherheit ansehe.
    aber wenn Du bei minstrel "Sicherheit" durch "gefühlte Sicherheit" ersetzt, dann wurde von Ariel und Dir doch genau das geschrieben:


    Zitat Zitat von Ariel
    zum zweiten: weiß nicht, ich kann mir gar keinen menschen vorstellen, mit dem das garantiert wäre,
    gar keine welt, die solche garantien bereit hielte. wären wir dann noch menschen? würden wir uns nicht langweilen in einer vollkaskowelt?
    was würde ich machen? mir weniger mühe geben? meinen stiefel durchziehen weil er ja eh nicht anders kann, weil es ja die garantie gibt? der arme!
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich glaube, dass man deutlich mehr Beziehungspflege betreibt, wenn man um die Vergänglichkeit weiß, als wenn man sich in der Sicherheit Ehe wiegt.

    noch etwas:

    Richtig, die habe ich. Das Bekenntnis beginnt bei mir beim Händchen halten in jungen Jahren, beim öffentlichen Küssen, beim Zueinanderstehen wenn es darauf ankommt, beim Zusammenziehen, beim gemeinsamen Eintrag ins Telefonbuch. Das alles ist ein Bekenntnis zueinander und tatsächlich öffentlich.
    das ist Bekenntnis zur Beziehung - nicht zur Lebenspartnerschaft.


    (die ich Dir gar nicht abprechen möchte - bei Verheirateten gehe ich immer von einer Lebenspartnerschaft aus.
    Für mich ist das ja auch nur in wenigen Situationen relevant).

    Gruß, Leonie

  3. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    aber wenn Du bei minstrel "Sicherheit" durch "gefühlte Sicherheit" ersetzt, dann wurde von Ariel und Dir doch genau das geschrieben:
    Nein. Ich habe niemals nicht geschrieben, dass Sicherheit zur Gleichgültigkeit führt, nur das die vermeintliche Sicherheit der Ehe u.U. dazu führen kann, dass man u.U. weniger Beziehungspflege betreibt, weil man sich seines Partners ja so sicher ist. Mit Gleichgültigkeit hat das nichts zu tun. Nur evtl. mit dem Unterschätzen einzelner Faktoren, die zusammengefasst irgendwann zum großen Knall führen können.


    das ist Bekenntnis zur Beziehung - nicht zur Lebenspartnerschaft.
    Also wenn wir jetzt ganz genau sein wollen, dann hat gar keiner von uns eine Lebenspartnersachaft, weil man so nämlich eine gleichgeschlechtliche Beziehung nennt

    (die ich Dir gar nicht abprechen möchte - bei Verheirateten gehe ich immer von einer Lebenspartnerschaft aus.
    Für mich ist das ja auch nur in wenigen Situationen relevant).

    Danke *g*

  4. User Info Menu

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    nur das die vermeintliche Sicherheit der Ehe u.U. dazu führen kann, dass man u.U. weniger Beziehungspflege betreibt, weil man sich seines Partners ja so sicher ist.
    Das Argument meinte ich.

    Aber inzwischen schwirrt mir auch ordentlich der Kopf.
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


  5. User Info Menu

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Vielleicht wäre Nachlässigkeit statt Gleichgültigkeit passender?

  6. User Info Menu

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Was ich absolut nicht nachvollziehen kann ist wirklich, wieso ständig Unverbindlichkeit angeführt wird
    Wenn man (nicht ich) mit der Ehe eine Entscheidung trifft, die einen lebenslang bindet, kann man das wohl als maximal verbindlich verstehen.

    Für jemanden (nicht mich), der das so empfindet, sind andere Formen der Bindung weniger verbindlich. Unverbindlich ist kürzer und handlicher als "weniger verbindlich als maximal verbindlich"
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


  7. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Edelherb
    Vielleicht wäre Nachlässigkeit statt Gleichgültigkeit passender?
    Bingo, das gibt ne Waschmaschine

    Das Wort hat mir gefehlt

  8. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von minstrel
    Wenn man (nicht ich) mit der Ehe eine Entscheidung trifft, die einen lebenslang bindet, kann man das wohl als maximal verbindlich verstehen.

    Für jemanden (nicht mich), der das so empfindet, sind andere Formen der Bindung weniger verbindlich. Unverbindlich ist kürzer und handlicher als "weniger verbindlich als maximal verbindlich"
    Okay, ich bin zu kleinkariert aber ich nehms gerade einfach mal mit Humor

    Danke für die Aufklärung! Auf den Gedanken wäre ich ehrlich gesagt nicht gekommen.

  9. User Info Menu

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Bingo, das gibt ne Waschmaschine
    Aber hoffentlich nur eine aufblasbare, sonst wird's hier eng.

  10. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Der unbedingte Willen eine Lösung zu finden, wann immer es möglich ist, den habe ich auch! Aber eben nicht auf Teufel komm raus, nicht zu Lasten einer Partei, nicht wenn es keine Lösung geben kann.
    Ist das nicht schon ein Widerspruch? Unbedingt bedeutet eben bedingungslos. Geht man davon aus, dass es Situation gibt, in denen es keine Loesung gibt, ist das ja schon eine Bedingung.

    Leonie & Edelherb:
    Geändert von Inaktiver User (18.04.2008 um 18:58 Uhr)

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