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  1. Inaktiver User

    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Zitat Zitat von minstrel


    Was hast Du denn für ein Bild von gläubigen Christen? Gewaltsam missionierende Kreuzritter?

    Welche Bedeutung soll es denn für die Gläubigen haben, einen nicht-Gläubigen im Gottesdienst dabei zu haben? Entweihung des Gotteshauses????

    "Ich glaube nicht an Gott" ist auch für den Besucher einer katholischen Kirche kein Affront.

    Und sicher müssen die beiden mit dem Pastor darüber sprechen, dass er nicht gläubig ist. Schliesslich wünscht sie sich Gottes Segen für ihre Ehe und nicht ein lustiges Weihrauch-Happening, bei dem alle Schauspieler ihren Text beherrschen.
    Da siehst du was falsch. Er wünscht sich das überhaupt nicht, sondern nur sie. Dh. Er hat die Wahl entweder er heiratet gemäß seiner Überzeugung, also nicht in der kath. Kirche, oder er macht es ihr zur Liebe doch und muss nunmal was vorspielen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

    Und wenn es für ihn ein Problem ist katholisch zu heiraten, was ich verstehen kann, dann soll er es lassen. Das ist ohnehin das Aufrichtigste, sowohl "den Gläubigen" als auch sich selbst gegenüber.

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Er hat die Wahl entweder er heiratet gemäß seiner Überzeugung, also nicht in der kath. Kirche, oder er macht es ihr zur Liebe doch und muss nunmal was vorspielen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.
    Doch die gibt es. Und genau die haben die beiden sich ja auch ausgesucht:

    Sie heiraten kirchlich, weil IHR das etwas bedeutet und er spielt dazu nichts vor, sondern nimmt an der Zeremonie als ihr nicht-gläubiger Ehemann teil. Dazu muss er keine Gebete sprechen.
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Also ich würde es auch nicht machen - Gebete und Lieder mitsprechen und singen, die mir nichts sagen. Wenn ich auf einer Hochzeit bin, respektiere ich natürlich, dass es Leute gibt, die glauben und denen das wichtig ist. Mitplappern kam für mich aber noch nie in Frage - mein Mund bleibt zu. Ich empfinde das als ehrlicher als einfach mitzumachen, obwohl es einem nichts bedeutet.

    Mein Freund, sehr christlich erzogen und dann aus "ich-kann-das-alles-nicht-nachvollziehen" Gründen nicht mehr in der Kirche seit er 14 oder 16 war oder so und sich bewusst gegen die Firmung (oder wie auch immer das bei seiner Religion hiess, er ist nicht Deutscher), macht es trotzdem. Es sagt ihm zwar auch nichts. Aber weils ihm peinlich wäre, zu schweigen, tut er es trotzdem. Ist es mir nicht. Soll er das machen, wenn er sich damit wohler fühlt, das muss jeder für sich entscheiden. Ich glaube nicht. Und Punkt. Warum sollte ich dann eine Stunde lang bei einer Hochzeit so tun? Und ja - ich kann auch das Vater Unser, aber ich will nicht.

    @Shaun:
    Ich bin sicher, Ihr könnt in Absprache mit dem Pfarrer einen Weg für Eure Trauung finden, bei dem sich keiner von Euch verbiegen muss. Dein Freund kommt Dir sehr entgegen, indem er sich auch kirchlich trauen lassen will. Das ist großartig und zeugt davon, dass ihm Dein Glaube wichitg ist. Da musst Du ihm zugestehen, dann dort er selbst zu bleiben. Wenn er keine für ihn leere Worthülsen will, müsst Ihr was anderes finden. Und werdet es auch - jetzt, wo Ihr Euch zusammengerauft habt nach der Krise "Heiratsantrag" und Euch so sicher seid. Das wid schon. :-)
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Und wenn es für ihn ein Problem ist katholisch zu heiraten, was ich verstehen kann, dann soll er es lassen. Das ist ohnehin das Aufrichtigste, sowohl "den Gläubigen" als auch sich selbst gegenüber.
    brumby,
    genau das schrieb ich vorhin.
    ich könnte es nicht.
    ich würde es nicht. nie.
    hat was mit meiner eigenen verantwortung vor mir selber zu tun.

    das ist meiner ansicht nach ähnlich iwe mit den sogenannten "u-boot-christen"gg* dass sind, die zu hochzeiten, taufen, beerdigungen auftachen, aber dazwischen nie gesehen werden.

    nur wie ich shaun, die threaderöffnerin, verstanden habe und sie es auch bestätigt hat, ist es ihr ein bedürfnis. das wiederum kann ich gut nachvollziehen, dass sie dann auch für sich in der kirche heiraten will.
    daher finde ich es ja so wichtig für beide, das gut zu überdenken.
    auch in hinsicht auf kinder.

    lachattenoire

  5. Inaktiver User

    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Zitat Zitat von Lachattenoire
    brumby,
    genau das schrieb ich vorhin.
    ich könnte es nicht.
    ich würde es nicht. nie.
    hat was mit meiner eigenen verantwortung vor mir selber zu tun.

    das ist meiner ansicht nach ähnlich iwe mit den sogenannten "u-boot-christen"gg* dass sind, die zu hochzeiten, taufen, beerdigungen auftachen, aber dazwischen nie gesehen werden.

    nur wie ich shaun, die threaderöffnerin, verstanden habe und sie es auch bestätigt hat, ist es ihr ein bedürfnis. das wiederum kann ich gut nachvollziehen, dass sie dann auch für sich in der kirche heiraten will.
    daher finde ich es ja so wichtig für beide, das gut zu überdenken.
    auch in hinsicht auf kinder.

    lachattenoire
    Ich könnte das auch nie.
    Die ganze Sory hier bestätigt mich auch einmal mehr in meiner Überzeugung, dass interreligiöse Ehen und Beziehung nur Probleme mitsich bringen.
    Ich war vor Jahren kurz mit einer sehr religiösen Christin zusammen - never again!

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Also ich möchte mal darauf aufmerksam machen, daß es für ihn NIE ein Problem war mich kirchlich zu heiraten, im Gegenteil er möchte es sogar! Und das nicht mit einem "na, wenn's denn sein muss"-Gesicht oder "aber nur Dir zuliebe". Wenn er ein Problem damit hätte oder ich einen Widerstand merken würde, würde ich ihn sicherlich nicht vor den Traualtar zerren. Dann müsste ich halt wohl oder übel drauf verzichten - denn auf ihn verzichten möchte ich nicht.

    Brumby, Deine Einstellung kommt mir schwer vor wie die meiner Großeltern. Das war ja schon eine Katastrophe, als meine katholische Schwester einen evangelischen Mann geheiratet hat!! Und was ist: es klappt wunderbar und die zwei gehören zusammen. Die Generation meiner Großeltern ist da noch strenger und traditioneller erzogen worden.
    Ich bin keine streng gläubige Christin, ich weiß also nicht warum eine konfessionsverschiedene Beziehung oder Ehe "nur Probleme mit sich bringen soll".
    Ja, jetzt diskutieren wir das alles einmal aus, jeder von uns weiß worauf er sich einlässt und lässt dem anderen den Freiraum - er mir für meinen Glauben und ich ihm halt für seinen Nicht-Glauben.

    Wir sind ja schon fünf Jahre zusammen - und das Thema war nie so richtig brisant, weil ich eben nicht streng katholisch bin.
    Aber jetzt bei der Hochzeitsplanung kam es eben raus.

    Ciao!
    Shaun

  7. Inaktiver User

    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Zitat Zitat von Shaun78
    Brumby, Deine Einstellung kommt mir schwer vor wie die meiner Großeltern. Das war ja schon eine Katastrophe, als meine katholische Schwester einen evangelischen Mann geheiratet hat!! Und was ist: es klappt wunderbar und die zwei gehören zusammen. Die Generation meiner Großeltern ist da noch strenger und traditioneller erzogen worden.
    Katholisch und Evangelisch ist harmlos. Mir war es Atheist und Kirchengängerin und das paßt einfach nicht.

  8. User Info Menu

    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Ich bin mit meinem Mann 25 Jahre verheiratet, er katholisch, ich konfessionslos und der katholischen Kirche eher ziemlich abgeneigt.

    Ich rechne es ihm bis heute hoch an, dass er nicht auf eine kirchliche Hochzeit bestanden hat. Es wäre für mich zum Albtraum geworden. Meine Schwiegermutter wirft mir bis heute vor, dass ich gottlos bin und die Kinder Heiden sind (in Bayern!!!).


    Ich finde dein Freund kommt dir schon sehr entgegen, wenn er diese Zeriomonie über sich ergehen lässt und einer kirchlichen Trauung zustimmt. MEHR kannst du nicht erwarten. Die Lieder und Texte des katholischen Gottesdienstes sind schon sehr gewöhnungsbedürftig. Angefangen von "ich glaube an Gott" ... bis zur Jungfrau Maria", die Lieder sind entsprechend.

    Damit kannst du ja die Kinder glaubhaft katholisch erziehen.
    Dein Freund kann nicht an der katholischen Erziehung mitwirken. Es ist schon viel, wenn er sich der Erziehung nicht in den Weg stellt. Die Kinder werden zur Erstkommunion und Firmung gehen, vielleicht ministrieren.


    Die Religion wird allerdings immer wieder ein Konfliktpunkt sein. Mach dir da bitte nichts vor. Es ist nicht tolerant, wenn du erwartest, dass er an irgendwas glaubt und dass er zum Teil deinen Glauben mitleben soll. Tolerant ist, wenn du ihn so lässt wie er ist und nichts von ihm in dieser Hinsicht erwartest, so wie er dich eure Kinder katholisch erziehen lässt.

    Redet nochmals drüber und denk dich bitte auch mal in deinen Freund hinein. Wenn es für dich so wichtig ist, dass er deinen Glauben mitlebt und er das nicht will, dann musst du dir einen neuen Mann suchen.


    Didi
    Geändert von Didi50 (05.01.2008 um 16:57 Uhr)
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Didi, ich kann Dir nur zustimmen.
    Ehrlich gesagt, ich erwarte ja gar nicht von ihm daß er meinen Glauben mitlebt und ich erwarte auch nicht daß er was mitsingt oder so (im normalen Gottesdienst).
    Es war in der Vergangenheit nie ein Problem für mich daß er konfessionslos ist und das wird auch in Zukunft so sein.
    Ich erwarte auch nicht oder rechne nicht damit, daß er mit mir mitkommt in den Gottesdienst (obwohl er das in der Vergangenheit schon gemacht hat .- freiwillig wohlbemerkt).

    Das mit dem mitsingen und mitbeten bezog ich ausschliesslich auf unsere Trauung und da werden sich sicherlich relativ "neutrale" Lieder finden lassen, ich habe da schon ein paar "gesichtet".
    In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich, er könnte evtl. bei unserer Hochzeit an diesem einen Tag ein Gebet mitsprechen auch wenn er nicht katholisch ist. Aber ich lasse ihn das selbst entscheiden und im Zweifelsfall singe oder bete ich halt auch mal allein (bzw. natürlich mit den anwesenden katholischen Gästen).

    Es grauste mir nur vor der Vorstellung, daß er da so unbeteiligt neben mir sitzt...und obwohl ich es ihm natürlich hoch anrechne daß er mich kirchlich heiraten wird fand ich schon, daß er sich dann aber auch selbst einmal damit befassen müsste was dann eigentlich passiert in so einem Traugottesdienst und ob und wie er sich da einbringen kann. Kirche hin oder her - es ist ja nicht meine Privatvorstellung sondern UNSERE Hochzeit.

    Viele Grüße!
    Shaun

    P.S. Es ermuntert mich trotz gewisser Konflikte, daß eine Ehe auch in dieser Konstellation funktionieren kann!!
    Wenn die Konfession für mich so entscheidend und wichtig wäre, wäre ich ja vermutlich gar nie mit ihm zusammengekommen oder - geblieben.

  10. Inaktiver User

    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Zitat Zitat von Shaun78
    Wenn die Konfession für mich so entscheidend und wichtig wäre, wäre ich ja vermutlich gar nie mit ihm zusammengekommen oder - geblieben.
    Das verstehe ich jetzt nicht. Auf der einen Seite schreibst Du, dass Dir Dein Glaube immer wichtiger wird, und nun schreibst Du wieder, dass die Konfession ja gar nicht so entscheidend ist Irgendwie hoert sich das fuer mich total unausgegoren an. Und die Haltung Deines Freundes kann ich da auch nicht verstehen. Entweder ich stehe voll und ganz inhaltlich hinter so einer Zeremonie, oder ich lasse es bleiben. Letzteres sowohl aus Respekt mir selbst gegenueber wie auch gegenueber den Leuten, die daran glauben.

    Ach so ja, ich bin nicht in Bayern gross geworden, sondern im Rheinland. Offiziell katholisch erzogen, aber meine Eltern haben mit da auch nicht reingeredet. Als ich dann vor meiner ersten Heirat kundtat, dass ich nicht gedaechte, katholisch zu heiraten bzw. dass mein zukuenftiger Mann Atheist ist, hat ein mit der Familie befreundeter Pfarrer versucht, mich einer Gehirnwaesche zu unterziehen. Insofern hat Fender schon sehr Recht mit seinem Beitrag.

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