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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Edelherb
    In meiner Gedanken- und Wahrnehmungswelt ist es aber viel mehr Entscheidungssache als in Deiner.
    Hö? Du kannst "entscheiden" wen Du liebst und wen nicht?
    Stimmt.. in meiner Welt geht das nicht...

    Ich kann mir auch vorstellen, dass es häufig verschüttete Liebe ist, aber Menschen Beziehungen beenden, weil sie davon ausgehen, dass sie jetzt eben "weg" ist. Anstatt mal zu graben. Und mal auszuhalten, dass das Gefühl jetzt gerade nicht trägt, dass es momentan die Entscheidung ist. Aber genau diese Diskussion läuft gerade in Martins Strang, die müssen wir hier nicht wiederholen.
    Ich mag jetzt nicht noch woanders nachlesen und was auseinander pflücken.
    Aber was Du hier grade geschrieben hast klingt, als würde man sich solch eine Entscheidung "einfach" machen und "mal eben" fällen. So meine ich das ganz und gar nicht. Man kann auch über mehrere Monate, gar Jahre, merken das man sich menschlich auseinander entwickelt hat und nicht mehr liebt.
    Da ist dann nichts verschüttet, man ist einfach nur nicht mehr der Mensch, in den man sich gegenseitig verliebt hat.

    Und dann zusammenbleiben, weil man es ja bei der Heirat geschworen hat - anstatt das sich beide die Chance geben jemanden zu finden der JETZT zu einem passt und wieder eine glückliche Liebe zu leben?

  2. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kann es. Ich sehe nur nicht, wieso der andere Weg falsch sein soll!
    von falsch redet ja keiner.

    aber noch einmal die Frage:

    außer dass es ein Wissen ist, dass es keine Garantien gibt - stellst Du Dich irgendwie auf die Möglichkeit einer Scheidung ein?
    machst Du Dinge anders, weil es diese Garantie nicht gibt?

    Gruß, Leonie

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von amaranto
    Ich habe die Vermutung dass die Tatsache dass wir nicht geheiratet haben dabei mitgeholfen hat diesen Weg zu gehen, uns weiter zu öffnen, weil wir uns nur so immer sicher sein konnten dass es nicht die äusseren Umstände ( in unserem Fall ausserdem 2 kleine Kinder im Vorschulalter) waren die uns zusammengehalten haben sondern dass wir uns trozt jeder Menge Schwierigkeiten und Streitereien , trotzt dem über weite Strecken nicht "funktionieren" miteinander , doch immer wieder Neu füreinander entschieden haben , weil das GEFÜHL der LIEBE die Grundlage ist nur so konnten wir uns glaub ich ganz öffnen , in dem Wissen uns dem anderen auch dann zumuten zu können wenn wir nicht funktionieren!
    Dann ist das vielleicht eine Typsache. Ich käme nicht auf die Idee, uns zu unterstellen, nur wegen äußerer Umstände zusammen zu bleiben. Da vertraue ich mir und ihm.

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Danke Gedankenspiel danach hatte ich gerade gesucht ich hatte den Spruch nur noch lückenhaft im Kopf ich finde Ihn sehr sehr weise

    amaranto

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Satyr
    Hö? Du kannst "entscheiden" wen Du liebst und wen nicht?
    Stimmt.. in meiner Welt geht das nicht...
    Wenn Dich das Thema wirklich interessiert, dann lies z.B. Beitrag 1363.

    Entscheidung gehört dazu. Natürlich müssen die Voraussetzungen stimmen.

    Aber was Du hier grade geschrieben hast klingt, als würde man sich solch eine Entscheidung "einfach" machen und "mal eben" fällen. So meine ich das ganz und gar nicht. Man kann auch über mehrere Monate, gar Jahre, merken das man sich menschlich auseinander entwickelt hat und nicht mehr liebt.
    Da ist dann nichts verschüttet, man ist einfach nur nicht mehr der Mensch, in den man sich gegenseitig verliebt hat.

    Und dann zusammenbleiben, weil man es ja bei der Heirat geschworen hat - anstatt das sich beide die Chance geben jemanden zu finden der JETZT zu einem passt und wieder eine glückliche Liebe zu leben?
    Ich halt diesen Begriff des "auseinander entwickelns" für reichlich überstrapaziert und habe die Vermutung, dass es dann häufig auch nur oberflächlich war.

    Und "nicht mehr der Mensch, in dem ich mich verliebt habe", hui, da stellen sich mir gerade die Haare auf. Natürlich nicht. Wir entwickeln uns, beide. Wenn der in 20 Jahre noch der Mensch ist, in den ich mich verliebt habe, dann lasse ich mich scheiden.

    Ich sehe wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten in einer Beziehung als Du.

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Edelherb
    Wenn Dich das Thema wirklich interessiert, dann lies z.B. Beitrag 1363.
    Dem dort geschriebenen kann ich nicht zustimmen. Ich "suche" mir keinen Partner aus. Ich verliebe mich und entscheide dann - zusammen mit diesem Menschen - ob wir die Liebe auch leben möchten oder nicht.

    Und an einer Entscheidung festzuhalten wenn die Liebe weg ist - nur weil man sich mal entschieden hat - finde ich persönlich arg destruktiv.
    Warum soll man sich und dem Partner die Chance auf eine neue, glückliche und von Liebe gepägte, Beziehung kaputt machen.. nur weil man sich mal entschieden hat?

    Schließlich verspricht man ja nicht nur Treue, sondern auch Liebe - bis das der Tod scheidet. Wenn die Liebe aber weg ist, weiß ich nicht wo die Grundlage sein soll.

    Ich halt diesen Begriff des "auseinander entwickelns" für reichlich überstrapaziert und habe die Vermutung, dass es dann häufig auch nur oberflächlich war.

    Und "nicht mehr der Mensch, in dem ich mich verliebt habe", hui, da stellen sich mir gerade die Haare auf. Natürlich nicht. Wir entwickeln uns, beide. Wenn der in 20 Jahre noch der Mensch ist, in den ich mich verliebt habe, dann lasse ich mich scheiden.
    Ach? Obwohl Du dich für den Menschen entschieden hast? Komische Lebensgemeinschaft :)
    Nein ernsthaft.. wenn man sich so entwickelt, das die Liebe bleibt oder stärker wird, ist das ja toll! Aber nieman kann vorraussagen wie man sich entwickelt. Und das kann eben auch in eine komplett andere Richtung gehen.

    Ich sehe wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten in einer Beziehung als Du.
    Du weisst gar nicht, welche Gesataltungsmöglichkeiten ich sehe. Davon habe ich hier nichts gesagt.

  7. Inaktiver User

    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    von falsch redet ja keiner.

    aber noch einmal die Frage:

    außer dass es ein Wissen ist, dass es keine Garantien gibt - stellst Du Dich irgendwie auf die Möglichkeit einer Scheidung ein?
    Hmmm... mit bösem Willen könnte man mir mein "eigenes" Sparbuch als Rückversicherung ankreiden. Da ich dieses Konto als Sparmöglichkeit für "schlechte" Zeiten bzw. "unvorhergesehen Ausgaben ansehe". Aber da dieses Konto immer mal wieder gänzlich leer geräumt wird, wäre das wohl tatsächlich zu hoch gegriffen .

    Aber wie sollte ich mich überhaupt auf die Möglichkeit einer Scheidung einstellen? Ich weiß, dass es keine Garantie gibt und es jederzeit passieren könnte, dass es zu Unvereinbarkeiten kommt. Aber ansonsten?! Nein. Ich lebe nicht mein Leben mit dem stetigen Gedanken im Hinterkopf mich ja im Zweifelsfall scheiden lassen zu können. Oder wie meinst du das nun


    machst Du Dinge anders, weil es diese Garantie nicht gibt?
    Ja. Gerade weil ich um die Vergänglichkeit weiß, bin ich darum bemüht jeden Moment auszukosten und in Krisenzeiten mit all meiner Kraft für unsere Beziehung zu kämpfen. Die Auseinandersetzung ist sehr offen und intensiv, weil man nichts verschleppen möchte.

    Nun, ich kann es sehr schwer beschreiben (und gestehe, ich muss mir Gedanken machen aber jetzt auch erstmal weg *g* ich melde mich nachher nochmal).

    Aber vom Grundgedanken her könnte man sagen, dass wir jeden Tag ein ganz besonderes Augenmerk auf den Rosengarten legen und uns ganz gezielt und intensiv am Duft und Anblick erfreuen, anstatt die meiste Zeit achtlos daran vorbei zu laufen (weil uns versprochen wurde, dass die Rosen auf ewig dort stehen werden, weil nicht abzusehen war, dass sich das Klima ändert und nicht mehr die Bedingungen bietet Rosen zu züchten) und irgendwann traurig festzustellen, dass man sich viel zu wenig Zeit genommen hatte diese Pracht in ihrer Schönheit aufzusaugen und zu genießen.

    Nachher mehr, ich bin schon zu spät *g*


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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber wie sollte ich mich überhaupt auf die Möglichkeit einer Scheidung einstellen? Ich weiß, dass es keine Garantie gibt und es jederzeit passieren könnte, dass es zu Unvereinbarkeiten kommt. Aber ansonsten?! Nein. Ich lebe nicht mein Leben mit dem stetigen Gedanken im Hinterkopf mich ja im Zweifelsfall scheiden lassen zu können. Oder wie meinst du das nun
    Es wird immer wieder gesagt, dass es naiv ist, sich finanziell vom Partner abhängig zu machen. Wenn einer wegen Kindern länger aus dem Beruf aussteigt oder wenn einer während eines Auslandsaufenthalts nicht arbeiten könnte - oder zumindest die eigene Berufsentwicklung hinten anstellt. Zwei Karrieren (im Sinne von Berufswegen) optimieren und dann ggfs. noch eine Familie gründen, das geht häufig nicht.

    Wer Abstriche macht, kann aber im Falle einer Scheidung dumm dastehen. Insofern kann es schon sein, dass man gewisse Dinge nicht macht, wenn man Trennung mitdenkt. Weil es dann nochmal wichtiger ist, auf eigenen wirtschaftlichen Füßen stehen zu können und vielleicht auch nicht nur "irgendwie", also so, dass es halt zum Leben reicht.

    Mein Mann und ich beschäftigen uns gerade mit dem Thema "finanzielle Absicherung". Die Frage, was notwendig ist, stellt sich anders, wenn ich absolut davon ausgehe, dass wir uns keinesfalls trennen. Zu zweit kann man mehr abfedern. Auf der anderen Seite war mir meine finanzielle Unabhängigkeit bisher immer viel wert, ich war schon stolz darauf, meinen Führerschein selbst bezahlt zu haben und war auch während des Studiums froh, als ich wegen eines Hiwijobs dann weniger Geld von den Eltern brauchte. Und ich merke, dass dieser gedankliche Schritt zu sagen: das brauchen wir nicht - oder weniger - weil wir zu zweit sind, nochmal einer ist, Mut erfordert. Mut, ganz auf die Tragfähigkeit dieser Beziehung zu setzen.

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    Zitat Zitat von Satyr
    Und an einer Entscheidung festzuhalten wenn die Liebe weg ist - nur weil man sich mal entschieden hat - finde ich persönlich arg destruktiv.
    Warum soll man sich und dem Partner die Chance auf eine neue, glückliche und von Liebe gepägte, Beziehung kaputt machen.. nur weil man sich mal entschieden hat?

    Schließlich verspricht man ja nicht nur Treue, sondern auch Liebe - bis das der Tod scheidet. Wenn die Liebe aber weg ist, weiß ich nicht wo die Grundlage sein soll.
    Es ging bisher nirgendswo um eine Beziehung, wo die Liebe dauerhaft weg ist - das wäre nochmal ein Fall für sich.

    Die Frage ist eher, wenn wir in einem Tal sind, wenn ich jetzt gerade keine Liebe spüre, aber umso mehr die Mühen der Ebene, was mach ich dann.

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    AW: Hochzeit warum? Vorteile?

    mh.. aber WARUM will ich für ALLES mit jemandem einen gemeinsamen Weg suchen? Weil ich den MENSCHEN liebe. Aus Liebe zu diesem MENSCHEN. Nicht weil ich bei Erfolg ein Auto gewinne oder sowas, sondern rein aus dem Punkt, die Liebe zu diesem Menschen leben zu können, unter allen Umständen.
    Das ist nicht der einzige Grund. Nicht nur, weil ich den Menschen liebe. Sondern weil ich jemand bin, für den eine dauerhafte Beziehung ein Wert an sich ist. Weil ich jemand bin, der dieses Konzept leben möchte. Auch deshalb werde ich alles daransetzen. Und dabei ist es dann günstig, wenn der Partner auch sojemand ist. Und das gilt es herauszufinden.

    Ich gewinne zwar kein Auto bei Erfolg, aber ich lebe im Einklang mit meinen Wertvorstellungen und Zielen und mit meinem Selbstbild.

    Und nein - es geht nicht darum, sich dogmatisch an etwas festzuklammern, das nicht funktioniert und die Prinzipien über das Lebensglück zu stellen und was dergleichen Einwände mehr sind...
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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