Also, ich persönlich kenne niemanden, der zu einer stinknormalen Geburtstagsfete mit vielen Gästen die Freundin von XY nicht einladen würde - außer, sie würde eher unter der Rubrik "Affäre" laufen ....Zitat von Inaktiver User
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29.01.2008, 04:55Inaktiver User
AW: Unbekannte Partner einladen???
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29.01.2008, 11:22
AW: Unbekannte Partner einladen???
Klar haben die Gastgeber von unserer Beziehung gewusst. Einmal war sogar so, dass wir eine Bekannte meines Freundes gemeinsam bewirtet und wirklich einen netten Abend genossen haben und sie dann trotzdem meinen Freund alleine zur Geburtstagsparty ihres Mannes (den ich auch kannte) eingeladen hat.
Zitat von Inaktiver User
Das hat mich sehr geärgert. Klar, mein Freund hätte intervenieren können, aber schon die Haltung der Gastgeberin fand ich verletztend. Erst lässt sie sich von uns (und damit auch von mir) bewirten und wenn sie selber was macht, bin ich nicht erwünscht.
Eigentlich gehört das nicht hierher, aber ich schreibe es trotzdem, weil das Verhältnis zum Freund des Partners dann sehr abgekühlt werden kann. Das ganze Theater in Dornröschen fängt ja auch damit an, dass eine der weisen Frauen nicht eingeladen wird und dadurch so beleidigt ist, dass sie Dornröschen verflucht. Vielleicht hat meine Mutter hier Verletzungen erlitten, aber sie hat mir die ganze Kindheit lang eingebläut: wenn du eine Einladung startest, lade alle ein oder lade niemanden ein, aber nicht den einen ja, die andere nein.
Eine Freundin, ich mag sie sehr, aber sie ist auch kompliziert und geizig, hat es geschafft, Freundschaften sich abkühlen zu lassen, als sie geheiretet hat, und zwar nur durch die komplizierte und teilweise ausgrenzente Gästeliste. Die einen Familien durften mit ihren Kindern kommen, die anderen mussten die Kinder zu Hause lassen. So schafft man wirklich herrlich Missstimmung.
Ehrlich gesagt, würde mein Partner zu einer Hochzeit eingeladen ohne mich und wir wären schon eine gewisse Zeit zusammen, könnte es sein, dass ich dann doch Vorbehalte hätte, würde ich die Leute später kennen lernen.
Und selber gehe ich gar nicht gern alleine an eine Hochzeit, weil ja dann schon viele Gäste da sind, die ich nicht kenne und zu denen ich keinen Bezug habe. Ich bin nicht sonderlich schüchtern, könnte mir aber dann vorstellen, an solch einem Anlass einfach still in der Ecke zu stehen.
Ich war übrigens, kommt mir grad in den Sinn, mal zum Empfang an eine Hochzeit eingeladen. Die Braut hatte ich nur einmal gesehen, mit dem Bräutigam und dessen Bruder verband mich aber eine etwa 3-jährige Freundschaft. Da ich ausser den beiden niemanden kannte, hätte ich gerne eine Bekannte mitgenommen, die eine frühere Arbeitskollegin der Braut war, also auch keine Unbekannte. Und wohlgemerkt nur für die Kirche und den Empfang (also ein Glas Wein und ein paar Chips und von uns natürlich auch ein kleines Geschenk). Ne, ging nicht, sie war nicht willkommen. Ich bin dann auch nicht hingegangen, weil ich einfach nicht alleine an so einen Anlass gehen wollte.
Mein Halbbruder heiratet übrigens im März. Wir hatten in der Kindheit Kontakt, dann als Erwachsene nur sporadisch und nun, seit unser Vater gestorben ist, wieder vermehrt. Wenn ich eingeladen werde, werde ich sicher nicht alleine hingehen. Wahrscheinlich bin ich dann noch Single, aber dann möchte ich wenigstens einen guten Freund mitnehmen können, da ich ausser meinem Bruder uns seiner Frau niemanden kenne. (Auch seine Mutter nicht und unser gemeinsamer Vater ist eben gestorben.)
Schwieriges Thema.Geändert von Schneckentempo1 (29.01.2008 um 11:38 Uhr)
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04.02.2008, 14:55Inaktiver User
AW: Unbekannte Partner einladen???
Hallo Anna und Ihr anderen,
ich finde, dass gerade bei Hochzeiten die Partner dazugehören. In jedem Fall dann, wenn das Brautpaar (oder einer von beiden) den jeweiligen Partner schon kennt oder zumindest schon mal getroffen hat - aber generell würde ich auch empfehlen, die unbekannten Partner mit einzuladen.
Ich war mal bei einer Hochzeit eingeladen, wo auf der Einladung "Du" stand. Nix von wegen "Ihr" oder "Begleitung" o. Ä. - und das, obwohl ich damals mit meinem Freund schon ein paar Jahre zusammen war und die Braut ihn auch schonmal getroffen hatte (und sie haben sich auch nicht schlecht verstanden oder so).
Ich fand das nicht so toll, und da ich an diesem Wochenende sowieso schon verplant war, habe ich dann auch nicht zugesagt. Wäre mein Freund mit eingeladen gewesen, hätte ich versucht, meine Pläne noch umzuändern, aber so war es mir die Mühe dann ehrlich gesagt nicht wert.
Ich weiß nicht, wer es hier im Strang geschrieben hat, aber ich finde auch: zum Fest der Liebe einige Menschen ohne Partner einzuladen ist schon komisch...
Anna, ich hoffe Ihr kriegt das Platzproblem in den Griff, und ich wünsche Euch eine schöne Hochzeit!
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13.02.2008, 00:24
AW: Unbekannte Partner einladen???
Das finde ich eine wirklich gute Lösung.
Zitat von Mitternachtsfee
Hat natürlich den Vorteil, dass es sich bei Dir dann wohl auch recht eindeutig trennen lässt; wenn ich dann noch an so Fälle denke wie: Brieffreundin, kenne den Partner nicht; Freundin, kenne den Partner, mag ihn aber nicht; Kollege, kenne Partnerin nur flüchtig, mag sie aber recht gern... und so weiter und so fort...Hilfe!!!
Natürlich ist es ein "Fest der Liebe", und es wäre für den einzelnen Gast an sich natürlich schöner mit Partner; aber mal ehrlich, wirklich KEINE Rolle kann es doch nur bei Riesenfeiern mit Riesenbudget spielen. (Wie bei manchen in der Schulzeit, wo zur Fete bei xx per Flyer eingeladen wurde, und wenn die ganze Schule kam, war die ganze Schule da...
) Ansonsten: ist es denn so verwerflich, wenn ich nicht (überspitzt) ein Drittel Unbekannte auf der Hochzeit haben möchte (und durchfüttern, auch wenn es selbstverfreilich nicht nur um`s Finanzielle geht)?
Oder hab ich einfach so einen komischen Bekanntenkreis?
Viele Grüße,
amarylle
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13.02.2008, 00:31
AW: Unbekannte Partner einladen???
Also wir haben auf unsere Einladungen bei der Bitte um Zusage dazu geschrieben, uns zu sagen allein/zu zweit.
Da wir uns in der Arbeit kennen gelernt haben, gehörten die Kollegen für uns einfach dazu. Hier kannten wir aber oft die Partner nicht - hätten sie aber trotzdem willkommen geheißen. Es sind aber sämtliche Kollegen ohne Partner erschienen.
LG Birgit
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15.02.2008, 15:34
AW: Unbekannte Partner einladen???
Vielen Dank für die vielen netten Antworten, da waren einige gute Tipps dabei
. Irritierend finde ich allerdings den Ton in einigen wenigen Beiträgen. Man kann auch unterschiedlicher Meinung sein, ohne Andersdenkende als "Geizhals-Freunde" zu beschimpfen. Das finde ich ziemlich intolerant und unverschämt.
Ich glaube mittlerweile, in dieser Sache gibt es kein Richtig und kein Falsch. Es kommt auf die individuelle Situation an. Bei uns geht es jedenfalls nicht darum, dass uns zusätzliche Gäste zu teuer sind. Wir haben uns einfach in die Location verliebt, sie passt perfekt zu uns, und deshalb müssen wir die Platzverhältnisse nehmen, wie sie sind. Und ich fände es eben schade, wenn ich Leute, die uns eigentlich nahe stehen, nicht einladen kann, weil ich Plätze für mir fremde Menschen frei halten muss - etwa die unbekannten Partner von "Pflicht-Gästen" aus den Reihen der Verwandten. Ein zweigeteiltes Fest (großer Kreis nach der Kirche, kleiner zum Essen) geht bei uns leider nicht, da fast alle Gäste (auch der "große" Kreis) anreisen müssen.
Übrigens hätte ich selbst überhaupt kein Problem damit, alleine auf die Hochzeit einer Freundin oder Cousine zu gehen, wenn sie meinen Freund nicht kennt. Schließlich bin ich Gast - und ich sehe es als ein Privileg an, eingeladen zu werden. Über die Gästeliste entscheiden die Gastgeber - und fertig. Als Gast in dieser Hinsicht große Ansprüche zu stellen, finde ich irgendwie anmaßend. In den konkreten Fällen bei unserer Hochzeit geht es auch nicht um langjährige Beziehungen oder gar Ehen. Als unverheirateter Mit-Zwanziger einen halben Tag ohne die bessere Hälfte zu verbringen, halte ich eigentlich für zumutbar. Und außerdem wären die Fälle, um die es bei uns geht, nicht alleine unter lauter Fremden. Jeder kennt mindestens eine Hand voll der anderen Gäste.
Ich glaube, ich werde noch ein wenig über das Thema nachdenken und dann machen, was ich für richtig halte. Und außerdem werde ich die drei Leute, um die es geht, einfach direkt darauf ansprechen und ihnen erklären, warum ich es so handhabe - und nicht anders.
Lieber Gruß,
Anna129Geändert von Anna129 (15.02.2008 um 15:41 Uhr)
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15.02.2008, 15:39
AW: Unbekannte Partner einladen???
An Mitternachtsfee: Danke für den guten Tipp, das werde ich beherzigen. Gruß, Anna129
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15.02.2008, 16:50
AW: Unbekannte Partner einladen???
Ich denke, es kommt wirklich auf den Rahmen der Feier an. Wird in großem Rahmen gefeiert, ist es natürlich schöner, wenn Partner dabei sein können. Im kleineren Rahmen sind die Gastgeber gezwungen, strenger zu sein:
@ LoreleiGanz so sehe ich das auch. Im Nachbarstrang haben wir übrigens exakt diese Situation.Macht man nur ein kleines, intimes Essen mit den engsten Verwandten + Freunden, kann man m.E. auch Leute allein einladen. Es ist doch nicht zumutbar, daß man Freundin X nicht einladen kann, weil Freundin Y darauf besteht, ihren neuen Stecher vom letzen Wochenende mitzubringen (um es mal etwas überspitzt zu sagen).
Aber auch bei einer großen Feier ist irgendwann die Kapazität des Raumes (und das Budget) erschöpft.
Ich würde daher sagen: Erst mal alle einladen, die man unbedingt eingeladen möchte bzw. die unbedingt eingeladen werden sollten – und denen die Möglichkeit geben, ihre Partner mitzubringen. Es ist bei einer Hochzeit schon schöner, als geschätzter Gast nicht als unfreiwilliger Single rumsitzen zu müssen. Bleiben dann noch genügend Kapazitäten übrig, kann man Leute einladen, die man zwar gerne einladen möchte, die aber nicht zum ersten Personenkreis gehören, auch mit Partner, wenn möglich.
Es versteht sich von selbst, dass man a) weder den Leuten der „2.Garnitur“ diese Tatsache unter die Nase reibt noch dass man sich b) mit der Einladung an diesen Personenkreis zu lange Zeit läßt, so dass sie sich als Notnagel vorkommen müssen. Hier ist ein bisschen Takt und Diskretion nötig, und auch das Bestehen auf einer bestimmten Deadline, bis zu wann die Zusagen aus dem ersten Personenkreis spätestens einzutrudeln haben, und dann nochmals nachzuhaken.
Ich denke, oft sind auf der Liste der Zweitbesetzung gar nicht so viele Leute drauf, weil der gemeinsame Nenner, dessen, was Braut und Bräutigam für einladenswichtig halten, groß sein muss. Jeder von beiden wird da wohl Kompromisse machen müssen, aber ich glaube, viele Restkapazitäten bleiben dann trotzdem nicht übrig. Auf einen oder zwei Gäste mehr kommt es vielleicht nicht an, aber wenn man überlegt, dass sowohl Elke als auch Sarah und Stefan noch Partner mitbringen könnten, während man bei Hendrik und Tina weiß, dass sie solo sind, sollte man überlegen, wer einem mit Partner wichtiger ist.
Ich glaube, das Aushandeln der Gästeliste auf der eigenen Hochzeit ist eine der umfangreichste Verhandlungen zwischen den Brautleuten.
Geändert von Latona (17.02.2008 um 14:29 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!


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