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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Ja, ich denke wie bei fast allem wird es hier einen Kompromiss geben. Es gibt ein paar sogenannte "Neue geistliche Lieder" in denen zumindest nicht von Gott oder Jesus wörtlich die Rede ist. Ich denke da wird mein Freund auch das ein oder andere mitsingen. Vielleicht finden wir ja auch einen Vers den wir als Ersatz für ein Gebet gemeinsam sprechen. Und ein paar andere Lieder oder Gebet(e) werde ich dann halt alleine (plus Gäste natürlich) singen, was solls.
    Das singen gehört für mich übrigens sehr zum Gottesdienst dazu, deshalb möchte ich auch an meiner Hochzeit wenigstens ein paar wenige Lieder. Ansonsten kann man das ganze ja auch instrumental musikalisch anreichern.

    Ja, man sollte wirklich öfters nachdenken vor dem sprechen und/oder sich hier austauschen...aber dafür war heute morgen keine Zeit
    Aber ich hab auf jeden Fall mal wieder was dazugelernt und bin jetzt zuversichtlich, daß wir da am Wochenende gut drüber sprechen können. Mein Freund ist übrigens nicht böse. Etwas verwirrt wahrscheinlich schon. Andererseits hätte er sich ja auch selbst schon einmal damit auseinandersetzen können, wie so eine Trauung in der Praxis aussieht (wozu gibts heute Internet!!!), schließlich ist das ja nicht mein Privatvergnügen !

    Danke für Eure Hilfe!
    Shaun

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    hallo shaun,

    vielleicht nehmt ihr die möglichkeit der kirchlichen trauung gleich generell zum anlass euch über euren glauben zu unterhalten.
    ich halte es schon für wichtig in hinsicht auf kinder sich vorher darüber einig zu sein, wie sie denn erzogen werden sollen.
    ich halte die einstellung "das wird sich finden, wenn es soweit ist" für sehr kurzsichtig.wenn du deine kinder beisspielsweise taufen lassen möchtest, steht ihr wieder vor dem problem, kommt der vater mit, identifiziert er sich mit dem ritual? was ist bei der kommunion? bleibt er dann zu hause? wie erklärst du das deinen kindern?

    möchtest du mit ihnen abends beten? in kindergottesdienste gehen?
    alles immer gegen den widerstand des vater oder allein gegen seine einstellung?

    nochmal zur kirchlichen trauung:
    was gibt es dir deinen partner neben dir stehend ein gebet- ich sage es bewusst provozierend- brabbeln zu hören, das ihm nichts bedeutet?

    ich fand das bild mit dem Fliegenden Spaghettimonster sehr passend.

    meiner meinung nach habt ihr beide eine grundsätzlich andere einstellung und somit ein anderes lebensziel und bevor ihr weiter über heirat überhaupt nachdenkt, sollte das aus dem wege sein.


    ich wünsche euch viele fruchtbare gespräche
    lachattenoire
    Geändert von Lachattenoire (04.01.2008 um 13:43 Uhr)

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Zitat Zitat von Shaun78
    Andererseits hätte er sich ja auch selbst schon einmal damit auseinandersetzen können, wie so eine Trauung in der Praxis aussieht (wozu gibts heute Internet!!!), schließlich ist das ja nicht mein Privatvergnügen !
    Danke für Eure Hilfe!
    Shaun
    Ja, so sind Männer. Die stecken gerne den Kopf in den Sand oder den Sand in den Kopf :-)

    ICH mache heute einen Termin mit unserem Mönch obwohl ICH überhaupt nichts mit der Kirche zu tun habe. Aber wie sollen wir sonst verbindlich einen Termin für die Location ausmachen, wenn wir gar nicht wissen ob das mit der Trauung so klappt?
    Mein Freund schiebt es ständig vor sich her. Und damit ich mich nicht aufregen muß mache ich es eben selbst.
    Lieder, Texte usw. darf er aber selbst aussuchen, da kümmere ich mich nicht drum (mit Ankündigung).

    Männer :-)
    Man sieht und hört nur mit dem Herzen gut.

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    @lachattenoire:
    Du hast vollkommen recht - allerdings hatte ich früher schon geschrieben, daß ich mir sehr wohl jetzt schon Gedanken z.B. über das Thema Kindererziehung mache und daß ich meine Kinder auf jeden Fall in einem Glauben (und in diesem Fall dem katholischen) erziehen möchte. Also von "das wird sich finden" war da nie die Rede und auch mit meinem Partner habe ich da schon drüber gesprochen. Für ihn ist es vollkommen in Ordnung daß die Kinder katholisch erzogen werden. Von Widerstand kann da keine Rede sein. Ich bin mir sicher, daß er nicht gegen mich arbeiten würde. Allerdings stimmt es auch, daß ich in dieser Angelegenheit dann wohl allein dafür zuständig sein werde.

    Ich fand die Denkansätze der anderen hier auch sehr schön (z.B. von Latona), nämlich daß mein Partner den Kindern Werte vermitteln kann, die eben auch aber nicht nur im christlichen Glauben wichtig sind.
    Ansonsten kommt er - genauso wie jetzt schon - bestimmt gerne hin und wieder mit zum Gottesdienst.
    Ich hoffe und wünsche mir, daß wir unseren Kindern dann tatsächlich ganz einfach Toleranz vorleben können. Daß auch Menschen unterschiedlicher Konfessionen zusammenleben können, genauso wie unterschiedliche Nationalitäten usw.
    Das wäre mein Ziel!

    Und was soll ich sagen. Ich liebe ihn! Ich kann mir meine Zukunft mit keinem anderen vorstellen und wir sind jetzt schon einige Jahre den Weg zusammen gegangen, ich möchte ihn weitergehen!

  5. Inaktiver User

    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Ich finde das Verhalten deines Freundes nicht ganz richtig.

    Wenn man nicht katholisch heiraten will, ok, dann soll man es lassen. Wenn man es aber tut, dann richtig. Dann muss er auch das Programm durchziehen und auch die Leider singen, oder was die da sonst so machen. Es wird ihm schon kein Zacken aus der Krone fallen. Es geht hier nur um ein paar Lieder und ein für ihn bedeutungsloses Gebet.

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Zitat Zitat von Shaun78
    Und was soll ich sagen. Ich liebe ihn! Ich kann mir meine Zukunft mit keinem anderen vorstellen und wir sind jetzt schon einige Jahre den Weg zusammen gegangen, ich möchte ihn weitergehen!
    shaun,
    das klingt wundervoll...und dann werdet ihr auch einen gemeinsamen weg finden.

    sei dankbar dafür, dass dir dein freund soweit entgegen kommt.
    ich hätte es nicht getan*lach*
    nachem ich mich als junges mädchen intensivst mit religionen und unterschiedlichen glaubensrichtungen auseinander gesetzt habe, habe ich mich mit mitte 20 entschlossen aus der kirche auszutreten.
    ich kann mich mit vielem dort vermittelten nicht identifizieren, habe auch nicht kirchlich geheiratet und mein sohn ist nicht getauft.
    ich gehe in kirchen, wenn es erforderlich ist (heirat, taufe oder dergl. von geschwistern,freunden,verwandten) aber ich singe nicht mit, ich bete nie.
    ich hielte mich dann selber für verlogen.
    ich verhalte mich so, wie es der respekt gegenüber der jeweiligen kirche erfordert. mehr nicht.
    ich kann das vaterunser in vier sprachen, sage es aber nicht, da ich nicht dahinter stehe.

    es ist gut, wenn du und dein freund euren möglichen kinder werte vermittelt, respekt und achtung vor dem leben generell und dem leben anderer.
    im übrigen ist das nicht alleine eine christliche einstellung, auch im judentum oder buddhismus wird dazu erzogen.


    lachattenoire

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Ja! genau das ist es - ich möchte meinen Kindern keine streng katholischen Werte eintrichtern, das würde auch gar nicht zu meinem Lebensstil passen. Ich möchte ihnen nur die Chance geben, eine Religion kennenzulernen um dann ggfs. selbst zu entscheiden, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Ob dann buddhistisch, katholisch, evangelisch, jüdisch, was auch immer - mir ist es im Wesentlich wichtig, daß sie überhaupt mit einem Glauben aufwachsen, bestimmte Werte verinnerlichen.

    Ich sehe ja an meinem Partner, daß es als Erwachsener viel schwieriger ist, den Zugang dazu zu finden. Er hat als Kind nie die Chance bekommen, einen Glauben zu entwickeln. Und das finde ich schade.

    Ich selbst finde ja auch nicht alles toll und richtig, was die katholische Kirche so propagiert. Aber ich muss mich auch nicht mit ALLEM identifizieren können um gläubig zu sein. Da gibt es doch viel mehr als nur schwarz oder weiß.
    Ich kann es auch akzeptieren, wenn jemand eben nicht (mehr) katholisch sein möchte.

    Lachattenoire, hat Dich denn eine der anderen Religionen überzeugt? Da bin ich mal neugierig.

  8. Inaktiver User

    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    Zitat Zitat von Shaun78
    Ja! genau das ist es - ich möchte meinen Kindern keine streng katholischen Werte eintrichtern, das würde auch gar nicht zu meinem Lebensstil passen. Ich möchte ihnen nur die Chance geben, eine Religion kennenzulernen um dann ggfs. selbst zu entscheiden, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Ob dann buddhistisch, katholisch, evangelisch, jüdisch, was auch immer - mir ist es im Wesentlich wichtig, daß sie überhaupt mit einem Glauben aufwachsen, bestimmte Werte verinnerlichen.
    Vielleicht liegt es ja daran, dass ich nicht aus Bayern komme, aber in wie fern unterscheiden sich denn so die Werte und Lebensweisen von säkular katholischen, evangelischen oder jüdischen Menschen von einander?
    Also ich war füher mal katholisch, heute bin ich Atheist, aber ich kann nicht feststellen, dass sich meine Werte irgendwie geändert haben. Genauso wie ich nicht bestellen kann, dass meine Werte irgendwie anders sind, als bei meinen Ur-Atheistischen, Evangelischen und jüdischen Freunden und Bekannten.

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    @ Brumby
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich finde das Verhalten deines Freundes nicht ganz richtig.

    Wenn man nicht katholisch heiraten will, ok, dann soll man es lassen. Wenn man es aber tut, dann richtig. Dann muss er auch das Programm durchziehen und auch die Leider singen, oder was die da sonst so machen. Es wird ihm schon kein Zacken aus der Krone fallen. Es geht hier nur um ein paar Lieder und ein für ihn bedeutungsloses Gebet.
    Für eine Entweder-Oder-Herangehensweise besteht hier überhaupt keine Notwendigkeit. Im Gespräch zwischen Shaun und ihrem Partner bzw. dem Pfarrer wird sich ja wohl eine Lösung finden lassen, mit der alle Beteiligten leben können. Schließlich ist so ein Ritual wandelbar, und wir befinden uns nicht mehr im Mittelalter, wo die Macht des Klerus das Hochzeitszeremoniell beherrschte.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: kirchliche Hochzeit wird zum Streitthema...

    zitat:Lachattenoire, hat Dich denn eine der anderen Religionen überzeugt? Da bin ich mal neugierig


    *lach* nein, shaun, überhaupt nicht.

    denn egal, wo ich mich aufhielt, informierte, an gottesdiensten oder ähnlich strukturierten gemeinsamen treffen der jeweiligen gläubigen teilnahm, jede gemeinschaft nimmt für sich in anspruch alleingültig zu sein. mal mehr, mal weniger vehement.
    selbst innerhalb einer religions- oder glaubensgemeinschaft gibt es unterschiedliche strömungen und man - um es mal milde auszudrücken*g*- setzt sich heftig gegeneinander ab.

    nimm katholiken und orthodoxe katholiken.unterhalte dich mit anhängern jüdischen glaubens und es gibt die verschiedensten "strömungen".

    mennoniten:sie nennen sich ebenfall "christlich", betreiben aber bis heute fast mittelalterlich anmutende teufelsaustreibungen.
    das tun allerdings die katholiken auch
    die zeugen jehovas und ihre auslegung der bibel, auwei.

    ich respektiere menschen, die sich einem glauben verbunden fühlen, und solange sie nicht versuchen zu missionieren*lach* finde ich den austausch wahnsinnig spannend.
    ich bin auch kein atheist, eher ein agnostiker.

    und alles das habe ich auch meinem sohn vermittelt, der sich (inzwischen 20) auch keiner gemeinschaft anschleißen mag.

    lachattenoire

    p.s aufgrund merkwürdiger familienverhältnisse wurde ich dreimal unterschiedlich getauft, das hat mich sicher hellhörig für diese thematik gemacht*gg*
    Geändert von Lachattenoire (04.01.2008 um 15:24 Uhr)

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