Wirklich so gravierend? Nach dem, was ich bisher mitbekommen habe, doch nicht. Denn auch schon nach dem bisherigen Recht konnte sich eine geschiedene bisherige Hausfrau nicht darauf verlassen, bis an den Rest ihres Lebens Unterhalt zu bekommen.Zitat von blaues-wunder
Aber abgesehen davon finde ich es immer sinnvoll, dass man sich Gedanken dazu macht, was für ein Vertrag vor dem Standesamt geschlossen wird und ob der von den Grundzügen her passt oder nicht. Noch besser: sich auch mal den Mann daraufhin angucken.![]()
Natürlich weiss man nicht alles vorher, angeblich gibt es viele Männer, die erst sagen, dass sie natürlich auch beruflich bereit sind zurückzustecken, wenn ein Kind kommt, sich dann aber im konkreten Fall anders verhalten. Aber hier liest man ja auch andersrum von Fällen, wo die Männer nie so etwas behauptet haben und sich v.a. nicht danach verhalten haben und hinterher sind die Frauen trotzdem erstaunt...
Also eine ganze Menge Nüchternheit bei einer Hochzeit, ob dass wirklich der Mann (und andersrum die Frau) ist, mit dem ich mir vorstellen kann, mein ganzes restliches Leben zu verbringen, und auch schauen, ob das jemand ist, mit dem ich mich bei Differenzen auseinandersetzen kann, halte ich für wesentlich.
Daraus KANN dann die Notwendigkeit eines Ehevertrags resultieren, muss aber nicht. Hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. Wir haben keinen, aber auch nichts, was zu regeln gewesen wäre. Sollte einer von uns eines Tages selbständig sein, würde ich mich aber sicherlich erkundigen, ob jetzt ein Ehevertrag sinnvoll wäre. Der kann ja auch später geschlossen werden.
Grüße,
Edelherb
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22.01.2008, 11:22
AW: Mal ganz unromantisch: Ehevertrag - oder nicht?
Die Ente bleibt draußen.
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23.01.2008, 12:51Inaktiver User
AW: Mal ganz unromantisch: Ehevertrag - oder nicht?
Die gabs und gibts sicher noch...allerdings rücken auch die in der Regel recht schnell von ihrer Meinung ab, wenns an die Trennung geht
Zitat von blaues-wunder
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27.01.2008, 21:50
AW: Mal ganz unromantisch: Ehevertrag - oder nicht?
Ich würde jeder Frau, die jetzt heiratet und sich vorstellen könnte Kinder zu haben und eine zeitlang zu Hause zu bleiben - weil es beide so wollen, weil sie das klassische Modell schätzen oder warum auch immer - dringend raten einen Ehevertrag abzuschließen, in dem sie sich für den Fall der Scheidung nachehelichen Betreuungsunterhalt über den Zeitraum von drei Jahren hinaus zusichern lässt. Alles andere finde ich fahrlässig und blauäugig.
Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen. - Winston Churchill -
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27.01.2008, 22:59
AW: Mal ganz unromantisch: Ehevertrag - oder nicht?
melde mich mit "hier".
Wir haben einen Ehevertrag beim Notar geschlossen, obwohl wir jetzt beide nicht das Vermögen - bzw. gar keines - haben. Das kann sich ja aber aus verschiedensten Gründen noch ändern. Und dann haben wir das klar geregelt. Ich fand es allein deshalb schon gut, weil wir so ehrlich gesagt auch mal über Dinge nachgedacht und gesprochen haben, die uns sonst NIE in den Sinn gekommen wären. Ich kann noch heute schmunzeln, wenn ich an unsere Reaktion denke auf die Frage des Notars, wie denn das mit dem Unterhalt sein soll, wenn wir dann beide in Rente sind, ob der dann noch weiterlaufen soll oder nicht...da haben wir uns angesehen und haben spontan beide gesagt: "Ne, dann ist Schluß, dann haben wir ja wohl lange genug "gelitten"." Aber da wurde mit erst mal klar, was für weitreichende Verpflichtungen ich auch eingehe mit der Ehe - jetzt mal vom katholisch-moralischen abgesehen...;-)
Ich finde so einen Vertrag gut. Da weiß ich was ich habe. Mein Mann fand es übrigens VÖLLIG unverständlich, daß heute nicht mehr eine Partei als schuldig geschieden wird. Dabei sollte es doch selbstverständlich sein, daß ich für den Rest meines Lebens in der Hölle brate, wenn ich ihn mit dem jungen, knackigen Fitnesstrainer betrüge...*BREITGRINS*
grüße, M.
P.S. Teuer wars übrigens auch nicht...und ich glaube, wir konnten es von der Steuer absetzen.
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28.01.2008, 12:27Inaktiver User
AW: Mal ganz unromantisch: Ehevertrag - oder nicht?
Über eine Ehevertrag zu sprechen, halte ich für zwingend, egal, ob dann einer abgeschlossen wird oder nicht. Denn dieses Gespräch zwingt jeden Partner, über sich und seine Vorstellungen vom weiteren (gemeinsamen) Leben nachzudenken.
Noch ein Tip am Rande: Jeder, der einen Ehevertrag abgeschlossen hat, sollte ihn regelmäßig überprüfen lassen. Denn die Rechtsprechnung hat in der letzten Zeit schon manche Regelung, die vor vielen Jahren noch Gang und Gebe war, gekippt. Und dann nützt der beste Ehevertrag nichts mehr


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