@Christine
Laut meinen Eltern, entdeckt man auch nach über 30 Jahren noch immer Neues anseinem Partner.
Eben, ich schrieb es schon mehrfach, weil Menschen verändern. Und auch diese Veränerungen bringen immer wieder Neuerungen, die man vorher nicht kannte.
Vieles zeigt sich erst Situationsbedingt usw. usw...
Aber ich denke das jeder weiss, was ich mit der Trennung von Kennenlernphase und Beziehungsalltag meine.
Wobei ich sagen muss.. ich glaube das, wenn ich nach einem Jahr Beziehung immer noch nicht merken würde das mein Partner sich fest für ein Leben mit mir entschieden hat.. dann würde mich das schon kritisch machen.
Dazu muss ich aber sagen.. diese Entscheidung treffe ich in Beziehungen immer wieder. Da gibt es ein "erstes Mal" .. aber das ist nicht einmalig. Man stellt sich eben immer wieder auf neue Beziehungssituationen ein, neue Dinge die das Leben beeinflussen und entscheidet immer wieder neu, ob man dies auch mit dem Partner komplett leben will.
Die Eheleute die ich so kenne, tun das aber genauso.. ich halte das für normal. Und ich finde das "Bewusstsein" auch schön, wenn man sich immer wieder neu für den Partner entscheidet, aus der Liebe heraus.. anstatt es einmal zu tun und auf diesem einmaligen Dings dann ein Pflichtgefühl aufzubauen, das den Rest bestimmt.
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26.06.2008, 21:44
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
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26.06.2008, 22:57Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
ich nicht.
Zitat von Satyr
und wenn mir jemand so früh sagen würde, dass er sich fest für ein Leben mit mir entschieden hat - dann wäre ich sehr befremdet. Nach so kurzer Zeit kann er doch noch gar nicht richtig hingeschaut haben. Und da wandelt sich doch gerade erst die Verliebtheit in Liebe - oder eben auch nicht.Wobei ich sagen muss.. ich glaube das, wenn ich nach einem Jahr Beziehung immer noch nicht merken würde das mein Partner sich fest für ein Leben mit mir entschieden hat.. dann würde mich das schon kritisch machen.
(und in meiner massiven Zweifelsphase nach 2 Jahren hättest Du Dich anstelle meines jetzigen Mannes von mir getrennt?)
Gruß, Leonie
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26.06.2008, 23:17Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Na das ist doch schön
Zitat von Satyr
Ja und ich sagte bereits, dass diese Änderungen ja nicht zwangsläufig negativ sein müssen oder sich negativ auf die Beziehung auswirken.
Zitat von Satyr
Das habe ich leider nicht so ganz verstanden
Zitat von Satyr
Kritisch macht mich das auf keinen Fall.
Zitat von Satyr
Nicht jeder tickt gleich schnell und so ganz pauschal gesagt ist ein Jahr eine relativ kurze Zeit gemessen am Rest es Lebens. Kann ich nach dieser Zeit wirklich schon entscheiden ob ich mit diesem Menschen wirklich für alle Zeit zusammenbleiben will?
Vielleicht können das manche aber sicher ist es nicht der Regelfall. Andere würde es vielleicht erschrecken, wenn der Partner schon nach einer kurzen Beziehungsdauer von "für immer und ewig" sprechen würde.
Na eben diese Bereitschaft ist die die Grundlage einer langfristigen Beziehung bzw. in meinem Idealfall der Ehe.
Zitat von Satyr
Ich entscheide mich aber irgendwann nicht mehr jeden Tag neu dafür. Sondern ich lebe die Beziehung.
Zitat von Satyr
Irgendwann habe ich mich endgültig entschieden. Dann geht es nur noch darum die Beziehung am Leben zu erhalten. Aber die Entscheidung füreinander ist doch schon lange gefallen.
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26.06.2008, 23:23Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Wie lange man für diese Entscheidung braucht ist sehr unterschiedlich würde ich sagen.
Zitat von Inaktiver User
Das kommt auf die jeweilige Situation an und auf den Verlauf der Beziehung.
Ich glaube ich hatte irgendwo schon mal angemerkt, dass man z.B. eine Wochenend- oder Fernbeziehung nicht mit einer gleichlangen Beziehung vergleichen kann in der man sich jeden Tag sieht.
Es sind eben die Umstände anders.
Gemessen an der Zeit die man bis dato gemeinsam Verbracht hat und ob man auch schon schwierigere Situationen meistern musste oder ob bisher immer alles Friede-Freude-Eierkuchen war.
Das sind ganz ganz viele Faktoren die bei der Entscheidung eine Rolle spielen.
Nur an der Dauer einer Beziehung kann ich die Entscheidung nicht festmachen.
Aber ich habe schon verstanden was du gemeint hast.
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26.06.2008, 23:28
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
ich finde, das ist alles total subjektiv. ich kann allerdings auch sagen (nähkästchen), dass wir als paar nach ein oder zwei jahren definitiv noch nicht so weit waren wie heute nach fast zehn - da warten noch viele überraschungen und wendungen auf einen.
bei uns war es kein "punkt", an dem wir uns sicher waren, dass es für immer sein soll, mehr ein prozess - ich denke, das wird genauso sein, wenn man das irgendwann mit einer urkunde besiegeln will.
wir brauchen das nicht und haben uns entschieden, dass es genauso, wie es jetzt ist, für uns richtig ist. wir lassen uns aber die freiheit, das irgendwann anders zu sehen, auch, was das zusammen ziehen, arbeiten in zwei städten und ähnliches angeht.
ich denke, wir sind beide sehr realistisch, was mögliche veränderungen von zwei menschen angeht. aber wir können uns beide eben ein leben ohne einander nicht mehr vorstellen - schon allein, weil kein anderer mensch diese auch auf anderen ebenen prägenden jahre mit uns erlebt hat.
allein durch diese zeit hat sich eine art verschworen-sein eingestellt, die wir nicht allein dadurch erreicht hätten, wenn wir einfach nach drei oder vier jahren gesagt hätten: so, und jetzt brief und siegel drauf. da müssen schon alle durch, und die innere sicherheit kann einem kein standesbeamter geben.
insgesamt denke ich, dass man das alles eigentlich nur auf der politischen ebene wirklich diskutieren kann - besonderer schutz als deutscher sonderweg gut oder nicht, steuervorteile ohne kinder gerecht oder ungerecht und so weiter. alles andere ist völlig subjektiv und gilt nur für einen selbst.
ich habe zudem das gefühl, es hängt auch viel damit zusammen, wo das persönliche pendel eher hinschlägt: sicherheit oder freiheit als zentralster wert. ich optiere eben in allen lebensbereichen eher für freiheit, weswegen mir schon der gedanke der wirtschaftsgemeinschaft nicht recht schmecken will. aber das sehen andere eben ganz anders, weswegen man beim diskutieren besser auf der ebene der oben genannten "hard facts" bleibt."That life exists/
And identity/
That the powerful play goes on/
And you may contribute a verse."
Walt Whitman
“Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
Benjamin Franklin
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27.06.2008, 00:03
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Das kommt auf die Gründe für die Zweifel an. Wenn sie berechtigt sind, sieht die Sache natürlich anders aus. Dann wird daran gearbeitet, wenn meine Liebe groß genug ist. Ist sie nicht groß genug.. ja.. dann wird tatsächlich eine Trennung in erwägung gezogen. Aber das ist alles hochtheoretisch.. pauschal sagen kann man da vieles eh nicht. Eben weil die Zweifel und der Grund dafür sehr ausschalggebend sein können.
Zitat von Inaktiver User
Wichtig ist mir aber, das ich merke das auch der Partner daran arbeiten will. Hat er nur zweifel und will nicht mit mir zusammen daran arbeiten.. dann fehlt mir die Grundlage.
Und dieses "daran arbeiten wollen - gemeinsam".. DAS ist für mich schon eine kleine Entscheidung für einander, die ich ernst nehmen würde und die mich von einer Trennung abhalten kann. Eben weil man sich dann für mich entscheidet, nicht für die Zweifel.
Habe ich ja auch nicht behauptet. Sie KÖNNEN aber. Und das ist genauso menschlich.
Zitat von Inaktiver User
Japp. Ich kann das :)Kann ich nach dieser Zeit wirklich schon entscheiden ob ich mit diesem Menschen wirklich für alle Zeit zusammenbleiben will?
Ich würde das auch nie so formulieren, das klingt wie eine Verurteilung *g*Andere würde es vielleicht erschrecken, wenn der Partner schon nach einer kurzen Beziehungsdauer von "für immer und ewig" sprechen würde.
Mir geht es darum, das beide sich dazu bekennen - in dem Moment - den anderen sein Leben lang lieben zu wollen - samt Beziehungsführung. Das kann ich jetzt im Forum irgendwie schlecht formulieren, real ist das viel mehr Gefühl, das auch rüberschwingt und in die Formulierungen einfließt.
Aber es war bei mir nie ein "So.. ab jetzt für immer, mitgehangen mitgefangen" *G*
Eher ein gegenseitiges "Du bist der/die Richtige.. ich spüre das, ich fühle das".. und darin ist für mich ein "ich will alles tun damit wir dieses richtige auch leben können, solange wir leben" enthalten. Obs wirklich klappt, sieht man hinterher. Aber darum gehts mir auch weniger. Mir geht es darum den Willen dafür zu haben. Sich also nicht festzulegen auf "So, ich weiss das ich das für immer will".. sondern auf "Ich weiss momentan, das ich verdammt viel dafür kämpfen will - wenn nötig."
Hach.. es is echt schwer diesen Unterschied in Worten rauszuarbeiten.. *sfz*
Wer sagt das ich das nicht tue ? :)Ich entscheide mich aber irgendwann nicht mehr jeden Tag neu dafür. Sondern ich lebe die Beziehung.
Wenn ich mich immer neu dafür entscheiden würde, dann die Beziehung aber nicht lebe, würde wohl was schief laufen *g*
Eben.. das ist das was ich meinte. Das klingt für mich nach "Ich habs ja so gewollt, jetzt muss ich auch was dafür tun"... egal ob man das überhaupt noch will oder nicht.Irgendwann habe ich mich endgültig entschieden. Dann geht es nur noch darum die Beziehung am Leben zu erhalten.
Und das wäre nicht das, was ich leben möchte. Ich möchte das meine Partnerin sich immer wieder neu entscheiden kann. Ich "erwarte" dabei, das sie sich nicht leichtfertig gegen "uns" entscheidet. Ab dem Punkt wo ich merke, das sie nicht leichtfertig damit umgeht sondern sich einsetzt.. ab da "spüre" ich ihre Entscheidung für das "uns". Und ab da vertraue ich darauf, das sie sich zwar immer neu entscheiden kann, sie sich aber immer für das "uns" entscheiden wird.
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27.06.2008, 00:11Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
wie soll man denn an meinen Zweifeln, ob ich mit diesem Menschen mein Leben verbringen will, gemeinsam arbeiten?
Zitat von Satyr
es ging mir doch darum, ob ich mich trenne, weil ich mich zwar wohlfühlte und ihn liebte, aber Zweifel hatte, ob das für Jahrzehnte trägt.
Diese Phase war sehr wertvoll für mich - denn ich habe noch einmal genau hingeschaut und nachgedacht - und danach habe ich mich entschieden - und nie wieder Zweifel.
Gruß, Leonie
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27.06.2008, 00:12
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
weiß genau, was du meinst. das hat für mich mit freiheit zu tun: dass es dieses "mitgefangen, mitgehangen" nicht gibt, nur ein aktives entscheiden für einander, das auch den kampf um die beziehung in zweifelsphasen einschließt.
Zitat von Satyr
"That life exists/
And identity/
That the powerful play goes on/
And you may contribute a verse."
Walt Whitman
“Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
Benjamin Franklin
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27.06.2008, 00:21
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Zweifel haben immer ihren Grund.
Zitat von Inaktiver User
Und ich erwarte eben, das man diese Zweifel samt Grund (soweit man ihn kennt) komuniziert. Komunikation ist mir verdammt wichtig. Und wenn man darüber redet, kommen sicher auch Stellen, bei denen man gemeinsam an den Zweifeln arbeiten kann.
Entweder indem man sie gemeinsam aus dem Weg räumt.. oder indem man gemeinsam feststellt, das es nichts wird.
Alleingänge würde mich befremden.
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27.06.2008, 00:26Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
aber wenn der Grund ist, dass er so ist wie er ist?
was soll da gemeinsam gearbeitet und ausgeräumt werden - soll er mir versprechen, dass er in 30 Jahren ganz bestimmt nicht dies oder jenes wollen oder tun wird
ich muss wissen, ob ich das auf Dauer will. (und er natürlich auch)
oder ob ich da "Risiken und Gefahren" sehe, die mir zu groß erscheinen. Bei denen ich eben nicht das begründete Vertrauen habe, immer einen gemeinsamem Weg zu finden, auf dem beide glücklich sind.
Kennst Du eigentlich diesen Thread ?
Gruß, Leonie


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