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    AW: Ich möchte niemanden zur Hochzeit einladen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich denke da an eine frühere Kollegin und eigentlich Freundin, der wir zu zweit sehr beigestanden haben, als sie mit ihrem Freund ziemliche Probleme hatte und allein schwanger dastand. Eine Freundin und ich haben uns sehr gekümmert. Dann hat sie einen anderen Mann kennengelernt und eines Tages kam eine Karte, sie haben geheiratet. Basta. Doch, da dachte ich schon, als es ihr schlecht ging, waren wir recht zur Unterstützung, und dann kam ein neuer Mann und wir waren vergessen. Der Kontakt ist dann abgebrochen, das ist nicht mein Verständnis von Freundschaft, da geht man dann durch dick und dünn.

    Ich persönlich teile meine Freude jedenfalls gern mit Leuten, die auch in Scheißzeiten zu mir gehalten haben.
    Gut, vielleicht war das auch ein Extremfall, hat sie sich denn schon von euch entfernt, als sie den Mann kennenlernte? Dann kann ich deinen Ärger durchaus verstehen. Nach dem Motto: Ihr habt mir über die schwere Zeit geholfen, jetzt habe ich einen neuen Mann und ihr interessiert mich nicht mehr. Sowas geht natürlich gar nicht! Da hast du mein vollstes Verständnis. Ich dachte eher, dass du meinst, dass man generell "böse" ist, wenn man keine klassische Hochzeitsfeier für Freunde und Familie veranstaltet. Aber bei mir ist es so, dass ich zu meinen Freunden ständigen Kontakt pflege, ein sehr großzügiger und gern gebender Mensch bin, mich viel bemühe und kümmere und in jeder Notlage helfe. Nur die Trauung möchte ich mit niemandem teilen außer meinem zukünftigen Mann ;) Die Vorstellung da jemanden dabei zu haben, ist mir sehr unangenehm, ich mag solche "feierlichen" Momente nicht. Auch vor dem Familienessen graut es mir schon, wenn mein Opa bestimmt eine kleine Ansprache hält ..... ahhhhhhhh...am besten nicht dran denken. Ich stehe zwar gern im Mittelpunkt, wenn es lustig zugeht, aber nicht in rührseligen Momenten...

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    AW: Ich möchte niemanden zur Hochzeit einladen

    Zitat Zitat von orangeplaty
    Nur die Trauung möchte ich mit niemandem teilen außer meinem zukünftigen Mann ;) Die Vorstellung da jemanden dabei zu haben, ist mir sehr unangenehm, ich mag solche "feierlichen" Momente nicht. Auch vor dem Familienessen graut es mir schon, wenn mein Opa bestimmt eine kleine Ansprache hält ..... ahhhhhhhh...am besten nicht dran denken. Ich stehe zwar gern im Mittelpunkt, wenn es lustig zugeht, aber nicht in rührseligen Momenten...
    Ich kann dich gut verstehen, orangeplaty. Wir hatten 15 Gaeste und ich dachte vor der Trauung dass das auch okay fuer mich waere. Als es dann soweit war hab ich fuer mich herausgefunden dass das ein sehr intimer, intensiver Moment war in dem ich niemanden um mich herum gebraucht haette. Es war jetzt nicht superschlimm dass die Gaeste dort waren- aber die Intimitaet einer Trauung hat sich mir erst erschlossen als ich selbst geheiratet hab. Vorher bei anderen Hochzeiten hatte ich das nie so empfunden.
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    AW: Ich möchte niemanden zur Hochzeit einladen

    Erstmal danke für die ganzen lieben Antworten.
    Es ist schön zu lesen, dass ich mit diesem Gedanken vom Alleine-Heiraten nicht ganz so allein dastehe, wie ich immer gedacht habe. Erschreckend finde ich aber auch, dass das Umfeld bei einigen tatsächlich so ablehnend reagiert hat. So ganz verstehen kann ich das nämlich nicht, würden meine Schwester oder eine meiner Freundinnen so heiraten wollen, fände ich es völlig ok.

    Hallo Sanna,

    meine Meinung dazu: Du kannst auf jeden Fall so heiraten, wie Du das möchtest - aber vor der Schwiegermutter würde ich es nicht heimlich tun.
    Vielleicht ist das mit den Tauben etc. irgend so ein Lebenstraum von ihr für ihren einzigen Sohn...
    Gerade das Wissen, das Du alles Recht hast, das für Dich abzulehnen, sollte es doch möglich machen, ihr da die Wahrheit zu sagen.

    Vielleicht könnt Ihr es im Gespräch sogar so hinkriegen, dass sie sich freut, da sie - wo sonst striktes Stillschweigen gilt - als Einzige ins Vertrauen gezogen wird?
    Ich glaube, dass meine Schwiegermutter ein bißchen einen Ausgleich für ihre eigene übereilte Hochzeit sucht. Ich finde die Idee, sie zur "Komplizin" zu machen, prinzipiell für gut, bei meiner Schweigermutter wäre es aber wohl das schlimmste, was ich machen könnte. Wie ich sie kenne, schafft sie es - indem sie sich zutiefst verletzt gibt - dann doch noch, meinen Freund davon zu überzeugen, nicht ohne sie zu heiraten und wenn sie dabei ist, müssen wir zumindest auch den Rest von beiden Familien einladen.
    Außerdem wären meine Eltern wohl zu recht sehr beleidigt, wenn meine Schwiegermutter es wüsste und sie nicht, haben doch sowohl mein Freund als auch ich ein weitaus engerers Verhältnis zu ihnen als zu ihr. Sie kümmert sich sonst nämlich eigentlich sehr wenig um ihren Sohn...

    Sanna, willst Du nicht erst einmal mit Deinem Freund klären, ob er überhaupt noch gedenkt, Dich zu heiraten, bevor Du Dir Gedanken über den Rahmen machst? Du bist doch sonst nur enttäuscht...
    Darin sehe ich eigentlich kein Problem, denn dass wir irgendwann heiraten wollen, stand für uns beide eigentlich immer fest. Ich denke, er erwähnt das Ganze nur nicht mehr, weil es ja immer etwas Diskussionen um die Feier, seine Mutter etc. gegeben hat und ich es außerdem bisher immer war, die das Thema Hochzeit auf später verschieben wollte. Mit ihm sprechen muss ich natürlich trotzdem, schließlich muss er ja entscheiden, ob er sich das Heiraten ohne Verwandte überhaupt vorstellen kann.

    Ich persönlich teile meine Freude jedenfalls gern mit Leuten, die auch in Scheißzeiten zu mir gehalten haben.
    Das ist einer der Gründe, warum ich nicht so groß heiraten möchte wie mein Freund. Wir haben nämlich ein beruflich wie privat teilweise sehr schlimmes Jahr hinter uns und die Leute, die sich da ernsthaft um uns gekümmert und sich für unsere Probleme interessiert haben, kann ich leider an meinen beiden Händen abzählen. Sicher besteht aber auch die Gefahr, dass besonders diese Leute sich dann zurückgesetzt fühlen.

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    AW: Ich möchte niemanden zur Hochzeit einladen

    Ich kann das Alleine-Heiraten-Wollen sehr gut nachvollziehen. Mein Mann und ich haben im Oktober in Südafrika geheiratet und wirklich niemand wusste es.
    Gerade weil die Reaktionen darauf sehr durchmischt waren, bin ich sehr froh, dass wir das so gemacht haben. Für mich war der Moment sehr persönlich und hat mich wesentlich mehr bewegt, als ich erwartet hatte, da war ich sehr froh, dass nicht hundert Leute hinter mir standen und mir beim Heulen zugeschaut haben.

    Nun sind wir dabei, die versprochene Party zu planen und allein die Gästeliste ist eine Heidenarbeit. Bei einer Party ist das okay, aber bei der Hochzeit hätte ich das nicht haben wollen. Wir versuchen es zu vermeiden, Leute aus Pflichtgefühl einzuladen, aber das ist sehr, sehr schwierig und auch die Erwartungshaltung ist von vielen Seiten sehr hoch, so dass wir froh sind, uns zumindest den Tag, der wirklich für uns war, freigehalten zu haben. Ich werde immer gerne an den Hochzeitstag zurückdenken, wie stressfrei und wunderschön alles war, egal, ob die Party ein Erfolg wird oder nicht, und das ist mir das Wichtigste.

    Ich denke, an so einem "großen" Tag (dass er das tatsächlich wird, konnte ich mir nicht vorstellen, bis wir ja gesagt hatten, unser Hochzeitslied lief und die Tränen flossen) darf man ruhig etwas egoistisch sein und wer das nicht versteht, der ist auch nicht mein wirklicher Freund.

    Meine beste Freundin habe ich gleich danach angerufen, sie hat einen Lachanfall gekriegt und gemeint, die Aktion sei so "typisch Holly", und nun haben wir die Party so gelegt, dass sie kommen kann - sie wohnt im Ausland und da möchte ich sie auf keinen Fall missen.
    "Was ich erstrebe, ist das pralle Leben, selbst um den Preis heftigen Schmerzes."
    Nagib Machfus - Palast der Sehnsucht

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    AW: Ich möchte niemanden zur Hochzeit einladen

    wieso heiratet ihr nicht ganz alleine und "heimlich" und genießt eure Zweisamkeit.

    Und dann plant ich das fest eben mit einer kleinen Trauzeremonie oder einem freien Theologen. So kommen alle auf ihre Kosten: Ihr mit eurere Zweisamheit am eigentlichen Tag und die Familie können beim Ringtausch sogar noch ein paar Tränchen verdrücken.

    Clevererweise läde man vielleicht die Leute vielleicht dann nur zur "hochzeit mit Trauung" ein und dass das Standesamt schon längst durch ist, merkt gar keiner und interessiert keinen!

    so ist jedenfalls mal mein Plan!

  6. Inaktiver User

    AW: Ich möchte niemanden zur Hochzeit einladen

    ich möchte auch gerne "unter uns" heiraten. am liebsten im urlaub in griechenland, ganz romantisch hier zuhause könnte man ja noch eine lockere party für alle feiern aber dann mehr so als sommerparty nicht speziell als hochzeitsfeier.
    ach ja. ich muss ja auch erst noch fragen...

    liebe grüße
    lissie70

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