Etwas hat gefehlt zwischen uns, sonst hätte ich ihn schon geheiratet.Zitat von Inaktiver User
Wie ich dies interpretiere? Er brauchte Zeit, sich mit dem Gedanken an eine Heirat auseinander zu setzen.
im Übrigen kenne ich einige glückliche Paare, dies sich bezüglich Heiraten oder Zeitpunkt dazu nicht einige waren und trotzdem seit Jahren gut zusammen leben.
Eine Freundin ist z.B. mit ihrem Freund seit 15 Jahren zusammen. Erst wollte er nicht heiraten, jetzt möchte sie nicht mehr. Hätte sie sich denn von einem tollen Partner (denn er ist für sie ein guter Partner und sie haben eine sehr glückliche Beziehung) trennen sollen, nur weil er nicht heiraten wollte und dafür eine Lusche heiraten, nur weil die ja gesagt hätte?
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Thema: Vom Heiraten überzeugen?
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23.07.2008, 14:07
AW: Vom Heiraten überzeugen?
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23.07.2008, 14:08
AW: Vom Heiraten überzeugen?
Leonie, noch eine Frage: wie alt warst du, als du deinen Mann kennen gelernt hast?
Und wann wart ihr euch einig, dass ihr heiraten wollt? du warst noch recht jung, wenn ich mich recht erinnere, ja?
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23.07.2008, 14:56Inaktiver User
AW: Vom Heiraten überzeugen?
@ Telemachos,
ein gewisser Klärungsprozess kann notwendig sein - und Du sprichst ja von einigen Monaten. So schreibe ich das auch in allen "er will mich nicht heiraten"-Threads.
Aber sehr oft (natürlich nicht immer) stehen dahinter eben doch unterschiedliche Vorstellungen von Verbindlichkeit und Sich-aufeinander-Einlassen.
Ich war ganz Anfang 20 und wir waren mitten im Studium.
Zitat von Telemachos
Es war von Anfang an klar (wir kannten uns ja vorher schon ein paar Monate), dass wir uns einen Partner für's Leben wünschen und heiraten und Kinder wollen. Und dass es ein Trennungsgrund ist, wenn einer zu dem Schluss kommt, dass er das mit dem anderen nicht will - aber dass man das natürlich nach kurzer Zeit noch nicht sagen kann.
Also von Anfang an war klar: in 5 Jahren sind wir verheiratet oder getrennt.
Und ich finde das nicht ungewöhnlich - ich kenne viele, die das auch heute noch so machen.
Geheiratet haben wir nach gut 3 Jahren - nachdem ich ein gutes Jahr vorher noch einmal eine heftige Zweifelsphase hatte, ob das langzeittauglich ist bzw. ob ich das/ihn auf Dauer will. Ja, ich wollte.
Gruß, Leonie
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23.07.2008, 15:11
AW: Vom Heiraten überzeugen?
Wenn es um Unvereinbarkeiten in Bezug auf Verbindlichkeiten geht, dann gebe ich dir Recht, dass dies auf Dauer nicht funktionieren kann.
Zitat von Inaktiver User
Und ich finden auch, dass man sich irgndwann entscheiden muss, ob man nun mit dem Partner zusammen bleiben will oder eben nicht. (meiner unmassgeblichen Meinung nach werden Menschen die sich nie für jemanden entscheiden können und immer nach der noch besseren Partnerin suchen, auf Dauer nicht glücklich.) Obwohl ich auch eher eine Heiratsbefürworterin bin, bin ich aber der Meinung, dass es für eine Entscheidung für den Partner nicht unbedingt einen Trauschein braucht.
Meiner Erfahrung nach heiraten dann aber doch die meisten Paare (auch die ehemaligen Heiratsmuffel) oder sie beschliessen gemeinsam zusammen zu bleiben ohne zu heiraten. Viele von denen tauschen aber auch dann Ringe oder veranstalten ein Fest. Ein Arbeitskollege ist z.B. strikte gegen die Institution Ehe. Trotzdem tragen er und seine Partnerin Ringe und so viel ich weiss, haben sie mal ein Fest für Freunde und Familie veranstaltet. Ein anderes Paar, welches sogar zwei Kinder adoptiert hat, war auch gegen die Ehe, hat dann aber mal ein grosses Fest veranstaltet.
Ich glaube, mit einem Partner, der mir sagt, er wolle mit mir zusammen sein, mit mir alt werden etc., aber eben ohne die Institution Ehe könnte ich schon glücklich werden, weil das eben eine Entscheidung für die Beziehung wäre. Was ich nicht mehr wollte ist, das was ich nämlich in der letzten Beziehung hatte: ständig zu hören, dass man doch sehen solle, ob es weiterhin gut gehe, zu sehen, ob man weiterhin zusammen bleiben möchte oder gar zu hören, dass der andere gerne mit einem weiterhin zusammen sei, solange es gut gehe...
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23.07.2008, 15:31
AW: Vom Heiraten überzeugen?
Zum Thema kommt mir noch ein Erlebnis in den Sinn: ich hatte einen sehr guten platonischen Freund, der jahrelang Pech mit den Frauen hatte, obwohl gut aussehend, gebildet, gut situiert und recht nett (wenn auch etwas langweilig).
Zitat von Inaktiver User
dann hat er eine (gebildete und ebenfalls erfolgreiche) Südamerikanerin kennen gelernt via Internet, sie getroffen und sich verliebt. Sie lebte dann einige Wochen bei ihm um sich besser kennen zu lernen. wir sind dann mal ausgegangen, weil sie mich kennen lernen wollte und da sind wir aufs Heiraten zu sprechen gekommen. Mein Freund meinte, er wolle nicht heiraten, da er keine Kinder wolle sei dies auch unnötig. Sie meinte, eine Heirat würde der Frau Sicherheit geben und sie wolle unbedingt heiraten. (Er hat sich all die Jahre zuvor als absoluter Heiratsgegner ausgegeben.) Er hat dann auf seiner Meinung beharrt, er wolle nicht heiraten und angeblich hätten sie dann später bei ihm zu Hause den grössten Krach gehabt deswegen.
Nach ein paar Wochen haben wir wieder darüber gesprochen (seine neue Freundin war wieder abgereist) und er meinte plötzlich, dass er sie heiraten würde, wenn es ihr so wichtig sei.
Ob er inzwischen geheiratet hat, weiss ich nicht, denn er ist nach Südamerika gegangen, um mit seiner Freundin zusammen zu leben. Ich glaube aber, er hat mittlerweile geheiratet. Leider habe ich keine Adresse, bin ebenfalls umgezogen und ich glaube, wir finden uns gegenseitig nicht mehr....
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23.07.2008, 17:08
AW: Vom Heiraten überzeugen?
@ Telemachos
Wenn er keinen Zweifel daran läßt, dass er hinter Dir steht und eine unabsehbare Zeit seines Lebens mit Dir gemeinsam verbringen möchte. Wenn seine Vorstellungen für dieses Zusammensein mit Deinen weitgehend übereinstimmen, insbesondere, was die Familiengründung angeht, weil Kinder das Leben massiv verändern. Wenn Eure Werte, was im Leben wichtig ist, im wesentlichen übereinstimmen.
Zitat von Telemachos
Wenn man ein bisschen nachbohrt und schaut, was die Vorstellung eines unabsehbar gemeinsam verbrachten Lebens bzw. die Vorstellung, gemeinsam alt zu werden beim Mann auslöst, und zwar ganz unabhängig von der Heiratsfrage, dann kommt man denjenigen, die sich im Grund auf Dich nicht festlegen wollen, auf die Schliche. Ich denke mal, dann zeigt sich an seinem Ausweichen, dass er das eigentlich gar nicht will, jedenfalls nicht mit Dir. Oder wenn er gar noch davon redet, sich Möglichkeiten offen halten zu wollen.Das mag sein, aber die Frage muss einfach irgendwann grundsätzlich geklärt werden.Ich würde mal sagen, es ist eher selten, dass beide Partner zur gleichen Zeit den gleich starken Wunsch haben zu heiraten und dass immer ein Partner den anderen etwas überzeugen muss in die eine oder andere Richtung.
@ EchteFuffzigSo sehe ich das auch.Wen ich von mir ÜBERZEUGEN muss, der hat mich nicht verdient
Geändert von Latona (23.07.2008 um 17:13 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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23.07.2008, 19:23Inaktiver User
AW: Vom Heiraten überzeugen?
Telemachos, für diesen Satz könnte ich dich knutschen!
Zitat von Telemachos
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24.07.2008, 10:58
AW: Vom Heiraten überzeugen?
Zitat von Latona
Wenn man selber in der Beziehung steckt, ist man natürlich befangen und daher kann es schwer sein, als Partnerin herauszufinden, ob der man s i e nicht heiraten möchte oder ober sie nicht h e i r a t e n möchte.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die meisten Paare, die zusammen bleiben möchten, irgendwann ein Ritual brauchen, auch wenn sie die Ehe als Institution aus Überzeugung ablehnen, sie dies dann ein Fest oder Ringetausch oder was auch immer. so habe ich es jedenfalls bei den meisten Paaren, die ohne Trauschein lange zusammen waren/sind erlebt.
Telemachos
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24.07.2008, 16:47
AW: Vom Heiraten überzeugen?
@ Telemachos
Das stimmt sicher. Von daher ist es vielleicht nicht schlecht, das, was er dazu sagt, mal mit Freundinnen zu besprechen, am besten mit welchen, die ihn auch kennen und einschätzen können.Wenn man selber in der Beziehung steckt, ist man natürlich befangen und daher kann es schwer sein, als Partnerin herauszufinden, ob der man s i e nicht heiraten möchte oder ober sie nicht h e i r a t e n möchte.Solche Rituale sind immer gut, die markieren, dass es sich um was Besonderes handelt.Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die meisten Paare, die zusammen bleiben möchten, irgendwann ein Ritual brauchen, auch wenn sie die Ehe als Institution aus Überzeugung ablehnen, sie dies dann ein Fest oder Ringetausch oder was auch immer. so habe ich es jedenfalls bei den meisten Paaren, die ohne Trauschein lange zusammen waren/sind erlebt.
Es würde mir schon aufstoßen, wenn sich ein Mann selbst einem solchen Ritual verweigern würde.
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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17.08.2008, 14:55
AW: Vom Heiraten überzeugen?
Hallo kleinekatze,
ich habe gerade gelesen, was du im thread "vom heiraten überzeugen" geschrieben hast und es geht mir genau so wie dir. Mein Freund tendiert eher zu "nein", aber na gut, wenn mir das so wichtig ist, dann ist es ihm egal, dann können wir das eben machen. Das tut so weh. ich wollte Dich fragen, wie geht es dir damit, wie ist euere Beziehung und ist das "heiratsthema" nicht irgendwie immer im Hinerkopf?
ich kann damit nicht so gut umgehen.
liebe grüße, kathi


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